Gasgrills

Ratgeber


Gasgrills werden immer beliebter: für bereits 10 % der deutschen Griller ist ein Gasgrill die beste Art zu grillen. Dabei gilt es beim Kauf eines Grills ganz genau auf die eigenen Vorlieben und Anforderungen zu achten. Wir haben die Vor- und Nachteile eines Gasgrills zusammengestellt sowie die Testsieger in dieser Grill-Kategorie ermittelt.

Gasgrills: Funktionsweise

Anders als ein Holzkohle- oder Elektrogrill wird ein Gasgrill mit Gas geheizt. Hierbei kommt normalerweise Propangas zum Einsatz, welches man in Flaschen im örtlichen Baumarkt ohne weiteres kaufen kann. Wie lange eine solche Gas-Flasche hält, hängt von der Größe des Grills sowie der Anzahl der Brenner ab: ein größerer Grill mit mehreren Flammen verbraucht natürlich auch mehr Gas.
Das grundlegende Prinzip eines Gasgrills ist schnell erklärt: Gasbrenner unter dem Grillrost erhitzen diesen, ohne das es zu Fettverbrennung kommt. Dadurch wird die Rauchentwicklung verringert, sodass ein Gasgrill auch auf dem Balkon einsetzt werden kann. Die Gasflammen sind zudem regulierbar, die Temperatureinstellung ist dabei ohne weiteres an das Grillgut anpassbar.

Fehlendes Aroma muss nicht sein

Grill-Puristen fehlt bei einem Gasgrill das klassische Holzkohle-Aroma, welches nur mit einem Kohlegrill zu erreichen ist. Ein guter Gasgrill bietet jedoch andere Alternativen: über spezielle Vorrichtungen können z.B. Bier oder Wiskey verdampft werden, die dem Grillgut ein ganz besonderes Aroma verleihen. Der eigenen Kreativität beim Grillen sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Auch in Wasser eingelegte Holzspäne von verschiedenen Holzarten lassen sich zusammen mit dem Grillgut erhitzen. Dadurch entsteht zwar kein Holzkohlearoma, dafür aber abwechslungsreichere und zum jeweiligen Grillgut passende Geschmacksnoten.

Verschiedene Zubereitungstechniken

Ein Gasgrill bietet die Möglichkeit, auf verschiedene Zubereitungsmethoden zurückzugreifen, die mit anderen Grill-Typen nicht ohne weiteres möglich sind:

  • indirektes Grillen mit einer BBQ-Haube bei niedrigen Temperaturen um 130°C: ideal für große Fleischstücke
  • Grillen auf einer Hotplate (Grillplatte): perfekt, um Gemüsescheiben, Garnelen oder kleinere Fleischstücke zu grillen
  • „klassisches“ Grillen auf dem Rost bei hoher Temperatur

Große Grillstationen erlauben das Einstellen unterschiedlicher Temperaturen in verschiedenen Zonen. Dadurch kann Gemüse schonend abseits der Steaks gegart werden.

Besonderheiten: Infrarotzonen und Lavasteingrills

Gasbetriebene Infrarotzonen erreichen innerhalb kürzester Zeit Temperaturen von bis zu 800°C. Vor allem für Fleisch sind diese Bereiche optimal, mit etwas Übung zaubert man hier perfekte Steaks mit einem deutlichen Grillmuster. Fisch und Gemüse ist auf einer Infrarot-Grillzone deutlich schwieriger zu grillen, zu schnell wird das Grillgut zu heiß. Auch das Fleisch sollte nach dem Anbraten auf einen normalen Grillbereich verschoben werden, damit die gewünschte Kerntemperatur erreicht werden kann, ohne dass das Fleisch außen verbrennt.
Lavasteingrills funktionieren indirekt: die Gasflammen erhitzen Lavasteine, die wiederum die Wärmeenergie an das Grillgut abgeben. Dabei verfügen sie über eine gewisse Trägheit, benötigen also Zeit zum Aufheizen. Dafür wird die Wärme auch über einen längeren Zeitraum gespeichert.

Bei einem Lavasteingrill verdunstet zudem der Fleischsaft und das Fett, das auf die heißen Steine tropft: auch ohne Holzkohle entsteht hier ein klassisches Grillaroma, welches sich mit dem von klassischen Holzkohlegrills vergleichen lässt. Für Puristen mag nach wie vor nur das Grillen auf einem Holzkohlegrill echtes Grillen sein, für Umsteiger auf einen Gasgrill ist ein Lavastein-Grill (oder zumindest eine entsprechende Grillzone) jedoch ein brauchbarer Kompromiss.
Nachteil bei Lavasteingrills: die Steine müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden, da sich die Verunreinigungen durch heruntertropfendes Fett nicht über einen längeren Zeitraum sammeln sollten.

Reinigung: immer ein frisches Grillerlebnis

Wie alle Geräte, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sollte ein Gasgrill regelmäßig gereinigt werden. Besonders leicht geht dies direkt nach dem Grillen, da Fett und andere Rückstände noch keine Chance hatten, anzuhaften.

  • Den Grillrost mit passendem (Edelstahl-)Reiniger säubern
  • Sofern vorhanden die Abtropfschale reinigen
  • Staub und Fettspritzer von der Oberfläche des Grills entfernen
  • Wenn es sich um einen Lavasteingrill handelt: ca. ein bis zweimal pro Saison (abhängig davon, wie oft der Grill benutzt wird) die Lavasteine austauschen

Wenn der Grill über einen längeren Zeitraum unter freiem Himmeln aufbewahrt wird, sollte auf jeden Fall eine Schutzhülle verwendet werden. Diese gibt es passend für viele Grill-Modelle, ansonsten kann man für einen Grillwagen auch eine Abdeckung für Motorräder verwenden.

Gasflaschen richtig lagern und anschließen

Propangas-Flaschen stehen unter einem Druck von ca. 10 Bar und müssen daher ordnungsgemäß gelagert werden:

  • Nicht in geschlossenen Räumen lagern, damit sich austretendes Gas nicht ansammeln kann
  • Nicht direktem Sonnenlicht aussetzen
  • Vor Frost schützen

Das Anschließen an den Grill ist einfach bewerkstelligt: ein Schlauch wird an die Gasflasche angeschlossen – fertig! Achten Sie hier darauf, dass der Schlauch nicht Brüchig ist. Ein defekter Schlauch sollte ausgetauscht und nicht repariert werden, um einen gefahrlosen Betrieb sicher zu stellen.

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