Ferngläser

Ratgeber


Die Angabe von Ferngläsern bezieht sich den Vergrößerungswert multipliziert mit dem Objektivdurchmesser. Beispielsweise steht 10×50 für eine zehnfache Vergrößerung und einem Objektivdurchmesser von 50 Millimetern. Aber auch die Prismenform, das Gewicht und das Sehfeld des Fernglases variieren stark von Modell zu Modell.

Vergrößerungswert: Stativ hilft beim Ruhighalten

Das entscheidende Kriterium für den Kauf eines Fernglases ist der Vergrößerungswert. Er drückt aus, wie nah ein weit entferntes Objekt durch das Fernglas dargestellt wird. Eine achtfache Vergrößerung bei 8×32 ermöglicht beispielsweise ein Tier aus bis zu 80 Meter Distanz in großer Größe erkenntlich zu beobachten.
Bei sehr großer Vergrößerung kann es schwierig werden, das Fernglas so ruhig zu halten, dass das Zielobjekt noch klar erkennbar ist. In solchen Fällen hilft es das Fernglas mit einem Stativ zu befestigen, um in Ruhe das Objekt anpeilen zu können. Relevant ist ebenfalls das Gewicht des Fernglases, welches bei einer Wanderung in den Bergen möglichst gering ausfallen sollte, jedoch lässt sich ein kleines Fernglas oftmals schwieriger ruhig halten.

Bauart: Porroprisma und Dachkantprisma

Die klassische Bauart von Ferngläsern ist das Porroprisma nach dem Porro-Prinzip. Dabei wird das Licht z-förmig wiedergegeben, da das erste Prisma das einfallende Licht um 90 Grad seitlich spiegelt und vom zweiten Prisma gelenkt wird. Der Vorteil von Porroprismen ist die flexible Einbauweise, so finden auch Nutzer mit eher eng stehenden oder auch weit auseinanderliegenden Augen das passende Modell.

Das Porro-Prinzip erlaubt eine ausgezeichnete Sichtweite für bis zu 200 Meter Entfernung. Ferngläser mit Porroprismen sind in der Regel kostengünstiger als Dachkantprismen, weil sie meistens nicht druckwasserdicht sind und keine Innenfokussierung besitzen. Ferngläser mit Dachkantprisma sind hingegen meist schmaler gebaut, da die zwei Prismen nebeneinander stehen und einen nahezu geraden Lichtweg haben.

Dachkantprismen eignen sich hervorragend für den nahen Bereich, der bei Ferngläsern mit Porroprismen schnell unangenehm werden kann. Ferngläser mit Dachkantprisma sind meist aufwändiger gebaut und mechanisch belastbarer, dadurch sind sie widerstandsfähiger, häufig wasserdicht und kompakter gebaut, weshalb sie meist leichter sind als Porro-Ferngläser.

Sehfeld und Austrittspupille: Definition und Kennzahlen

Die Kennzahlen des Sehfelds werden unterschiedlich angeführt. Meist entweder als Grad bei der Entfernung von 1.000 Metern oder als Feldbreite in Metern. Dabei bezeichnet das Sehfeld die Größe des Durchmessers der Fläche, die vom Nutzer vertikal zur Sehlinie bei einer Entfernung von 1.000 Metern gesehen werden kann.
Die Stelle, an der sich alle Strahlenbündel treffen, die das Fernglas verlassen, wird als Austrittspupille definiert. Für den Benutzer des Fernglases entsteht ein heller Bildeindruck als Reaktion auf der Pupille. Amateur-Astronomen sollten auf eine Austrittspupille über vier Millimeter achten, da sich die Pupille bei schlechten Lichtverhältnissen weiter öffnen soll.

Für Brillenträger: Spezielle Bauweise

Selbst mit Brille können Sie eine gute Sicht auf weit entfernt liegende Objekte erzielen. Brillenträger sollten dafür auf speziell angefertigte Modelle zurückgreifen. Mit diesen Modellen wird trotz Brille ein Sichtfeld von über 80 Prozent erfasst. Der Abstand zwischen Fernglas und Auge sollte bei diesen Gläsern mindestens 14,5 Millimeter betragen.

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