Garten winterfest machen: So bereiten Sie ihre Grünanlage optimal auf die kalte Jahreszeit vor

Wenn der Herbst sich dem Ende neigt, die Tage kürzer werden und das Thermometer nach unten zeigt, geht auch die Gartensaison allmählich dem Ende entgegen. Dann stellen sich Hobby-Gärtner jedes Jahr aufs Neue die Frage: Wie bekomme ich die Pflanzen am besten über den Winter? Dabei gibt es einiges zu beachten, schließlich kommen manche Gewächse besser mit den eisigen Temperaturen zurecht als andere. Aber auch der Rasen will richtig vorbereitet sein. Und wann ist überhaupt die richtige Zeit, um die hauseigene Grünanlage für den Winter vorzubereiten? Mit unseren Faustregeln, Tipps und Tricks können sich Gartenbesitzer entspannt auf die weiße Jahreszeit freuen.

Inhaltsverzeichnis

Der richtige Zeitpunkt für Wintervorkehrungen im Garten

Einen festen Termin, wann Gartenbesitzerinnen und -besitzer ihre Grünanlage für die kalte Jahreszeit vorbereiten sollten, gibt es zwar nicht, doch spätestens wenn die Bäume beginnen, ihre Blätter zu verlieren, kommt der Winter mit großen Schritten. Im Zweifel gilt besser zu früh als zu spät, schließlich kann es durchaus Ende Herbst bereits Frost geben. Dann ist es ratsam, die empfindlichen Pflanzen bereits vorbereitet oder eingelagert zu haben. Als guter Zeitraum hat sich Mitte Oktober bis Ende November bewährt. Der Winterschutz beginnt aber schon im Frühling und Sommer, denn natürlich gilt: Gesunde Pflanzen haben es leichter, mit den widrigen Bedingungen im Winter zurechtzukommen. Wer seine Gewächse also regelmäßig düngt, bewässert und frei von Schädlingen hält, schafft die besten Voraussetzungen.

So lassen sich Gehölze für den Winter vorbereiten

Gartenschere schneidet Gehölz zurück
Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt um Gehölze zurückzuschneiden.

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um Gehölze zurückzuschneiden, schließlich haben die Gewächse vom 1. März bis zum 30. September Schonzeit. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet aus Artenschutzgründen in diesem Zeitraum den Form- und Rückschnitt von Bäumen, Sträuchern oder auch Hecken. Deshalb dürften viele Gartenbesitzer im Oktober bereits mit den Hufen scharren. Laubbäume tragen dann beispielsweise keine Blätter mehr. Dementsprechend leichter lässt sich die Astschere ansetzen. Außerdem beginnt dann die Ruhezeit der sommerblühenden Bäume und das Wachstum ist vorerst abgeschlossen. Auch Hecken sind perfekt für einen Rückschnitt im Herbst geeignet. Wir empfehlen dazu eine Akku-Heckenschere. Ohne störendes Kabel bieten sie eine perfekte Flexibilität und belasten im Gegensatz zur Benzin-Variante die Umwelt nicht so stark. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Heckenscheren haben, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Das Überwintern von Bäumen und Hecken gehört zu den leichteren Hobby-Gärtner-Tätigkeiten, denn fast alle heimischen Gehölze sind frosthart. Allerdings können Temperaturen unter minus 5 Grad Celsius durchaus Bäume schädigen. Eine Möglichkeit stellt das sogenannte „Weißen“ der Baumstämme dar. Durch den weißen Anstrich wird das Sonnenlicht reflektiert und die Rinde erwärmt sich nicht. Das beugt Rissen durch zu starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nachtfrost vor. Am besten reflektiert weiße Kalkfarbe. Sie schützt auch vor Moos, Flechten und gegen gewisse Schädlinge. Hobby-Gärtner können den Anstrich auch gut selbst herstellen. Dazu einfach Wasser und Kalk mit etwas angerührtem Tapetenleim vermischen.

Eine weitere Gefahr für Obstbäume lauert nicht im Frost, kommt aber mit diesem einher – der Frostspanner. Der Schmetterling legt in den Blattknospen seine Eier, die im Frühjahr schlüpfenden Larven ernähren sich dann von den Blättern. Der Trick: Die Paarung der Frostspanner durch Leimringe am Stamm verhindern. Während das Männchen nämlich in die Baumkrone fliegen kann, muss das Weibchen den Baum hinaufklettern. Alternativ bringen Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner den Leim direkt am Baum an. Apropos Obstbäume: Sobald diese das Laub abgeworfen haben, ist es sinnvoll sie noch einmal auf sogenannte Fruchtmumien zu untersuchen. Die häufig verschimmelten Früchte können das Ausbreiten von Krankheitserregern oder Pilzen fördern. An den kahlen Ästen sind sie gut zu identifizieren und lassen sich einfach entfernen.

Wie lassen sich Rosen richtig überwintern?

Bei den verschiedenen Rosengewächsen wie Beet-, Strauch-, Kletter- oder Stammrosen gibt es zwar Detailunterschiede bei der Überwinterung, im Kern gelten jedoch die gleichen Maßnahmen. Dabei ist es sehr wichtig, dass Gärtnerinnen und Gärtner die Gewächse gut auf die kalten Monate und vor allem die Temperaturschwankungen mit Frost vorbereiten. Gefriert die Flüssigkeit in den Rosenzellen zu schnell, dehnt sie sich aus und kann die Zellen schädigen. Dementsprechend wichtig ist es, die Zellwände zu stärken und die Rosen langsam in den Zustand der Samenruhe zu versetzen.

Dabei war es früher durchaus üblich, die Rosen im Herbst noch einmal mit einer Gartenschere zurückzuschneiden, um möglichst wenig Angriffsfläche für Frostschäden zu bieten. Heutzutage ist das jedoch überholt, da die Erfrierungen an den Rosen in der Regel keine problematischen Folgen verursachen. Stattdessen können ungeschnittene Triebe sogar Wind und Kälte abhalten und der Basis Schatten vor zu viel Sonneneinstrahlung spenden. Bei stark wuchernden Gewächsen kann es jedoch durchaus sinnvoll sein, das Gestrüpp etwas zu lichten, um gut an die Wurzeln und den Stamm zu gelangen. Wichtig: Rosen sollten ab Juli nicht mehr gedüngt werden, da die schneller wachsenden, jungen Triebe besonders anfällig für die kalten Temperaturen sind und den Winter wahrscheinlich nicht überstehen würden.

Rosen
Damit die Rosen auch im nächsten Jahren noch so schön blühen, ist eine richtige Überwinterung wichtig

Bei Rosen im Beet ist es essenziell, die Wurzel vor dem Frost zu schützen. Dazu die Triebbasis um den Stamm herum etwa 20 Zentimeter hoch mit Erde, gekaufter Blumenerde oder Kompost anhäufeln. Rindenmulch ist dagegen weniger geeignet, da er viel Feuchtigkeit aufnimmt. Das Anhäufeln schützt die Pflanzen auch vor dem Austrocknen. Wichtig: Dabei nicht die Erde aus dem Beet verwenden, schließlich fehlt diese den Rosen dann und die Wurzeln können beim Anhäufen oder der Entnahme Schaden nehmen. Zusätzlich schützen auch Moos oder Herbstlaub die Wurzeln gut vor Frost. Auch Stroh oder Reisig von Nadelbäumen sind gut zum Abdecken der Basis geeignet. Das zusätzliche Schutzmaterial am besten mit Kokosmatten abdecken, damit es nicht vom Wind verweht wird.

Neben den Wurzeln sollten Rosenbesitzerinnen und -besitzer auch den Stamm und vor allem die Krone vor Frost und eisigen Winden schützen. Gerade Stamm- und Kletterrosen sind besonders anfällig für die kalte Jahreszeit. Besonders gut eignet sich Jute. Entweder Jutetücher oder –säcke vorsichtig um die Krone und den Stamm wickeln und leicht an letzterem fixieren. Jute ist luftdurchlässig, was der Bildung von Kondenswasser vorbeugen. Aber auch Wintervlies ist hervorragend geeignet. Hier finden Sie eine Vielzahl an Pflanzenschutzprodukten.

Gemüsebeete überwintern

Person recht ein Beet mit einem Rechen
Leichte Böden im Beet werden mit der Grabgabel aufgelockert.

Spätestens wenn sich der Herbst dem Ende neigt, sollte das Gemüsebeet weitestgehend abgeerntet sein. Eine Ausnahme bildet hier natürlich winterhartes Gemüse wie Rosenkohl, Lauch oder Grünkohl. Dann kann man sich daranmachen, die Fläche für die Überwinterung vorzubereiten. Dazu zunächst einmal das Unkraut entfernen, damit das Beet im Frühjahr nicht direkt wieder zuwuchert, wenn sich die ungeliebten Pflanzen rasant vermehren. Bei leichten Böden genügt es, diesen mit einer Grabgabel aufzulockern und dabei eventuell etwas Mist oder Kompost unterzuheben.

Eigentlich ist ein komplettes Umgraben im Herbst nicht nötig, bei schweren Böden allerdings trotzdem empfehlenswert. Dazu den Spaten am besten 15 – 20 Zentimeter tief ansetzen und grobe Schollen aus der Erde holen. Die Schollen dann auf dem Beet liegen lassen, um die Frostgare zu fördern. Im Boden bilden sich Eiskristalle, die ihr Volumen erhöhen und den festen Boden dadurch aufsprengen. Das fördert eine lockere, gut belüftete Erde und der Boden kann besser mit Sauerstoff versorgt werden.

Nach dem Auflockern beziehungsweise Umgraben, die Beete abdecken. Stroh, Reisig oder Herbstlaub bieten einen sehr guten Schutz. Die Decke sollte jedoch nicht allzu hoch ausfallen, damit noch ausreichend Luft zur Erde gelangt. Wer nicht genug Material zur Hand hat, kann auch problemlos Gartenvlies verwenden. Düngen sollten Gartenbesitzerinnen und –Besitzer das Beet im Herbst aber nicht mehr. Allerdings kann eine Gründüngung beispielsweise mit Klee sinnvoll sein. Die Pflanzen schützen den Boden vor Frost und versorgen ihn mit Nährstoffen.

Kräuter überwintern

Dillpflanze
Einjährige Kräuter wie Dill werden nicht überwintert.

Kräuter sind vielfältig, dementsprechend unterschiedlich sind auch die Überwinterungsmöglichkeiten. Einjährige Kräuter wie Dill oder Majoran werden logischerweise nicht überwintert, hier können Gärtnerinnen und Gärtner im nächsten Jahr aus den Samen neue Gewächse züchten. Staudenkräuter wie beispielsweise Minze oder Oregano sind grundsätzlich winterfest. Die Varianten werfen den oberirdischen Teil im Herbst ab und treiben im Frühjahr neu aus. Hier ist es sinnvoll, die Pflanzen vor dem Abwerfen noch einmal abzuernten und die Kräuter bei 50 Grad Celsius bei offener Backofentür zu trocknen. Sie benötigen keinen weiteren Schutz.

Zu den verholzenden Kräutern zählen Bohnenkraut, Thymian oder Lavendel. Diese bilden über die Jahre einen Stamm, der im Frühjahr neue Triebe bildet. Diese Pflanzen/Kräuter sind ebenfalls winterfest und kommen gut mit den niedrigen Temperaturen zurecht. Allerdings kann zu starkes Zurückschneiden den Schutz beeinträchtigen. Die frischen Schnittwunden trocknen bei Sonne recht schnell aus.

Viele Kräuter kommen zwar mit Kälte gut zurecht, müssen aber trotzdem vor zu viel Frost geschützt werde. Unter diese Kategorie fallen beispielsweise Lorbeer oder Rosmarin. Natürlich können Gärtnerinnen und Gärtner die Pflanzen eintopfen und im Haus überwintern, was häufig jedoch mehr schlecht als recht funktioniert. Besser ist es, die Pflanzen draußen mit einem guten Vlies in Gärtnerqualität abzudecken. Eine Dicke von 150 Gramm pro Quadratmeter ist sehr gut geeignet. Das Vlies dann entweder direkt um die Kräuter oder ein kleines provisorisches Gestell wickeln. Außerdem bietet eine Mulchschicht aus Herbstlaub oder Rinde einen guten Schutz gegen Frost.

Bei sehr empfindlichen Kräutern wie Basilikum schützt die Vliesdecke jedoch auch nicht. Hier empfiehlt sich das Überwintern bei 10 bis 15 Grad Celsius, beispielsweise im Gartenhaus oder in der Garage. Da die Pflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben, am besten ein Schälchen mit Wasser daneben stellen.

Winterharte Gewächse im Herbst pflanzen

Bambusblätter
Bambus zählt unter anderem zu den winterharten Gehölzen

Viele Gärtnerinnen und Gärtner sehen den Herbst als Ruhephase für den eigenen Garten an. Allerdings eignet sich die Jahreszeit perfekt, um die heimische Grünanlage mit winterharten Stauden oder Gehölzen zu bepflanzen. Winterhart bedeutet dabei, dass das Gewächs an einem bestimmten Standort die klimatischen Gegebenheiten wie Schnee, Eis oder Wind ohne Schutzmaßnahmen übersteht. Der Begriff ist also immer mit dem Ort verbunden. Pflanzen, die den deutschen Winter problemlos überstehen, können in anderen Ländern damit mehr Probleme haben.

Der große Vorteil: Die Pflanzen können die zusätzliche Zeit nutzen, um anzuwachsen. Das schafft hervorragende Voraussetzungen für das Austreiben im Frühjahr. Winterharte Stauden und Gehölze lassen sich selbst an warmen Dezembertagen noch einsetzen. Allerdings sollte der Boden nicht gefroren sein, schließlich ist es wichtig, den Untergrund vor dem Bepflanzen möglichst tief aufzulockern, damit die Wurzeln genügend Luft zum Ansetzen haben. Damit Unkraut den Stauden und Gehölzen nicht die Nährstoffe und den Platz klauen, sollte dieses zuvor gründlich entfernt werden. Besonders gut setzen die Wurzeln mit etwas Kompost in der aufgelockerten Erde an. Dann noch ausreichend wässern und die Arbeit ist erledigt. Selbstredend benötigen auch die winterharten Pflanzen auch danach noch viel Wasser.

Im Herbst können Hobbygärtnerinnen und -gärtner zudem häufig Schnäppchen machen, da viele Baumärkte oder Gärtnereien zum Ende der Saison die Gewächse teils stark reduzieren. Wer sich hier etwas umschaut, kann selbst bei teureren Pflanzen viel Geld sparen. Außerdem sind zwischen Oktober und April sogenannte wurzelnackte Gehölze erhältlich. Diese kommen ohne Erde und Container. Sie sind in der Regel günstiger, da sie einfacher zu ernten und zu transportieren sind. Rosen, Obstbäume, aber auch heimische Laubgehölze sind beispielsweise als Wurzelware erhältlich.

Welche winterharten Pflanzen gibt es?

Winterharte Gehölze

Winterharte Stauden

Wo lassen sich Kübelpflanzen am besten lagern?

Kübelpflanzen haben natürlich den Vorteil, dass sie recht flexibel und deutlich besser transportabel sind. Dementsprechend lässt sich der Lagerort für den Winter auch freier wählen. Für den Transport eignen sich hervorragend Pflanzenroller. Diese lassen sich gut im Eigenbau herstellen, wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Roller aber natürlich auch kaufen. Sie belasten den Geldbeutel in der Regel nicht allzu stark. Wer einen Rollwagen oder eine Sackkarre besitzt, kann diese natürlich ebenfalls verwenden. Allerdings gibt es bei der Lagerung deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Pflanzenarten.

Immergrüne Kübelpflanzen

Immergrüne Kübelpflanze
Immergrüne Kübelpflanzen überwintert man am besten in Innenräumen

Immergrüne Kübelpflanzen sollten Gärtnerinnen und Gärtner am besten in Innenräumen überwintern. Hier ist das Licht nicht so stark und die Gewächse können so besser den Stoffwechsel reduzieren. Allerdings dürfen die Temperaturen nicht zu hoch sein. Bei zu viel Wärme beginnen die Pflanzen wieder verstärkt mit Stoffwechselvorgängen. Dem wirkt jedoch das fehlende Licht entgegen. Die Folge ist die sogenannte Vergeilung, auch Etiolement genannt. Dabei wird das Längenwachstum angetrieben, da die Pflanze versucht, eine Lichtquelle zu erschließen. Die Folge sind dünne Triebe mit kleinen Blättern.

Eine optimale Temperatur ist circa 8 Grad, aber auch 2 Grad kälter oder wärmer funktioniert noch gut. Gut geeignete Räume können beispielsweise der Wintergarten sein, wenn dieser nicht allzu stark geheizt wird. Aber auch die Garage oder Kellerräume sind gute Lagerplätze, solange sie nicht zu dunkel sind. Egal an welchem Ort sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Luft nicht zu trocken ist. Das kann nämlich Schädlingsbefall begünstigen. Gärtnerinnen und Gärtner sollten den Raum also von Zeit zu Zeit gut durchlüften.

Zu den immergrünen Pflanzen zählen auch viele exotische Vertreter wie Zitruspflanzen. Diese sind nicht ganz so temperaturempfindlich, benötigen allerdings etwas mehr Licht. Dementsprechend ist es wichtig, dass sie einen Platz direkt am Fenster erhalten. Außerdem sollten Pflanzenbesitzerinnen und -besitzer darauf achten, dass die Scheibe immer sauber ist und das Maximum an Licht durchlässt. Besonders kälteempfindliche Exemplare wie Hibiskus vertragen viel Wärme, sie können teilweise sogar das beheizte Wohnzimmer verschönern.

Laubabwerfende Kübelpflanzen

Im Gegensatz zu immergrünen benötigen die laubabwerfenden Pflanzen wie Granatapfel oder Feige kein Licht und können auch in kompletter Dunkelheit gelagert werden. Dementsprechend eignen sich Garage oder Keller hervorragend. In der Garage müssen Gärtnerinnen und Gärtner nur darauf achten, dass die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt sinkt, das mögen die Pflanzen nämlich gar nicht. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich ein Heizgerät mit integriertem Temperaturfühler zulegen. Dieses springt an, sobald das Thermometer unter 0 Grad Celsius fällt, und wärmt den Raum wieder auf.

Gefäße für den Winter vorbereiten

Blumentopf am Boden im Garten
Auf Töpfe und andere Gefäße sollten für die Überwinterung vorbereitet werden.

Winterharte Topfgewächse lassen sich wie oben beschrieben natürlich auch direkt im Garten überwintern. Dann ist es allerdings besonders wichtig, den passenden Topf zu verwenden, der die kalten Temperaturen abkann. Vor allem bei Keramiktöpfen ist Vorsicht geboten. In jedem Fall sollten sie auf feine Haarrisse geprüft werden. Klingen sie beim Dagegenklopfen eher dumpf, weisen sie vermutlich kleine Beschädigungen auf. Hier dringt Feuchtigkeit ein, die sich beim Gefrieren ausdehnt und den Topf zum Platzen bringen kann. Dementsprechend wichtig ist es auch, dass das Wasser gut abfließen kann. Dazu haben die meisten Töpfe ein Loch im Boden. Es ist aber auch ratsam, sie an einen höhergelegenen Ort zu stellen. Auch Blumenkübel aus Holz sind nicht sonderlich winterfest und können bei den kalten Temperaturen Schaden nehmen. Wer sie regelmäßig mit einer schützenden Lasur behandelt, hat aber auch im Winter Freude daran. Um die Töpfe vor der Kälte vom Boden zu schützen, können Gärtnerinnen und Gärtner diese auf isolierende Platten beispielsweise aus Styropor stellen. Aber auch die Außenseiten der Gefäße vertragen eine isolierende Schicht. Hier eignet sich beispielsweise Sackleinen. Diese können Schäden gut vorbeugen.

Materialien wie Edelstahl oder Beton können die Kälter sehr gut ab, allerdings sind die Töpfe hier häufig sehr schwer und lassen sich nur schwer verschieben. Hier stellen Gefäße aus Fiberglas eine gute Alternative da. Das Kunststoffgemisch ist recht robust und verträgt die kalten Temperaturen gut, ist aber im Vergleich zu den oben genannten Materialien deutlich leichter und flexibler.

Rasen für die Winterruhe vorbereiten

Rasenmäher im Garten
Den Rasen vor dem ersten Frost noch ein letztes Mal mähen.

Wann der perfekte Zeitpunkt ist, um den Rasen für die Winterruhe vorzubereiten, lässt sich nicht eindeutig sagen. Rasen wächst bis zu einer Bodentemperatur ab 9 Grad. Liegt die Temperatur dementsprechend darunter, stoppt das Wachstum. Bei entsprechender Witterung ist es also durchaus möglich, dass er Rasen bis in den November hinein noch weiterwächst. In der Regel dürfte aber im Oktober der letzte Mähvorgang anstehen. Hier ist es wichtig, den Rasen möglichst kurz zu mähen, damit er robuster gegenüber Kälte und Schnee bleibt. Allerdings sollte der Schnitt auch nicht zu kurz ausfallen, da sonst zu viel Licht auf die Grasnarbe fallen kann, was das Wachstum von Unkraut fördert. Außerdem ist der Boden nicht mehr so gut geschützt, Frost kann eindringen und die Wurzeln schädigen. Eine Höhe von 4 bis 5 Zentimetern ist optimal.

Damit der Rasen genug Luft bekommt, empfiehlt es sich, ihn im Herbst noch ein letztes Mal zu vertikutieren. Ein Vertikutierer lockert den Boden auf und holt Moss, Unkraut und Filz nach oben an die Rasenfläche. Danach können Sauerstoff, Wasser, aber auch Dünger wieder besser ins Erdreich eindringen.

Rechen im Laub vor einem Baum
Im Herbst sollte der Rasen regelmäßig von Laub befreit werden.

Es ist wichtig, dass die Messer des Vertikutierers nicht zu tief eingestellt sind, sonst können sie die Wurzeln beschädigen. Gerade an Stellen, an denen viel Moss und Filz waren, sollten die kahlen Stellen im Herbst noch einmal mit einer Nachsaat gefüllt werden. Im Herbst ist der Boden in der Regel noch warm genug, dass die Samen gut ansetzen können, wird aber nicht mehr zu heiß wie im Sommer. Vorausgesetzt Gärtnerinnen und Gärtner drücken die Samen gut an und sorgen für genügend Feuchtigkeit.

Auch im Herbst ist es sinnvoll, den Rasen noch einmal zu düngen. Hier bietet sich Dünger mit einem hohen Kaliumanteil an. Das Element gibt dem Rasen mehr Kraft, um gut durch die eisigen Temperaturen zu kommen. Dagegen ist ein Dünger, der das Wachstum zu stark anregt natürlich kontraproduktiv. Varianten mit hohem Stickstoff- und Phosphor-Gehalt sollten Gärtnerinnen und Gärtner also vermeiden.

Zu guter Letzt sollte der Rasen im Herbst regelmäßig von Laub, Ästen und Co. befreit werden. Gerade eine feuchte Laubschicht ist der perfekte Nährboden für den sogenannten Schneeschimmel, eine Pilzerkrankung, die den Rasen mit unschönen Flecken verschandelt. Außerdem bekommt der Rasen nicht mehr genug Licht und kann absterben. Für kleinere Gärten dürfte ein einfacher Rechen genügen, wer einen Rasenmäher mit sehr großer Schnitthöhe hat, kann das Laub auch damit entfernen und direkt über den Fangsack entsorgen. Allerdings eignet sich das Laub auch hervorragend, um die Wurzeln der anderen Pflanzen zu schützen. Wie man das Herbstlaub noch sinnvoll verwenden kann, haben wir hier zusammengefasst.

Werkzeuge für den Winter vorbereiten

Kettensäge am Boden im Garten
Auch die Gartenwerkzeuge sollten für das nächste Jahr vorbereitet werden.

Nicht nur die Pflanzen benötigen eine spezielle Behandlung, wenn die Temperaturen in den Keller gehen, auch die Gartenwerkzeuge sollten für die Überwinterung vorbereitet werden. Es versteht sich von selbst, dass die Geräte von Erdresten oder ähnlichem befreit werden sollten. Gerade beim Rasenmäher und anderen elektrischen Geräten wie Heckenscheren und Kettensägen sollten Gärtnerinnen und Gärtner angetrocknetes Gras und Harzreste entfernen, da sonst leicht Rost entstehen kann. Die angetrockneten Stellen lassen sich gut mit Olivenöl oder Waschbenzin säubern. Ganz vermeiden lässt sich Rost in den Frühlings- und Sommermonaten jedoch nicht, sollte vor der Überwinterung jedoch entfernt werden. Dazu am besten Stahlwolle mit Spiritus tränken und die entsprechenden Stellen bearbeiten. Häufig kann es auch sinnvoll sein, die Werkzeuge zu diesem Zweck auseinanderzubauen, um an unzugängliche Stellen zu gelangen. Gerade an Gelenken oder Verschraubungen lagert sich gerne Rost ab.

Apropos Gelenke: Hier schadet es auch nicht, diese mit Öl einzuschmieren, damit sie auch im Frühling wieder geschmeidig laufen. Damit Heckenschere, Hacke und Spaten direkt wieder einsatzbereit sind, die Geräte am besten bereits im Herbst mit Schleifblock oder Winkelschleifer nachschärfen. Wichtig bei benzinbetriebenen Geräten: Diese so lange laufen lassen, bis sich kein Sprit mehr im Tank befindet. Sonst kann es passieren, dass das Benzin seine Zündfähigkeit verliert und das Gerät im nächsten Jahr nicht mehr richtig anspringt.

Expertentipp: Herbstlaub sinnvoll verwenden

Gerade in Gärten mit vielen Bäumen können sich Gärtnerinnen und Gärtner im Herbst kaum vor dem herabfallenden Laub retten. Wie oben beschrieben muss der Rasen regelmäßig befreit werden. Allerdings ist der Abwurf viel zu wertvoll, um ihn einfach in der Mülltonne zu entsorgen. Stattdessen lässt sich das Herbstlaub hervorragend als Humus verwenden. Vor allem Gewächse, die in ihrer natürlichen Umgebung im Wald oder am Waldrand vorkommen, sind über eine Laubschicht über und um die Wurzeln dankbar. Mit der Zeit zersetzt sich das Laub und reichert den Boden mit Humus an. Die Pflanzen gedeihen so deutlich besser. Da das Laub von Eichenbäumen, Kastanien und Walnussbäumen recht langsam verrottet, empfiehlt es sich, dieses vorher etwas zu zerkleinern. Aufgrund der vielen Gerbstoffe eignet sich der Laubmulch hervorragend, um den ph-Wert des Bodens zu senken. Pflanzen wie Heidelbeeren oder Erdbeeren bevorzugen beispielsweise einen sauren Boden.

Sind alle Pflanzen abgedeckt, sollten Gärtnerinnen und Gärtner die restlichen Blätter sammeln. Dazu eignet sich natürlich der Kompost. Allerdings verrottet Laub langsamer als andere Küchenabfälle. Dementsprechend ist es sinnvoller, einen eigenen Laubkorb zu verwenden. Das können handelsübliche Körbe sein oder Varianten im Eigenbau aus Maschendrahtzaun. Die Enden einfach zusammenbinden und schon haben Gärtnerinnen und Gärtner einen großen Behälter für das überschüssige Laub. Es dauert etwa ein Jahr, bis die Blätter verrotten und Humus entsteht. Wer nicht so lange warten möchte, kann handelsüblichen Kompostbeschleuniger verwenden. Als natürliche Variante dient aber auch Rasenschnittgut, da es viel Stickstoff enthält. Solange der Rasen im Herbst noch gemäht wird, entsteht das Blätter-Rasen-Gemisch ganz automatisch.

Der mit der Zeit entstehende Humus ist nicht sonderlich nährstoffreich, allerdings sehr locker und damit perfekt für entsprechende Pflanzen geeignet. Zudem können Gärtnerinnen und Gärtner die Erde zum Anhäufeln der Wurzeln verwenden, um diese vor Frost zu schützen. Zu guter Letzt freuen sich auch Tiere wie Insekten, Spinnen, Frösche oder Igel über angehäuftes Laub. Dieses dient ihnen als Rückzugsort im Winter oder für den Winterschlaf. Am besten schütten Gärtnerinnen und Gärtner das Laub etwas geschützt unter Sträuchern oder Büschen auf. Danach dürfen sie es natürlich nicht mehr versetzten oder umschichten.

Whirlpool im Garten winterfest machen

Whirlpool im Garten

Warum Sie Ihren Outdoor Whirlpool winterfest machen sollten

Wer einen Whirlpool im Garten sein Eigen nennt, sollte diesen ebenfalls im Herbst für die Überwinterung vorbereiten, um auch im nächsten Jahr noch Spaß im Wasser haben zu können. Gerade, wenn das Gerät häufig nicht zum Einsatz kommt, können sich in den Leitungen Bakterien oder Pilzsporen vermehren und die Funktionalität stark beeinflussen. Wer seinen Outdoor Whirlpool auch im Winter weiter benutzen möchte, muss die folgenden Schritte natürlich nicht durchführen, schließlich ist das Gerät ja ständig in Betrieb. Wie im Sommer gilt aber auch hier, dass der Whirlpool regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden sollte. 

Wie Sie Ihren Outdoor Whirlpool winterfest machen?

Zunächst einmal ist es ratsam, vor der Überwinterung eine Intensivdesinfektion durchzuführen. Nutzerinnen und Nutzer sollten sich hier an die Herstellerangaben halten. Danach sollte das Wasser entfernt werden. Verfügt der Pool über ein Ablassventil klappt es besonders einfach. Ist kein Ventil vorhanden, ist eine Pumpe nötig um die teilweise mehrere hundert Liter an Wasser aus der Wanne zu bekommen. Teurere Pools verfügen häufig über ein Gebläse, um das überschüssige Wasser aus den Rohren und Leitungen zu entfernen. Das ist wichtig, damit sich im Restwasser keine Keime vermehren können. Ist kein integriertes Gebläse vorhanden, empfiehlt sich ein starker Nass-/Trockensauger, um die Flüssigkeit aus den Leitungen zu bekommen. Sind diese Aufgaben erledigt, können Nutzerinnen und Nutzer das Gerät vom Strom trennen.

Sobald das Wasser aus der Wanne gepumpt ist, geht es an die Reinigung. Dazu am besten ein weiches Tuch und Reinigungsmittel verwenden. Um der Oberfläche nicht zu schaden, empfiehlt es sich ein eher mildes Mittel zu verwenden. Das ist auch völlig ausreichend, um auch hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen. Danach sollten Nutzerinnen und Nutzer die Filterkartusche entsprechend der Herstellerangaben entfernen. Der Filter lässt sich am besten an einem trockenen Ort lagern, damit sich auch hier keine Bakterien vermehren können. Natürlich sollte der Filter vor der Einlagerung komplett trocken sein. Etwas Frostschutzmittel schützt davor, dass die Leitungen bei Frost einfrieren und Schaden nehmen. Die Abdeckung ist im Winter besonders wichtig. Aufgrund der potentiellen Schneemassen sollte diese stabil sein. Eine einfache Plane genügt hier nicht. Hervorragend geeignet ist eine herkömmliche Sperrholzplatte. Trotzdem: Gerade bei starken Schneefällen sollten Nutzerinnen und Nutzer den Outdoor Whirlpool regelmäßig von der weißen Pracht befreien.

Solarleuchten für den Winter vorbereiten

Solarleuchte für den Garten
Bei den Solarleuchten ist vor allem das Gehäusematerial wichtig

Solarleuchten werden immer beliebter, um eine schöne Atmosphäre in den Dämmerstunden und bei völliger Dunkelheit im Garten zu schaffen. Allerdings sind nicht alle Leuchten auch winterfest. Bevor Nutzerinnen und Nutzer sich entscheiden, die Lampen auch in der kalten Jahreszeit im Freien zu belassen, sollten sie sich auf der Verpackung oder der Bedienungsanleitung informieren, ob die Isolation hoch genug ist. Sonst können die Lampen bei Frost schnell Schaden nehmen. Doch selbst wintertaugliche Solarleuchten können im Winter Probleme bekommen. Schließlich gibt es in den Monaten deutlich weniger Sonnenstunden, was zu einem sogenannten Memoryeffekt des integrierten Akkus führen kann. Die Batterie kann am Tag nicht genug Energie aufnehmen und entlädt sich nachts komplett bis zur Tiefenentladung. Das schadet der Leistung und die Solarlampe hält nicht mehr so lange durch.

Dementsprechend schadet es auch hier nicht, die Beleuchtung im Winter trocken zu lagern. Nutzerinnen und Nutzer sollten – falls möglich – den Akku entnehmen und separat lagern. Wenn die Lampen draußen bleiben, empfiehlt es sich, die Batterie von Zeit zu Zeit mit einem Ladegerät manuell zu laden, um dem Memoryeffekt vorzubeugen.

Checkliste: 10 Schritte, um Ihren Garten winterfest zu machen