COSORI DualBlaze TwinFry CAF-TF101S Heißluftfritteuse im Test: Mehr als nur eine Fritteuse?

Die COSORI DualBlaze TwinFry setzt nicht auf das klassische „ein Korb, ein Durchlauf“-Prinzip, sondern auf ein deutlich flexibleres Konzept: Der 10 Liter große Garraum lässt sich entweder als ein großer Garkorb nutzen oder mithilfe eines Separators in 2 getrennte 5-Liter-Zonen aufteilen. Wir klären im Test, wie gut das Konzept in der Praxis funktioniert und wie die Ergebnisse ausfallen.

COSORI DualBlaze TwinFry (Foto: Testsieger.de)
COSORI DualBlaze TwinFry (Foto: Testsieger.de)

Design & Verarbeitung

Die COSORI DualBlaze TwinFry CAF-TF101S wirkt insgesamt sehr hochwertig und stabil. Das Gerät steht satt, klappert nicht und zeigt auch bei Berührung keine wackeligen Bereiche. Bei der Detailverarbeitung fällt auf, dass die Oberflächen überwiegend sauber gearbeitet sind. Es zeigen sich nur minimale Unregelmäßigkeiten, ohne dass scharfe Kanten oder wirklich unsaubere Stellen stören. Der Übergang zwischen Garkorb und Gehäuse ist sauber

Mit 51,8 × 33,8 × 31,3 Zentimetern (Breite × Höhe × Tiefe) nimmt die Heißluftfritteuse spürbar Raum auf der Arbeitsfläche ein. Das wirkt in kleineren Küchen schnell dominant, bleibt aber mit ausreichender Stellfläche gut handhabbar. Mit circa 9 Kilogramm Gewicht eignet sich das Gerät weniger dafür, ständig den Standort zu wechseln.

COSORI DualBlaze TwinFry: Seitenansicht des großen Gehäuses auf der Arbeitsfläche
Die TwinFry wirkt hochwertig und steht satt, braucht mit ihren großen Abmessungen aber spürbar Platz und dominiert kleine Küchen schnell. (Foto: Testsieger.de).

Optisch hinterlässt die COSORI einen stylischen Eindruck. Das Design wirkt modern und aufgeräumt, wodurch das Gerät trotz seiner Ausmaße nicht beliebig wirkt, sondern bewusst wie ein größerer Küchenhelfer, der dauerhaft stehen darf.

Bedienung und Ausstattung

Bei den Programmen setzt die COSORI DualBlaze TwinFry CAF-TF101S auf eine solide Grundauswahl. Nutzerinnen und Nutzern stehen 6 Garprogramme zur Verfügung: AirFry, Backen, Braten, Grillen, Aufwärmen und Dörren. Sehr stark fällt dafür der Temperaturbereich aus. Die Maximaltemperatur liegt bei 240 Grad Celsius. In der Praxis wirkt dieser hohe Bereich vielseitig nutzbar, und die Temperatur lässt sich stabil einsetzen. Damit öffnet das Gerät Spielraum für krossere Ergebnisse und für Aufgaben, bei denen höhere Hitze spürbar hilft.

Das Bedienkonzept setzt konsequent auf Touch-Tasten und bleibt bewusst minimalistisch. Das Bedienfeld wirkt sehr übersichtlich, und die Tasten reagieren im Test sofort und präzise. Auch ohne längeres Einlesen gelingt die Grundeinstellung schnell. Ein Haken zeigt sich bei den Programmbezeichnungen: Das Gerät nutzt englische Begriffe, und das kann anfangs verwirren, etwa bei Bake, Roast, Airfry oder Grandzone. Positiv ist, dass die Anleitung als sehr klar, gut aufgebaut und mit hilfreichen Bildern beschrieben wird. Zusätzlich liegen Aufkleber bei, mit denen sich Begriffe in eine gewünschte Sprache übertragen lassen, indem sie unter die Originalbeschriftung geklebt werden.

COSORI DualBlaze TwinFry: Touch Bedienfeld mit Programmen sowie Sync und Match
Klar, aufgeräumt und im Test sofort präzise: Das Touch Bedienfeld macht die Grundeinstellung leicht und die Sync und Match Funktionen helfen beim parallelen Garen. (Foto: Testsieger.de).

Über die kostenlose VeSync-App für Android und iOS können wir das Gerät auch über unser Smartphone steuern. Zudem stehen hier einige Rezepte bereit. Die Steuerung über die App entspricht weitgehend der Bedienlogik am Gerät. Eine Einschränkung bleibt: Den Garvorgang müssen wir aus rechtlichen Gründen am Gerät selbst starten. Trotzdem bietet die VeSync-App aus unserer Sicht einen echten Mehrwert.

Cosori DualBlaze TwinFry
UVP269,99 Euro
Leistung in Watt2800
Anzahl Garkammern2
Volumen10 Liter
Temperaturbereich35°C bis 240°C
BesonderheitÜber App steuerbar
Ein zentrales Merkmal ist die flexible Korbnutzung: Es lässt sich ein großer Garkorb verwenden oder eine Aufteilung in 2 Zonen, die sich getrennt einstellen lassen. Über Zone 1 und Zone 2 steuern wir beide Bereiche individuell. Praktisch wirken zwei Funktionen für paralleles Garen: Match sorgt dafür, dass beide Zonen gleichzeitig starten, während Sync die Garzeiten so koordiniert, dass beide Zonen gleichzeitig fertig werden, auch wenn eine Seite länger benötigt.

Zusätzlich bietet das Gerät eine Besonderheit bei der Hitzeverteilung: Wir können wählen, ob die Hitze von oben, von unten oder von beiden Richtungen kommt, und ein Symbol zeigt die aktive Einstellung an.

Praxisergebnisse

Für den Pommes-Test nutzen wir das Programm AirFry. Die Startzeit liegt bei 20 Minuten, danach folgt 1 Verlängerung um 3 Minuten, sodass die Gesamtgarzeit 23 Minuten beträgt. Außen erreichen die Pommes eine überwiegend schöne Knusprigkeit, insgesamt auf gutem Niveau. Innen passen Gargrad und Textur sehr gut: Das Ergebnis wirkt weich und gut gegart, ohne rohen Geschmack und ohne trocken zu werden. Bei der Bräunung zeigt sich allerdings eine leichte Unregelmäßigkeit. Ein Nachteil: Viele Tiefkühlpommes rutschen durch Öffnungen im Gitter.

Durch den großen Korb gestaltet sich das klassische Schütteln während der Zubereitung schwieriger. Wenn der Korb geteilt ist und beide Zonen genutzt werden, ist das Schütteln je nach Belegung fast ausgeschlossen. Eine Schüttel-Erinnerung fehlt ebenfalls.

COSORI DualBlaze TwinFry: Geteilter Korb mit zwei getrennten Garzonen
Das Zwei Zonen Konzept ist flexibel und praktisch für paralleles Garen, beim Schütteln wird es mit geteiltem Korb aber schnell schwierig. (Foto: Testsieger.de).

Zusätzlich testen wir frische Pommes. Hier fällt das Ergebnis nur okay aus: Nach 30 Minuten Backen bleiben sie kaum knusprig und wirken eher weich. Die Bräunung gelingt relativ gleichmäßig, und innen garen die Pommes gleichmäßig und gut durch, doch der gewünschte krosse Effekt stellt sich nicht überzeugend ein. Auch hier spielt die eingeschränkte Schüttelmöglichkeit bei geteiltem Korb in die Praxis hinein.

Beim Nuggets-Test nutzen wir ebenfalls die AirFry-Funktion. Die Verpackung nennt 16 Minuten, im Test folgt 1 Verlängerung um 4 Minuten, sodass die Gesamtgarzeit 20 Minuten beträgt. Das Resultat überzeugt sehr deutlich: Außen wirken die Nuggets durchgehend attraktiv gebräunt, innen bleiben sie saftig, und die Gleichmäßigkeit der Ergebnisse fällt sehr hoch aus. Fast alle Stücke gelingen gleich gut gegart und gleichmäßig gebräunt. Unser Brottest, bei dem wir einen Großteil der Fläche mit Brotscheiben auslegen gelingt sehr gut. Sie sind gleichmäßig gebräunt, was für eine gute Hitzeverteilung spricht.

COSORI DualBlaze TwinFry: Ergebnis des Toasttests mit gleichmäßiger Bräunung
Der Brottest gelingt sehr gut, die gleichmäßige Bräunung spricht für eine überzeugende Hitzeverteilung im Garraum. (Foto: Testsieger.de).

Lautstärke, Sicherheit und Reinigung

Beim Thema Lautstärke hinterlässt die COSORI einen guten Eindruck. Wir messen direkt neben dem Gerät 55 Dezibel. Damit ist ein normales Gespräch noch problemlos möglich.

Bei der Wärmeentwicklung zeigt das Gehäuse an den Seiten eine fühlbare Erwärmung, bleibt aber problemlos berührbar. Der Griff bleibt angenehm kühl oder erwärmt sich kaum, was das Herausziehen des Korbs komfortabel und sicher wirken lässt. Zusätzlich sorgen Anti-Rutschfüße für einen sicheren Stand, was gerade bei einem großen, schweren Gerät ein relevanter Praxisvorteil ist.

Die Reinigung gelingt insgesamt mit wenig Aufwand, und die Spülmaschinentauglichkeit bringt echten Nutzen. Gleichzeitig wirkt die Bauform im Alltag sperrig: In einer kleinen Spülmaschine oder in einem kleinen Waschbecken wird das Reinigen und Unterbringen schnell umständlicher, weil die Teile viel Volumen mitbringen. Dadurch bleibt die Reinigungsleistung gut, aber der Platzbedarf beeinflusst die Alltagstauglichkeit spürbar.

Fazit

Im Test überzeugt die COSORI DualBlaz TwinFry mit sehr hochwertiger Verarbeitung, einer klaren Touch-Bedienung und einer starken Maximaltemperatur von 240 Grad Celsius. Auch die Steuerung per VeSync-App gehört zu den Stärken des Geräts. Die Ergebnisse hinterlassen insgesamt einen überzeugenden Eindruck. Einzig bei frischen Pommes ist noch etwas Luft nach oben. Zudem benötigt das Gerät sehr viel Platz auf der Arbeitsfläche. Insgesamt können wir trotzdem eine Kaufempfehlung aussprechen.

So testen wir Heißluftfritteusen

Testergebnisse im Detail

Design und Verarbeitung (9 / 10)

Robustheit Material

 
2,5 / 2,5
Abmessungen und Gewicht

 
1,5 / 2,5
Bauteile sauber miteinander verbunden

 
2,5 / 2,5
Keine scharfen Kanten

 
2,5 / 2,5

Ausstattung (9 / 10)

Anzahl Garprogramme

 
4 / 5
Maximale Temperatur

 
3 / 3
Zubehör

 
2 / 2

Bedienung und Handhabung (19,5 / 25)

Anleitung

 
5 / 5
Benutzerfreundlichkeit (Tasten + Display)

 
7 / 10
Befüllen und leeren

 
4 / 4
Beobachtung Garvorgang möglich

 
1,5 / 3
Aufbewahrung

 
2 / 3

Betrieb und Ergebnisse (43 / 50)

Garzeit

 
8 / 10
Qualität Ergebnisse Tiefkühlpommes

 
7 / 7,5
Qualität Ergebnisse Nuggets

 
5 / 5
Qualität Ergebnisse frische Pommes

 
5 / 7,5
Gleichmäßige Hitzeverteilung (Toasttest)

 
5 / 5
Stromverbrauch

 
3 / 5
Sicherheit

 
10 / 10

Lautstärke und Reinigung (4 / 5)

Lautstärke

 
2 / 2,5
Reinigung

 
2 / 2,5

Wertung

: COSORI DualBlaz TwinFry

COSORI DualBlaz TwinFry
  1. Design und Verarbeitung
    1,5
    • Ausstattung
      1,5
      • Bedienung und Handhabung
        2,1
        • Betrieb und Ergebnisse
          1,7
          • Lautstärke und Reinigung
            2,0

            Pros

            • Hochwertige Verarbeitung
            • Sehr starke Maximaltemperatur von 240 °C
            • Sync und Match praktisch
            • Sehr gute Garergebnisse
            • Steuerung per VeSync-App
            • Anti-Rutschfüße für sicheren Stand

            Cons

            • Sehr groß auf Arbeitsfläche
            • Frische Pommes nur okay
            • Schütteln deutlich erschwert
            • Pommes rutschen durchs Gitter

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