Lockenstäbe

Ratgeber


Wer glaubt, Lockstäbe sind nur etwas für glatte Haare, der irrt. Die Geräte eignen sich für jeden Haartyp: Glattes Haar lässt sich zu einer lockigen Haarpracht stylen, lockiges oder krauses Haar kann dadurch gebändigt und zu gleichmäßigen Locken gestylt werden. Damit Ihre Haare beim Frisieren nicht geschädigt werden, sollten Sie beim Kauf auf einige Kriterien achten. Wie dies funktioniert und welcher Lockenstab am besten zu Ihnen passt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Gerätetypen: Vom Lockenwickler bis zur Lockenmaschine

Es gibt vier unterschiedliche Möglichkeiten, mit denen sich schöne Wellen oder Locken ins Haar zaubern lassen. Klassische Lockenwickler werden ins nasse oder handtuchtrockene Haar eingedreht, mit Wicklern befestigt. Sie bleiben im Haar bis diese trocken sind. Wer nicht so lange warten möchte, verwendet einen Haartrockner oder eine Trockenhaube. Eine Alternative sind aufheizbare Lockenwickler, die nur wenige Minuten benötigen, um glatte Haare in eine lockige Haarpracht zu verwandeln.

Der Klassiker in dieser Kategorie ist der Lockenstab. Da er die Haare deutlich beansprucht, sollte er nicht beim täglichen Stylen verwendet werde. Für die Entstehung von Locken müssen die Strähnen stark erhitzt werden. Dabei ist etwas Geschick im Umgang mit dem Lockenstab nötig. Ein neuer Trend sind Lockenmaschinen, bei denen ein Motor die einzelnen Strähnen selbstständig eindreht und lockt. Dies benötigt nur wenig Zeit und ist sehr einfach. Die Geräte haben einen höheren Anschaffungspreis als ein einfacher Lockenstab.

Eine weitere Methode, um Locken und Wellen ins Haar zu bekommen ist die Verwendung eines Crimpers, auch Kreppeisen genannt. Ähnlich wie Glätteisen arbeiten sie mit zwei Hitzeplatten, die das Haar in Form bringen. Bei Crimpern sind die Platten jedoch nicht flach, sondern gezackt. Innerhalb weniger Minuten zaubern Sie Wellen ins Haar. Sie sorgen zudem für mehr Volumen, wenn nur die untere Haarschicht am Kopf gekreppt wird.

Ergonomie und Handhabung: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Damit für den Nutzer viel Bewegungsfreiraum vorhanden ist, sollte ein Lockenstab ein langes Kabel mit beweglichem Gelenk besitzen. Auch das Eigengewicht spielt eine große Rolle, da das Halten von schweren Geräten schnell ermüdet.

Für Anfänger sind Lockenstäbe mit Klemmen am besten geeignet, denn so lassen sich einzelne Strähnen fixieren und einfach aufwickeln. Der Nachteil der Klemme ist jedoch, dass ein Knick in den Haarspitzen entsteht. Die Verwendung eines Lockenstabs ohne Klemme benötigt etwas Übung, da man sich schnell die Finger verbrennen kann. Einige Hersteller liefern Hitzehandschuhe mit, die das Problem lösen.

Ausstattung: Basisgerät bis Luxusmodell

Natürlich kann man sich ein einfaches Basismodell zum Locken der Haare kaufen, empfehlenswert ist dies allerdings nicht. Dies gilt vor allem dann, wenn das Gerät regelmäßig zum Einsatz kommt. Günstige Produkte besitzen in der Regel keine Temperaturregulierung und sind daher nur für wenige Haartypen geeignet. Wer seinen Haaren beim Stylen nicht schaden möchte, sollte zudem auf eine hochwertige

Beschichtung

wie beispielsweise Keramik, Titanium oder Turmalin setzen. Denn anders als bei Metall wird Hitze bei diesen Materialien gleichmäßig verteilt, wodurch Haarschäden vermieden werden und gleichmäßige Locken entstehen.

Ionen-Technologie verhindert, dass die Haare elektrostatisch aufgeladen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schuppenschicht versiegelt wird, wodurch ein natürlicher Glanz entsteht. Besitzt der Lockenstab eine Schnellaufheizfunktion, ist er innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit. Dies erspart Ihnen unnötige Wartezeiten. Beim Einschalten muss darauf geachtet werden, dass das Gerät auf einer hitzebeständigen Unterlage liegt. Hat das Gerät eine „Cool-Tip“-Spitze, bleibt die Spitze des Lockenstabs auch nach längerer Verwendung kalt. Dadurch lässt sich das Gerät mit beiden Händen bedienen. Eine Abschaltautomatik sorgt für mehr Sicherheit, da sich so ein Gerät bei längerer Nichtnutzung selbständig abschaltet. Ein Überhitzungsschutz sollte ebenfalls vorhanden sein.

Temperatur: Vorsicht vor zu großer Hitze

Durch Hitze werden chemische Verbindungen des Haares gelockert, wodurch es möglich ist, Haaren eine neue Form zu verleihen. Lockenstäbe, die keine zusätzliche Temperaturregulierung haben, erhitzen sich auf 180 bis 200°C. Für dickes und gesundes Haar mag dies geeignet sein, für viele andere Haartypen jedoch nicht. Daher ist eine Temperaturregulierung äußerst sinnvoll. Im Idealfall wird die ausgewählte Temperatur auf einem LCD-Display angezeigt. Je höher die Temperatur eingestellt ist, desto schneller entsteht eine Locke. Gesunde und dicke Haare können mit bis zu 200°C gestylt werden. Bei strapaziertem, dünnem, colorierten oder trockenen Haar sollten es nicht mehr als 170°C sein.

Der Durchmesser des Lockenstabs bestimmt die Größe der einzelnen Locke. Mit schmalen Modelle entstehen Korkenzieherlocken, mit breiten schönen Wellen. Auch die Dicke der eingedrehten Haarsträhne bestimmt die Form der Locke. Wird eine dicke Strähne eingedreht, entstehen große und weiche Locken, bei dünnen Strähnen sind sie definierter und haben mehr Sprungkraft. Mit einem konischen Lockenstab erreichen Sie ein sehr natürliches Ergebnis. Da der Stab zur Spitze hin schmaler wird. Dadurch wird eine Locke unterschiedlich dick und sieht besonders natürlich aus.

Styling-Tipps: So gelingen perfekte Locken

  1. Frisuren halten am besten bei frisch gewaschenen Haaren. Da nasses Haar jedoch keiner großen Hitze ausgesetzt werden darf, damit es nicht zu geschädigt wird, muss es vorher mit einem Haartrockner trocken geföhnt werden.
  2. Ist das Haar trocken, sollte es gekämmt werden. Ein Hitzeschutzspray sorgt dafür, dass das Haar während dem Locken nicht strapaziert wird. Ist das Haar sehr glatt, muss Schaumfestiger oder ein Lockenspray verwendet werden, damit schöne Locken entstehen können.
  3. Schalten Sie das Gerät auf einer hitzebeständigen Oberfläche ein. Die richtige Temperatur, hängt von der Haarstruktur ab. Dickes Haar kann bei bis zu 200°C gelockt werden, dünnes, strapaziertes oder coloriertes Haar bei maximal 170°C.
  4. Je nachdem ob Sie weiche oder definierte Locken bevorzugen, sollten eher dicke oder dünne Strähnen eingedreht werden.
  5. Die fertige Locke sollte mit einer Klammer am Kopf befestigt werden, damit sie nicht an Sprungkraft verliert und sich wieder glatt zieht. Sobald die Strähne erkaltet ist, also nach zirka zehn Minuten, kann sie gelöst werden. Alternativ lösen Sie alle Strähnen erst am Ende.
  6. Zum Schluss sollten die losgelösten Locken mit einem Haarspray fixiert werden.

Testberichte


ETM Testmagazin

Ausgabe 10/2015

Welcher Lockenstab liefert die besten Ergebnisse?

Das ETM Testmagazin vergleicht 14 Lockenstäbe. Besonders die Handhabung, das Stylingergebnis und die Sicherheit stehen im Fokus des Tests. Der Braun Satin Hair 7 Colour punktet mit passgenauen Temperatureinstellungen und wird Testsieger. Durch einfache Handhabung überzeugt der Remington CI63E1 Dual Curl Lockenstab und auch der konische Lockenstab von Valera konnte überzeugen.


ETM Testmagazin

Ausgabe 01/2012

Die beste Volumenbürste im großen Vergleichstest des ETM Testmagazin ist der Braun Satin Hair 7 Airstyler. Das Gerät setzt sich knapp gegen zwei Modelle von Philips durch, angeführt vom HP 8650. Besonders die einfache Handhabung hat der Airstyler seiner Konkurrenz voraus, während die Lautstärke bei den meisten Modellen zu wünschen übrig lässt. Die schwächeren Bürsten erwärmen sich auf extrem hohe Temperaturen und müssen dafür Abzüge hinnehmen.



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