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TerraMow V600 Rasenmähroboter im Test: Ein starkes Gesamtpaket

Testsieger.de-Redaktion
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3. Juni 2026
|
8 Min. Lesezeit

Ein Rasenmähroboter soll Arbeit abnehmen, nicht neue Baustellen schaffen. Viele Modelle verursachen aber schon vor dem ersten Mähgang Aufwand: Nutzer müssen Kabel verlegen, Antennen ausrichten, Karten korrigieren oder Verbindungen stabilisieren. Der TerraMow V600 verfolgt einen anderen Ansatz. Er erkennt den Garten per Kamera, kartiert die Fläche automatisch und soll den Rasen ohne große Vorbereitung selbstständig pflegen. Funktioniert das im Alltag wirklich so komfortabel, wie es klingt? Wir machen den Praxistest.

Terramow V600: Mähroboter an der Ladestation
Terramow V600 (Foto: Testsieger.de)

Terramow V600

UVP999 Euro
Flächenleistungbis 600 m²
Mähleistung80 bis 120 m² pro Stunde
NavigationTerraVision 2.0 mit 3 Kameras und KI
Begrenzungsdrahtnicht erforderlich
Schnitthöhe25 bis 75 mm
Laufzeit laut Hersteller150 Minuten
Laufzeit im Testrund 120 Minuten
Ladezeit laut Hersteller100 Minuten
SchutzklasseIPX6
KonnektivitätWLAN und 4G
Maße60,2 x 39,4 x 33,1 cm
Gewicht11,8 kg

Design und Verarbeitung

TerraMow setzt beim V600 auf ein weißes Kunststoffgehäuse. Es ist stabil und macht einen robusten Eindruck. Uns fallen keine unsauberen Kanten, auffälligen Spaltmaße oder wackeligen Bauteile auf.

Terramow V600: Kunststoffgehäuse aus der Nähe
Das Kunststoffgehäuse ist stabil und hat saubere Kanten ohne auffällige Spaltmaße. (Foto: Testsieger.de)

Mit 60,2 x 39,4 x 33,1 Zentimetern (Höhe x Breite x Tiefe) und 11,8 Kilogramm zählt der V600 zwar nicht zu den kompaktesten Mährobotern, Nutzer können ihn aber noch gut handhaben. Dank IPX6-Zertifizierung ist er zudem gut gegen Regen und Spritzwasser geschützt.

Einrichtung, Bedienung und Anwendung

TerraMow liefert neben dem Roboter eine Ladestation, ein Garagendach, 8 Kunststoff-Bodenschrauben, einen Kunststoff-Inbusschlüssel, das Netzteil, ein Klingenset mit 9 Klingen, ein Benutzerhandbuch und eine Schnellanleitung mit. Für die Inbetriebnahme benötigen wir nur noch die TerraMow-App. Sie ist konstenlos für iOS und Android verfügbar.

Terramow V600: App mit Karte und Mähoptionen
Die App bietet viele Karten- und Mähfunktionen, bleibt im Alltag aber dennoch übersichtlich. (Foto: Testsieger.de)

Die Ersteinrichtung zählt zu den stärksten Bereichen des TerraMow V600. Der Roboter benötigt keinen Begrenzungsdraht, keine externe Antenne und kein manuelles Abfahren der Rasenkante. Stattdessen kartiert das kamerabasierte TerraVision-2.0-System mit 3 Kameras und künstlicher Intelligenz die Fläche automatisch. Im Test ist unsere Fläche bereits nach rund 10 Minuten vollständig kartiert. Der Ablauf ist denkbar einfach: Roboter in die Ladestation stellen, App herunterladen, Konto erstellen, Gerät hinzufügen, mit dem WLAN verbinden und starten. Für diesen Einstieg reicht der mitgelieferte Quick Guide aus. Für Details bietet TerraMow zusätzlich ein rund 50 Seiten starkes Handbuch. Auch die Station überzeugt beim Aufbau. Die Kunststoff-Bodenschrauben greifen auf weichem Boden gut, das Dach sitzt ohne Werkzeug, und das Ladekabel bietet genug Länge, um es flexibel am Gartenrand entlangzuführen. Die Terramow-App selbst bietet sehr viele Funktionen. Dazu zählen Live-Karte, Positionsanzeige, Zonenverwaltung, Sperrzonen, Zeitpläne, manuelle Fernsteuerung, Schnitthöheneinstellung, Spurüberlappung, Mähmuster, Regensensor, drahtlose Updates, Live-Kamerabild, Mähgeschwindigkeit, Mähhistorie, Diebstahlschutz, Wildtierschutz, Push-Hinweise und geteilte Nutzung. Besonders stark: Nutzer können Mährichtung, Randabstand, Hindernisempfindlichkeit, Fahrgeschwindigkeit und Geschwindigkeit des Mähwerks differenziert anpassen.

Terramow V600: App mit Einstellungen
In den Einstellungen gibt es zahlreiche Zusatzfunktionen von Diebstahlschutz bis Live-Kamera. (Foto: Testsieger.de)

Im Alltag ist die Bedienung über die App überwiegend intuitiv. In einzelnen Bereichen gibt es aber noch ein wenig Nachhalbedarf: So funktionieren Firmware-Updates grundsätzlich, dauern aber vergleichsweise lange. Ein Update benötigt im Test mehr als 25 Minuten. Dafür überzeugt die Verbindungsstabilität zwischen Mäher und App. Der V600 unterstützt WLAN und Mobilfunk über 4G. Das hilft vor allem in Gärten mit schwachem Heimnetzwerk. Das 1-Gigabyte-Datenpaket gibt es 12 Monate kostenlos, weitere Datenpakete kosten laut App 19 Euro. Alternativ kann man aber auch eine eigene SIM-Karte nutzen.

Die Navigation gehört zu den größten Stärken des TerraMow. Der Roboter arbeitet systematisch in Bahnen anstatt per Chaosprinzip. Damit erinnert er eher an moderne Saugroboter als an ältere Mähroboter, die lange nach dem Zufallsprinzip fahren. Das Ergebnis der Kartierung überzeugt uns. Nur an den Rändern braucht es leichte Nacharbeit. Auch ein Beet mit Bärlauch erkennt der Roboter zunächst als Rasen und mäht es mit. Das klingt kritisch, lässt sich aber durch eine Sperrzone zuverlässig lösen. Genau hier zeigt die digitale Kartenverwaltung ihren Vorteil: Nutzer können Fehler ohne Kabelverlegung korrigieren.

Terramow V600: TerraVision-Kameraeinheit
Die Kameraeinheit des TerraVision-Systems ist zentral für Kartierung, Navigation und Hinderniserkennung im Test. (Foto: Testsieger.de)

Die Hinderniserkennung überzeugt uns besonders. Der V600 erkennt Objekte früh, umfährt sie mehrfach und vermeidet Kollisionen. Er rempelt Hindernisse nicht an, sondern weicht sauber aus. Erkannte Objekte erscheinen zudem in der Karte der App. Entfernt jemand ein Hindernis später wieder, erkennt der Roboter die frei gewordene Stelle und mäht dort nach. Im Alltag bringt das deutlich mehr Komfort als ein rein kontaktbasiertes Ausweichverhalten. Engstellen meistert der V600 gut, solange sie ausreichend breit bleiben. Durchgänge mit 80 Zentimetern bereiten keine Probleme. Sehr schmale Streifen unter 50 Zentimetern lässt der Roboter dagegen aus. Auch unter niedrigen Büschen mit in die Rasenfläche ragenden Ästen mäht er nicht zuverlässig, weil er nicht bewusst auf Kontakt fährt. Dieses Verhalten schont Hindernisse, kostet aber Reichweite an schwer zugänglichen Stellen.

Terramow V600: Hinderniserkennung im Garten
Der Terramow V600 erkennt Hindernisse früh und umfährt sie im Test sauber, statt sie anzustoßen. (Foto: Testsieger.de)

Die Sicherheitsausstattung fällt umfangreich aus. Der V600 besitzt eine Stopp-Taste, Kindersicherung, Tastensperre, Aufhebesensor, Kippsensor, Alarmfunktion, satellitengestützte Standortverfolgung, Mobilfunk-Diebstahlschutz und Sperrzonen. Den Live-Kameramodus schützt zusätzlich eine persönliche Identifikationsnummer. Im Sicherheitstest stoppt der Roboter beim Anheben sofort. Beim seitlichen Kippen reagiert er etwas später; die vordere Kante steht dann bereits rund 10 Zentimeter in der Luft. Das reicht für eine gute Bewertung, verhindert aber die Bestnote in diesem Teilbereich.

Terramow V600: Bedienfeld mit Stopptaste
Direkt am Gerät stehen nur wenige Bedienelemente bereit, die große Stopptaste ist aber klar erreichbar. (Foto: Testsieger.de)

Mähleistung und Rasenbild

TerraMow legt den V600 laut Produktdaten für Flächen bis 600 Quadratmeter aus. Die angegebene Mähleistung beträgt 80 bis 120 Quadratmeter pro Stunde, abhängig von der Komplexität der Fläche. Im Praxistest liefert der Roboter ein sauberes und gleichmäßiges Schnittbild. Er fährt die Fläche systematisch ab und hinterlässt keine auffälligen Reifenspuren. Einzig bei vielen Hindernissen kommt er etwas aus dem Takt. Der Roboter fährt dann vereinzelt quer zur geplanten Bahn oder lässt an Stellen ohne Hindernis kleine Bereiche aus. Das Gesamtergebnis bleibt dennoch sehr gut, weil der V600 sauber nacharbeitet und die Fläche insgesamt zuverlässig abdeckt.

Terramow V600: Rasenbild nach dem Mähen
Das Schnittbild fällt im Test gleichmäßig aus und zeigt keine auffälligen Reifenspuren. (Foto: Testsieger.de)

Die Wendemanöver schonen den Rasen, was besonders bei weicherem Boden wichtig bleibt. Auch höheren Rasen bewältigt der V600 gut, dafür müssen wir aber die Spurüberlappung in der App passend einstellen. Die Schnitthöhe lässt sich in der App frei zwischen 25 bis 75 Millimetern anpassen. Auch die Mährichtung können wir flexibel steuern, etwa längs, quer, im Schachbrettmuster oder mit einer Rotation um 10 Grad pro Mähgang. Das hilft, Fahrspuren zu vermeiden und ein gleichmäßiges Rasenbild zu erhalten. Beim Kantenmähen liefert der V600 gute, aber keine perfekten Ergebnisse. Er fährt Kanten automatisch bei jeder Mähfahrt ab und bietet zusätzlich einen separaten Kantenschnitt. Trotzdem bleiben je nach Garten Nacharbeiten nötig. Vor allem in Randbereichen, Ecken, und sehr schmalen Streifen zählen hat er seine Probleme. Wer einen absolut sauberen Abschluss bis in jede Ecke erwartet, muss weiterhin gelegentlich zum Trimmer greifen. Die Laufzeit pro Ladung liegt im Test bei rund 120 Minuten. Die Produktdaten nennen 100 Minuten Ladezeit und 150 Minuten Laufzeit pro vollständige Ladung. Die gemessene Praxislaufzeit bleibt damit unter der Herstellerangabe, reicht im getesteten Szenario aber für eine solide Flächenleistung. Die maximalen Steigungen können wir in der Praxis nicht testen, laut Produktdaten schafft der V600 aber 18 Grad beziehungsweise 32,5 Prozent Steigung. Ein durchschnittlicher Wert.

Wartung und Reinigung

Die Wartung ist relativ unkompliziert. Dank IPX6 können Nutzer Gehäuse und Unterseite gut mit Wasser reinigen. Grasreste und Schmutz sammeln sich an keiner auffällig problematischen Stelle.

Terramow V600: Unterseite mit Mähwerk
An der Unterseite sammeln sich nach dem Mähen Grasreste, die sich aber gut entfernen lassen. (Foto: Testsieger.de)

Auch der Messerwechsel ist einfach, aber nicht werkzeuglos. Der Roboter arbeitet mit 3 Klingen an jeder Mähscheibe, jede Klinge sitzt mit einer Schraube fest. Ein Ersatzklingenset mit 3 x 3 Klingen liegt bereits bei. Ein weiteres Set kostet etwa 30 Euro. TerraMow empfiehlt einen Wechsel alle 1 bis 2 Monate. Damit bleibt der laufende Aufwand überschaubar.

Terramow V600: Messerwechsel am Mähwerk
Der Messerwechsel ist unkompliziert, benötigt wegen der verschraubten Klingen aber Werkzeug. (Foto: Testsieger.de)

Auch Akku und Mobilfunkkarte können Nutzer tauschen – sehr gut. Ein Ersatzakku kostet laut Hersteller etwa 80 Euro.

Lautstärke und Umwelt

Im Test erreicht der TerraMow V600 50 Dezibel und bleibt damit sogar unter der Herstellerangabe von weniger als 54 Dezibel. Im Garten stört er dadurch kaum. Auch in Wohnnähe arbeitet er angenehm ruhig. Neben der reinen Lautstärke erzeugt der Roboter keine auffälligen Nebengeräusche, kein störendes Rattern und kein unangenehmes Quietschen.

Fazit

Der TerraMow V600 beantwortet die Einstiegsfrage überzeugend: Ja, ein Mähroboter ohne Begrenzungsdraht und ohne externe Antenne kann im Alltag sehr komfortabel funktionieren. Vor allem die automatische Kartierung, die starke Hinderniserkennung und die einfache Einrichtung heben den V600 von klassischen Mährobotern mit Drahtinstallation ab.

Im Test mäht der Roboter sauber und systematisch, arbeitet leise, bietet eine umfangreiche App-Steuerung und eignet sich gut für Gärten bis 600 Quadratmeter. Ganz ohne Kompromisse arbeitet der TerraMow V600 aber nicht. Kanten, Ecken, niedrige Büsche und sehr schmale Streifen bleiben typische Problemzonen. Je nach Garten müssen Nutzer also gelegentlich nachtrimmen. Auch der Messerwechsel dürfte komfortabler ausfallen, und bei den Smart-Home-Funktionen bleibt Potenzial.

Für 999 Euro bietet der V600 dennoch ein starkes Gesamtpaket. Garage, Klingenset und kostenloses Datenpaket werten den Lieferumfang zusätzlich auf. Damit landet der TerraMow V600 klar im guten bis sehr guten Bereich: kein perfekter Kantenkünstler, aber ein moderner, leiser und komfortabler Mähroboter für alle, die möglichst unkompliziert in die kabellose Rasenpflege einsteigen möchten.

So testen wir Mähroboter

Testergebnisse im Detail
Schnittsauberkeit & Rasenbild
6,4 / 8
Flächenabdeckung & Mäheffizienz
5,6 / 7
Kantenmähen & Randabdeckung
5,6 / 7
Rasenfreundlichkeit
5 / 5
Schnitthöheneinstellung & Gleichmäßigkeit
3,2 / 4
Steigfähigkeit & Hangperformance
3,2 / 4
Hinderniserkennung & Ausweichverhalten
8 / 8
Igelschutz & Wildtierschutz
5 / 5
Heimfahrt zur Ladestation
4 / 4
Grenzerkennung & Kartierungsgenauigkeit
3,2 / 4
Sicherheitsfunktionen
3,2 / 4
App-Funktionen & Übersichtlichkeit
4,8 / 6
Ersteinrichtung & Kartierung
5 / 5
Mähplanung & Zonenverwaltung
4 / 4
Direktbedienung am Gerät
1,8 / 3
Diebstahlschutz & Sonderfunktionen
1,2 / 2
Reinigung Mähwerk & Klingen
3,2 / 4
Reinigung Gehäuse & Ladestation
1,6 / 2
Messerwechsel
1,2 / 2
Einwintern & Saisonabbau
0,8 / 1
Gebrauchsanleitung & Fehlerbehebung
0,8 / 1
Gehäuse & Materialqualität
3 / 3
Wasserschutz & Wetterfestigkeit
2 / 2
Geräuschpegel im Betrieb
2 / 2
Akkuwechsel
1,6 / 2
Geräuschcharakter
1 / 1
Testsiegel Terramow V600

Terramow V600

Getestet: 05/2026
zum Preisvergleich
Bewertung nach Kategorie
Mähleistung
83%
Navigation & Sicherheit
94%
Bedienung & App
84%
Handhabung & Wartung
76%
Verarbeitung & Design
100%
Lautstärke & Umwelt
92%
Pro
  • +Einfache Einrichtung
  • +Starke Hinderniserkennung
  • +Systematisches Mähen
  • +Sehr leise
  • +Umfangreiche App
Contra
  • Kanten nicht perfekt
  • Schmale Streifen schwierig
  • Updates dauern lange