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HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K im Test: Magnet-Switches für den kompakten Schreibtisch

Marco
|
28. Juli 2026
|
5 Min. Lesezeit

HATOR verspricht mit der Skyfall 80 MAG Ultima 8K eine kompakte Gaming-Tastatur, die magnetische Hall-Effekt-Switches, fein einstellbare Auslösepunkte, Rapid Trigger und eine Abfragerate von bis zu 8.000 Hertz zu einem vergleichsweise günstigen Preis kombiniert. Dazu kommen drei Verbindungsarten, ein integriertes Display und eine umfangreiche RGB-Beleuchtung. Ob die beworbenen Funktionen im Alltag tatsächlich einen spürbaren Mehrwert bieten und wie sich die Tastatur beim Schreiben und Spielen schlägt, klären wir im Praxistest.

HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K

UVP109,99 Euro
ProdukttypGaming-Tastatur
Layout80-Prozent-Layout ohne Nummernblock
Abmessungen35,4 × 14,0 × 4,3 Zentimeter
Gewicht1040 Gramm
SwitchesHATOR Aurum-Ice-Switches mit Hall-Effekt
VerbindungenBluetooth 5.3, 2,4-Gigahertz-Funk und USB-C-Kabel
Bluetooth-Gerätebis zu 3 gleichzeitig
Kabellänge180 Zentimeter
Akku8000 Milliamperestunden
Akkulaufzeit laut Herstellerbis zu 24 Stunden mit Beleuchtung und bis zu 533 Stunden ohne
Display0,85-Zoll-TFT
Abfrageratebis zu 8000 Hertz
Switch-AufnahmeHot-Swap-Fassungen
HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K: Tastatur im kompakten 80-Prozent-Layout
Mit dem 80-Prozent-Layout gewinnen wir spürbar Platz für Mausbewegungen, verzichten dafür aber auf den Nummernblock und separate Zusatztasten. (Foto: Testsieger.de)

Design und Verarbeitung

Die Skyfall 80 MAG Ultima 8K kommt im kompakten 80-Prozent-Layout ohne Nummernblock, misst 35,4 × 14,0 × 4,3 Zentimeter und wiegt 1040 Gramm. Das Format richtet sich gezielt an Gamer, die für einen kleineren Platzbedarf auf Zusatztasten verzichten; wer es noch kompakter mag, findet die Serie auch als 65-Prozent-Variante, und eine Version in voller Größe hat HATOR für die Zukunft angekündigt. Den Test zur kleinen Varianten findet ihr hier. Das Gehäuse besteht größtenteils aus Kunststoff, was man der Tastatur aber nicht anmerkt: Beim Verwindungstest knarzt nichts, das Chassis ist formstabil und wirkt insgesamt solide.

Auch im Detail arbeitet HATOR sauber. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, die Tasten sitzen fest, scharfe Kanten suchen wir vergeblich. Als Farbtupfer hebt sich die rosafarbene Escape-Taste vom schwarzen Gehäuse ab. Zum Testzeitpunkt kostet die Tastatur 78,90 Euro und liegt damit deutlich unter der unverbindlichen Preisempfehlung von 109,99 Euro.

HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K: Tastatur mit rosafarbener Escape-Taste
Die rosafarbene Escape-Taste finden wir selbst bei gedämpftem Licht sofort, während die PBT-Tastenkappen griffig bleiben und ihre Beschriftung klar durchleuchten. (Foto: Testsieger.de)

Bei der Standfestigkeit gibt es wenig zu meckern. Die Tastatur steht sicher, verrutscht beim Tippen und Spielen nur selten, und die ausklappbaren Füße mit 2 Höhenstufen halten ihre Position.

Installation und Einrichtung

Die Einrichtung gelingt ohne Probleme. Über einen Schalter auf der Rückseite wählen wir zwischen Bluetooth, 2,4-Gigahertz-Funk und Kabelbetrieb; der Rechner erkennt die Tastatur in jedem Modus sofort, und sie arbeitet vom ersten Moment an stabil. Auch die Bedienung erschließt sich uns schnell. Beleuchtung, Lautstärke und Betriebsmodus lassen sich zügig anpassen. Eigene Einstellungen wie Beleuchtungsprofile behält die Tastatur zuverlässig, nur der Wechsel zwischen ihnen dürfte einen Tick komfortabler ausfallen.

HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K: Seitenansicht mit Drehregler und TFT-Display
Die 4,3 Zentimeter hohe Bauform fordert beim Umstieg von flachen Tastaturen etwas Eingewöhnung, den Drehregler erreichen wir dagegen ohne Umgreifen. (Foto: Testsieger.de)

Ärgerlich wird es bei der Dokumentation. Der aufgedruckte QR-Code verspricht einen Quick-Start-Guide, führt aber auf die Produktseite im Webshop. Dort können wir die Tastatur kaufen, die bereits vor uns liegt, eine Schnellanleitung finden wir nicht. Wer die Sonderfunktionen verstehen will, muss deshalb mehr ausprobieren als nötig. Hier verspielt HATOR ohne Not Sympathien.

Ausstattung

Die Skyfall deckt die wichtigsten Verbindungsarten ab. Neben dem 2,4-Gigahertz-Dongle und Bluetooth 5.3 liegt ein abnehmbares USB-C-Kabel mit 180 Zentimetern Länge bei, dazu ein USB-A-Adapter für ältere Rechner. Praktisch im Alltag: Bis zu 3 Bluetooth-Geräte koppelt die Tastatur gleichzeitig, zwischen ihnen wechseln wir per Tastendruck. Wer die Tastatur regelmäßig zwischen Rechner, Laptop und Tablet bewegt, spart sich so das erneute Verbinden. Den Strom liefert unterwegs ein Akku mit 8000 Milliamperestunden, für den der Hersteller bis zu 24 Stunden Laufzeit mit Beleuchtung und bis zu 533 Stunden ohne verspricht.

Neben den Pfeiltasten sitzt ein kleines TFT-Display mit 0,85 Zoll, das sich vielseitig bespielen lässt: Neben Statusinformationen zeigt es auf Wunsch Systemdaten des Rechners an, und sogar eigene Bilder oder GIFs laden wir hoch – eine nette Spielerei. Dazu kommt ein Drehregler für die Multimedia-Steuerung, der zusammen mit den Fn-Funktionen für Lautstärke und Wiedergabe gut erreichbar ist und den wir im Alltag tatsächlich nutzen. Die RGB-Beleuchtung zählt zu den Stärken der Tastatur: hell, gleichmäßig ausgeleuchtet und pro Taste anpassbar, ohne dass wir uns durch kryptische Menüs arbeiten müssen.

HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K: Bedienelemente, Pfeiltasten und TFT-Display
Mit dem Drehregler steuern wir die Lautstärke schnell, während das TFT-Display Statusdaten und auf Wunsch eigene Bilder oder GIFs anzeigt. (Foto: Testsieger.de)

Dedizierte Zusatz- oder Makrotasten fehlen dagegen komplett; alle Sonderfunktionen laufen über die Fn-Ebene. Umbelegungen und Makros nehmen wir stattdessen in der SyncHUB-Software vor, die HATOR in zwei Varianten anbietet: als PC-Programm und als Web-Version im Browser. Letztere kommt ohne Installation aus, belastet das System nicht mit einem Hintergrundprogramm und ermöglicht die Konfiguration auch unter Betriebssystemen wie macOS, Linux oder ChromeOS. Das funktioniert ordentlich, direkt an der Tastatur selbst lassen sich solche Anpassungen aber nicht vornehmen. Die Software stellt zusätzlich Magnet-Switch-Funktionen wie Dynamic Key Stroke, Press and Click, Toggle Switch und Snap Key bereit; diese Spezialfunktionen haben wir im Praxistest nicht vertieft bewertet. Die Switches selbst stecken in Hot-Swap-Fassungen: Wer andere Schalter ausprobieren will, zieht sie ohne Löten einfach heraus. Bei gleichzeitigen Eingaben leistet sich die Tastatur keine Schwäche: Auch wenn wir im Spiel Bewegung, Sprung und Aktion parallel halten, kommt jeder Befehl an.

Praxis und Tippgefühl

Unter den Kappen arbeiten die hauseigenen Aurum-Ice-Switches, magnetische Schalter, die berührungslos per Hall-Effekt auslösen: Ein Magnetfeldsensor registriert stufenlos, wie tief die Taste gedrückt ist. Den Auslösepunkt justieren wir in feinen Schritten von wenigen Zehntelmillimetern, dazu kommen Rapid Trigger für das sofortige Zurücksetzen der Taste und eine Polling-Rate von bis zu 8000 Hertz. In der Praxis fühlt sich das genauso direkt an, wie es klingt. Die Tasten lösen präzise und über das gesamte Feld gleichmäßig aus, das Drücken bleibt jederzeit kontrollierbar.

Ergonomisch schlägt sich die Skyfall ebenfalls gut: Der Tippwinkel lässt sich über die Standfüße anpassen, und im Test empfinden wir die Haltung auch nach 20 Minuten am Stück als angenehm. Lediglich die Bauhöhe von 4,3 Zentimetern verlangt Umsteigern von flachen Tastaturen etwas Eingewöhnung.

HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K: aktivierte RGB-Beleuchtung
Die RGB-Beleuchtung leuchtet jede Taste gleichmäßig aus, sodass wir die Beschriftung auch im Dunkeln klar erkennen. (Foto: Testsieger.de)

Beim Schreiben längerer Texte bleibt die Tastatur angenehm, Vertipper sind die Ausnahme, und auch nach 20 Minuten am Stück ermüden die Finger nicht. Im Spiel zeigt sich dasselbe Bild: In Shootern reagiert die Skyfall unmittelbar auf schnelle Richtungswechsel, in MOBAs sitzen auch hektische Eingabefolgen. Nur vereinzelt lösen wir in hektischen Spielsituationen versehentlich eine benachbarte Taste aus.

Akustisch gefällt uns die Tastatur ebenfalls. Dank Gasket-Mount-Konstruktion, bei der die Platine schwimmend in Dichtungen gelagert ist, und mehrlagiger Dämmung klingt das Tippen satt statt klapprig; Nachhall oder metallisches Pingen hören wir nicht. Damit eignet sich die Skyfall auch für ruhige Umgebungen. Die großen Tasten wie Leertaste und Enter lösen selbst am Rand sauber aus und wackeln kaum. Die hochwertigen Tastenkappen aus zweischichtig gespritztem PBT-Kunststoff (Double-Shot) fühlen sich griffig an; ihre Beschriftung besteht aus einem zweiten Kunststoff und ist nicht nur aufgedruckt. Dadurch nutzt sie sich kaum ab und bleibt dank Durchleuchtung gut lesbar. Im Praxistest bleibt die Funkverbindung stabil und ohne Aussetzer. Auch kabellos spüren wir keine Verzögerung.

Fazit

Die HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K überzeugt uns im Test vor allem mit ihrer Substanz: Das Gehäuse ist sehr sauber verarbeitet, die Magnet-Switches liefern ein direktes, präzises Tippgefühl mit fein einstellbarem Auslösepunkt, und mit 3 Verbindungsarten samt beigelegtem USB-A-Adapter deckt die kompakte Tastatur die gängigen Einsatzszenarien ab. Dazu kommen die helle, gleichmäßige Beleuchtung und der satte Klang beim Tippen.

Schwächen leistet sie sich beim irreführenden QR-Code, der statt zur Schnellanleitung in den Webshop führt, und beim Verzicht auf dedizierte Sondertasten. Gemessen an den 78,90 Euro zum Testzeitpunkt fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr ordentlich aus. Wer einen kompakten Gaming-Arbeitsplatz mit einer hochwertigen und vielseitig anpassbaren Tastatur einrichten will, macht mit der Skyfall wenig falsch. Wer dedizierte Makrotasten braucht, schaut sich besser anderweitig um.

So testen wir Gaming-Tastaturen

Testergebnisse im Detail
Material & Gehäusequalität (Stabilität, Verwindung, wertiger Eindruck)
6 / 6
Verarbeitung/Spaltmaße/Keycaps (saubere Kanten, keine Grate, Legenden)
5 / 5
Standfestigkeit & Füße (rutschfest, Standfuß stabil, kein Kippeln)
4 / 5
Design/Ergonomie (Höhe, Handballenauflage, Formfaktor alltagstauglich)
3,2 / 4
Inbetriebnahme (Anschluss/Pairing, sofort nutzbar, keine Treiberprobleme)
4 / 4
Einstellungen & Bedienlogik (Tasten-Kombis, Schalter, Menüs/Software) – verständlich
3 / 3
Profile/Belegungen (z. B. Beleuchtung, Tastenbelegung, Makro-Profile) – leicht wechselbar
1,6 / 2
Anleitung/Erklärungen (Shortcuts, Sonderfunktionen, verständliche Doku)
0,6 / 1
Verbindungen & Kabel (USB-C/abnehmbar, Wireless-Optionen, Umschalten)
4 / 4
Beleuchtung (Helligkeit, Gleichmäßigkeit, Effekte, Bedienbarkeit)
4 / 4
Tastenbelegung & Zusatzfunktionen (Umbelegen, Makros, Schnellfunktionen)
3,2 / 4
Sondertasten/Multimedia (Lautstärke, Regler, Shortcuts) – Nutzen
3 / 3
Gaming-Zuverlässigkeit (Mehrfachtasten, Sperren-Taste, stabile Eingaben) – Praxis
3 / 3
Lieferumfang/Zubehör (Wrist Rest, Puller, Ersatzcaps) – sinnvoll
2 / 2
Schaltgefühl der Switches (präzise, konsistent, angenehm, kein Kratzen)
12 / 12
Tippgefühl im Alltag (längere Texte: Komfort, Fehlerquote, Ermüdung)
8 / 10
Gaming-Praxis (schnelle Eingaben, Kontrolle, Fehlinputs in hektischen Szenen)
8 / 10
Geräusch/Lautstärke & Klang (Klappern, Nachhall, Dumpf/hell) – subjektiv
6 / 6
Stabilität großer Tasten (Space/Enter/Shift: stabil, kein Wackeln)
4 / 5
Keycap-Oberfläche & Grip (Materialgefühl, Kanten, Abriebgefühl, Lesbarkeit)
3 / 3
Verbindungsstabilität & Reaktionsgefühl (Kabel oder Funk): keine Aussetzer, kein spürbarer Delay
4 / 4
Testsiegel HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K

HATOR Skyfall 80 MAG Ultima 8K

Getestet: 07/2026
zum Preisvergleich
Bewertung nach Kategorie
Design und Verarbeitung
91%
Installation
92%
Ausstattung
96%
Praxis und Tippgefühl
90%
Pro
  • +Sehr saubere Verarbeitung
  • +Präzise Magnet-Switches
  • +Drei stabile Verbindungsarten
  • +Helle gleichmäßige RGB-Beleuchtung
  • +Satter angenehmer Tippklang
Contra
  • Irreführender Quick-Start-QR-Code
  • Keine dedizierten Sondertasten