Test: Grundig HD 8080 NaturaShine Ionic Haartrockner

Wie bereits von Testsieger berichtet, stellte Anfang Februar der Hersteller Grundig seinen neuesten Haartrockner dem Markt vor: der HD 8080 NaturaShine Ionic. Ein eingebauter On/Off-Sensor und speziell verwendete Beschichtungen sind nur zwei Ausstattungsmerkmale, mit denen der Hersteller wirbt. Wie der Haartrockner im Praxistest föhnt und ob die Features halten, was sie versprechen, klären wir in diesem Testbericht.

Design und Verarbeitungsqualität

Der Grundig Haartrockner HD 8080 NaturaShine Ionic wurde uns für den Test in der Farbe Schwarz/Roségold zugeschickt (der Föhn war in einem 100 % recycelbaren Karton verpackt, sehr schön!). Das macht was her, denn durch die roségoldenen Akzente wirkt der Föhn edel und modern. Auch die Form des HD8080 gefällt: Der obere Korpus und der Griff werden durch einen ebenfalls roségoldenen Verbund miteinander verknüpft, wobei zwischen dem oberen und unteren Teil ein kleiner Spalt gelassen worden ist. Dieser Spalt wirkt leicht und handlich. Der Haartrockner ist gut verarbeitet, wir finden keine zu großen Spaltmaße, kantige Ecken oder wackelnden Teile. Der Föhn besteht aus weichem Kunststoff, was sich angenehm und komfortabel anfühlt.

Der HD 8080 misst circa 30 Zentimeter in der Höhe und knapp 23 Zentimeter in der Länge (ohne Aufsätze) sowie um die 10 Zentimeter in der Tiefe. Der Föhn ist zwar kein expliziter Reiseföhn, kann aber durch die Maße durchaus mit in den Urlaub genommen werden.

Bedienung und Ausstattung

Der HD 8080 kommt mit 2-Styling-Aufsätzen sowie einem Volumen-Aufsatz.

Nach dem Auspacken ist der Föhn auch schon startklar. Das Gerät wird lediglich an den Strom angeschlossen. Zusätzlich zum HD 8080 finden wir im Karton drei Aufsätze: Zwei Styling-Düsen in jeweils verschiedenen Größen und ein Volumen-Diffusor für welliges Haar. Das Kabel inklusive Kabelbinder misst drei Meter und deckt sich mit den Angaben des Herstellers. Zudem kann der Nutzer das Gerät durch eine Öse, die am unteren Teil des Griffs angebracht ist, aufhängen.

Die Düsen sind mit einer Cool-Touch-Beschichtung ausgestattet, die ein Überhitzen der beiden Aufsätze verhindern soll. Eine Keramikbeschichtung sorgt für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung während dem Föhnen. Zusätzlich ist die Keramik mit Macadamia- und Kokosöl ummantelt. Das dient laut Hersteller zum Schutz des Haares. Die Öle werden während dem Föhnen durch die Wärme freigesetzt und auf die Haare verteilt. Wie lange die Öle auf der Beschichtung halten, könnte allerdings nur ein Langzeittest zeigen (Die Physik diktiert, dass die zum Abtragen verfügbare Menge Öl endlich sein muss). Weiter ist der HD 8080 mit der Ionic-Technologie ausgestattet, die ein statisches Aufladen der Haare verhindert, Vitalität und Glanz der Haare enthält sowie den Trocknungsvorgang beschleunigen soll.

Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist mit Sicherheit der Smart On/Off-Sensor, der sich am hinteren Teil des Griffs befindet. Hierbei wird der Föhn automatisch nur durch Berührung des Griffs an- und bei Loslassen des Griffs ausgeschaltet. Die Einstellung wird bei Bedarf aktiviert oder deaktiviert. Am vorderen Teil des Griffs befindet sich ein Regler für ausschließlich kalte Luft (nach links) und die Einstellung des Turbo-Modus (nach rechts), für schnelleres Haaretrocknen durch einen extra starken Luftstrom.

Der Normal-Modus besteht, wenn der Regler mittig eingestellt wird. Weiter unten am Handgriff sind zwei weitere Regler angebracht: einer für die Hitze des Luftstroms (geringe, mittlere und hohe Temperatur) und einer für die Stufen des Luftstroms (Aus, leichter Luftstrom, kräftiger Luftstrom). Eine Anzeige für die Ionic-Funktion ist nicht vorhanden und wird nicht ein- oder ausgeschaltet.

Betrieb

Der On/Off-Sensor befindet sich auf der Rückseite des Griffs.

In unserem Praxistest föhnen wir langes, handtuchtrockenes Haar im normalen Modus in zwei Minuten und 30 Sekunden trocken. Im Power-Modus trocknet die gleiche Haarlänge in rund zwei Minuten. Das ist ein recht guter Wert, zumal die Leistung des HD 8080 2300 Watt beträgt. Wird der On/Off-Sensor aktiviert, kann es passieren, dass der Föhn ungewollt ausgeht. Gerade dann, wenn sich die Hand während des Haltens vom Griff zu weit vom Sensor wegbewegt. Jedoch passiert das intuitiv, sonst wird das Halten des Geräts unbequem. Kurzum, die Funktion ist nicht zwingend notwendig, um sehr viel komfortabler die Haare zu trocknen. Der Vorteil liegt eher darin, dass während dem Haarstyling und zum Beispiel gleichzeitig mit einer Rundbürste gearbeitet wird, der Föhn nicht immer an und ausgeschaltet werden muss, wenn er abgelegt wird. Ein weiterer positiver Aspekt: Rutscht der Föhn mal aus der Hand, stellt er in dem Sinne keine Gefahrenquelle dar als dass die Haare nicht ungewollt eingesaugt werden. Nach dem Föhnen sind die Haare dank der Ionic-Technologie nicht statisch aufgeladen. Zudem konnten wir feststellen, dass die Haare schön geschmeidig sind und einen leichten Glanz bekommen haben.

Im Hitzetest hatten wir nicht das Gefühl, dass die ausgeblasene Luft zu heiß wird oder gar Verbrennungen verursacht, auch auf heißester Hitzestufe. Jedoch sollten Nutzer trotzdem nicht zu lange auf eine Stelle föhnen, es wird dann einfach unangenehm auf der Haut. Uns hat beim Föhnen gefallen, dass, wie schon einen Abschnitt weiter oben erwähnt, die beiden Styling-Aufsätze nicht überhitzen. Im Test waren diese nur leicht erwärmt. An sich erhitzt sich das gesamte Gerät nicht zu sehr.

Grundig HD 8080 NaturaShine Ionic   
Anzahl Gebläsestufen2 + Turbo-Modus
Anzahl Temperaturstufen3
Leistung2.300 Watt
Ionen-Technologieja

Geräusch- und Geruchsentwicklung

In puncto Geräuschentwicklung kommt der Grundig HD 8080 in Betrieb und unter einem typischen Föhnabstand im einfachen Modus in unserem Test auf einen Dezibelwert von circa 70-72 auf erster Stufe und circa 75-77 auf Stufe 2. Ist der Turbomodus eingestellt, so erhört sich der Wert leicht bei Stufe 1 auf ungefähr 72-74 dB und bei Stufe 2 auf ungefähr 77-79 dB. Unsere Schmerzgrenze liegt bei 80 dB. Diese ist zwar unterschritten, dennoch empfinden wir den Föhn im Turbo-Modus als laut.

Da aber diese Funktion unserer Meinung nach nicht für den alltäglichen Gebrauch gedacht ist, geben wir uns damit zufrieden. Die Turbo-Funktion soll ja den Effekt mit sich bringen, die Haare schneller zu trocknen, und das geht nun mal nur mit einem stärkeren Luftstrom. Beim erstmaligen Gebrauch entsteht im Praxistest kein unangenehmer Geruch. Der Föhn riecht lediglich „neu“, hierfür ziehen wir aber keinen Punkt ab.

Fazit

Der Grundig HD 8080 NaturaShine Ionic Haatrockner ist für diejenigen Nutzer bestens geeignet, die einen stylishen und gleichzeitig leistungsstarken Föhn besitzen wollen. Auch in der Ausstattung lässt sich der HD 8080 nicht lumpen: Von Turbo-Modus bis hin zu speziellen Beschichtungen, die zum einen das Haar schützen und auch eine Überhitzung der Styling-Aufsätze vermeiden, erhält der Anwender ein Gerät, das bestens auf die Bedürfnisse rund ums Haareföhnen eingeht. Zudem sind die Haare in kürzester Zeit wieder trockengeföhnt. Der On/Off-Sensor ist in einigen Situationen praktisch, etwa beim ausführlichen Styling. Wer die Funktion nicht benötigt, kann sie nach Belieben aktivieren und deaktivieren.

Wertung

: Test: Grundig HD 8080 NaturaShine Ionic Haartrockner

  1. Betrieb
    1,5
    • Handhabung
      1,5
      • Verarbeitungsqualität
        1,3
        • Geräusch/Geruch
          2,0
          • Funktionen/Ausstattung
            1,3

            Pros

            • Sehr gute Verarbeitungsqualität
            • Styling-Aufsätze werden nicht heiß
            • Ionen-Technologie
            • Edles Design
            • Einfache Handhabung
            • Haare werden schnell trocken
            • On/Off- Sensor praktisch beim Frisieren der Haare

            Cons

            • Unzureichende Anleitung der Funktionen (im Lieferumfang sowie auf der Herstellerwebsite)