Das Geekom GeekBook X14 Pro positioniert sich als kompaktes 14-Zoll-Notebook, das mit moderner Plattform, schnellem OLED-Display und üppiger Speicherausstattung klar auf produktives Arbeiten und den mobilen Alltag zielt. Die Kombination aus Intel Core Ultra 9-185H, 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 2 Terabyte großen PCIe 4.0 NVMe-SSD klingt nach viel Leistungsreserve, während Intel Arc Graphics als integrierte Lösung den Spagat zwischen Effizienz und gelegentlicher Kreativ- oder Spielelast versucht. Im Test schauen wir uns an, wie stimmig das Gesamtpaket wirkt: von der Verarbeitung über die Eingabegeräte bis zur Performance, dem Display und dem Akkuverhalten.

Inhalt
Verarbeitungsqualität
Beim ersten Eindruck wirkt das GeekBook X14 Pro hochwertig und sauber gebaut. Die Materialanmutung fällt positiv auf, weil die Oberflächen gleichmäßig sind und das Gerät insgesamt wie aus einem Guss erscheint. Allerdings ist der Deckel sehr dünn und lässt sich beim leichten Drucktest deutlich eindrücken. Die Base und die Handballenauflage sind dagegen grundsätzlich fest. Beim normalen Arbeiten entsteht ein stabiler Eindruck, erst bei hohem Druck lässt sich auch die Handballenauflage etwas eindrücken.
Die Scharniere überzeugen im Test. Sie halten das Display sicher in Position, lassen sich gleichzeitig leicht bewegen und wirken dadurch angenehm im täglichen Öffnen und Schließen. Selbst nach häufigem Auf- und Zuklappen zeigen sich keine Verschleißeindrücke und es gibt kein Knarzen.

Bei den Spaltmaßen und der allgemeinen Montagequalität liefert das GeekBook X14 Pro ein sehr sauberes Bild. Die Spaltmaße sind rundum gleichmäßig, Übergänge sitzen gerade, und es gibt keine sichtbaren Wellen oder unregelmäßigen Fugen. Auch die Bauteile sind ordentlich miteinander verbunden: Es gibt keine losen Teile an Trackpad, Tastaturdeck oder Anschlüssen. Schrauben sitzen bündig, Clips sind nicht sichtbar und bei leichtem Druck auf Flächen entsteht kein störendes Knacken.
Bedienung & Handhabung
Die Tastatur macht insgesamt einen sehr guten Eindruck, auch wenn das Layout etwas gewöhnungsbedürftig ist. Grundsätzlich ist die Anordnung sinnvoll, allerdings sitzt die Hashtag-Taste über der Enter-Taste und teilt sich dort quasi den Platz, der üblicherweise der Enter-Taste gehört. Das fühlt sich anfangs ungewohnt an und kann in den ersten Tagen zu Fehleingaben führen. Zusätzlich gibt es eine Copilot-Taste an einer Stelle, an der normalerweise rechts die zweite Steuerungstaste liegt.
Beim Tippgefühl spielt das GeekBook X14 Pro seine Stärken aus. Hub und Druckpunkt wirken angenehm und gleichmäßig, das Tastaturbett bleibt stabil und biegt sich nicht stark durch. Auch das Tippgeräusch passt zur hochwertigen Ausrichtung: Es klingt nicht klapprig, sondern eher weich, was längere Schreibphasen angenehm macht. Die Beleuchtung ist gleichmäßig und die Stufen wirken sinnvoll abgestimmt, sodass sowohl dunkle Räume als auch dezent beleuchtete Umgebungen gut abgedeckt sind. Praktisch ist außerdem der Fingerabdrucksensor in der Powertaste, der im Test zuverlässig reagiert.

Das Touchpad erfüllt alle wichtigen Kriterien sehr souverän. Die Größe ist angenehm und die Position passt für uns hervorragend. Die Oberfläche ist gleitfähig, wodurch Gesten und präzise Cursorführung leichtfallen. Klicks wirken gleichmäßig, auch in den Ecken, und es gibt weder Klappern noch spürbares Spiel.
Beim Warmstart, also Neustart bis der Desktop wieder nutzbar ist, erreicht das Gerät in 3 Durchläufen jeweils 25 Sekunden. Der Durchschnitt liegt ebenfalls bei 25 Sekunden. Das ist ein guter Wert, weil der Neustart im Alltag meist nicht ständig vorkommt, aber dann bitte ohne langes Warten funktionieren soll. Hier liefert das GeekBook zuverlässig.
Noch besser fällt der Kaltstart aus. Vom ausgeschalteten Zustand bis zum nutzbaren Desktop vergehen in allen 3 Läufen jeweils 10 Sekunden, der Durchschnitt liegt bei 10 Sekunden. Das ist ein sehr guter Wert und zeigt, wie stark sich die schnelle PCIe 4.0 NVMe-SSD im Alltag bemerkbar macht. Gerade mobil ist das ein Komfortfaktor: Gerät aufklappen, einschalten, fast sofort arbeiten.

Display
| Geekom GeekBook X14 Pro | |
|---|---|
| UVP | 1.599 Euro |
| Getestete Konfiguration | Intel Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM, 2 TB PCIe 4.0 NVMe SSD |
| Display | 14 Zoll OLED, 2.880 × 1.800 Pixel, 16:10, 120 Hz |
| Grafik | Intel Arc Graphics (integriert) |
| Anschlüsse am Notebook | 1× USB 3.2 Gen 1 Typ A 5 Gbit, 2× USB4 40 Gbit, 1× HDMI 2.0, 3,5 mm Audio |
| Bootzeiten | Kaltstart 10 s, Warmstart 25 s |
| Netzteil | 65 Watt Power Delivery |
OLED spielt seine Stärken vor allem beim Schwarzwert aus, und genau das zeigt das GeekBook X14 Pro sehr deutlich. Schwarz ist wirklich schwarz und kippt nicht ins Gräuliche. Dadurch entsteht ein hoher Kontrast, der Inhalte plastisch wirken lässt. Gleichzeitig strahlt das Schwarz nicht in andere Bereiche, was gerade bei dunklen Oberflächen und hohem Kontrastumfang ein Qualitätsmerkmal ist. HDR unterstützt der Laptop jedoch nicht, zumindest finden wir keine Hinweise dazu.
Bei Weißdarstellungen wirkt die Ausleuchtung grundsätzlich gleichmäßig, deutlich dunklere Ecken fallen nicht auf. In unseren Tests mit verschiedenen Graustufen zeigt sich jedoch eine etwas hellere Ausleuchtung an Kanten und Ecken. Die Blickwinkelstabilität überzeugt. Farben bleiben auch seitlich stabil, und der Kontrast hält ebenfalls gut durch. Das ist gerade bei OLED eine Stärke, die im Alltag hilft, wenn mehrere Personen auf den Bildschirm schauen oder wenn das Gerät in unterschiedlichen Sitzpositionen genutzt wird.

In Kombination mit 120 Hertz wirkt das Bild im Alltag sehr flüssig, insbesondere bei Scrollen, Animationen und Mausbewegungen. Wer häufig zwischen Fenstern arbeitet oder viel im Browser scrollt, profitiert spürbar von der hohen Bildwiederholrate.
Die Oberfläche ist glossy, und das zeigt sich deutlich bei Spiegelungen. In Innenräumen können Reflexionen durchaus stören, je nach Lichtquelle und Position. Gleichzeitig ist das Display bei hoher Helligkeit im Tageslicht gut ablesbar. Bis zu 450 Nits Spitzenhelligkeit helfen hier, die Spiegelung zumindest teilweise zu kompensieren.
Anschlüsse und Webcam
Am Notebook selbst bietet das GeekBook X14 Pro eine gute Anschlusswahl. Es gibt 1 USB 3.2 Gen 1 Typ-A mit 5 Gigabit pro Sekunde, dazu 2 USB4-Anschlüsse mit jeweils 40 Gigabit pro Sekunde. Ergänzt wird das durch 1 HDMI 2.0 sowie einen 3,5-Millimeter-Audioanschluss. Ein Kartenleser fehlt, sowohl für SD als auch für microSD.
Einen LAN-Port gibt es nicht direkt am Gerät. Im Lieferumfang liegt jedoch ein kleiner Hub, der einen LAN-Port bereitstellt und zusätzlich USB-C mit Power Delivery, einen weiteren HDMI-Port sowie 2 zusätzliche USB Typ-A Ports bietet.

Die Platzierung der Anschlüsse ist gelungen, Stecker behindern sich nicht. Das Laden via USB-C ist möglich, und das Notebook unterstützt 65-Watt-Power-Delivery-Gallium-Nitrid-Schnellladung. Besonders angenehm ist, dass ein passendes Netzteil im Lieferumfang enthalten ist. So bleibt das Setup ohne Zusatzkäufe vollständig.
Die Webcam arbeitet mit 1.080p. Bei Tageslicht liefert sie ein gutes Bild, und auch bei Kunstlicht bleibt die Qualität in Ordnung, ohne dass starkes Rauschen den Eindruck dominiert. Mikrofon und Sprachqualität passen ebenfalls, was für Videokonferenzen im Arbeitsalltag entscheidend ist. Praktisch ist der Hardware-Schutz: Die Webcam lässt sich per Slider auf der rechten Gehäuseseite deaktivieren.

Hardware
Der Zugang zur Hardware ist nicht besonders nutzerfreundlich, weil die Bodenplatte mit Torx-Schrauben gesichert ist, deren Ansatzpunkt nicht sehr tief ausfällt. Das erschwert das Öffnen und erhöht das Risiko, Schrauben zu beschädigen, wenn das passende Werkzeug nicht exakt sitzt. Insgesamt richtet sich das Gerät damit klar an Käuferinnen und Käufer, die ihre Konfiguration langfristig so nutzen, wie sie ab Werk kommt.
Für typische Office-Aufgaben liefert das GeekBook X14 Pro sehr starke Ergebnisse. Im PCMark 10-Benchmark-Test erreicht es 9.063 Punkte im Essentials-Score, der vor allem Programmstarts, Videocalls und Webbrowser-Leistung abbildet. Das ist ein Wert, der sich im Alltag als hohe Reaktionsfreude bemerkbar macht: Anwendungen öffnen zügig, der Browser bleibt auch mit vielen Aufgaben stabil, und Videokonferenzen laufen flüssig.

Noch deutlicher ist der Productivity-Score mit 14.446 Punkten. Dieser Bereich steht für produktives Arbeiten wie Tabellenkalkulation und Textverarbeitung. Der Wert spricht für sehr viel Reserve, gerade wenn mehrere große Dokumente, viele Browser-Tabs und parallel laufende Programme zusammenkommen. Subjektiv bestätigt sich das im Alltag, denn die Leistung wirkt rund und schnell. Positiv ist außerdem, dass die Temperatur an der Handballenauflage unkritisch bleibt, was längeres Arbeiten komfortabel macht.
Auch bei anspruchsvolleren Aufgaben wie Foto- und Videobearbeitung zeigt das GeekBook X14 Pro eine überzeugende Tendenz. Der PCMark 10 Digital Content Creation-Score liegt bei 8.503 Punkten. Das deutet auf eine gute Eignung für Kreativ-Workflows hin, etwa Bildbearbeitung, leichte bis mittlere Videoprojekte oder Rendering-Aufgaben im Rahmen dessen, was integrierte Grafik sinnvoll unterstützt. Der Intel Core Ultra 9-185H bringt hier mit 16 Kernen und 22 Threads spürbar Rechenleistung, während die schnelle SSD und der hohe Arbeitsspeicher das System insgesamt stabil halten.
Für Gaming bleibt die integrierte Intel Arc Graphics trotz moderner Features wie XeSS, Ray Tracing, DirectX 12.1 und AV1 klar begrenzt. Im 3DMark-Benchmark-Test Steel Nomad DirectX 12 erreicht das GeekBook X14 Pro 732 Punkte. Das ordnet die Grafikleistung im Bereich „Gelegenheit und leicht“ ein, nicht im Bereich eines Gaming-Notebooks.
Der subjektive Eindruck passt dazu: Kleinere Spiele wie Prison Architect laufen flüssig und eignen sich gut für zwischendurch. Anspruchsvollere Titel wie Control laufen selbst bei sehr niedrigen Grafikeinstellungen nicht flüssig. Damit ist das GeekBook X14 Pro eher ein Produktivgerät, das gelegentlich Spiele mit geringer Hardwarelast erlaubt, aber keine verlässliche Plattform für moderne, grafikintensive Titel ist.

Betriebsgeräusche
Im Leerlauf und bei typischer Office-Last bleibt das Notebook im Test auf einem unauffälligen Niveau. Es ist nicht flüsterleise, aber klar im Bereich „in Ordnung“. Für Bibliothek, Besprechungsraum oder ruhiges Arbeiten zu Hause reicht das aus, ohne dass das Gerät ständig akustisch präsent ist.
Unter hoher Last dreht das GeekBook X14 Pro jedoch deutlich auf. Bei Benchmarks und intensiver Auslastung messen wir bis zu 55 Dezibel, was klar als laut wahrnehmbar ist. Das ist nicht ungewöhnlich, wenn ein leistungsstarker Prozessor wie der Intel Core Ultra 9-185H seine Reserven ausspielt, es sollte aber zur Erwartung passen: Wer häufig rendert, lange rechnet oder dauerhaft hohe Last erzeugt, erlebt das Gerät akustisch deutlich. Positiv fällt auf, dass kein Spulenfiepen vorhanden ist.

Lautsprecher
Die Lautsprecher erreichen eine ausreichende Maximallautstärke und bleiben auch bei hohen Pegeln frei von Scheppern. Stimmen klingen klar, was für Calls und Videos wichtig ist. Positiv fällt außerdem auf, dass ein leichter Bass vorhanden ist, wodurch Musik und Filme nicht völlig flach wirken. Für ein kompaktes 14-Zoll-Notebook ergibt sich damit ein insgesamt stimmiger Klang, der typische Alltagsnutzung gut abdeckt.

Akku
Das Aufladen geht im Test recht flott. Das beiliegende 65-Watt-Netzteil unterstützt schnelles Laden über USB-C, was sowohl stationär als auch unterwegs praktisch ist. Gerade im mobilen Alltag zählt, dass kurze Ladefenster effektiv genutzt werden können, und hier liefert das GeekBook X14 Pro einen insgesamt überzeugenden Eindruck.
Für die Laufzeit nutzen wir ein Videoloop-Szenario bei 50 Prozent Displayhelligkeit und aktiviertem WLAN. Nach 2 Stunden liegt der Akkustand noch bei 69 Prozent. Somit zeigt die Batterie eine solide, aber nicht überragende Ausdauer. Das passt jedoch zum leistungsstarken Innenleben und dem hellen OLED-Panel, das bei hoher Helligkeit naturgemäß mehr Energie benötigt. Wer hauptsächlich Office, Web und Videowiedergabe nutzt, kommt gut durch den Tag, bei anspruchsvollen Workloads sinkt die Reichweite.
Fazit
Das Geekom GeekBook X14 Pro verbindet starke Produktivleistung mit einem sehr scharfen OLED-Display und einer insgesamt hochwertigen Anmutung. Besonders im Alltag überzeugen die flüssige Bedienung, das angenehme Tippgefühl, das präzise Touchpad und die sehr schnellen Startzeiten. Die Anschlussauswahl ist praxisnah, und der beigelegte Hub kompensiert den fehlenden LAN-Port sinnvoll. Gleichzeitig zeigt das Gerät klare Grenzen: Der dünne Displaydeckel wirkt wenig verwindungssteif, unter Last wird das Notebook mit bis zu 55 Dezibel deutlich laut, und Gaming bleibt trotz moderner Grafikfeatures nur eingeschränkt möglich. Wer ein kompaktes Arbeitsgerät mit viel Leistung und starkem Bildschirm sucht, findet hier ein attraktives Gesamtpaket, sollte aber die fehlende Aufrüstbarkeit und die spiegelnde Displayoberfläche in die Kaufentscheidung einbeziehen.
So testen wir Business-Laptops
Testergebnisse im Detail
Verarbeitungsqualität (8,5 / 10)
| Robustheit Material | 1,5 / 2,5 | |
| Spaltmaße | 2,5 / 2,5 | |
| Bauteile sauber miteinander verbunden | 2 / 2,5 | |
| Keine scharfen Kanten | 2,5 / 2,5 |
Bedienung und Handhabung (17,5 / 20)
| Tastatur | 4,5 / 6 | |
| Mauspad | 6 / 6 | |
| Betriebsgeräusche | 1 / 2 | |
| Leichtgängiges Öffnen und Schließen | 2 / 2 | |
| Dauer Warmstart | 2 / 2 | |
| Dauer Kaltstart | 2 / 2 |
Display (17,5 / 20)
| Bildschärfe | 5 / 5 | |
| Kontraste | 4 / 4 | |
| Gleichmäßige Ausleuchtung | 2,5 / 3 | |
| Blickwinkelstabilität | 3 / 3 | |
| Reaktionsgeschwindigkeit | 2 / 2 | |
| Bildschirmreflektionen | 1 / 3 |
Hardware und Performance (32,5 / 40)
| Anschlussvielfalt | 5 / 5 | |
| Performance Webcam | 2 / 2 | |
| Performance Lautsprecher | 1,5 / 2 | |
| Hardware aufrüstbar | 0 / 2 | |
| Einfache Office-Aufgaben | 9 / 10 | |
| Anspruchsvolle Aufgaben (Fotoedit / Videoschnitt) | 13 / 15 | |
| Performance Gaming | 2 / 4 |
Akku (8 / 10)
| Aufladedauer | 3 / 3 | |
| Akkulaufzeit | 5 / 7 |
Wertung
: Geekom GeekBook X14 Pro
Pros
- Sehr scharfes OLED-Display
- 120 Hertz sehr flüssig
- Starke Produktivleistung
- Sehr schnelle Startzeiten
- Sehr gutes Tippgefühl
- Hub im Lieferumfang
- Gute Anschlussvielfalt
- Ordentliche Laufzeit
Cons
- Displaydeckel sehr dünn
- Spiegelungen durch glossy Panel
- Unter Last sehr laut
- Kein Kartenleser
- Aufrüsten kaum sinnvoll

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