Ventilatoren

Ratgeber


Sie machen selbst die drückendste Sommerhitze etwas erträglicher: Ventilatoren erzeugen einen angenehmen Luftstrom der den Kühlungseffekt von Schweiß auf unserer Haut zusätzlich erhöht. Aus diesem Grund verschaffen uns diese Geräte Erleichterung, obwohl sie lediglich „Luft schaufeln“. Abhängig von der aktuellen Raumsituation sowie den eigenen Bedürfnissen, kann ein Stand-, Tisch-, Decken-, Turm- oder Bodenventilator sinnvoll sein. Sie unterscheiden sich sowohl in der Ausrichtung des Luftstroms als auch im erzielten Kühlungseffekt sowie der Lautstärke.

Typen

Das Grundprinzip der Ventilatoren bleibt stets gleich: Ein Lüfterrad mit mehreren Rotorblättern saugt die Luft an und bläst sie in die entgegengesetzte Richtung. Unterschiede existieren dagegen hinsichtlich der Verstellbarkeit des Luftstroms und der Flexibilität der Achse, die sich bei einigen Modellen kippen und/oder drehen lässt.

Standventilator

Standventilatoren sind trotz oder gerade wegen ihrer sehr simplen Bauweise in vielen Haushalten verbreitet. An einer horizontalen Achse befinden sich mehrere Rotorblätter. Entlang dieser Achse wird ein Luftstrom erzeugt. Diese Rotorachse befindet sich bei einigen Fabrikaten auf einem höhenverstellbaren Stativ. Viele Modelle bieten zusätzlich eine horizontale Drehung des Lüfterrads sowie einen Oszillationsmodus. Dabei schwenkt der Kopf periodisch um 90 Grad, sodass der Luftstrom möglichst den gesamten Raum erreicht. Oft lässt sich auch der Neigungswinkel individuell anpassen. Den höchsten Kühleffekt erzielen diese Produkte, wenn die Luft direkt auf die Haut trifft. Dies gelingt am besten mit der richtigen Kombination aus Standbeinhöhe und Neigungswinkel.

Tischventilator

Sie sind für den direkten Einsatz am Schreibtisch konzipiert. Im Endeffekt handelt es sich bei ihnen um nichts Anderes als Standventilatoren mit einem stark verkürzten Standbein. Dies ermöglicht eine bequeme Platzierung direkt auf der Tischplatte für einen Luftstrom direkt auf Kopfhöhe. Dieser lässt sich durch Anpassungen in der Höhe beziehungsweise im Neigungswinkel oft noch optimieren. Kleine Modelle sind in den Einstellungsmöglichkeiten oft nicht ganz so flexibel aufgestellt wie ihre größeren Verwandten. Die sehr kompakte Bauweise gestattet in einigen Fällen sogar eine Nutzung via Batterie oder USB. Mit all diesen Eigenschaften sind Tischventilatoren nicht nur eine wertvolle Arbeitserleichterung im Büro, sondern auch wunderbare Reisebegleiter.

Bodenventilator

Bei diesen Modellen sorgt ein Rotor für einen axialen Luftstrom. Sie besitzen kein schwenkbares Standbein, sondern verfügen stattdessen über eine niedrige Stange. Eine horizontale Drehung ist in diesem Fall nicht möglich, dafür lässt sich jedoch der Neigungswinkel ändern. Bodenventilatoren sind weniger zur Erzeugung eines direkten Luftstroms gedacht als zur generellen Bewegung der Raumluft. Nach oben ausgerichtet, strömt weitere Luft der bereits angesaugten am Boden nach. Die Luft in Deckenhöhe wird nach unten verschoben. So entsteht ein steter Strom, der das Raumklima angenehmer gestaltet.

Turmventilator

Sie unterscheiden sich bereits in ihrem Erscheinungsbild von anderen Ventilatoren. Geräte dieser Art bestehen aus einem schlanken, säulenartigen Gehäuse. Der Rotor befindet sich im Fuß, saugt die Luft an und leitet sie ins Innere. Anschließend entweicht der Luftstrom durch Schlitze an den Seiten. Die Rotationsachse des Lüfters entspricht hierbei der Längsachse der Säule. Der Luftstrom selbst entweicht horizontal, also senkrecht zur Rotorachse. Daher fallen Turmventilatoren in die Kategorie der radialen oder auch sogenannten tangentialen Ventilatoren. Auch bei ihnen besteht die Möglichkeit der Oszillation – der Winkel der austretenden Luft kann bei manchen Fabrikaten also geschwenkt werden. Lamellen im Inneren werden dabei gekippt. Das Gehäuse selbst bietet aufgrund seiner kompakten Maße wenig Potenzial, um bei diesem Vorgang mit Teilen der Einrichtung zu kollidieren. Bei Standventilatoren tritt dieses Problem bei falscher Platzierung häufiger auf. Der längliche Aufbau der Turmventilatoren ist in der Regel dafür ausgelegt, Luft nur maximal in Hüfthöhe zu bewegen. Daher verfügen sie oft über eine Höhe bis etwa 1,2 Meter.

Deckenventilator

Die Vorteile eines Deckenventilators zeigen sich besonders gut in großen Räumen, denn diese Produkte arbeiten großflächig und leise. Sie rotieren unter der Zimmerdecke um eine vertikale Achse und erzeugen auf diese Weise einen Luftstrom in Richtung Boden.
Die Rotorblätter sind bei Modellen dieser Bauweise meist länger und breiter, sodass sie bereits bei geringer Drehzahl einen beachtlichen Luftstrom erzeugen können. Dabei arbeiten sie außerdem meist leiser als andere Geräte. Zudem benötigen sie weder ein störendes Kabel, noch verursachen sie Platzprobleme, da sich kein Mobiliar in ihrem Wirkungskreis befindet. Lediglich bei Deckenlampen ist etwas Vorsicht geboten, da die Rotorblätter des Ventilators das Licht natürlich nicht blockieren sollten. Einige Fabrikate verfügen sogar über eigene Lampenfassungen, um dieses Problem zu lösen.

Auswahlkriterien

Die zentrale Aufgabe eines Ventilators besteht darin, einen effizienten Luftstrom zu erzeugen. Dabei gilt: Je größer das Gerät, desto höher ist auch die Luftumwälzung. Diese ist zusätzlich abhängig vom Durchmesser, der Anzahl der Rotorblätter und der Lüftergeschwindigkeit. Größere Fabrikate mit entsprechenden Rotoren nutzen den benötigten Strom wesentlich effizienter, der Nutzer erhält eine wesentlich effektivere Zirkulation bei gleichem Stromverbrauch. Dies ist auch sinnvoll, wenn das Ziel nicht in einer übermäßig starken Luftumwälzung besteht.

Sicherheit

Je ausladender der Ventilator bemessen ist, umso größer ist die Gefahr, dass er kippt. Dieses Risiko liegt bei klassischen Standventilatoren besonders hoch, da der Rotor in Hüfthöhe für einen entsprechend hohen Schwerpunkt sorgt. Ein schwereres Modell mit etwas Gewicht im Standbein lässt sich gleich wesentlich stabiler platzieren. Dieses Problem ist bei Turmventilatoren dank des im Fuß befindlichen Rotors ungleich besser gelöst. Auch Kollisionen mit dem Gerät sind aufgrund des schmalen Gehäuses unwahrscheinlicher. In punkto Stabilität punkten sowohl Tisch- als auch Bodenventilatoren mit ihrer kompakten Bauweise.
Beim Kauf eines Ventilators spielt neben einem sicheren Stand auch eine ausreichend bemessene Kabellänge eine wichtige Rolle. Ein zu kurzes Kabel beschränkt zum einen die Standwortwahl, zum anderen holt der Verwender sich mit ihm eine gefährliche Stolperfalle ins Haus. Im schlimmsten Fall geht das Gerät gleich mit zu Boden. Eine Länge von zwei Metern bietet ausreichend Spielraum. Genügt dies nicht, schafft ein Verlängerungskabel Abhilfe. Ist der Ventilator platziert, helfen Kabelbinder und Nagelschellen bei einer stabilen Befestigung des Kabels.
Ein weiteres nicht unwesentliches Gefahrenpotenzial bergen die rotierenden Lüfterblätter. Ein Gitterkorb bietet Schutz vor Verletzungen. Insbesondere, wenn sich Kinder oder Tiere im Haushalt befinden, ist eine solche Maßnahme sinnvoll. Hierbei gilt es zu bedenken, dass Kinderhände oder Pfoten für gewöhnlich schmaler sind als die Hände eines Erwachsenen. Daher sollte der Abstand der Gitter einen Zentimeter auf keinen Fall überschreiten. Turmventilatoren sind in dieser Hinsicht sicherer, da der Rotor von außen nicht zugänglich ist.

Wartung

Die meisten Ventilatoren sind mangels Kontakt zu Flüssigkeiten recht robust und müssen nicht aufwendig gepflegt werden. Allerdings ist es sinnvoll, die Rotorblätter regelmäßig zu entstauben. Vor dem Säubern empfiehlt es sich in jedem Fall, den Strom abzustellen – sonst drohen im schlimmsten Fall Verletzungen. Bei einigen Modellen sind die Rotorblätter sogar abnehmbar und lassen sich bequem separat reinigen. In der Regel reicht es völlig aus, das Gerät mit einem trockenen Tuch zu bearbeiten, damit keine Feuchtigkeit an die Elektronik gelangt. Ausnahmen bilden Raucherhaushalte oder Aufstellorte, an denen beispielsweise fettige Dämpfe an die Rotorblätter gelangen. Wie auch immer die Reinigung abläuft: Bevor der Nutzer das Gerät wieder in Betrieb nimmt, sollte er die gesäuberten Teile gründlich trocknen lassen, sie sorgfältig zusammenbauen und den Ventilator erst dann wieder an den Stromkreis anschließen.

Testberichte


ETM Testmagazin

Ausgabe 06/2014

7 Standventilatoren im Vergleichstest

Sobald der Sommer eingetroffen ist, sehnen sich immer mehr Menschen nach Abkühlung. Ventilatoren garantieren all jenen einen kühle Brise, die gerade keinen Strand, kein Meer oder keine schattigen Plätzchen zur Verfügung haben, sondern sich in Gebäuden aufhalten müssen. Die Redakteure des Verbrauchermagazins ETM Testmagazin haben sechs Turmventilatoren unter die Lupe genommen. Als Testsieger überzeugt der Dyson Cool AM07, der nicht nur über eine hohe Sicherheit verfügt, sondern auch die größte Windreichweite bietet. Auf Platz zwei liegt der AEG TVL 5537, der ebenfalls mit hoher Windstärke und -reichweite punktet. Den dritten Platz im Test sichert sich der Fakir TVL 30 mit seinem niedrigen Stromverbrauch.


Bestenliste: Ventilatoren

Alle Produkte sortiert nach der aktuellen Testsieger.de-Note in der Kategorie Ventilatoren. Die Note setzt sich zusammen aus den Testberichten angesehener Fachmedien und einer großen Anzahl von Kundenbewertungen.