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Wavytalk Volumen- und Lockenstyler Blowout Boost im Test: Große Locken, sperrige Handhabung

Friedrich
|
15. September 2026
|
4 Min. Lesezeit

Der Wavytalk Blowout Boost soll bereits trockenem Haar Volumen und weite Locken verleihen. Die beheizte Rundbürste formt die Strähnen ohne Warmluft, übernimmt aber nicht das Trocknen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 64,99 Euro. Wie gut das Styling im Alltag gelingt und wie bequem sich das Gerät handhaben lässt, klärt unser Praxistest.

Wavytalk Blowout Boost

UVP64,99 Euro
Produkttypbeheizte Rundbürste
Bürstenkörper38 Millimeter Durchmesser
BeschichtungKeramikbeschichtung
Länge28 Zentimeter
Durchmesser mit Borstenkranzrund 5 Zentimeter
Gewicht laut Hersteller238 Gramm
Temperatureinstellungen150, 165, 180, 200 und 215 Grad Celsius
Aufheizzeit im Testrund eine Minute
Displaydigital
Heizelemente2 PTC-Elemente
Ionen-Funktionvorhanden
Kabellänge2 Meter mit Drehgelenk
Abschaltautomatiknach 60 Minuten
Universalspannungvorhanden
Gebläsenicht vorhanden
Automatische Rotationnicht vorhanden
Lieferumfang2 Haarklemmen, Reiseadapter und Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung

Der Blowout Boost kombiniert ein Kunststoffgehäuse mit einem keramikbeschichteten Bürstenkörper von 38 Millimetern Durchmesser, den ein Kranz aus Borsten umgibt. Im Test überzeugt die Verarbeitung: Nichts knarzt, nichts wackelt, und die Übergänge zwischen Griff, Bürstenkörper und Borstenfeld sind sauber gearbeitet. Scharfe Kanten oder Grate finden wir nicht. Auch die Borsten sind sauber verarbeitet. Der Griff liegt im Test rutschfest in der Hand.

Unser Testgerät misst 28 Zentimeter in der Länge und mit Borstenkranz rund 5 Zentimeter im Durchmesser. Als Gewicht nennt Wavytalk 238 Gramm. Durch den breiten Bürstenkörper fällt der Styler wuchtiger aus als ein klassischer Lockenstab.

Wavytalk Blowout Boost: Rundbürste mit zwei Haarklemmen
Neben der Rundbürste gehören 2 Haarklemmen zum Lieferumfang und liegen im Test direkt für das Abteilen der Strähnen bereit. (Foto: Testsieger.de)

Ausstattung und Technik

Der Blowout Boost ist eine beheizte Rundbürste ohne Gebläse und ohne automatische Rotation. Er formt ausschließlich bereits trockenes Haar und ist daher kein Ersatz für einen Haartrockner. Zur Wahl stehen 5 Temperatureinstellungen: 150, 165, 180, 200 und 215 Grad Celsius.

Ein digitales Display zeigt die gewählte Temperatur an. Für die Wärme sorgen 2 PTC-Elemente, also selbstregelnde Heizwiderstände. Dazu kommt eine Ionen-Funktion, die statische Aufladung und Frizz verringern soll. Eine Kontrollleuchte zeigt an, ob die Ionen-Funktion aktiv ist.

Das Gerät arbeitet mit Universalspannung und lässt sich damit auch außerhalb Europas nutzen.

Wavytalk Blowout Boost: digitales Display und Bedientasten
Das digitale Display bleibt beim Arbeiten gut ablesbar und die Tasten erreichen wir im Test problemlos. (Foto: Testsieger.de)

Bedienung und Handhabung

Zum Lieferumfang gehören 2 Haarklemmen, ein Reiseadapter und die Bedienungsanleitung. Die Anleitung erklärt Temperaturwahl, Sicherheitshinweise und Pflege verständlich. Die Bedienung ist unkompliziert: Wir erreichen die Tasten gut und können die gewählte Temperatur beim Arbeiten problemlos ablesen. Nach kurzer Eingewöhnung finden wir uns mit der Temperaturwahl zurecht. Das 2 Meter lange Kabel mit Drehgelenk gibt uns vor dem Spiegel genug Spielraum, um den Kopf frei zu drehen. Im Test verheddert es sich nicht.

Ein Standfuß fehlt, und eine hitzebeständige Ablage gehört nicht zum Lieferumfang. Zum Ablegen des heißen Geräts ist deshalb eine separate hitzebeständige Unterlage sinnvoll. Eine Abschaltautomatik schaltet das Gerät nach 60 Minuten aus.

An der Cool-Tip-Spitze können wir die Bürste beim Aufwickeln der Strähnen zusätzlich halten und führen. Beim Styling am Hinterkopf erschwert die sperrige Bauform dennoch die Handhabung. Der Griff selbst liegt gut in der Hand, doch der breite Borstenkranz macht das Arbeiten in diesem Bereich mühsam. Nach mehreren Strähnen hintereinander ermüdet unser Arm.

Styling-Ergebnis in der Praxis

Auf der höchsten Temperaturstufe messen wir eine Aufheizzeit von rund einer Minute. Währenddessen lassen sich bereits die Strähnen abteilen. Der Bürstenkörper gleitet ausgesprochen weich durch die Strähnen. Das Haar bleibt im Test an keiner Stelle hängen, und Ziepen erleben wir nicht. Auch nach mehreren Durchgängen fühlt sich das Haar weder trocken noch strapaziert an und behält seinen Glanz. Bei allen Anwendungen verwenden wir Hitzeschutz.

Wavytalk Blowout Boost: Borstenfeld der beheizten Rundbürste
Der breite Borstenkranz gleitet im Test weich durch die Strähnen, ohne dass Haare hängen bleiben oder ziepen. (Foto: Testsieger.de)

Die Wärme verteilt sich gleichmäßig über den Bürstenkörper. Die angegebene Höchsttemperatur von 215 Grad Celsius erreicht unser Testgerät allerdings nicht ganz. Das Styling-Ergebnis fällt dennoch gleichmäßig aus: Kaum eine Strähne müssen wir nacharbeiten. Bei großen, weiten Locken liefert der Styler klar definierte Ergebnisse mit spürbarem Volumen am Ansatz.

Mit dem 38 Millimeter breiten Bürstenkörper gelingen uns an langem Haar große Locken und weiche Wellen. Wechselbare Aufsätze für andere Bürstendurchmesser fehlen.

Wavytalk Blowout Boost: Styling-Ergebnis bei langem Haar
An langem Haar entstehen im Test große Locken und weiche Wellen mit spürbarem Volumen am Ansatz. (Foto: Testsieger.de)

Haltbarkeit des Stylings

Nach rund 2 Stunden sitzen die Locken noch fast so wie direkt nach dem Styling. Die Form bleibt klar erkennbar, und das Volumen am Ansatz hält.

Geräusch, Reinigung und Pflege

Im Test nehmen wir kein störendes Betriebsgeräusch wahr. Auch der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen. Ausgefallene Haare entfernen wir leicht aus dem Borstenfeld. Rückstände von Hitzeschutz oder Haarspray wischen wir mit einem feuchten Tuch vom abgekühlten Bürstenkörper. Filter oder Aufsätze, die eine eigene Reinigung verlangen, gibt es nicht.

Fazit

Der Wavytalk Blowout Boost formt an langem Haar gleichmäßige, weite Locken, die nach 2 Stunden noch gut halten. Die sperrige Bauform erschwert jedoch das Styling am Hinterkopf. Trotz guter Wärmeverteilung erreicht das Gerät die angegebene Höchsttemperatur nicht ganz. Für große Locken überzeugt das Ergebnis, die Handhabung weniger.

So testen wir Lockenstäbe

Testergebnisse im Detail
Robustheit Material / Materialqualität
2 / 2,5
Abmessungen und Gewicht
1 / 2,5
Bauteile sauber miteinander verbunden (keine scharfen Kanten)
2 / 2,5
Haptik & Griffigkeit
2 / 2,5
Anzahl der Temperaturstufen
2,4 / 3
Maximaltemperatur
2,4 / 3
Aufheizzeit
2,4 / 3
Beschichtung
3 / 3
Zusätzliche Funktionen (z. B. automatische Lockenführung, Ionen-Technologie)
1,8 / 3
Anleitung
4 / 5
Display und Bedienelemente
3 / 5
Kabellänge & Bewegungsfreiraum
4 / 5
Sicherheit (z. B. Abschaltautomatik)
4 / 5
Komfort beim Styling
3 / 5
Lockenhaltbarkeit
8 / 10
Gleichmäßige Wärmeverteilung
8 / 10
Haarschonung
8 / 10
Vielseitigkeit (verschiedene Lockenarten möglich)
6 / 10
Geräuschentwicklung
4 / 5
Reinigung & Pflegeaufwand
4 / 5
Testsiegel Wavytalk Blowout Boost

Wavytalk Blowout Boost

Getestet: 09/2026
zum Preisvergleich
Bewertung nach Kategorie
Design und Verarbeitung
70%
Ausstattung & Funktionen
80%
Bedienung und Handhabung
72%
Ergebnisse & Performance
75%
Lautstärke und Reinigung
80%
Pro
  • +Gleichmäßige, weite Locken
  • +Guter Lockenhalt
  • +Kein Ziepen im Test
  • +Gleichmäßige Wärmeverteilung
  • +Gut ablesbares Display
Contra
  • Sperrig am Hinterkopf
  • Arm ermüdet beim Styling
  • Höchsttemperatur nicht ganz erreicht
  • Keine hitzebeständige Ablage
  • Keine wechselbaren Aufsätze