Fackelmann Pamela Reif Bratpfanne Shell Ø24cm im Test: Starke Antihaftwirkung mit Geduldsprobe
Fackelmann steht vor allem für praktische Küchenhelfer, funktionales Kochgeschirr und ein breites Sortiment für den Alltag. Mit der gemeinsam mit Pamela Reif entwickelten Shell-Serie rückt die Marke jedoch deutlich stärker Design und Lifestyle in den Mittelpunkt. Ob die pastellbeige Bratpfanne neben ihrer auffälligen Optik auch beim täglichen Braten überzeugt, zeigt unser Praxistest.
Fackelmann Pamela Reif Bratpfanne Shell
Verarbeitung und Ausstattung
Laut Hersteller besteht der Pfannenkörper aus recyceltem, geschmiedetem Aluminium und besitzt eine PFAS-freie keramische Antihaftbeschichtung. Dazu kommen ein ergonomischer Soft-Touch-Griff, ein farblich abgestimmter Flammenschutz und die geriffelte Außenseite in Pastellbeige. Fackelmann gibt die Pfanne für alle gängigen Herdarten einschließlich Induktion sowie für den Backofen bis 150 °C frei und gewährt drei Jahre Herstellergarantie.
Material und Beschichtung hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Der Aluminiumkorpus wirkt stabil, die Innenfläche ist gleichmäßig beschichtet, und das Rillendesign verleiht der Pfanne eine moderne, eigenständige Optik. Damit zählt die Verarbeitung zu den stärksten Bereichen des Tests.
Rand, Übergänge und Boden sind sauber ausgeführt. Der Griff zeigt bei genauer Prüfung allerdings ein leichtes Spiel, wodurch die Pfanne weniger solide wirkt, als es der übrige Materialeindruck erwarten lässt.
Bedienung und Handhabung
Mit 713 Gramm lässt sich die Pfanne bequem anheben, schwenken und umsetzen. Der Soft-Touch-Griff liegt ergonomisch und rutschfest in der Hand und bietet sowohl mit trockenen als auch mit feuchten Händen sicheren Halt. Griffwinkel und Gewichtsverteilung sorgen für eine sehr gute Balance.
Die nutzbare Bratfläche von etwa 18 Zentimetern fällt im Verhältnis zum Außendurchmesser von 24 Zentimetern kompakt aus. Für kleinere Portionen, Beilagen oder Gerichte für einen Singlehaushalt reicht der Platz gut aus. Wer mehrere große Fleischstücke oder größere Mengen gleichzeitig braten möchte, stößt dagegen schnell an die Grenzen der Pfanne. Wer möchte, kann sich die Pfanne auch mit 28 oder 20 Zentimetern Durchmesser kaufen.
Beim Wenden, Umrühren und Servieren bleibt die Pfanne gut kontrollierbar. Das leichte Spiel am Griff macht sich im normalen Gebrauch kaum bemerkbar, verhindert aber einen vollständig makellosen Eindruck. Insgesamt gehört die Handhabung klar zu den Stärken des Modells.
Sicherheit
Auf dem Induktionskochfeld steht die Pfanne leer wie befüllt stabil und verrutscht beim Rühren oder Wenden nicht. Scharfe Kanten oder lose Bauteile finden wir nicht. Auch nach wiederholtem Erhitzen und Abkühlen bleibt der Bodenkontakt unverändert gut.
Nach 10 Minuten bei mittlerer Hitze fühlt sich der Griff warm, aber nicht unangenehm an. Er bleibt sicher nutzbar und bietet weiterhin einen rutschfesten Halt. Ein Topflappen ist unter den getesteten Bedingungen nicht erforderlich.
Im Test wird die Pfanne vom Induktionskochfeld zuverlässig erkannt. Laut Hersteller eignet sie sich außerdem für Elektro-, Gas- und Glaskeramikherde. Die Backofengrenze von 150 °C reicht zum Warmhalten und sanften Fertiggaren aus.
Bratleistung und Temperaturverhalten
Bei der Bratleistung zeigt die Pfanne deutliche Stärken, aber auch Schwächen. Bis die Pfannenmitte 180 °C erreicht, vergehen 4,5 Minuten. Damit heizt sie vergleichsweise langsam auf und benötigt insbesondere für scharfes Anbraten eine längere Vorheizzeit.
Auch die Wärmeverteilung überzeugt nur eingeschränkt. Im Mehltest zeigt sich nach 9 Minuten in der Mitte eine deutlich stärkere Bräunung, während die Randbereiche weitgehend hell bleiben. Die klare Temperaturdifferenz zwischen Zentrum und Rand macht regelmäßiges Wenden oder Umrühren erforderlich.
Beim Hähnchenfleisch ist nach zunächst 4 Minuten pro Seite nur wenig Bräunung zu sehen. Nach weiteren 2 Minuten je Seite entsteht eine gleichmäßige Kruste, während das Fleisch innen saftig und zart bleibt. Paprika und Zwiebeln gelingen mit einem halben Teelöffel Öl ebenfalls gut und bleiben angenehm bissfest, müssen wegen der ungleichmäßigen Wärme aber regelmäßig bewegt werden. Ihre größte Stärke zeigt die Pfanne beim Rührei: Es gart mit wenig Fett schonend und gleichmäßig, haftet kaum an und lässt sich problemlos aus der Pfanne nehmen.
Reinigung und Haltbarkeit
Nach dem Rühreitest bleiben lediglich minimale Rückstände von Ei und Tomaten zurück. Mit Wasser und einem normalen Schwamm ist die Innenfläche innerhalb weniger Sekunden sauber, starkes Schrubben ist nicht nötig. Fackelmann empfiehlt die Reinigung per Hand, die im Test schnell und unkompliziert gelingt.
Während des Testzeitraums entstehen bei normaler Nutzung keine sichtbaren Kratzer oder Abnutzungserscheinungen an der Beschichtung. Auch nach wiederholter Handreinigung zeigen sich keine auffälligen Veränderungen. Etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen lediglich die beiden innenliegenden Schraubköpfe, an denen sich Öl und Speisereste sammeln können.
Fazit
Die Fackelmann Pamela Reif Bratpfanne Shell ist mehr als ein auffälliges Designprodukt. Materialeindruck, planer Boden, geringes Gewicht und der ergonomische Griff überzeugen im Alltag. Besonders stark ist die keramische Antihaftbeschichtung: Rührei und Gemüse gelingen mit wenig Fett, haften kaum an und hinterlassen nur minimale Rückstände. Auch die schnelle Reinigung zählt zu den klaren Pluspunkten.
Die lange Aufheizzeit und die ungleichmäßige Hitzeverteilung verhindern eine sehr gute Gesamtnote. Für kräftiges Anbraten und gleichmäßige Ergebnisse ist mehr Geduld und regelmäßiges Bewegen des Garguts nötig. Zum Preis von 29,99 Euro (UVP) bietet die Pfanne dennoch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich besonders für Singlehaushalte und Kochanfängerinnen und Kochanfänger sowie zum Zubereiten kleinerer Portionen.
- +Hochwertiger Materialeindruck
- +Sehr gute Antihaftwirkung
- +Geringes Gewicht
- +Ergonomischer rutschfester Griff
- +Sehr gute Balance
- +Planer stabiler Pfannenboden
- +Breite Herdkompatibilität
- +Schnelle Handreinigung
- –Lange Aufheizzeit
- –Ungleichmäßige Hitzeverteilung
- –Kleine nutzbare Bratfläche
- –Leichtes Spiel am Griff
- –Nur Handreinigung empfohlen