2 Garkörbe, 9 Liter Fassungsvermögen, 2 Gerichte gleichzeitig: Die Russell Hobbs SatisFry 27681-56 verspricht, das klassische Problem großer Haushalte zu lösen – nämlich die Wartezeit, wenn Beilagen und Hauptgericht nacheinander durch denselben Korb müssen. Doch hält das Dual-Zone-Konzept in der Praxis, was es auf dem Papier verspricht? Wir haben Pommes, Nuggets und Toast durch die SatisFry geschickt.

Inhalt
Design und Verarbeitung
Die SatisFry 27681-56 präsentiert sich in Schwarz mit gebürstetem Silber-Finish – ein schlichtes, aber ansprechendes Design, das in den meisten Küchen gut aussieht. Mit Abmessungen von 40 × 30,5 × 38 Zentimetern beansprucht sie allerdings deutlich mehr Stellfläche als klassische Einzel-Airfryer. Für kleinere Küchen wird es eng, und auch beim Verstauen muss dieser Platz eingeplant werden.
Die Verarbeitung fällt insgesamt solide aus. Das Gehäuse steht stabil, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge gibt es keine. Bei genauerem Hinsehen fällt allerdings auf, dass der Kunststoff recht dünn wirkt und sich minimal eindrücken lässt. Außerdem schließen die Garkörbe nicht ganz bündig mit dem restlichen Gehäuse ab. Insgesamt bewegt sich die Verarbeitungsqualität auf einem ordentlichen Niveau für diese Preisklasse, ohne besondere Highlights zu setzen.

Ausstattung und Lieferumfang
Beim Lieferumfang bleibt Russell Hobbs spartanisch: Neben der Fritteuse selbst liegen lediglich Knuspereinsätze bei, die dafür sorgen, dass die Heißluft auch von unten an die Speisen gelangt. Weiteres Zubehör wie Grillroste, Trennbleche oder Backformen fehlt. Gerade die Möglichkeit, die Gittereinsätze eine Ebene höher zu setzen, wäre im Alltag praktisch gewesen.
An Garprogrammen bietet die SatisFry 9 Automatikprogramme: Pommes, Steak, Fisch, Pizza, Obst, Kuchen und Gemüse gehören dazu – eine ordentliche Auswahl, die die gängigsten Einsatzzwecke abdeckt. Die Maximaltemperatur liegt bei 200 Grad Celsius. Das reicht für die meisten Alltagsgerichte, bleibt aber hinter Geräten mit 220 oder 230 Grad zurück. Zu den Komfortfunktionen zählen eine Synchronisationsfunktion, die beide Körbe gleichzeitig fertig werden lässt, eine Match-Funktion für identische Einstellungen in beiden Zonen, eine Startverzögerung, eine Warmhaltefunktion und eine Shake-Erinnerung zum Wenden.

Bedienung
| Russell Hobbs SatisFry 27681-56 | |
|---|---|
| Fassungsvermögen | 9 Liter |
| Anzahl Garkörbe | 2 |
| Abmessungen | 40 × 30,5 × 38 cm |
| Automatikprogramme | 9 |
| Maximaltemperatur | 200 Grad Celsius |
| UVP | 189,99 Euro |
Allerdings ist die Bezeichnung „Menü“ für die Programmwahl etwas irreführend – wer darunter eine klassische Menüstruktur mit Unterpunkten erwartet, muss kurz umdenken. Tatsächlich schaltet die Taste einfach die Automatikprogramme durch. Insgesamt funktioniert die Bedienung nach kurzer Eingewöhnung gut, auch wenn die Logik an einzelnen Stellen etwas intuitiver sein könnte.
Die Anleitung ist klar und verständlich formuliert. Die Garkörbe lassen sich leicht herausnehmen und wieder einsetzen. Die Fritteuse steht so stabil, dass das sogar einhändig gelingt. Während des Garvorgangs fehlt allerdings ein Sichtfenster: Wer den Garfortschritt kontrollieren will, muss den Korb herausziehen. Das unterbricht den Garprozess und kostet jedes Mal etwas Wärme.

Garergebnisse
Beim TK-Pommes-Test mit dem Pommes-Programm bei 200 Grad Celsius braucht die SatisFry 26 Minuten (20 Minuten Startzeit plus 2 Verlängerungen à 3 Minuten). Die Pommes kommen außen knusprig und innen durchgegart aus dem Korb – das Kernergebnis stimmt. Allerdings fällt die Bräunung nicht ganz gleichmäßig aus: Einige Pommes sind trotz Schütteln deutlich dunkler als andere.
Bei frischen Pommes zeigt sich ein ähnliches Bild, insgesamt aber etwas ausgewogener: Die Knusprigkeit außen überzeugt, der Gargrad innen passt, und die Bräunung fällt gleichmäßiger aus als bei der TK-Variante.

Nuggets gelingen gut. Nach 15 Minuten im Chicken-Programm sind sie gleichmäßig durchgegart, die Bräunung außen stimmt, und die Ergebnisse fallen über mehrere Stücke hinweg konsistent aus.
Im Toasttest bräunt die SatisFry die Scheiben ordentlich. Die Mitte wird deutlich stärker gebräunt als die Ränder. Das deutet darauf hin, dass die Heißluftverteilung im Zentrum des Korbs intensiver arbeitet als an den Außenbereichen.

Insgesamt liefert die SatisFry solide Garergebnisse, die im Alltag zufriedenstellen. Die Garzeit bewegt sich im durchschnittlichen Bereich, weder besonders schnell noch auffallend langsam. Wer sich auf die Eigenheiten der Heißluftverteilung einstellt und gelegentlich wendet, bekommt ordentliche Resultate.
Lautstärke und Sicherheit
Mit gemessenen 60 Dezibel arbeitet die SatisFry angenehm leise – deutlich unauffälliger als viele Konkurrenzprodukte. Im Küchenalltag stört das Betriebsgeräusch kaum. Beim Thema Sicherheit überzeugt die Fritteuse ebenfalls: Das Gehäuse heist an den Seiten nicht sonderlich auf, und die Griffe erhitzen sich selbst während längerer Garzeiten nicht.
Reinigung
Die antihaftbeschichteten Körbe und Einsätze lassen sich gut reinigen. An den meisten Stellen lösen sich Rückstände problemlos, ohne langes Einweichen. Die Teile sind spülmaschinengeeignet, was den Pflegeaufwand im Alltag spürbar reduziert. Zusammen mit dem automatischen Reinigungsprogramm bleibt die Wartung unkompliziert.
Fazit
Die Russell Hobbs SatisFry 27681-56 richtet sich an größere Haushalte, die regelmäßig 2 Gerichte gleichzeitig zubereiten wollen. Das Dual-Zone-Konzept mit Synchronisations- und Match-Funktion funktioniert in der Praxis gut und spart tatsächlich Zeit. Dazu kommen ein angenehm leiser Betrieb und zuverlässig reagierende Touch-Tasten.
Die Garergebnisse liegen auf solidem Niveau: Pommes kommen knusprig und durchgegart aus dem Korb, Nuggets gelingen gleichmäßig. Allerdings verteilt die Heißluft nicht immer perfekt gleichmäßig. Die Garzeit bewegt sich im Mittelfeld.
Abstriche gibt es bei Ausstattung und Alltagstauglichkeit: Der Lieferumfang fällt mager aus, die Maximaltemperatur von 200 Grad Celsius begrenzt die Möglichkeiten, und die Größe des Geräts erfordert entsprechend Platz auf der Arbeitsfläche und im Schrank. Der dünne Kunststoff und die nicht ganz bündig schließenden Körbe trüben den Qualitätseindruck etwas. Ein Sichtfenster wäre ebenfalls wünschenswert.
So testen wir Heißluftfritteusen
Testergebnisse im Detail
Design und Verarbeitung (8 / 10)
| Robustheit Material | 2 / 2,5 | |
| Abmessungen und Gewicht | 2 / 2,5 | |
| Bauteile sauber miteinander verbunden | 2 / 2,5 | |
| Keine scharfen Kanten | 2 / 2,5 |
Ausstattung (6,6 / 10)
| Anzahl Garprogramme | 4 / 5 | |
| Maximale Temperatur | 1,8 / 3 | |
| Zubehör | 0,8 / 2 |
Bedienung und Handhabung (20,6 / 25)
| Anleitung | 5 / 5 | |
| Benutzerfreundlichkeit (Tasten + Display) | 8 / 10 | |
| Befüllen und leeren | 4 / 4 | |
| Beobachtung Garvorgang möglich | 1,8 / 3 | |
| Aufbewahrung | 1,8 / 3 |
Betrieb und Ergebnisse (40 / 50)
| Garzeit | 6 / 10 | |
| Qualität Ergebnisse Tiefkühlpommes | 8 / 10 | |
| Qualität Ergebnisse Nuggets | 4 / 5 | |
| Qualität Ergebnisse frische Pommes | 8 / 10 | |
| Gleichmäßige Hitzeverteilung (Toasttest) | 4 / 5 | |
| Sicherheit | 10 / 10 |
Lautstärke und Reinigung (4,5 / 5)
| Lautstärke | 2 / 2,5 | |
| Reinigung | 2,5 / 2,5 |

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