Filterkaffeemaschinen

Ratgeber


Kaffeevollautomaten, Kapsel- und Padmaschinen waren die Verkaufsrenner in den letzten Jahren, Filterkaffeemaschinen dagegen verpönt, galten als antiquiert und von gestern. Langsam aber sicher schütteln die Filtermaschinen den Staub der vergangen fünf bis zehn Jahre wieder ab und treten einen neuen Siegeszug an. Sicherlich auch deswegen, weil sie mit mehr Funktionen ausgerüstet sind – von der Zeitschaltuhr bis zum Mahlwerk ist nun bei machen Modellen alles an Bord. So ist und bleibt die Filterkaffeemaschine einer der einfachsten Wege, um Kaffee aufzubrühen.

Art der Maschine

Wer vor dem Kauf einer neuen Kaffeemaschine steht, sollte zunächst für sich die Frage klären, wie viel Kaffee er damit an einem Tag zubereiten möchte. Trinker von wenig Kaffee und Singlehaushalte kommen oftmals schon mit einer Maschine aus, die nur drei bis sechs Tassen mit einem Brühvorgang zubereitet. Für einen größeren Haushalt oder mehr Kaffeebedarf sollte es dagegen ein Gerät mit einer Füllmenge von zehn bis zwölf Tassen sein.

Vor allem größere Filterkaffeemaschinen weisen auch einen größeren Funktionsumfang auf. Neben einem Ein-/Ausschalter können sie mit Aromawahl, Reinigungsautomatik oder Timer ausgerüstet sein. Gerade Modelle mit Zeitvorwahl verfügen in der Regel auch über ein LC-Display.

Wem das Aroma von bereits gemahlenem Kaffee nicht für sein Geschmackserlebnis ausreicht, wird sicher zu einer Kaffeemaschine greifen, die über ein Mahlwerk verfügt. Dank der integrierten Kaffeemühle benötigen sie keine weitere Kaffeemühle mehr. Über eine Programmautomatik kann die Kaffeemühle zum Teil so programmiert werden, dass früh morgens die Bohnen für den ersten Kaffee bereits gemahlen sind.

Gut filtriert ist halb genossen

Bei dem Kauf einer Filterkaffeemaschine steht man immer vor der Wahl der passenden Filter – und die Geister scheiden sich nicht an der Größe des Filters, sondern vielmehr am Material. Papierfilter gegen Permanentfilter?

Papierfilter, die meistens in der Größe 1×4 zum Einsatz kommen, brillieren damit, dass sie den eigentlichen Kaffeegeschmack nicht verfälschen. Jedoch ist der Lebensverbrauch an Papierfiltern recht hoch.

Für die Permanentfilter sprechen zum einen eine massive Kostenersparnis, zum anderen weniger Müll. Allerdings muss man den Filter jedes Mal sorgfältig reinigen, sonst können sich Ablagerungen aus Kaffeeresten und –ölen bilden, die den Geschmack erheblich trüben. Zudem gilt es immer zu beachten, dass das Kaffeepulver nicht auf Dauer den Ausfluss verstopft oder verengt.

Praktischerweise lassen sich die Filter über einen Schwenkmechanismus ausklappen. Alternativ kann der Deckel der Kaffeemaschine angehoben und der Filter entnommen werden. Ein Filterbehälter sollte zudem immer über eine Tropfstopp-Funktion verfügen, die verhindert, dass der frisch gebrühte Kaffee unten aus dem Filter läuft, wenn kein Auffangbehältnis darunter steht.

Die richtige Kanne

Die Art der Kanne sollte einem auch einen Gedanken wert sein. Wer seinen Kaffee recht bald nach dem Aufbrühen trinkt, dem reicht sicherlich eine einfache Glaskanne. Diese sind meistens mit einer Skala ausgerüstet, an der die Füllmenge abgelesen werden kann. Dem Genusstrinker dagegen, der sich beim Kaffeetrinken Zeit lassen möchte, sei zu einer Thermokanne geraten. Diese bestehen meist aus Edelstahlhülle und Glasinnenseite, so dass das braune Gebräu lange warmgehalten werden kann.

Bohnenqualität, Qualität des Wassers und Brühtemperatur

Einen guten Kaffee macht nicht nur eine hochwertige Kaffeemaschine aus. Bedeutend sind auch die Qualität der Bohnen und des Wassers sowie die Wassertemperatur beim Aufbrühen. Die ganzen Bohnen können entweder von Hand mit einer klassischen Kaffeemühle gemahlen werden oder aber von einem integrierten Mahlwerk. Die Wasserqualität kann mit einem Filter im Wassertank verbessert werden. Mit diesem Filter lassen sich dem Wasser Kalk oder Schwebstoffe einfach entziehen.

Die ideale Brühtemperatur für Kaffee liegt zwischen 92 und 96 Grad. Das schonendste Verfahren für das Kaffeebrühen bieten Maschinen mit Direkt-Brüh-Verfahren an. Mit diesem lässt sich das Maximum an Geschmack aus den gemahlenen Bohnen herausholen.