Wavytalk Volumen- und Lockenstyler Blowout Boost im Test: Große Locken, sperrige Handhabung
Der Wavytalk Blowout Boost soll bereits trockenem Haar Volumen und weite Locken verleihen. Die beheizte Rundbürste formt die Strähnen ohne Warmluft, übernimmt aber nicht das Trocknen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 64,99 Euro. Wie gut das Styling im Alltag gelingt und wie bequem sich das Gerät handhaben lässt, klärt unser Praxistest.
Wavytalk Thermobürste Rundbürste Blowout BoostIonen-Haartrockner für trockenes Haar mit 5 Temperaturstufen und LED-Anzeige
Wavytalk Blowout Boost
Design und Verarbeitung
Der Blowout Boost kombiniert ein Kunststoffgehäuse mit einem keramikbeschichteten Bürstenkörper von 38 Millimetern Durchmesser, den ein Kranz aus Borsten umgibt. Im Test überzeugt die Verarbeitung: Nichts knarzt, nichts wackelt, und die Übergänge zwischen Griff, Bürstenkörper und Borstenfeld sind sauber gearbeitet. Scharfe Kanten oder Grate finden wir nicht. Auch die Borsten sind sauber verarbeitet. Der Griff liegt im Test rutschfest in der Hand.
Unser Testgerät misst 28 Zentimeter in der Länge und mit Borstenkranz rund 5 Zentimeter im Durchmesser. Als Gewicht nennt Wavytalk 238 Gramm. Durch den breiten Bürstenkörper fällt der Styler wuchtiger aus als ein klassischer Lockenstab.
Ausstattung und Technik
Der Blowout Boost ist eine beheizte Rundbürste ohne Gebläse und ohne automatische Rotation. Er formt ausschließlich bereits trockenes Haar und ist daher kein Ersatz für einen Haartrockner. Zur Wahl stehen 5 Temperatureinstellungen: 150, 165, 180, 200 und 215 Grad Celsius.
Ein digitales Display zeigt die gewählte Temperatur an. Für die Wärme sorgen 2 PTC-Elemente, also selbstregelnde Heizwiderstände. Dazu kommt eine Ionen-Funktion, die statische Aufladung und Frizz verringern soll. Eine Kontrollleuchte zeigt an, ob die Ionen-Funktion aktiv ist.
Das Gerät arbeitet mit Universalspannung und lässt sich damit auch außerhalb Europas nutzen.
Bedienung und Handhabung
Zum Lieferumfang gehören 2 Haarklemmen, ein Reiseadapter und die Bedienungsanleitung. Die Anleitung erklärt Temperaturwahl, Sicherheitshinweise und Pflege verständlich. Die Bedienung ist unkompliziert: Wir erreichen die Tasten gut und können die gewählte Temperatur beim Arbeiten problemlos ablesen. Nach kurzer Eingewöhnung finden wir uns mit der Temperaturwahl zurecht. Das 2 Meter lange Kabel mit Drehgelenk gibt uns vor dem Spiegel genug Spielraum, um den Kopf frei zu drehen. Im Test verheddert es sich nicht.
Ein Standfuß fehlt, und eine hitzebeständige Ablage gehört nicht zum Lieferumfang. Zum Ablegen des heißen Geräts ist deshalb eine separate hitzebeständige Unterlage sinnvoll. Eine Abschaltautomatik schaltet das Gerät nach 60 Minuten aus.
An der Cool-Tip-Spitze können wir die Bürste beim Aufwickeln der Strähnen zusätzlich halten und führen. Beim Styling am Hinterkopf erschwert die sperrige Bauform dennoch die Handhabung. Der Griff selbst liegt gut in der Hand, doch der breite Borstenkranz macht das Arbeiten in diesem Bereich mühsam. Nach mehreren Strähnen hintereinander ermüdet unser Arm.
Styling-Ergebnis in der Praxis
Auf der höchsten Temperaturstufe messen wir eine Aufheizzeit von rund einer Minute. Währenddessen lassen sich bereits die Strähnen abteilen. Der Bürstenkörper gleitet ausgesprochen weich durch die Strähnen. Das Haar bleibt im Test an keiner Stelle hängen, und Ziepen erleben wir nicht. Auch nach mehreren Durchgängen fühlt sich das Haar weder trocken noch strapaziert an und behält seinen Glanz. Bei allen Anwendungen verwenden wir Hitzeschutz.
Die Wärme verteilt sich gleichmäßig über den Bürstenkörper. Die angegebene Höchsttemperatur von 215 Grad Celsius erreicht unser Testgerät allerdings nicht ganz. Das Styling-Ergebnis fällt dennoch gleichmäßig aus: Kaum eine Strähne müssen wir nacharbeiten. Bei großen, weiten Locken liefert der Styler klar definierte Ergebnisse mit spürbarem Volumen am Ansatz.
Mit dem 38 Millimeter breiten Bürstenkörper gelingen uns an langem Haar große Locken und weiche Wellen. Wechselbare Aufsätze für andere Bürstendurchmesser fehlen.
Haltbarkeit des Stylings
Nach rund 2 Stunden sitzen die Locken noch fast so wie direkt nach dem Styling. Die Form bleibt klar erkennbar, und das Volumen am Ansatz hält.
Geräusch, Reinigung und Pflege
Im Test nehmen wir kein störendes Betriebsgeräusch wahr. Auch der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen. Ausgefallene Haare entfernen wir leicht aus dem Borstenfeld. Rückstände von Hitzeschutz oder Haarspray wischen wir mit einem feuchten Tuch vom abgekühlten Bürstenkörper. Filter oder Aufsätze, die eine eigene Reinigung verlangen, gibt es nicht.
Fazit
Der Wavytalk Blowout Boost formt an langem Haar gleichmäßige, weite Locken, die nach 2 Stunden noch gut halten. Die sperrige Bauform erschwert jedoch das Styling am Hinterkopf. Trotz guter Wärmeverteilung erreicht das Gerät die angegebene Höchsttemperatur nicht ganz. Für große Locken überzeugt das Ergebnis, die Handhabung weniger.
- +Gleichmäßige, weite Locken
- +Guter Lockenhalt
- +Kein Ziepen im Test
- +Gleichmäßige Wärmeverteilung
- +Gut ablesbares Display
- –Sperrig am Hinterkopf
- –Arm ermüdet beim Styling
- –Höchsttemperatur nicht ganz erreicht
- –Keine hitzebeständige Ablage
- –Keine wechselbaren Aufsätze