LED-Masken sind derzeit ein echter Beauty-Trend und versprechen eine strahlendere, ebenmäßigere Haut sowie gezielte Pflege für bestimmte Gesichtspartien. Die Shark CryoGlow LED-Maske bietet verschiedene LED-Lichteinstellungen und eine optionale Kühlfunktion für die Augen. Ob sich der Trend zu LED-Masken tatsächlich lohnt und wie die Maske sich im Alltag schlägt, prüfen wir im ausführlichen Praxistest.

Inhalt
Design, Material und Verarbeitung
Die Shark CryoGlow besteht aus Hardshell-Material, das die Gesichtsform klar nachzeichnet. Die Maske wirkt solide verarbeitet, alle Kanten sind sauber, die Polster stabil und glatt. Insgesamt macht sie einen sehr robusten Eindruck und ist stabil. Durch die Hardshell-Wahl ist die CryoGlow allerdings auch weniger flexibel im Vergleich zu Softmasken.
Die Abmessungen liegen mit 22 Zentimetern in der Höhe, knapp 21 Zentimetern in der Breite und 15 Zentimetern in der Tiefe im normalen Hardshell-Bereich. Das Gewicht von knapp 477 Gramm ist auf dem Gesicht spürbar, aber nicht unangenehm schwer. Für freie Sicht auf die Umgebung, reduzierte Blendwirkung und ausreichend Luftzufuhr sorgen Aussparungen mit fest definierten Maßen: Die Augenlöcher sind 6,5 × 3,5 Zentimeter groß, das Mundloch misst 6,1 × 2,1 Zentimeter und das Nasenloch 2,6 × 0,8 Zentimeter.
Damit bleibt die Sicht für uns problemlos möglich, für sehr schmale/breite Gesichter kann die Passform dennoch nicht optimal sein. Das Atmen ist während der Anwendung jederzeit möglich, kann sich durch die feste Bauform jedoch leicht eingeschränkt oder ungewohnt anfühlen, ohne dabei unangenehm zu werden.

Ausstattung und Lichttechnik
Die Shark CryoGlow arbeitet mit Rot- und Infrarotlicht im Spektrum von 630 bis 830 Nanometer sowie mit Blaulicht bei 415 Nanometer. Die LEDs bestrahlen die Haut direkt, allerdings ohne physischen Hautkontakt. Rot- und Nahinfrarotlicht wird typischerweise mit tieferer Gewebewirkung in Verbindung gebracht und soll vor allem die Regeneration unterstützen, die Haut beruhigen und Prozesse rund um Elastizität und ein glatteres Hautbild fördern, während Blaulicht eher oberflächennah wirkt und vor allem bei Unreinheiten eingesetzt wird, da es Akne-assoziierte Keime reduzieren und entzündliche Pickel schneller abklingen lassen soll.
Die Maske enthält insgesamt 178 LEDs, davon 63 im Kieferbereich, 10 im Nasen- und Oberlippenbereich, 30 an den Wangen (je 15 pro Seite) und 75 auf der Stirn. Die Shark CryoGlow bietet dabei mehrere voreingestellte Routinen: Neben einer reinen Augen-Erfrischungsroutine (5, 10 oder 15 Minuten) ohne LEDs, bei der die InstaChill-Kühlpunkte die Partie unter den Augen in 3 Kühlstufen beruhigen und abschwellen sollen, lässt sich die Kühlung auch während jeder LED-Behandlung zuschalten.

Für das Hautbild gibt es eine Rot-/Infrarot-Routine (6 Minuten) zur Reduktion von Rötungen und für einen glatteren Teint sowie eine Akne-Routine (8 Minuten) mit automatischer 3-Phasen-Abfolge aus Blau- und Infrarotlicht, die mit Rotlicht abschließt. Ergänzend existiert eine kurze Glow-/Erhaltungsroutine (4 Minuten) mit kombinierter Blau-/Rot-/Infrarot-Bestrahlung, die die Strahlkraft unterstützen und Ergebnisse aus den längeren Zyklen erhalten soll.
Insgesamt werden die Hauptflächen des Gesichts gut bestrahlt, lediglich die Augenpartie sowie die direkt unter den Augen liegenden Metall-Kühlpads sind von der LED-Behandlung ausgenommen.

Anwendung und Bedienung
| Shark CryoGlow | |
|---|---|
| Bauweise | Hardshell |
| Abmessungen | 22 cm hoch, knapp 21 cm breit, 15 cm tief |
| Gewicht | ca. 477 g |
| Lichtfarben | Rot und Infrarot 630 bis 830 Nanometer, Blau 415 Nanometer |
| UVP | 379,99 Euro |
Für die Anpassung stehen zwei verstellbare Headstraps zur Verfügung: Der horizontale Strap von Ohr zu Ohr lässt sich zwischen 23,3 und 39 Zentimetern einstellen, das vertikale Band von der Stirn bis zum Hinterkopf zwischen 18 und 33,5 Zentimetern. Die Kabellänge beträgt 97,5 Zentimeter und bietet ausreichend Bewegungsfreiheit während der Anwendung.
Die Polsterung erfolgt dreifach: ein Stirnpolster aus Silikon, ein Silikonpolster über den Augen sowie Metall-Kühlpads unter den Augen. Diese Polster bilden die einzigen Hautkontaktstellen. Sie liegen angenehm auf und sind weich.
Die Bedienung erfolgt über eine am Kabel befestigte Fernbedienung, die handlich ist, nicht stört und sich problemlos an der Kleidung fixieren lässt. Die Menüführung ist übersichtlich aufgebaut, Programme lassen sich intuitiv auswählen und der Fortschritt der Anwendungen ist jederzeit klar ablesbar. Dadurch bleibt die Steuerung auch während der Nutzung komfortabel und selbsterklärend.

Der integrierte Akku zeigt sich im Praxistest ausdauernd. Bei täglicher Nutzung der Rotlichtbehandlung reicht eine Akkuladung in der Regel für mehrere Anwendungen aus, sodass ein Aufladen etwa einmal pro Woche notwendig ist. Die Maske selbst ist über ein Kabel mit der Fernbedienung verbunden, in der sich auch der Akku befindet. Geladen wird somit die Fernbedienung, die die Maske während der Anwendung mit Energie versorgt. Während des gesamten Testzeitraums zeigt sich kein spürbarer Leistungsabfall, die Lichtintensität bleibt konstant. Die Erstaufladung dauert rund 3 Stunden. Im Alltag erweist sich dieses Konzept als praktisch, da die Maske flexibel genutzt werden kann, ohne dass häufige Ladezyklen erforderlich sind.
Die Reinigung der Maske gelingt schnell und unkompliziert. Trotz regelmäßiger und gründlicher Reinigung treten im Test im Bereich des Stirnpolsters vereinzelt kleine Pickel auf, insbesondere bei empfindlicher Haut. Grund dafür können eingeschlossene Wärme und Feuchtigkeit durch den festen Hautkontakt sein, aber auch Reibung ist als Ursache möglich.
Wirkung auf die Haut
Testhinweis: Während des Tests verwenden wir ausschließlich die Rotlichtfunktion und die Kühlfunktion. Die Wirkung auf die Haut ist im Kontext der bestehenden Hautpflegeroutine zu betrachten. Die Testphase umfasste 37 Anwendungen über 40 Tage, wobei 3 Tage ausgelassen wurden. Währenddessen wurde die bestehende Hautpflege beibehalten: tägliche Sonnencreme am Morgen, abends einmal wöchentlich Retinal, zweimal pro Woche BHA und viermal pro Woche African Black Soap.
Nach der Testphase zeigt sich, dass die Haut deutlich weicher und ebenmäßiger ist. Pickelmale verblassen schneller, die Haut wirkt feiner und die Textur verbessert sich spürbar. Der Effekt entwickelt sich über die Testdauer und ist nicht unmittelbar nach jeder Behandlung spürbar.
Nach der Anwendung bleiben bei uns auf der Stirn, um die Augen und unter den Augen rote Abdrücke sichtbar. Diese sind jedoch nicht dramatisch und verschwinden schnell wieder. Die optionale Kühlfunktion erfrischt die Augenpartie merklich und kann leichte Schwellungen mindern. Die Kühlfunktion wird während der Nutzung vom eingebauten Ventilator unterstützt, der auf Stufen 1 bis 3 durchschnittlich 47,8 Dezibel erreicht und maximal 53,5 Dezibel misst. Damit ist er gut hörbar, stört uns im Test allerdings nicht.

Zielgruppe
Die Maske richtet sich an Anwenderinnen und Anwender, die ihre Hautpflege mit LED-Rotlicht und Infrarotlicht ergänzen möchten, eine ebenmäßigere, weichere Haut anstreben und optional die Augenpartie kühlen möchten. Wer die Vorteile der LED-Strahlung unter den Augen vollständig nutzen möchte, sollte wissen, dass die Kühlpads diesen Bereich dauerhaft blockieren. Selbst wenn die Kühlfunktion deaktiviert wird, bleibt der Kontaktbereich der Pads für das Licht unzugänglich. Wer also gezielt die volle LED-Wirkung über das gesamte Gesicht, einschließlich der unteren Augenpartie, erzielen möchte, ist mit dieser Maske nur bedingt bedient und sollte gegebenenfalls auf ein anderes Modell zurückgreifen. Wer hingegen eine Maske sucht, die LED-Licht mit Kühlung kombiniert, ist mit diesem Modell gut aufgehoben, insbesondere, wenn man sich gerne gezielt unter den Augen kühlen lassen möchte.
Fazit
Die Shark CryoGlow LED-Maske stellt eine durchdachte Kombination aus Rotlicht- und Infrarot-Kühlfunktion dar, die sich gezielt für die Heimanwendung eignet. Sie überzeugt durch Qualität, Stabilität und ein ansprechendes Design, das Komfort und Funktionalität miteinander verbindet. Besonders hervorzuheben ist die spürbare Verbesserung der Hautstruktur nach kontinuierlicher Nutzung, die Anwendung der Kühlfunktion unter den Augen bietet einen zusätzlichen Wellness-Effekt, und die LED-Technologie erreicht die Haut großflächig, wenn auch mit kleineren Einschränkungen im Bereich der Kühlpads.
Die Maske richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die sowohl von LED-Lichttherapie als auch von der gezielten Kühlung profitieren möchten. Dabei sollten die individuellen Hautpflegeroutinen berücksichtigt werden, da die sichtbaren Effekte im Zusammenspiel mit bestehenden Produkten entstehen. Einschränkungen wie leichte Abdrücke nach der Anwendung oder der Ventilatorgeräuschpegel sind überschaubar und beeinflussen die tägliche Nutzbarkeit kaum. Insgesamt ist die Shark CryoGlow eine sehr hochwertige LED-Maske.
Testergebnisse im Detail
Design und Verarbeitung (19 / 20)
| Materialqualität | 7 / 7 | |
| Verarbeitung und Robustheit | 6 / 6 | |
| Anpassung an Gesichtstypen | 6 / 7 |
Ausstattung, Bedienung, Programme (24 / 25)
| Bedienbarkeit | 5 / 5 | |
| Wellenlängen | 5 / 5 | |
| LED-Abdeckung & Wirkung | 4 / 5 | |
| Sicherheitszertifikate | 5 / 5 | |
| Extra-Funktionen | 5 / 5 |
Wirkung auf der Haut (33 / 35)
| Weichheit & Geschmeidigkeit | 10 / 10 | |
| Ebenmäßigkeit / Porenbild | 8 / 10 | |
| Reduktion von Pickeln / Pickelmale | 8 / 8 | |
| Langzeiteffekt | 7 / 7 |
Alltagstauglichkeit & Hygiene (17 / 20)
| Anwendungskomfort | 8 / 10 | |
| Hygiene | 4 / 5 | |
| Kabellänge | 5 / 5 |

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