Test: Huawei MateBook D AMD Ryzen 5 2500U

Das Huawei MateBook D kommt mit dem nicht allzu weit verbreiteten Ryzen-Prozessor von AMD und ist vor allem für den mobilen Einsatz konzipiert. Wir klären im Test, ob die Alltagstauglichkeit stimmt.

Design und Verarbeitung

Optisch macht das MateBook D einen ausgezeichneten Eindruck. Das Gehäuse besteht vor allem aus Aluminium und fühlt sich äußerst hochwertig an. Mit Abmessungen von 323 Millimetern in der Breite, 221 Millimetern in der Tiefe und 15,8 Millimetern in der Höhe ist es recht kompakt und vor allem flach ausgefallen. In Kombination mit dem moderaten Gewicht von 1.450 Gramm überzeugt das Ultrabook durch eine gute Reisetauglichkeit und findet fast in jeder Tasche oder jedem Rucksack Platz.

An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen, was ebenfalls an den hochwertigen Materialien liegt. Aber auch davon abgesehen, macht Huawei alles richtig. Das Scharnier ist robust, außerdem entdecken wir keine übermäßig großen Spaltmaße, in denen sich Staub und Schmutz sammeln kann. Abgerundete Kanten garantieren eine angenehme Handablage. Die seitlichen Displayränder sind mit sechs Millimetern zwar nicht extrem schmal ausgefallen, trotzdem lenken sie nicht vom Bildschirm ab.

Anschlüsse und Bedienung

Huawei Matebook D
Das Huawei MateBook D bietet alle wichtigen Anschlüsse wie USB A, HDMI oder USB C.

In puncto Anschlüsse hat sich Huawei auf das Nötigste beschränkt, trotzdem bietet das MateBook D alle wichtigen Schnittstellen. Auf der rechten Seite befinden sich ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer oder AUX-Kabel und ein USB-2.0-Anschluss. Huawei greift hier auf etwas veralteten und deutlich langsameren 2.0-Standard zurück. Auf der rechten Seite befindet sich allerdings eine USB-3.0-Buchse. Daneben haben wir hier noch einen HDMI-Anschluss und eine USB-C-Kombischnittstelle. Über diese lädt der Nutzer beispielsweise das Ultrabook auf oder schließt weitere Peripherie wie eine USB-C-Dockingstation an. Praktischerweise unterstützt der Anschluss den Power-Delivery-Standard. Kompatible Powerbanks können das Notebook also mit Energie versorgen. Das passende Stromkabel befindet sich natürlich bereits im Lieferumfang. Hinzu kommen ein Netzteil und die Bedienungsanleitung. Mit knapp 180 Zentimetern ist die Strippe ordentlich lang ausgefallen, ein paar Zentimeter mehr hätten aber nicht geschadet.

Wie bei einem Ultrabook nicht anders zu erwarten, ist die Tastatur ebenfalls recht kompakt ausgefallen. Trotzdem haben die Tasten insgesamt noch eine angenehme Größe. Sie reagieren zudem präzise und haben einen angenehmen Druckpunkt. Insgesamt fehlt uns allerdings etwas das haptische Feedback in Form eines etwas größeren Widerstands. Nach etwas Eingewöhnungszeit bereitet uns das Tippen jedoch keine Probleme. Das Mauspad ist dagegen schön groß ausgefallen, allerdings nicht mit Glas überzogen. So spüren wir einen deutlichen Widerstand am Finger und manövrieren den Cursor nicht ganz flüssig über den Bildschirm.

Display

Huawei Matebook D
Das Display misst 14 Zoll in der Diagonale und löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf.

Es kommt ein IPS-LCD-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 14 Zoll zum Einsatz. Dank der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln stellt das Display Inhalte schön scharf dar. Da es sich um eine matte, entspiegelte Variante handelt, muss der Nutzer keine Angst vor unschönen Reflektionen vor allem bei Sonnenlicht haben – ausgezeichnet. Hinzu kommt eine ordentliche Helligkeit, die sich durchschnittlich bei 260 Candela pro Quadratmeter einpendelt. Bei direkter Sonneneinstrahlung hätten wir uns zwar noch etwas mehr gewünscht, in den meisten Situationen genügt die Strahlkraft jedoch völlig aus. Dank der guten Blickwinkelstabilität kann der Nutzer den Bildschirm auch aus seitlicher Position heraus problemlos erkennen. Die Farbdarstellung ist insgesamt sehr kräftig, allerdings werden die Farben nicht 100 Prozent korrekt dargestellt, was aber auch am entspiegelten Display liegen kann. Das ist in den meisten Fällen nicht weiter tragisch und fällt auch nicht auf, bei Videoschnitt oder Bildbearbeitung kann es aber zum Problem werden.

Hardware und Software

Huawei Matebook D
Die Tastatur reagiert präzise und ist trotz der kompakten Abmessungen groß gehalten.

Wie bereits erwähnt, kommt als Prozessor der AMD Ryzen 5 2500U zum Einsatz. Der Vierkernprozessor verfügt über eine Taktfrequenz von 2 Gigahertz, im TurboBoost-Modus taktet er mit 3,6 Gigahertz. Hinzu kommen ein Arbeitsspeicher von 8 Gigabyte und die mobile Grafikeinheit AMD Radeon Vega 8 Mobile. Außerdem darf sich der Nutzer über eine SSD-Festplatte mit 256 Gigabyte freuen. Wie bei einem Ultrabook dieser Preisklasse üblich, darf der Nutzer keine Leistungswunder erwarten.

Für das tägliche Arbeiten reicht die Power aber völlig aus. Programme starten zügig und die Navigation durch die Menüs geht ebenfalls gut von der Hand. Auch das Surfen im Web oder Tabellenkalkulationen bereiten dem Notebook keine Probleme. Selbst Videoschnitt oder Bildbearbeitung ist möglich, auch wenn hier der Arbeitsspeicher etwas limitierend wirkt. Beim Allround-Benchmark-Test PC Marc 10 bekommt das Huawei 2.694 Punkte und liegt damit im guten Office-PC-Bereich. Zum Spielen ist es dagegen weniger geeignet. Kleinere oder ältere Games wie Asphalt 9 oder Minecraft laufen zwar, hardwarehungrigere Spiele bringen das Ultrabook aber schnell an die Leistungsgrenze.

Dabei arbeitet der Lüfter angenehm leise. Bei kompletter Stille ist er zwar zu hören, im täglichen Bürobetrieb oder auf Reisen werden die Geräusche aber überdeckt. Unter Volllast ist das Notebook dagegen deutlich hörbar, dieser Fall tritt allerdings nur sehr selten ein. Eine unnatürliche Wärmeentwicklung können wir nicht ausmachen.

Akku und Sound

Huawei MateBook D
Displayauflösung:1.920 x 1.080 Pixel
Festplattenspeicher:256 GB
Prozessor: AMD Ryzen 5 2500U
Arbeitsspeicher:8 GB RAM
Das MateBook D besitzt die Dolby-Atmos-Lizenz, was natürlich große Erwartungen an den Klang weckt. Insgesamt kommen vier Lautsprecher zum Einsatz, je einer links und rechts neben der Tastatur und zwei an der Unterseite. Einen ausgewachsenen Heimkinoklang bietet das Ultrabook zwar nicht, für ein Notebook und in Anbetracht der kompakten Abmessungen kann sich der Sound aber hören lassen. Das Huawei spielt ausgewogen, weder Tiefen, Höhen noch Mitten treten zu stark in den Vordergrund. Außerdem klingen die Lautsprecher nicht kratzig oder blechern. Insgesamt also eine überzeugende Leistung, auch wenn die Maximallautstärke etwas enttäuscht. Je nach Nutzung hält der Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 7.565 mAh zwischen sieben und acht Stunden durch – ein guter Wert.

Fazit

Insgesamt hat uns das Huawei MateBook D gut gefallen. Optisch macht vor allem das Aluminium-Gehäuse einen ausgezeichneten Eindruck, aber auch die Verarbeitungsqualität stimmt. Nach etwas Einarbeitungszeit geht die Bedienung über die Tastatur gut von der Hand. Das Mauspad muss allerdings mit einem deutlich spürbaren Widerstand leben. Das Display hat einen guten Eindruck hinterlassen, was vor allem an der scharfen Darstellung liegt. Die kompakten Abmessungen, das niedrige Gewicht und die gute Akkuleistung machen das MateBook zu einem hilfreichen Begleiter auf Geschäftsreisen oder im Urlaub. Für die Verwendung im Business-Bereich reichen Hardware und Performance völlig aus, Leistungswunder sollte man allerdings nicht erwarten. Daher können wir insgesamt eine klare Kaufempfehlung aussprechen, gerade in Anbetracht des moderaten Preises von knapp 600 Euro (Stand: 02.05.2019)

Wertung

: Huawei MateBook D

Huawei MateBook D
  1. Design und Verarbeitung
    1,5
    • Bedienung
      2,0
      • Display
        1,7
        • Hardware und Performance
          1,8
          • Akku
            1,3

            Pros

            • Schicke Optik
            • Gute Verarbeitung
            • Gute Tastatur
            • Scharfes Display
            • Kompakte Abmessungen
            • gute Busniess-Performance
            • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
            • Guter Klang

            Cons

            • Großer Widerstand bei Mauspad
            • Farben werden nicht 100 Prozent korrekt dargestellt