Die besten Fernauslöser im Überblick
Ein Fernauslöser gehört zur Grundausstattung für alle, die sich mit Langzeitbelichtungen, Makrofotografie oder Selbstporträts beschäftigen. Er verhindert zuverlässig Erschütterungen beim Drücken des kamerainternen Auslösers und ermöglicht kreative Techniken wie Zeitraffer oder weiches Wasser bei Tageslicht.
Metz Wireless Trigger WT-1
Vorteile
- Zuverlässige Funkübertragung über eine Reichweite von bis zu 300 Metern.
- Unterstützt TTL-Blitzsteuerung für eine komfortable Belichtungsautomatik.
- Vielseitig einsetzbar als Sender oder Empfänger in einem Gerät.
- Großes, übersichtliches LC-Display für eine einfache Bedienung.
Nachteile
- Die Menüführung erfordert aufgrund der Funktionsvielfalt eine gewisse Einarbeitungszeit.
- Keine integrierte USB-Schnittstelle für einfache Firmware-Updates vor Ort.
Fazit: Der Metz WT-1 ist ein leistungsstarker und flexibler Funk-Transceiver, der besonders durch seine hohe Reichweite und TTL-Unterstützung überzeugt.
Worauf beim Kauf achten?
Die richtige Verbindungstechnologie
Die Wahl zwischen Kabel, Infrarot (IR), Funk oder Bluetooth hängt stark von deinem Einsatzgebiet ab. Kabelgebundene Modelle sind günstig und benötigen oft keine eigenen Batterien, da sie den Strom aus der Kamera beziehen. Sie sind extrem zuverlässig, schränken dich jedoch in der Bewegungsfreiheit ein. Infrarotauslöser sind kompakt, setzen aber eine direkte Sichtverbindung zum Sensor der Kamera voraus, was im Freien oder bei hellem Sonnenlicht zu Problemen führen kann. Funk- und Bluetooth-Lösungen bieten die größte Freiheit. Bluetooth lässt sich oft direkt mit modernen Kameras koppeln, während Funksysteme mit einem separaten Empfänger am Blitzschuh arbeiten und Reichweiten von bis zu 100 Metern erreichen.
Hinweis
Infrarot-Fernauslöser wie der Canon RC-6 funktionieren nur zuverlässig, wenn du dich vor oder leicht seitlich der Kamera befindest. Für Aufnahmen von hinter der Kamera ist ein Funk- oder Kabelauslöser die bessere Wahl.
Funktionen für Profis: Timer und Intervalle
Einfache Modelle besitzen lediglich einen Knopf zum Auslösen und Einrasten für den Bulb-Modus (Langzeitbelichtung). Wenn du dich für Zeitrafferfotografie interessierst, benötigst du ein Modell mit Intervallfunktion. Hier kannst du festlegen, wie viele Bilder in welchen Abständen geschossen werden sollen. Einige moderne Fernauslöser erlauben es zudem, die Belichtungszeit direkt am Gerät minutengenau vorzugeben. Dies ist besonders hilfreich, wenn die Kamera intern nur Belichtungen bis 30 Sekunden zulässt, du aber für Sternenspuren oder extreme ND-Filter deutlich länger belichten möchtest.
Tipp
Nutze bei Langzeitbelichtungen an DSLRs zusätzlich die Spiegelvorauslösung deiner Kamera. In Kombination mit dem Fernauslöser eliminierst du so auch die letzte mechanische Schwingung im Gehäuse.
Kompatibilität und Steckerformen
Der wichtigste Punkt vor dem Kauf ist der Anschluss. Fast jeder Hersteller nutzt eigene Buchsen, oft sogar unterschiedliche innerhalb der verschiedenen Kameraserien (zum Beispiel unterscheidet sich der Anschluss einer Nikon D850 oft von dem einer Z-Serie). Prüfe vorab genau, ob der Stecker des Fernauslösers in die Zubehörbuchse deiner Kamera passt. Bei kabellosen Bluetooth-Modellen muss die Firmware deiner Kamera die entsprechende Fernbedienung unterstützen.
| Kriterium | Kabel-Fernauslöser | Funk- / Bluetooth-Lösung |
|---|---|---|
| Stromversorgung | Meist über die Kamera | Erfordert eigene Batterien |
| Reichweite | Stark begrenzt (ca. 1-3m) | Hoch (bis zu 100m) |
| Zuverlässigkeit | Extrem hoch, kein Pairing | Abhängig von Funkstörungen |
Für wen eignet sich was?
Einsteiger und Porträtfotografen
Für gelegentliche Familienfotos oder einfache Selbstporträts reicht ein günstiger Infrarot- oder kleiner Bluetooth-Auslöser völlig aus. Er passt in jede Hosentasche und erfüllt seinen Zweck ohne komplizierte Einstellungen.
Landschafts- und Astrofotografen
Wer nachts Sterne fotografiert oder fließendes Wasser mit Filtern glättet, sollte zu einem Funk-Modell mit Display greifen. Die Möglichkeit, Belichtungszeiten und Intervalle präzise zu steuern, ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Vlogger und Content Creator
Für Videos sind Hybrid-Lösungen ideal. Handgriffe mit integrierter Bluetooth-Steuerung dienen gleichzeitig als Stativ und Fernbedienung, was den Workflow beim Filmen deutlich beschleunigt.
Achtung
Achte bei günstigen Drittanbietern darauf, dass die Stecker passgenau gefertigt sind. Minderwertige Kontakte können die empfindliche Zubehörbuchse deiner Kamera dauerhaft beschädigen.
Häufige Fragen
Viele Kameras bieten Smartphone-Apps zur Steuerung an. Diese sind für schnelle Schnappschüsse praktisch, verbrauchen jedoch viel Akku an Kamera und Handy. Zudem ist die Verbindung oft instabil, weshalb Profis für kritische Aufnahmen fast immer auf dedizierte Fernauslöser setzen.
Im Bulb-Modus bleibt der Verschluss der Kamera so lange geöffnet, wie der Auslöser gedrückt wird. Fernauslöser haben hierfür oft eine Arretierung, damit du den Knopf nicht minutenlang mit dem Finger halten musst.
Für normale Landschaftsfotos stehst du meist direkt neben dem Stativ. Eine Reichweite von über 10 Metern wird erst dann wichtig, wenn du dich selbst in einer weiten Landschaft positionieren willst oder scheue Tiere aus einem Versteck heraus fotografierst.
Bluetooth-Modelle sind sehr sparsam. Funk-Sets mit Empfänger benötigen jedoch meist AAA-Batterien oder Knopfzellen. Es ist ratsam, immer einen Satz Ersatzbatterien in der Kameratasche zu haben, da die Geräte oft keinen physischen Ausschalter besitzen und sich langsam entladen können.
Beliebte Fernauslöser
Canon RC-6
Vorteile
- Sehr kompakt und leicht
- Günstiger Anschaffungspreis
- Einfache Bedienung ohne Kabel
Nachteile
- Erfordert direkte Sichtlinie zum Sensor
- Begrenzte Reichweite von ca. 5 Metern
AmazonBasics IR-Fernauslöser für Nikon
Vorteile
- Sehr kompaktes und leichtes Design für den einfachen Transport.
- Ermöglicht erschütterungsfreie Aufnahmen bei Langzeitbelichtungen.
- Sehr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zum Original.
- Intuitive und unkomplizierte Bedienung ohne komplexe Einrichtung.
Nachteile
- Erfordert eine direkte Sichtverbindung zum Infrarot-Empfänger der Kamera.
- Die Reichweite ist bei hellem Tageslicht deutlich eingeschränkt.