Dyson Supersonic Travel im Test: kompakter Reiseföhn mit starker Styling-Leistung
Reiseföhne sollen wenig Platz wegnehmen, liefern aber oft nur mäßige Leistung. Der Dyson Supersonic Travel will genau das ändern: kompakter als ein klassischer Premium-Föhn, aber stark genug für schnelles Trocknen, glattes Finish und gepflegtes Haargefühl unterwegs. Wir prüfen im Praxistest, ob der kleine Dyson nur ein schönes Reise-Gadget ist oder den Aufpreis im Alltag rechtfertigt.
Design, Verarbeitung und Lieferumfang
Der Dyson Supersonic Travel misst 7,1 × 6,8 × 22,2 (Breite x Höhe x Länge) Zentimeter und wiegt ohne Aufsatz 331 Gramm. Damit ist er deutlich handlicher als ein klassischer Haartrockner und passt gut in Reisegepäck, Sporttasche oder kleinere Badschubladen.
Dyson Supersonic Travel
Im Test macht der Supersonic Travel einen sauber verarbeiteten Eindruck. Die Bauteile sitzen passgenau zusammen, auffälliges Klappern oder lose Elemente treten nicht auf. Trotz der kompakten Bauform wirkt das Gerät stabil. Die magnetische Styling-Düse lässt sich einfach anbringen, hält zuverlässig und kann während der Nutzung leicht gedreht werden.
Zum Lieferumfang gehören die erwähnte Styling-Düse und eine Bedienungsanleitung. Zusätzlich liegt ein QR-Code zur MyDyson-App bei, über den sich das Gerät registrieren lässt und Styling-Tipps sowie Videoanleitungen abrufbar sind. Ein passendes Reiseetui fehlt allerdings. Gerade bei einem kompakten Föhn mit einer UVP von 299 Euro, der ausdrücklich unterwegs genutzt werden soll, wäre eine Tasche sinnvoll gewesen. So muss man für den Transport selbst eine Lösung finden, damit Gehäuse und Düse im Gepäck nicht verkratzen.
Ausstattung und Funktionen
Der Supersonic Travel bietet 2 Luftstromstufen, 3 Temperaturstufen und eine Kaltluftfunktion. Die Auswahl ist überschaubar, deckt im Test aber die wichtigsten Anwendungen ab.
In unserem Alltag reagiert der Föhn schnell auf Änderungen der Temperatur- und Luftstromstufen. Die Kaltluftfunktion ist praktisch, wenn das Haar nach dem Glattföhnen oder Arbeiten mit der Rundbürste in Form bleiben soll. Auch die Ionen-Funktion macht sich positiv bemerkbar: Nach dem Trocknen stehen die Haare nicht sichtbar ab, sondern sind glatt und weich.
Sensor- oder Smart-Funktionen wie eine automatische Aufsatz-Erkennung gibt es im Gegensatz zu anderen Dyson-Modellen nicht. Wer viele Spezialaufsätze oder automatische Stylingprogramme erwartet, wird enttäuscht sein. Wer dagegen einen kompakten, schnellen Föhn sucht, vermisst im Test wenig.
Bedienung und Handhabung
Die Bedienung ist grundsätzlich einfach. Am Griff sitzt der Ein- und Ausschalter, die Tasten für Temperatur und Luftstrom befinden sich auf der Rückseite des Gehäuses in der Nähe der runden Öffnung. Eine Taste mit rotem Punkt regelt die Temperatur, die Taste mit Ventilator-Symbol steuert die Luftstromstufen. Kleine LEDs zeigen die gewählte Einstellung an.
Im Alltag gefällt uns diese Anordnung sehr gut. Beim Föhnen verstellen wir die Stufen nicht versehentlich, weil die wichtigsten Bedienelemente nicht direkt dort liegen, wo die Hand den Griff umfasst. Gleichzeitig lassen sich die Tasten nach kurzer Eingewöhnung auch ohne langen Blick auf das Gerät bedienen. Das ist vor allem beim Styling vor dem Spiegel praktisch, wenn eine Hand die Bürste führt und die andere den Föhn kontrolliert.
Das geringe Gewicht entlastet unser Handgelenk und den Arm spürbar. Gerade bei längerer Nutzung ist das ein Vorteil gegenüber größeren Haartrocknern. Die Grifffläche könnte allerdings etwas länger sein. Wer sehr große Hände hat, könnte hier Probleme bekommen.
Positiv wiederum ist das 2 Meter lange Stromkabel. Vor dem Spiegel haben wir genug Bewegungsfreiheit, ohne direkt neben der Steckdose stehen zu müssen.
Trocknungs- und Styling-Ergebnis
Wir nutzen den Dyson Supersonic Travel über mehrere Haarwäschen hinweg und testen vor allem ein klassisches Alltagsstyling: handtuchtrockenes Haar glatt föhnen und mit einer Rundbürste in Form bringen. Die Haare trocknen sehr schnell, ohne dass die Kopfhaut unangenehm heiß wird. Im Vergleich zum vorher genutzten Föhn aus der Drogerie ist die Trocknung deutlich zügiger.
Die Haare fühlen sich nach dem Föhnen weich und geschmeidig an, glänzen sichtbar und zeigen kaum Frizz. Gleichzeitig bleibt Volumen am Ansatz erhalten. Der Supersonic Travel glättet also nicht einfach alles platt, sondern sorgt für ein gepflegtes Finish mit natürlicher Fülle.
Die Wärmeverteilung ist im Test gleichmäßig. Wir bemerken keine unangenehmen Hotspots und müssen nicht ständig nacharbeiten. Für feines Haar und normales Alltagsstyling ist das ein großer Vorteil, weil weniger Hitzegefühl entsteht und das Ergebnis trotzdem schnell sitzt.
Haltbarkeit, Lautstärke und Reinigung
Das glatte Finish hält im Test sehr gut. Nach 2 Stunden bleibt unser Haar ruhig, glänzend und in Form. Auch am Ende des Tages ist das Ergebnis noch überzeugend: Das Volumen am Ansatz bleibt sichtbar, die Haare fühlen sich weiterhin weich an und kräuseln nicht sofort wieder auf. Selbst ein kurzer Spaziergang bei leichtem Wind bringt das Styling nicht aus der Form.
Bei der Lautstärke messen wir im Betrieb 75 Dezibel. Damit ist der Dyson Supersonic Travel deutlich hörbar, für ein Reisemodell aber absolut in Ordnung. Das Geräusch erinnert eher an ein gleichmäßiges Turbinensummen als an einen kreischenden klassischen Föhn.
Die Reinigung ist unkompliziert. Die Filtermanschette unten am Griff lässt sich leicht lösen, säubern und wieder anbringen. Gerade bei einem Gerät, das auf Reisen oder im Alltag häufig schnell verstaut wird, ist das wichtig.
Fazit
Der Dyson Supersonic Travel überzeugt im Test vor allem durch seine kompakte Bauform, das geringe Gewicht und die starke Trocknungsleistung. Haare trocknen schnell, fühlen sich danach weich an und zeigen kaum Frizz. Auch die Verarbeitung, die einfache Bedienung und die magnetische Styling-Düse hinterlassen einen guten Eindruck.
Ganz ohne Abstriche kommt der Reiseföhn aber nicht aus. Die Ausstattung ist eher überschaubar, spezielle Smart-Funktionen oder zusätzliche Aufsätze fehlen. Auch ein Reiseetui wäre angesichts des hohen Preises und des mobilen Einsatzzwecks sinnvoll gewesen.
Wer einen möglichst kleinen, leichten und leistungsstarken Haartrockner für Reisen oder Sporttasche sucht, bekommt mit dem Dyson Supersonic Travel dennoch ein sehr gutes Gerät.
- +Kompakte Bauform
- +Geringes Gewicht
- +Starke Trocknungsleistung
- +Weiches Haargefühl nach dem Trocknen
- +Kaum Frizz
- +Sichtbarer Glanz
- +Natürliches Volumen
- +Gleichmäßige Wärmeverteilung
- +Einfache Bedienung
- +Magnetische Styling-Düse
- +Langes Stromkabel
- +Stabile Verarbeitung
- –Kein Reiseetui
- –Wenige Aufsätze
- –Griff etwas kurz
- –Deutlich hörbar
- –Sehr hoher Preis