Reboarder ermöglichen Kindern eine besonders sichere Fahrt entgegen der Fahrtrichtung – vor allem in den ersten Lebensjahren. In Ausgabe 12/2025 vergleicht die Stiftung Warentest vier Modelle. Das Ergebnis: Zwei Reboarder schneiden mit der Note „gut“, zwei weitere mit „befriedigend“ ab. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Handhabung, Komfort und Sicherheit – Eltern sollten also auf die individuellen Bedürfnisse und Fahrzeugkompatibilität achten.
In welchem fährt es sich am besten? Stiftung Warentest vergleicht 4 Kindersitze für Kinder von 61 bis 105 cm
In Ausgabe 06/2023 vergleicht Stiftung Warentest vier Autokindersitze für Kleinkinder mit einer Größe von 61 bis 105 Zentimetern. Testsieger wird der Britax Römer Dualfix M Plus mit der Note 2,3 (gut). Er punktet in den Bereichen Unfallsicherheit, Ergonomie und Schadstoffe mit einer jeweils guten Teilnote. Ebenfalls "gut" ist mit der Note 2,4 der Avova Sperber-Fix 61. Weit abgeschlagen ist mit der Note 4,6 (mangelhaft) der BeSafe iZi Twist M, der teuerste Sitz im Test. Er ist zwar in puncto Unfallsicherheit sehr gut, hat jedoch zu viele Schadstoffe.
Stiftung Warentest sucht den besten Reboarder 2023 für Babys und Kleinkinder
Das Fahren entgegen der Fahrtrichtung ist für Babys und Kleinkinder die sicherste Art im Auto zu reisen. Stiftung Warentest vergleicht in Ausgabe 06/2023 sieben Reboarder miteinander. Testsieger ist der Swandoo Curie mit der Note 1,9 (gut), der sich bereits in Ausgabe 12/2022 auf dem Prüfstand beweisen musste. Er punktet unter anderem durch die Teilnote "sehr gut" im Bereich Unfallsicherheit. Unter den neu getesteten Produkten schneidet der Joie i-Harbour in Kombination mit der i-Base Encore am besten ab. Er erreicht die Note 2,0 (gut) und ist ebenfalls eine gute Wahl für Eltern.
Stiftung Warentest vergleicht 2 Kindersitze für Kleinkinder
Den richtigen Kindersitz zu finden, ist nicht leicht. Zum einen muss er ins Auto passen und einfach zu handhaben sein, doch vor allem ist die Sicherheit der wichtigste Faktor. Stiftung Warentest vergleicht in Ausgabe zwei Modelle für Kleinkinder. Während der Recaro Kio in Kombination mit der Avan/Kio Base eine gute Note (2,3) erringt, sollte man vom Urban Kanga Uptown TV107 lieber die Finger lassen. Er erhält sowohl in puncto Unfallsicherheit als auch Schadstoffe eine mangelhafte Teilnote und kommt somit insgesamt auf eine 4,8 (mangelhaft).
Rückwärtsgerichtete Kindersitze bieten den besten Schutz für Nacken und Kopf. Wir zeigen dir, welcher Reboarder zu deinem Kind und deinem Auto passt.
Zuletzt aktualisiert: 09.04.2026
Die besten Reboarder im Überblick
Die Sicherheit deines Kindes im Auto steht an erster Stelle, weshalb Experten seit Jahren dazu raten, Kinder so lange wie möglich rückwärtsgerichtet zu transportieren. Reboarder verteilen die Wucht eines Aufpralls großflächig über den Rücken und schützen so den noch empfindlichen Nackenbereich. In der aktuellen Auswahl überzeugen Modelle durch einfache Handhabung und innovative Sicherheitsfeatures.
Fazit: Ein durchdachter Sitz für Eltern, die Wert auf rückenschonendes Anschnallen und höchste Sicherheitsstandards legen.
Worauf beim Kauf achten?
Die aktuelle i-Size Norm (ECE R129)
Beim Kauf eines neuen Kindersitzes solltest du konsequent auf die i-Size Zertifizierung achten. Im Gegensatz zur alten Norm orientiert sich i-Size an der Körpergröße des Kindes statt am Gewicht, was die Auswahl des passenden Sitzes erheblich vereinfacht. Zudem ist bei diesen Modellen ein zertifizierter Seitenaufprallschutz sowie die rückwärtsgerichtete Befestigung bis zu einem Alter von mindestens 15 Monaten zwingend vorgeschrieben.
Installation: Isofix oder Fahrzeuggurt?
Die meisten modernen Reboarder nutzen das Isofix-System, das eine starre Verbindung zwischen Sitz und Fahrzeugkarosserie herstellt. Dies minimiert das Risiko von Einbaufehlern, die bei einer reinen Gurtbefestigung häufiger auftreten. Falls dein Fahrzeug keine Isofix-Ankerpunkte besitzt, gibt es spezielle Modelle, die sicher mit dem Drei-Punkt-Gurt befestigt werden, wobei die Installation hier oft etwas zeitintensiver ausfällt.
Tipp
Wähle nach Möglichkeit ein Modell mit einer 360-Grad-Drehfunktion. Das ermöglicht es dir, den Sitz beim Ein- und Aussteigen zur Tür zu drehen, was deinen Rücken schont und das Anschnallen deines Kindes massiv erleichtert.
Platzbedarf und Beinfreiheit
Ein Reboarder nimmt aufgrund seiner Bauweise oft mehr Platz in der Tiefe ein als ein vorwärtsgerichteter Sitz. Das kann dazu führen, dass der Beifahrersitz weit nach vorne geschoben werden muss. Prüfe vor dem Kauf die Kompatibilitätsliste des Herstellers oder teste den Sitz idealerweise direkt in deinem Auto. Manche Modelle bieten verstellbare Überrollbügel, um die Beinfreiheit für das wachsende Kind individuell anzupassen.
Hinweis
Physikalisch gesehen ist die Rückwärtsfahrt deshalb so sicher, weil der Kopf eines Kleinkindes im Verhältnis zum Körper sehr schwer ist. Bei einem Frontalaufprall wird das Kind in die Schale gedrückt, anstatt dass der Kopf unkontrolliert nach vorne schleudert.
Montage-Varianten im Vergleich
Kriterium
Isofix-Basis
Gurt-Befestigung
360°-Drehfunktion
Fehlerrisiko
Sehr gering durch Indikatoren
Höher durch Gurtverlauf
Gering durch festen Stand
Flexibilität
Schnell in andere Autos wechselbar
Universell in jedem Auto nutzbar
Oft schwer und sperrig
Komfort
Hohe Stabilität
Abhängig von Gurtstraffung
Maximaler Komfort beim Einsteigen
Für wen eignet sich was?
Für Neugeborene sind Kombi-Reboarder eine gute Wahl, da sie oft mit einem speziellen Sitzverkleinerer geliefert werden und die klassische Babyschale ersetzen können. Wenn du planst, den Sitz über viele Jahre zu nutzen, bieten sich mitwachsende Modelle bis zu einer Körpergröße von 105 Zentimetern an. Eltern mit kleinen Fahrzeugen sollten gezielt nach kompakten Reboardern suchen, die auf Stützfüße verzichten oder besonders steil im Sitzwinkel stehen können.
Achtung
Falls du den Reboarder auf dem Beifahrersitz installierst, musst du zwingend den Frontairbag deaktivieren. Ein auslösender Airbag gegen die Rückseite der Sitzschale kann lebensgefährliche Verletzungen verursachen.
Häufige Fragen
Gesetzlich ist rückwärtsgerichtetes Fahren bei i-Size Sitzen bis 15 Monate Pflicht. Experten empfehlen jedoch dringend, den Reboarder so lange wie möglich zu nutzen, idealerweise bis zum vierten Lebensjahr oder bis die maximale Größe des Sitzes erreicht ist.
Die meisten Kinder empfinden die angewinkelten Beine nicht als störend. Sie finden oft bequemere Positionen, als wir Erwachsene uns vorstellen können. Viele moderne Sitze bieten zudem die Möglichkeit, den Abstand zur Rückenlehne des Fahrzeugs zu vergrößern.
Das ist ein häufiger Irrtum. Durch die erhöhte Sitzposition und die Fensterflächen hinten sowie an den Seiten haben Kinder oft sogar ein besseres Panorama als in einer Babyschale. Ein zusätzlicher Rückspiegel an der Kopfstütze ermöglicht zudem den Blickkontakt zu dir.
In der Anschaffung liegen Reboarder preislich oft über Standardmodellen, da die Konstruktion aufwendiger ist. Da sie jedoch häufig über einen Zeitraum von vier Jahren genutzt werden können, relativiert sich die Investition über die gesamte Nutzungsdauer.