Die besten Tajines im Überblick
Die Tajine ist weit mehr als nur ein Kochtopf aus Nordafrika. Durch ihre markante Kegelform ermöglicht sie eine besondere Art des Dampfgarens, bei der das Kondenswasser am Deckel abläuft und die Zutaten im eigenen Saft schmoren lässt. Das Ergebnis sind besonders zarte Fleischgerichte und aromatisches Gemüse, die ihren vollen Geschmack behalten.
Staub Tajine 28cm rund Gusseisen
Vorteile
- Hervorragende Wärmespeicherung durch Gusseisen-Boden
- Uneingeschränkt induktionsgeeignet
- Sehr langlebige und robuste Verarbeitung
- Hält Speisen am Tisch lange warm
Nachteile
- Hohes Eigengewicht durch das massive Material
- Gusseisen benötigt etwas mehr Pflege als reine Keramik
Fazit: Ein hochwertiger Hybrid aus gusseisernem Boden und Keramikdeckel, der Tradition mit moderner Herdfreundlichkeit verbindet.
Worauf beim Kauf achten?
Die Wahl des richtigen Materials
Klassische Tajines bestehen aus gebranntem Ton oder Keramik. Diese Materialien nehmen die Hitze sanft auf und geben sie gleichmäßig an das Gargut ab. Wenn du jedoch auf einem modernen Induktionsherd kochst, ist ein Modell mit einem Boden aus Gusseisen die bessere Wahl. Gusseisen speichert die Wärme zudem deutlich länger, was beim Servieren direkt am Tisch von Vorteil ist.
Hinweis
Reine Ton-Tajines müssen vor dem ersten Gebrauch gewässert und oft "eingebrannt" werden, um die Poren zu schließen und die Haltbarkeit zu erhöhen. Moderne Keramikmodelle mit Glasur sind hingegen sofort einsatzbereit.
Die passende Größe für deine Gäste
Die Größe einer Tajine wird meist über den Bodendurchmesser definiert. Für Singles oder Paare reicht ein Modell mit 20 bis 24 cm Durchmesser oft aus. Wenn du regelmäßig für die Familie oder Freunde kochst, solltest du zu einer Variante mit mindestens 28 bis 32 cm greifen. Bedenke dabei, dass die Zutaten in der Mitte oft höher geschichtet werden, weshalb das Volumen durch die Deckelhöhe beeinflusst wird.
Kompatibilität mit dem Herd
Nicht jede Tajine darf auf jede Wärmequelle. Während Modelle aus Gusseisen auf Gas, Elektro und Induktion funktionieren, benötigen reine Keramiktöpfe auf einem Induktionsfeld eine spezielle Adapterplatte. Achte beim Kauf darauf, ob der Hersteller die Nutzung im Backofen explizit erlaubt, da dies die Flexibilität bei der Zubereitung erhöht.
Tipp
Nutze beim Kochen auf dem Gasherd einen Flammenverteiler unter deiner Keramik-Tajine. Das verhindert punktuelle Hitze-Hotspots und schützt das Material vor Spannungsrissen.
Materialvergleich: Gusseisen vs. Keramik
| Kriterium | Gusseisen-Basis | Reine Keramik/Ton |
|---|---|---|
| Induktion | Direkt nutzbar | Meist nur mit Adapter |
| Wärmespeicherung | Extrem hoch | Gut, aber kühlt schneller ab |
| Gewicht | Sehr schwer | Vergleichsweise leicht |
Für wen eignet sich welches Modell?
Einsteiger und Gelegenheitsköche
Wenn du die marokkanische Küche erst einmal ausprobieren möchtest, ist eine glasierte Keramik-Tajine eine gute Wahl. Sie ist pflegeleicht, meist spülmaschinenfest und bietet das authentische Kochgefühl zu einem fairen Preis.
Profis und Induktions-Besitzer
Wer Wert auf maximale Langlebigkeit und beste Wärmeverteilung legt, investiert in ein Modell von Marken wie Staub oder Le Creuset. Die Kombination aus Gusseisen-Pfanne und Keramik-Deckel vereint die technische Überlegenheit moderner Kochgeschirre mit der traditionellen Garweise.
Achtung
Vermeide extreme Temperaturschocks. Stelle eine heiße Tajine niemals direkt auf eine kalte Steinplatte oder gieße eiskaltes Wasser in den heißen Topf, da das Material sonst springen kann.
Häufige Fragen
Modelle aus Gusseisen oder glasierter Keramik lassen sich meist mit warmem Wasser und wenig Spülmittel reinigen. Unbehandelte Ton-Tajines sollten hingegen nur mit klarem Wasser und einer Bürste gesäubert werden, da das Material sonst den Seifengeschmack aufnehmen kann.
Nur bei unglasierten Naturton-Modellen ist das Wässern (ca. 10 bis 15 Minuten) vor jedem Gebrauch notwendig, damit das Material nicht reißt und die Feuchtigkeit beim Garen abgegeben wird. Bei glasierten Keramik- oder Gusseisen-Tajines entfällt dieser Schritt.
Das Prinzip beruht auf dem Schmoren bei niedrigen Temperaturen. Während ein Schnellkochtopf mit Druck arbeitet, nutzt die Tajine die sanfte Zirkulation. Für ein perfektes Ergebnis solltest du je nach Gericht zwischen 1,5 und 3 Stunden Garzeit einplanen.
Die meisten hochwertigen Modelle sind backofenfest. Das ist besonders praktisch, wenn der Herd bereits mit anderen Töpfen belegt ist. Achte jedoch darauf, die Tajine nicht in den bereits voll vorgeheizten Ofen zu stellen, sondern sie langsam mit aufheizen zu lassen.
Beliebte Tajines
Le Creuset Gusseisen Tagine
Vorteile
- Hervorragende Wärmespeicherung und gleichmäßige Hitzeverteilung durch das gusseiserne Unterteil.
- Die konische Form sorgt für eine optimale Zirkulation des Dampfes und macht Fleisch besonders zart.
- Hochwertige Emaillierung verhindert Anhaften und ist sehr pflegeleicht.
- Vielseitig einsetzbar auf allen Herdarten inklusive Induktion sowie im Backofen.
Nachteile
- Das hohe Eigengewicht des Gusseisens erschwert die Handhabung beim Reinigen oder Servieren.
- Der Keramikdeckel ist stoßempfindlich und erfordert einen vorsichtigen Umgang.