Mit einem AMD Ryzen 7 8745HS Prozessor, 16 Gigabyte RAM und einer 1 Terabyte SSD ist der A8 von GEEKOM auf dem Papier hervorragend ausgestattet. Als Mini-Workstation richtet sich der A8 mit einer UVP von 999 Euro an professionelle Anwender und anspruchsvolle Office-Nutzer, die viel Rechenleistung auf kleinstem Raum benötigen – etwa für Büro-Produktivität, Multimedia, Bild- und Videobearbeitung im moderaten Umfang bis hin zu leichtem Gaming. Wir verraten euch, ob der A8 die Erwartungen erfüllt und wo seine Stärken und Schwächen liegen.

Design und Verarbeitung
Inhalt
Alle Bauteile sind passgenau und sauber verbaut; es gibt praktisch keine unregelmäßigen Spaltmaße. Das Gewicht ist mit 0,5 Kilogramm leicht und problemlos portabel. Der Korpus ist sehr robust: Laut Hersteller hält das Gehäuse sogar Druck bis etwa 200 Kilogramm stand, ohne nachzugeben. Das können wir zwar nicht nachprüfen, im Alltagsgebrauch wackelt oder verbiegt sich hier jedenfalls nichts.
Anschlüsse und Ausstattung
In puncto Schnittstellen bietet der GEEKOM A8 trotz seiner Größe eine erfreulich breite Auswahl. Insgesamt 6 Ports stehen zur Verfügung. An der Vorderseite finden sich 2 USB-A-(3.2 Gen 2) Buchsen – eine davon unterstützt sogar Power Delivery, was etwa das Laden von Smartphones ermöglicht – sowie ein 3,5‑Millimeter-Kopfhöreranschluss. Lediglich USB-C fehlt aus unserer Sicht auf der Frontseite.

Auf der Rückseite gibt es 2 weitere USB-A-Ports (einmal USB 3.2 Gen 2 und einmal USB 2.0) und zwei USB-C-Buchsen. Eine dieser rückseitigen Typ-C-Schnittstellen entspricht dem modernen USB4 Gen 3 Standard und bietet bis zu 40 Gigabit pro Sekunde Datendurchsatz sowie DisplayPort-1.4-Funktionalität und Stromlieferung (Power Delivery). Damit erreicht keiner der Anschlüsse des A8 die Vielfalt eines vollwertigen Thunderbolt 4-Ports, ermöglicht aber dennoch den Anschluss leistungsstarker Peripherie und sogar externer GPU-Lösungen via USB4 – sehr gut.
Zusätzlich stattet GEEKOM den A8 mit 2 HDMI 2.0 Ausgängen auf der Rückseite aus, was in Kombination mit den USB-C/DP-Anschlüssen den parallelen Betrieb von bis zu 4 Displays ermöglicht. Ein 2,5‑Gigabit-Ethernet-Port (RJ45) sorgt für schnelle kabelgebundene Netzwerkverbindungen; drahtlos ist man mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 fast auf aktuellem Stand. Bluetooth 6 wäre möglich gewesen, angesichts einer UVP von unter 1.000 Euro aber vertretbar. Besonders erfreulich: An der Seite befindet sich ein vollwertiger SD-Kartenleser (UHS-II), sodass Fotografen und Videofilmer ihre Kameramedien ohne zusätzliche Adapter einlesen können.

Auf einen Smartcard-Slot verzichtet der A8, was jedoch üblich ist. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes 120-Watt-Netzteil, das im Lieferumfang enthalten ist. Damit sind auch unter Volllast genügend Reserven vorhanden.
Unterm Strich punktet der A8 mit einer starken Anschlussvielfalt – vom schnellen USB4-Port über mehrere Monitor-Ausgänge bis hin zum SD-Slot ist alles Wichtige an Bord. Lediglich ein USB-C-Port an der Front oder Thunderbolt hätte es noch weiter verbessert.
Hardware und Performance
Im Inneren des GEEKOM A8 arbeitet AMDs aktueller Mobil-Prozessor Ryzen 7 8745HS, ein leistungsstarker Acht-Kern-Chip für Notebooks. Er taktet je nach Last mit bis zu 4,9 Gigahertz und kann kurzfristig bis zu 60 Watt Leistungsaufnahme nutzen. Dem Prozessor stehen in unserer Testkonfiguration 16 Gigabyte DDR5-5600 RAM zur Seite. Der Arbeitsspeicher ist aufrüstbar und unterstützt bis zu 64 Gigabyte, was den A8 auch für zukunftssichere, speicherintensive Anwendungen rüstet.
| GEEKOM A8 | |
|---|---|
| UVP | 999 Euro |
| Prozessor | Ryzen 7 8745HS |
| Arbeitsspeicher installiert | 16 Gigabyte |
| Arbeitsspeicher maximal | 64 Gigabyte |
| Festplatte | 1 Terabyte SSD |
Grafisch setzt der A8 auf die integrierte AMD Radeon 780M GPU. Diese gehört zu den aktuell schnellsten internen GPUs. Für Alltag und Multimedia ist die Radeon 780M mehr als ausreichend – hochauflösende 4K-Videowiedergabe und 3D-Animationen in Präsentationen laufen flüssig. In unseren Tests meistert der A8 auch 4K-Videoschnitt in einfachen Projekten sowie paralleles Multitasking souverän, ohne ins Stocken zu geraten. Office-Anwendungen, Webbrowser mit vielen Tabs, Bildbearbeitung und sogar Softwareentwicklung profitieren von der starken CPU-Multi-Core-Leistung und laufen äußerst flink. Im PCMark 10 Benchmark erzielt der A8 rund 7.000 Punkte, was etwas unter dem IT 15 Mini-PC liegt.
Auch Gelegenheitsspieler kommen auf ihre Kosten: Die integrierte Radeon 780M ermöglicht flüssiges Gaming bei älteren oder weniger anspruchsvollen Titeln in Full-HD-Auflösung bei hohen Einstellungen – hier ist das Leistungsniveau vergleichbar mit dedizierten Einsteiger-Grafikkarten. Auch grafikintensive Games wie Cyberpunk 2077 sind in Full-HD auf mittleren Einstellungen auch spielbar – sehr erfreulich. Für ambitioniertes Gaming in hohen Details ist die integrierte GPU nicht ausgelegt, was in dieser Gerätklasse aber auch nicht erwartet wird.
Zudem besteht dank des USB4 Anschlusses theoretisch die Möglichkeit, bei Bedarf eine externe Grafikkarte (eGPU) anzuschließen – ein interessantes Upgrade für Nutzerinnen und Nutzer, die gelegentlich mehr Grafikpower benötigen. Für die angepeilte Zielgruppe – Office, Multimedia und leichte kreative Aufgaben – erweist sich die Radeon 780M jedoch als sehr leistungsfähig und praxistauglich.
Ein Hinweis zur Dauerleistung: Bei längerer Volllast kann der Ryzen 7 8745HS nicht unbegrenzt mit maximalem Boosttakt arbeiten. In unseren Stresstests zeigt sich ein leichter Performance-Abfall nach einigen Minuten Dauerlast, da das Kühlsystem an seine Grenzen kommt und die CPU ihre Taktraten etwas reduzieren muss.
Lautstärke und Temperaturen
Bereits im Leerlauf ist ein permanentes leises Rauschen wahrnehmbar – der Lüfter steht nie komplett still. Unter mittlerer bis hoher Last dreht das Kühlsystem dann deutlich auf: Wir messen bis zu 45 Dezibel aus einem Meter Entfernung bei Volllast. Das ist in einem stillen Raum eindeutig hörbar und auf Dauer störend. Damit fällt der A8 in Sachen Lautstärke eher negativ auf. Positiv ist anzumerken, dass keine hochfrequenten Töne oder Spulenfiepen auftreten; das Geräusch charakterisiert sich als gleichmäßiges Rauschen des Luftstroms.

Wo viel Leistung auf kleinem Raum konzentriert ist, treten naturgemäß auch stärkere Abwärme und Lüftergeräusche auf. Beim GEEKOM A8 ist die Kühlung zwar effizient dimensioniert (2 Kupfer-Heatpipes), dennoch zeigt unser Test ein gemischtes Bild. Wir erreichen unter voller Last schnell hohe CPU-Temperaturen. Wir kommen zwar nicht in kritische Bereiche, angesichts des performanten AMD-Prozessors in einem solch kleinen Gehäuse aber nicht verwunderlich.
Energieverbrauch und Effizienz
Im Leerlauf begnügt sich das System mit nur rund 10 Watt Gesamtaufnahme – ein guter Wert, der den A8 zu einem sparsamen Dauerläufer macht. Damit eignet sich der Mini-PC auch für den 24/7-Betrieb (etwa als Home-Server) ohne spürbare Auswirkungen auf die Stromrechnung.
Unter durchschnittlicher Teillast (gemischte Office-/Multimedia-Tätigkeit) steigt der Verbrauch moderat an. Unsere Messungen ergeben etwa bis 65 Watt bei wechselnden Lasten.
Erst bei Volllast-Szenarien schöpft der A8 das ihm zur Verfügung stehende Power-Budget aus. In unserem Stresstest mit simultaner CPU- und GPU-Belastung messen wir einen Spitzenverbrauch von rund 95 bis 97 Watt und dann drosselt die Leistung auch etwas. Das ist knapp unter der Nennleistung des mitgelieferten Netzteils (120 Watt), welches somit ausreichend Reserve bietet und auch dauerhaft stabile Spannungen liefern kann.
Aufrüstbarkeit und Varianten

Arbeitsspeicher und SSD lassen sich mit wenigen Handgriffen erweitern oder tauschen. Nach dem Lösen der 4 Gehäuseschrauben (unter den Gummifüßen versteckt) kann die Bodenplatte abgenommen werden. Darunter liegen die 2 RAM-Slots, in denen bis zu 64 Gigabyte RAM installiert werden können – ideal für speicherhungrige Anwendungen. Auch die SSD ist zugänglich: Der A8 verfügt über einen M.2 Platz und unterstützt NVMe-Module mit Kapazitäten bis 2 Terabyte. Unsere Testkonfiguration mit 1 Terabyte ließe sich also zum Beispiel durch eine 2-Terabyte-SSD ersetzen. Allerdings bietet das kompakte Gehäuse nur diesen einen M.2-Slot – eine zusätzliche zweite SSD oder eine 2,5-Zoll-HDD kann nicht intern verbaut werden. Im Gegensatz zum größeren IT15 (mit zwei M.2-Steckplätzen) ist die Speichererweiterung beim A8 somit etwas limitiert. Für die meisten Anwendungsfälle dürften bis zu 2 Terabyte jedoch ausreichen, und notfalls kann man natürlich auf externe USB- oder NAS-Lösungen ausweichen, falls mehr Speicherplatz benötigt wird.
Fazit
Der GEEKOM A8 überzeugt im Test als leistungsfähiger Mini-PC für Office- oder Multimediaanwendungen, der trotz seines kompakten Formats erstaunlich viel Performance bietet. Dafür ist die unverbindliche Preisempfehlung mit knapp 1.000 Euro aber auch relativ hoch.
Der AMD Ryzen 7 8745HS liefert zusammen mit schnellem DDR5-RAM und einer flotten SSD ein sehr flüssiges Arbeitserlebnis im Office-Alltag, bei Multimedia-Anwendungen und auch bei kreativen Aufgaben wie Foto- und einfachem Videoschnitt. Besonders positiv fällt dabei auf, dass der A8 trotz etwas schwächerer Ausstattung als der IT15 kaum spürbare Abstriche im Alltag macht.
Die Gaming-Performance ist für ein so kleines Gerät beachtlich. Viele Titel laufen in Full HD mit mittleren bis hohen Details flüssig, selbst anspruchsvollere Spiele sind spielbar – das ist in dieser Geräteklasse alles andere als selbstverständlich. Dazu kommen eine sehr gute Anschlussvielfalt inklusive USB4, Multi-Monitor-Support und SD-Kartenleser sowie ein niedriger Stromverbrauch im Leerlauf, der den A8 auch für den Dauerbetrieb interessant macht.
Abzüge gibt es vor allem bei der Lautstärke im Alltag und unter Last und der begrenzten internen Erweiterbarkeit durch nur einen M.2-Slot. Auch die CPU drosselt bei längerer Volllast leicht, bleibt dabei aber stets im unkritischen Bereich.
Testergebnisse im Detail
Verarbeitungsqualität (10 / 10)
| Robustheit Material | 2,5 / 2,5 | |
| Spaltmaße | 2,5 / 2,5 | |
| Bauteile sauber miteinander verbunden | 2,5 / 2,5 | |
| Keine scharfen Kanten | 2,5 / 2,5 |
Anschlüsse & Erweiterbarkeit (19 / 20)
| Anschlussvielfalt | 10 / 10 | |
| Positionierung & Zugänglichkeit der Ports | 3 / 3 | |
| Möglichkeit der Aufrüstung | 2 / 3 | |
| Netzwerkoptionen (LAN-Speed, WLAN-Standard, BT) | 4 / 4 |
Hardware und Performance (44 / 55)
| Office-Alltag (Chrome, Office, Multitasking) | 14 / 15 | |
| Anspruchsvolle Anwendungen (Foto/Video) | 10 / 15 | |
| Gaming-Performance (iGPU-Tests) | 6 / 8 | |
| Lese- und Schreibgeschwindigkeit | 9 / 9 | |
| Thermische Stabilität / kein Throttling | 5 / 8 |
Energieeffizienz & Lautstärke (10 / 15)
| Lautstärke leichte Anwendungen | 2,5 / 5 | |
| Lautstärke unter Last | 2,5 / 5 | |
| Stromverbauch | 5 / 5 |

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