Kaffeevollautomaten

Ratgeber


Ein Kaffeevollautomat bietet anspruchsvollen Genießern den bestmöglichen Geschmack und ein Höchstmaß an Komfort. Filter, Pads und Kapseln sind Geschichte – in der Regel genügt ein Knopfdruck, und der Automat mahlt Kaffee aus ganzen Bohnen und bereitet Cappuccino, Latte Macchiato & Co. Frisch zu. Auch heißes Wasser für Tee oder heiße Milch für Kakao können bezogen werden.

Doch so einfach die Zubereitung der verschiedensten Spezialitäten mit einem Kaffeevollautomaten ist, so komplex kann die Kaufentscheidung geraten. Der Kauf eines Vollautomaten empfiehlt sich besonders Vieltrinkern und Familien, aber auch Bürobelegschaften. Auch wenn die Anschaffungskosten höher sind, lohnt es sich – gute Maschinen beginnen erst bei einem Preis von 500 Euro, richtig hochwertige ab 1.000 Euro. Kaffeekapselmaschinen und Kaffeepadmaschinen sind mit unter 100 Euro erheblich preisgünstiger, sind jedoch im Nachgang aufgrund der Kapsel- und Padpreise deutlich teurer.

  • 1. Wie funktioniert ein Kaffeevollautomat?

  • Ein Kaffeevollautomat ist hochkomplexes Gerät. Von der Bohne bis zum fertigen Kaffee greifen einige Techniken ineinander. Im Prinzip besteht die Maschine aus einem Mahlwerk, einem Durchlauferhitzer (Thermoblock), einer Pumpe und der Brühgruppe. Nach dem Einschalten des Kaffeevollautomaten wird zu allererst das Wasser erhitzt, das dauert nach Modell und Qualität unterschiedlich lang. Außerdem starten bei den meisten Geräten die automatischen Reinigungskreisläufe.

    Wenn Sie ein Getränk ausgewählt haben, werden die Bohnen frisch gemahlen und das feine Pulver landet in der Brühgruppe, in der es fest angepresst wird. Wenn der Vollautomat eine Vorbrühfunktion besitzt, wird das Kaffeepulver vor dem eigentlichen Brühvorgang noch angefeuchtet. Das Wasser wird so noch gleichmäßiger durch das Pulver gepresst, was das Aroma weiter intensiviert und den Geschmack verbessert. Das gebrauchte Pulver bzw. der Trester fällt daraufhin automatisch in einen Behälter.

  • 2. Bedienung eines Kaffeevollautomaten

  • Display
    Knöpfchen drücken und los gehts – zumindest in der Theorie. Auch wenn die meisten Kaffeevollautomaten ihrem Namen alle Ehre machen, sind von Zeit zu Zeit dennoch einige Einstellungen vonnöten. Beim Bedienkomfort unterscheiden sich die Geräte der einzelnen Preisklassen teils deutlich. Oberklasse-Modelle verfügen meist über ein großes Farb-Display, das den Nutzer bequem und ausführlich durch die Menüs führt – Fehlbedienung ausgeschlossen. Über den Bildschirm meldet sich der Kaffeevollautomat auch deutlich zu Wort, falls Probleme auftreten oder die Bohnen zur Neige gehen sollten.

    Solche Komfortfunktionen schlagen sich im Preis nieder, doch auch günstigere Modelle lassen ihre Besitzer nicht im Regen stehen: Ein kleineres Display oder separate Warnleuchten bieten ebenfalls ausreichende Informationen. Jedoch gibt es hier nicht immer alle Milchkaffeespezialitäten auf Knopf- bzw. Touch Display-Druck.

    Per App zum Kaffee

    Die neueste Generation an Kaffeevollautomaten kann sogar über das Tablet gesteuert werden. Hier finden Sie mittels einer App die Gebrauchsanleitung, können sich bequem durch das Menü klicken und sämtliche Einstellungen vornehmen. Außerdem finden Sie hier etliche Rezepte, die Sie dank genauer Einstellung der Kaffee- und Milchschaummenge auch blitzschnell zubereiten können.

    Einstellungsmöglichkeiten
    So gerne man dem Kaffeevollautomaten die ganze Arbeit überlässt – auf eine individuelle Note möchten dennoch nur die wenigsten verzichten. Während einige Geräte nur die Stärke des Aromas festlegen lassen, können hochwertige Vollautomaten die Füllmenge variieren. Je nach Geschmack lassen sich verschiedene Tassengrößen wählen, bis hin zu exakten Milliliter-Angaben. Möchten Sie Ihre Kaffeespezialitäten also genau einstellen, achten Sie bereits beim Kauf auf die verfügbaren Funktionen. Neben Tassenmenge, Stärke und Aroma können die Milchmenge, die Festigkeit des Schaums und die Temperatur eingestellt werden.

    Memo-Funktion
    Einige Spitzenmodelle verfügen zusätzlich über einen internen Speicher, um unterschiedliche Zusammensetzungen zu sichern und reproduzieren zu können. Dabei können Sie für Ihre Kreationen die Namen frei wählen – besonders praktisch, wenn jedes Familienmitglied ein anderes Lieblingsgetränk hat.

  • 3. Ausstattung

  • Das Milchsystem
    Ohne einen guten Milchaufschäumer ist der Kaffeevollautomat kaum mehr als eine gewöhnliche Espressomaschine. Denn nur damit lassen sich Spezialitäten von Cappuccino bis Latte Macchiato stilecht zubereiten. Teuer ist zwar nicht immer gleich gut, doch beim Milchschaum können höherwertige Maschinen meist mit besseren Systemen aufwarten. Einsteiger-Modelle begnügen sich in der Regel mit einer Aufschäum-Düse, die in das Milchgefäß gehalten wird. Hier bekommen Sie dann jedoch keinen Cappuccino auf Knopfdruck und müssen Ihre Tasse oder Ihr Glas verschieben.

    Einfacher und komfortabler stellt sich das Ganze mit einem Einsaugsystem oder Cappuccinatore dar. Diese Variante funktioniert vollautomatisch und reinigt sich bei Bedarf gleich selbst, treibt jedoch den Preis nach oben. Dabei können Sie die Milch entweder in einen mitgelieferten Behälter geben, den Sie auch meist abnehmen können um ihn in den Kühlschrank zu stellen. Oder Sie können den Schlauch einfach in eine herkömmliche Milchflasche hängen. Bei hochwertigen Einsaugsystemen können Sie zudem die Milchschaum-Konsistenz und -Temperatur bestimmen. Wenn der Vollautomat über zwei getrennte Heizkreisläufe verfügt, ist die Ausgabe der Milchkaffees besonders schnell.

    Das Mahlwerk
    Auch bei einem Kaffeevollautomaten sind es die inneren Werte, die – neben dem verwendeten Kaffee – über die Qualität des Endprodukts entscheiden. Der Prozess beginnt im Mahlwerk des Geräts. Ganze Bohnen werden zu feinem Kaffeepulver gemahlen, und bereits hier entstehen erste Qualitätsunterschiede. Achten Sie bei der Kaufentscheidung darauf, dass sich der Mahlgrad möglichst genau einstellen lässt und ein hochwertiges Mahlwerk aus Keramik verbaut ist – so wird das Aroma des Kaffees nicht verfälscht und die Crema perfekt. Bei den Spitzenmodellen bekommen Sie sogar zwei getrennte Bohnenbehälter bzw. ein zusätzliches Pulverfach etwa für entkoffeinierten Kaffee.

    Der Wassertank
    Die zweite entscheidende Komponente ist das Wasser. Ein Filter zur Reinigung des Wassers ist mittlerweile Standard, Unterschiede gibt es hingegen bei der Wasserpumpe. Generell gilt: Je höher der Druck ist, mit dem das Wasser durch den Kaffee gepumpt wird, desto besser werden die Aromen frei. Achten Sie also auf einen ausreichend hohen Pumpendruck – gängig sind 15 bar, Spitzenmodelle können sogar mit 19 bar pressen.

    Extras
    Ein höhenverstellbares Modell ist für Latte Macchiato-Trinker Pflicht. Es wäre schließlich ärgerlich, wenn das gewünschte Glas nicht unter die Öffnung passt. Ein Tassenwärmer eignet sich vor allem für Espresso-Liebhaber. Dabei besitzen aktive Wärmer ein eigenes Heizelement, passive hingegen nutzen die Abwärme des Geräts.

  • 4. Design und Verarbeitung

  • Für viele ist der geliebte Vollautomat mehr als eine Kaffeemaschine. Er ist Prestigeobjekt und Blickfang, an dem man sich Tag für Tag erfreut. So ist es fast logisch, dass die Optik bei vielen Modellen eine große Rolle spielt – und ein schickes Design lassen sich die Hersteller gut bezahlen. Während preiswertere Geräte eher unscheinbar daherkommen, präsentiert sich die Premium-Klasse mit hochwertigster Verarbeitung und edlem Äußeren. Das beinhaltet: Viele Teile sind aus Edelstahl oder anderem Metall gefertigt. Besonders beim Kaffeeauslauf sollte darauf geachtet werden, dass dieser nicht aus Kunststoff besteht.

    Freistehend oder Einbaumodell
    Die meisten Kaffeevollautomaten sind freistehende Modelle, die entsprechend Platz brauchen. Mit einer Höhe von über 30 Zentimetern, einer Breite über 20 Zentimetern und einer Tiefe von über 40 Zentimetern benötigen die Maschinen enorm viel Platz. Diesen Faktor sollten Sie beim Kauf dringend beachten und Ihre Küche beziehungsweise Hängeschränke vorab abmessen. Dabei brauchen Kaffeevollautomaten auch noch genügend Platz nach hinten, da hier die Stromzufuhr liegt und Wassertank sowie Satzbehälter entnommen werden. Bei Spitzenmodellen sitzen diese Behälter praktischerweise an der Vorderseite. Denn die Kaffeevollautomaten haben auch ihr Gewicht, sodass Sie die Geräte nicht jedes Mal verschieben möchten. Wenn Sie schon auf die Abmessungen schauen, dann achten Sie auch auf die Größe des Wassertanks.

    Wenn Sie gerade eine neue Küche planen, dann sollten Sie über den Kauf eines Einbaugeräts nachdenken. Hier ist der Kaffeevollautomat direkt in die Küchenzeile integriert. Diese Modelle sind meist recht teuer, besitzen jedoch eine sehr gute Qualität. Hochwertige Materialien und ein Display sind hier fast schon serienmäßig. Wasser- und Milchtank, Bohnen- und Satzbehälter sitzen innen – Sie müssen nur die Fronttür öffnen, um daran zu gelangen.

  • 5. Pflege von Kaffeevollautomaten

  • Auch wenn alle Kaffeevollautomaten automatische Reinigungs- und Entkalkungsprogramme besitzen, müssen Sie ab und an auch einmal selbst Hand anlegen. Für die Handhabung insgesamt ist es wichtig, dass alle Teile gut erreichbar sein sollten. Wenn die Maschine erst komplett auseinandergebaut werden muss, um sie zu säubern oder neu zu befüllen, macht die Nutzung keine Freude.

    Die Brühgruppe
    Das Herzstück eines Kaffeevollautomaten ist die Brühgruppe. Bei den meisten hochwertigen Maschinen lässt sie sich – ebenso wie das Mahlwerk – herausnehmen und separat reinigen. Ablagerungen von Kaffeeresten können bereits frühzeitig den Geschmack des Kaffees verfälschen und sollten daher regelmäßig entfernt werden. Nehmen Sie die Brühgruppe und das Mahlwerk nach Möglichkeit einmal im Monat aus der Maschine heraus – Angaben zur sicheren Entnahme stehen in der Bedienungsanleitung. Beide Elemente sollten mit lauwarmem Wasser abgespült werden – allerdings ohne dabei Seife oder andere Reinigungsmittel zu verwenden. Diese können den Geschmack dauerhaft ruinieren. Da durch die Brühgruppe das heiße Wasser für den Kaffee fließt, sollte sie nach dem Wiedereinsetzen entkalkt werden. Die Vorgehensweise richtet sich dabei nach den Herstellervorgaben.

    Das Innenleben
    Für die Reinigung des Innenlebens, der Schläuche und Leitungen bietet jeder Hersteller spezielle Flüssigkeiten, Tabletten oder Pulver an. Die Milch-Einheit ist dabei das kritischste Element eines Kaffeevollautomaten. Die Rückstände der Milch können die Düse und die Schläuche auf Dauer verstopfen und außer Gefecht setzen. Im schlimmsten Fall kann die Maschine später nur von fachkundigen Spezialisten wieder repariert werden. Die Reinigung des Milchaufschäumers ist je nach Hersteller und Bauweise des Kaffeevollautomaten unterschiedlich. Hinweise zur korrekten Vorgehensweise finden sich meist in der Bedienungsanleitung. Idealerweise sollte die Milch-Einheit täglich nach Gebrauch der Maschine ausgespült werden – je nach Bedarf kann auch eine Entkalkung alle ein bis zwei Monate sinnvoll sein.

    Das Gehäuse
    Die Reinigung des Gehäuses ist nicht ausschließlich unter optischen Gesichtspunkten sinnvoll. Gerade wenn der Kaffeevollautomat aus hochwertigen Materialien wie Edelstahl besteht, können sich mit der Zeit selbst an den schmalsten Rändern unschöne Anhaftungen bilden, die sich später kaum mehr entfernen lassen. Maschinen mit Kunststoffgehäuse sind sogar noch anfälliger – dauerhafte Ablagerungen können das Material schwächen. Das Äußere des Geräts sollte einmal monatlich mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Verzichten Sie dabei auf aggressive Reinigungsmittel oder gar Scheuermilch – diese können das Material irreparabel schädigen. Auffangschale, Wassertank und Satzbehälter können Sie bei den meisten Modellen einfach entnehmen und in den Geschirrspüler geben.

    Entkalkung
    Die Maschinen sind komplizierte und teure Gebilde, deswegen sollte man hier davon absehen, mit Hausmitteln zu experimentieren. Am besten eignen sich daher die von den Herstellern selbstentwickelten Entkalker. Sie sind zwar verhältnismäßig teuer, aber es sollte dabei immer der Anschaffungspreis des Automaten und die Gefährdung der Herstellergarantie berücksichtigt werden – da investiert man gerne etwas mehr in die Wartung. Diese Entkalker sind in flüssiger Form oder als Tabs erhältlich und basieren meist auf Amidosulfonsäure. Jedoch gibt es auch günstigere und nicht viel schlechtere Vollautomaten-Entkalker in jedem gut sortierten Drogeriemarkt.

    Von der Verwendung von Essig oder Essigessenz ist hingegen vollkommen abzuraten. Das aggressive Hausmittel beeinflusst nicht nur den Geschmack, sondern führt zu Beschädigungen der Materialien. Poröser Kunststoff und spröder Gummi sind die die Folgen. Ebenso wenig sollten Waschmaschinen- oder Spülmaschinen-Entkalker zweckentfremdet werden.

    Wie häufig ein Kaffeevollautomat entkalkt werden muss, hängt vom Härtegrad des Wassers ab. So sollte bei „hartem“ Wasser alle paar Wochen und bei „weichem“ Wasser alle paar Monate entkalkt werden – das hängt jedoch auch von der Beanspruchung der Maschine ab. Kaffeevollautomaten erinnern nach einer gewissen Anzahl von Tassen (das kann meist über einen „Härtegrad-Regler“ bestimmt werden) automatisch an eine Entkalkung. Grundregel sollte aber sein: Lieber einmal zu oft entkalkt als einmal zu wenig.

  • 6. Kaffeevollautomat vs. Kapsel- und Padmaschine

  • Spätestens beim Einkauf eines neuen Geräts taucht die schwierige Frage auf: Soll es gleich ein großer, aber teurer Kaffeevollautomat werden oder doch eine kleine Kapsel- oder Padmaschine?

    Leistungsumfang und Bedienung
    Klar ist, dass man sich bei der Auswahl mit den verschiedenen Vorlieben der Familienmitglieder auseinandersetzen muss. Hier besitzt der Kaffeevollautomat seine vielleicht größte Stärke: Denn italienische Milchkaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato sind Standardprogramme, die mit nur einem Knopf gewählt werden können. Zudem spenden die Vollautomaten auch heiße Milch für Kakao oder heißes Wasser für Tee. Somit sind die Variantenvielfalt und auch die  Einstellungsmöglichkeiten hier besonders groß. Neben Tassenmenge, Stärke und Aroma können die Milchmenge, die Festigkeit des Schaums und die Temperatur eingestellt werden. Besonders praktisch stellt sich die Speicherfunktion dar: Damit kann der Nutzer die für sich gefundene Einstellung individuell abspeichern.
    In der Bedienung hingegen ist eine Pad- oder Kapselmaschine an Einfachheit kaum zu übertreffen. Oft gibt es nur eine Handvoll Knöpfe, mit denen Sie die Tassenmenge wählen und den Brühvorgang starten. Verschiedene Getränke definieren sich hier entweder durch die Auswahl der Kapsel und des Pads oder verfügen über einen integrierten Milchaufschäumer. Deshalb gilt: So schön und vielfältig die Möglichkeiten bei Vollautomaten auch sind, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und verzehrt sich nach Beständigkeit und Einfachheit. Deswegen ist oft weniger mehr – bleibt jedoch wie so oft Geschmackssache.

    Geschmackliche Unterschiede
    Der Geschmack des Kaffees aus dem Vollautomaten ist dank des integrierten Mahlwerks unübertroffen. Für jede Tasse werden die Bohnen frisch gemahlen und die Frische wie auch die Güte des Pulvers sind ausschlaggebend für das Aroma des Kaffees. Der Druck, mit dem das Wasser durch das Pulver gepresst wird, hängt von der Qualität der Maschine ab, ist aber zumeist sehr hoch – perfekt für ausgeglichenen Espresso oder Kaffee mit leckerer Crema.

    Kapselmaschinen sind meist vor allem auf die Zubereitung von Espresso spezialisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – der Druck ist meist ebenso hoch wie bei einem Vollautomaten oder einer Siebträgermaschine. Padmaschinen dagegen sind eher für „normalen“ Kaffee geeignet, da der Druck weniger hoch ausfällt. Gewohnte Filterkaffeetrinker sollten jedoch beachten, dass der Kaffee hier anders schmeckt und auch eine Crema besitzt. Bei längerer Lagerung hat die Kapsel den Vorteil, dass das Kaffeepulver luftdicht versiegelt ist. Pads dagegen können auch bei fachgemäßer Lagerung schnell ausrauchen. Insgesamt ist gerade die Auswahl der Kapseln oder Pads entscheidend für den Geschmack.

    Die schnelle und zuverlässige Zubereitung von Milchkaffeespezialitäten ist der größte Vorteil von Vollautomaten – wer jedoch eigentlich „nur“ einen Espresso oder großen Kaffee trinken möchte, ist mit einer günstigeren Kapsel- oder Padmaschine besser beraten.

    Reinigung und Wartung
    Die vielleicht größten Nachteile beim Vollautomaten sind – neben dem hohen Preis – die aufwändige Reinigung sowie die Anfälligkeit für Fehler und Komplikationen. Trotz verschiedener, meist auch sehr langwieriger Reinigungsprogramme und viel verbauter Technik müssen immer noch etliche Komponenten von Hand gereinigt werden – etwa die für den Geschmack sehr wichtige Brühgruppe. Und ob alle Milchschläuche und Zuleitungen auch wirklich sauber sind, lässt sich bei dem großen Gerät kaum mehr nachvollziehen. Doch die Erfahrung zeigt: Wenn ein Kaffeevollautomat regelmäßig gereinigt und entkalkt wird, treten weniger Probleme auf und das Gerät hält wirklich lang – was bei diesen Preisen auch so sein sollte.

    Nicht alle Kapsel- oder Padmaschinen verfügen über ein automatischen Reinigungs- oder Entkalkungsprogramm. Daher müssen Kaffee-Genießer immer noch selbst Hand anlegen. Da die Vorgänge im Inneren der Maschine jedoch weniger kompliziert sind, funktioniert das auch einfacher. Feinstaubiges Pulver kann ebenfalls keine größeren Probleme verursachen, da es ja in Pads oder Kapseln „verpackt“ ist. Das Pad kann in den Restmüll oder auf den Kompost, für die unter Umweltgesichtspunkten etwas problematischen Kapseln gibt es seit Kurzem bei einigen Herstellern die Möglichkeit, sie nach Gebrauch zurückzugeben.

    Was rentiert sich? Die abschließende Milchkaffeemädchenrechnung
    Vieltrinkern und Familien empfiehlt sich der Kauf eines Vollautomaten. Auch wenn hier die Anschaffungskosten höher sind, lohnt es sich – gute Maschinen beginnen erst bei einem Preis von 500 Euro, richtig hochwertige ab 1.000 Euro. Kapsel- und Padmaschinen sind mit unter 100 Euro erheblich preisgünstiger, können jedoch im Nachgang dennoch teurer werden. Besonders die Kapseln sind nicht gerade billig. Wenn etwa drei Familienmitglieder mehrere Getränke am Tag genießen, können die Kosten auf einen Monat oder ein Jahr hochgerechnet explodieren.

    Kapsel- oder Padmaschinen eignen sich im Umkehrschluss besonders für den schnellen Espresso oder Kaffee zwischendurch. Hier sind sie unschlagbar: Pad oder Kapsel rein, Knöpfchen gedrückt und  schon wird das Wasser mit hohem Druck durch das Pulver in die Tassen gepresst. Bohnen und Pulver sind vor allem in den Kapseln perfekt konserviert, deshalb sind gerade sporadische Kaffeegenießer, die es einfach und schnell mögen, perfekt mit so einer Maschine beraten.