Rasenmäher

Ratgeber


Ein Garten, viele Rasenmäher!

Wer sich auf die Suche nach dem passenden Rasenmäher begibt, der steht zunächst einem breiten und vielfältigen Angebot  gegenüber. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle. Groß, klein, mit Motor, ohne Motor, Akku-, Benzin-, Elektroantrieb und für die Großgrundbesitzer sogar Aufsitzmäher. Immer mehr im Kommen sind auch Roboter-Rasenmäher. Wie soll man aus dieser Produktvielfalt den genau passenden für seine Zwecke finden? Dieser Ratgeber dient als Wegweiser, um sich im Rasenmäher-Dschungel zurecht zu finden. Zudem finden Sie auf dieser Seite Zusammenfassungen von Rasenmäher-Tests von aktuellen Produkten!

Welcher Rasenmäher ist der Richtige?

Aussagen, dass die Größe nicht entscheidend ist, stimmen einfach nicht. Zumindest wenn es um die zu bearbeitende Rasenfläche geht. Denn um diese ordentlich und vor allem komfortabel zu pflegen, sollten auch die Größe und die Leistungsfähigkeit des Rasenmähers passend dazu gewählt werden. Für kleine verwinkelte Flächen eignen sich kabellose, leichte und wendige Mäher am besten. Wer eine große Grünfläche stutzen möchte, der setzt auf Motorpower und eine entsprechend große Schnittbreite. Schlussendlich ist natürlich auch der Preis entscheidend. Billigere Modelle schonen zwar den Geldbeutel, sind aber qualitätsmäßig oft nicht die beste Wahl.

Elektro-Rasenmäher

Elektro-Rasenmäher
Elektro-Rasenmäher

Für mittelgroße (bis ca. 500 m²) und leicht zugängliche Flächen, eignen sich Elektro-Rasenmäher. Im Vergleich zu Benzin-Rasenmähern sind sie ökologischer, leiser und deutlich pflegeleichter. Auch das Handling der Maschinen ist dank des geringeren Gewichts einfacher. Größtes Manko ist jedoch die nötige Kabelverbindung, um den Elektro-Rasenmäher mit Strom zu versorgen. Das Kabel ist nicht nur störend wenn es um Bäume und Büsche geht, sondern auch schnell mit dem scharfen Rasenmäher-Messer durchtrennt. Daher eignen sich Elektromäher eher für ebenmäßige und wenig verwinkelte Flächen. Preislich sind diese Geräte bereits ab ca. 50 Euro erhältlich.

Benzin-Rasenmäher

Benzin-Rasenmäher
Benzin-Rasenmäher

Sie sind die Klassiker unter den Rasenkürzern: Leistungsmäßig macht ihnen so schnell keiner etwas vor. Dafür sind sie in der Nachbarschaft aufgrund Ihrer Lautstärke etwas unbeliebter. Auch das Gewicht ist deutlich höher als bei anderen Rasenmähern. Die meisten Benziner werden mittels Seilzug gestartet. Die komfortableren Methoden sind ein elektrischer Anlasser, eine schlüsselfertige Zündung oder auch ein Starterknopf. Diese Modelle spielen allerdings auch preislich in einer anderen Liga – dafür sind sie benutzerfreundlicher. Ein Augenmerk gilt es vor allem auf das regelmäßig Einfüllen des Benzins und des Motoröls zu legen. Wer sich für einen kraftvollen Benzin-Rasenmäher entscheidet, der sollte mindestens 250 Euro für die Anschaffung einplanen.

Akku-Rasenmäher

Akku-Rasenmäher
Akku-Rasenmäher

Kein Kabelsalat, dafür Bewegungsfreiheit und ordentlich Power unter der Haube. Akku-Rasenmäher sind nicht nur die komfortableren Elektro-Rasenmäher, sondern auch die umweltfreundliche Alternative zum Benzin-Rasenmäher. Gleichzeitig nehmen es gute Akku-Rasenmäher sogar leistungsmäßig mit den Benzinern auf. Allerdings liegt der Lärmpegel deutlich unter dem ihrer „brüllenden“ Benzin-Kollegen.

Bei der Wahl des richtigen Akkurasenmähers sollte vor allem auf die Akkuleistung geachtet werden. Wie lange der Akku den Rasenmäher mit Power versorgt, hängt stark von der erbrachten Motorleistung der Maschine ab. Lithium-Ionen-Akkus liefern rund eine Stunde lang die volle Leistung. Um das Mähen nicht auf zwei, drei oder gar mehrere Abschnitte einteilen zu müssen, sollte auch die Ladezeit des Akkus im Auge behalten werden. Neuere Modelle benötigen dabei eine erheblich kürzere Ladezeit als ihre Vorgänger. Auch ein Ersatzakku ist zu empfehlen. Akku-Rasenmäher sind ab rund 150 Euro zu haben.

Aufsitz-Rasenmäher

Aufsitz-Rasenmäher
Aufsitz-Rasenmäher

Ab einer Rasenfläche von ca. 1.000 m² wird ein Schieben und Ziehen des Rasenmähers enorm aufwändig. Die Lösung: sitzen. Und das ist auf einem Rasentraktor oder – wie die Geräte auch genannt werden –  Aufsitzrasenmäher möglich. Bevor man sich für einen Kauf entscheidet, sollte man sich überlegen, wie wichtig Wendigkeit und Präzision für die Gartenpflege ist. Denn beides lässt sich mit einem Aufsitzrasenmäher nur bedingt erreichen. Die Rasenfläche sollte nicht mit zu vielen „Hindernissen“ gespickt sein, um mit einem Rasentraktor komfortabel arbeiten zu können. Zu empfehlen ist auch eine Geschwindigkeitsregulierung, mit der sich der Mäher gezielt steuern lässt. Um sich auf den Sattel eines Aufsitzrasenmähers schwingen zu können, ist eine Investition von mindestens 1.000 Euro notwendig.

Rasenmäher-Roboter

Mäh-Robotor
Mäh-Robotor

Ganz ohne menschliche Kraft kommen die immer beliebter werdenden Rasenmäher-Roboter aus. Einmal programmiert, starten viele Modelle von allein ihre Arbeit. Dafür sind allerdings einige Vorbereitungen zu treffen. Damit der Roboter weiß, welche Flächen er mähen darf, müssen im Vorfeld mit einer Abgrenzschnur die erlaubten Bereiche gekennzeichnet werden. Der Sensor des Geräts erfasst dann die Begrenzung und leitet den Rasenmäher-Roboter um. Mit dieser Funktion weicht der Roboter auch Hindernissen aus. Das Gras wird von einem Rasenmäher-Roboter fein zerkleinert und als natürlicher Dünger (Mulchfunktion s. u.) auf den Rasen ausgegeben. Wird der Akku schwach oder ist die Arbeit erledigt, kehrt der Rasenmäher-Roboter selbstständig zur Ladestation zurück. Hochwertige Modelle mähen den Rasen sogar in akkuraten Bahnen und fahren nicht willkürlich, auch über bereits geschnittene Flächen, umher. Damit man bequem auf der Terrasse sitzen kann, während der Roboter die Rasenpflege übernimmt, muss man mit Ausgaben ab 700 Euro rechnen.

Spindel-Rasenmäher

Spindel-Rasenmäher
Spindel-Rasenmäher

Ohne Lärm, ohne komplizierte Technik, dafür ein feiner, exakter und schonender Rasenschnitt – das sind Spindelrasenmäher. Durch die Möglichkeit, sehr niedrige Schnitthöhen einzustellen, lässt sich der klassische „Englische Rasen“ realisieren. Scherenförmig angebrachte Klingen rotieren beim Schieben um eine Achse und stutzen das Grün zuverlässig. Sie sind jedoch deutlich empfindlicher als die mit Sichelmessern ausgestatteten Rasenmäher, da die Klingen leicht durch Steine und andere Fremdkörper verformt werden können. Die Beweglichkeit ist der große Trumpf der leichten Geräte. Sie eignen sich vor allem für kleinere Rasenflächen bis ca. 250 m². Spindelrasenmäher sind bereits am rund 30 Euro erhältlich.

Worauf beim Kauf eines Rasenmähers geachtet werden sollte

Fangkorb
Um nach dem Mähen nicht auch noch das Schnittgut einsammeln zu müssen, ist ein Fangkorb für viele Geräte praktisch. Diese verfügen oftmals über eine Füllstandanzeige, womit Sie nie den richtigen Zeitpunkt zum Entleeren verpassen. Ein guter Anhaltspunkt, um im Korb wieder Platz zu schaffen, ist auch, wenn der Rasenmäher kleinere Mengen des Schnittguts auf dem Grün liegen lässt. Um nicht ständig unterbrechen zu müssen – man will ja schließlich vorankommen – sollten Sie auch die Kapazität des Grasfangsacks beachten. Hier gelten die einfachen Grundregeln: großer Garten, großer Korb und kleiner Garten, kleiner Korb.

Führungsholm
Viele Rasenmäher-Modelle sind mit einem ergonomischen Führungsholm ausgestattet. Dieser bietet mehr Komfort beim Schieben des Geräts und sorgt gleichzeitig für eine gesunde Arbeitshaltung. Bei einigen Rasenmähern ist sogar ein Ablagefach am Holm integriert. Zuviel sollte hier aber nicht abgelegt werden, da sonst ein vernünftiges Arbeiten nicht mehr möglich ist, ohne dass etwas herunterfällt. Besonders praktische Rasenmäher lassen sich dank eines klappbaren Führungsholms auch leicht transportieren und platzsparend aufbewahren.

Gehäusematerial
Während elektrobetriebene Geräte oftmals mit einem Kunststoff-Gehäuse ausgerüstet sind – was sich günstig auf das Gewicht des Rasenmähers auswirkt – verfügen Benzin-Rasenmäher über ein Stahl-Chassis. Das macht die Maschinen zwar robuster und pflegeleichter, allerdings leidet das Handling durch das höhere Gewicht enorm.

Mulchfunktion
Wer seinen Rasen auf natürliche Art und Weise düngen möchte, der entscheidet sich für einen Rasenmäher mit Mulchfunktion. Bei einigen gehört der dafür notwendige Mulchkeil bereits zum Lieferumfang. Ansonsten ist er als Zubehör für viele Mäher erhältlich. Rüsten Sie den Rasenmäher zum Mulcher um, dann zerkleinert das Messer das Gras besonders fein und bringt es als feuchtigkeitsspenden Dünger wieder auf Ihren Rasen aus.

Schnittbreite
Die Schnittbreite ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des richtigen Rasenmähers. Achten Sie dabei auf die Größe Ihrer Rasenfläche. Viele Rasenmäher verfügen auch über eine versetzte Bauweise, die ein randnahes Mähen ermöglicht. Damit lässt sich umständliches Nachtrimmen der Rasenkanten vermeiden. Ein integrierter Rasenkamm sorgt dafür, dass das Messer bis in die Randbereiche Ihres Gartens vordringen kann.

Schnitthöhenverstellung
Individualität ist gefragt. Bloß nicht mit der breiten Masse mitschwimmen. Das gilt auch beim Rasenmähen. Bei vielen Modellen lässt sich die Länge des Rasens bestimmen. Mit der oft zentral liegenden Schnitthöhenverstellung regeln Sie den Abstand des Mähermessers zum saftigen Grün. In welcher Vielfalt diese Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind, richtet sich vor allem nach Modell und Qualität des Rasenmähers.

Sicherheitseinrichtungen
Viele Rasenmäher verfügen über einen integrierten Bügelschalter am Führungsholm. Wird dieser losgelassen, stoppt die Maschine sofort und das Messer kommt zum Stillstand.

Radantrieb
Hügeliges, unebenes Gelände ist zum Teil schwer zu mähen. Nur mit Muskelkraft zudem besonders mühsam. Dafür gibt es Rasenmäher, deren Hinterräder über einen zusätzlichen Antrieb verfügen. Dieser beschleunigt die Geräte oftmals auf rund 3,5 km/h, die typische Gehgeschwindigkeit.

Räder
Große Hinterräder und kleiner Vorderräder sind bei vielen Rasenmäher-Modellen mittlerweile Standard. Dadurch erleichtert sich das Handling enorm. Auch anspruchsvolle Mäharbeiten, wie an unebene Rasenflächen und hohem Gras lassen sich damit leichter bewältigen. Hochwertige Modelle verfügen sogar über kugelgelagerte Räder.

Wasserschlauchanschluss
Führende Hersteller rüsten Ihre Topmodelle mittlerweile auch mit einem praktischen Anschluss für den Wasserschlauch aus. Damit können Sie den Rasenmäher perfekt reinigen. Diese Modelle haben aber auch ihren Preis.

Die richtige Zeit zum Rasen mähen

Rasenmähen verursacht Lärm. Um möglichen Ärger mit Nachbarn und Anwohnern vorzubeugen, ist der Zeitraum, in dem Mähen erlaubt ist, durch die sogenannte Rasenmäherlärmverordnung gesetzlich geregelt. Der Einsatz von motorbetriebenen Rasenmähern (dazu zählen auch Elektromotoren) ist an Werktagen in der Zeit von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr erlaubt und an Sonn- und Feiertagen ganztags verboten. Die Verordnung kann von Bundesland zu Bundesland variieren. Informieren Sie sich deshalb im Idealfall gesondert über die Regelungen in Ihrem Bundesland.

Die richtige Rasenlänge

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Rasen nur in trockenem Zustand zu mähen. Welche Schnitthöhe die geeignete für Ihren Rasen ist, hängt davon ab, ob es sich um einen Zier- oder Nutzrasen handelt. Stutzen Sie einen Garten, der fürs Spielen, Grillen, Sonnen und anderweitig genutzt wird, ist eine Rasenlänge von drei bis fünf Zentimeter sinnvoll. Damit die Halme auch besonders sauber gestutzt werden, sollten Sie auf scharfe Messer achten.

Bei Zierrasen kann der Rasenschnitt etwas tiefer ausfallen. Kürzer als drei Zentimeter sollte er aber nicht gemäht werden. Denn ein kurzer Schnitt schädigt die Graspflanzen. Besser ist es, den Rasen regelmäßig zu mähen. Im Frühjahr, wenn das Gras wächst, empfiehlt sich ein Schnitt pro Woche. Bei heißem und trockenem Wetter können Sie das Rasenmähen dagegen reduzieren. Allerdings ist ein zu langer Rasen auch schädlich für das Wachstum der Graspflanzen. Diese bilden dann keine neuen Seitentriebe und der Rasen wird lückenhaft, was wiederum Platz für Unkraut und Moos bietet.