Einhell GP-LC 36/40 Li BL-Solo im Test: Wie stark sägt die 36-Volt-Kettensäge?
Mit der GP-LC 36/40 Li BL-Solo schickt Einhell eine 36-Volt-Kettensäge ins Rennen, die zwei 18-Volt-Akkus bündelt und den Schritt vom Astschnitt zum Brennholz schaffen soll. Wir prüfen an Buche, Kiefer und frischer Fichte, wie stark sie wirklich sägt.
Einhell GP-LC 3640 Li BL
Einhell GP-LC 36/40 Li BL
Verarbeitung und Ausstattung
Die Säge wirkt vom ersten Griff an gut verarbeitet. Das Gehäuse hält fest zusammen, die Softgrip-Griffe liegen sicher in der Hand, und die Oregon-Schneidgarnitur macht einen langlebigen Eindruck. Die Akkus rasten sauber ein und sitzen auch unter Last fest. Einige Kunststoffteile wirken einfacher als bei deutlich teureren Profisägen. In dieser Preisklasse stört das aber kaum.
Der bürstenlose Motor treibt die Kette mit bis zu 19,3 Metern pro Sekunde an. Das 40 Zentimeter lange Oregon-Schwert bietet 38 Zentimeter nutzbare Schnittlänge. Die Kette hat 56 Treibglieder, 1,3 Millimeter Stärke und 3/8-Zoll-Teilung. Im Leerlauf dreht der Motor mit 10.500 Umdrehungen pro Minute. Wer das Gerät online registriert, bekommt von Einhell zudem 10 Jahre Garantie auf den Motor.
Die Solo-Variante kommt ohne Akku und ohne Ladegerät. Im Karton liegen die Säge, das Oregon-Schwert, die Kette, der Schwertschutz und die Anleitung. Die zwei nötigen Power-X-Change-Akkus und ein Ladegerät müssen getrennt dazugekauft werden. Kettenhaftöl fehlt ebenfalls und gehört für den sicheren Betrieb zwingend in den Einkaufskorb.
Bedienung und Handhabung
Der Start gelingt schnell. Schwert und Kette sind ohne Rätselraten montiert, Öl ist rasch eingefüllt, die Akkus sitzen mit einem Klick. Danach ist die Säge einsatzbereit. Vor allem die werkzeuglose Kettenspannung macht den Vorgang angenehm einfach. Die automatische Schmierung versorgt die Kette mit Öl, das Schauglas zeigt den Füllstand des 230-Milliliter-Tanks.
Die Säge liegt stabil und gut ausbalanciert in der Hand. Auch lange Schnitte bleiben kontrollierbar, die Griffe geben festen Halt, selbst mit Arbeitshandschuhen. Einschaltsperre, Startschalter und Kettenbremse sind gut erreichbar. Der obere Zusatzgriff erleichtert seitliches Arbeiten und hilft, die Säge sicher zu führen.
Betriebsbereit mit Schwert, Kette und zwei 4,0-Ah-Akkus zeigt die Waage rund 6,3 Kilogramm. Dieses Gewicht spürt man bei langen Einsätzen oder bei angehobener Säge deutlich. In engen Schnittsituationen braucht die Baulänge zudem etwas Gewöhnung. Für typische Garten- und Brennholzarbeit ist die Bedienung aber durchdacht gelöst.
Sicherheit
Die Sicherheitsausstattung arbeitet zuverlässig. Die Kettenbremse greift sofort, die Einschaltsperre verhindert unbeabsichtigtes Starten, und der Kettenfangbolzen schützt, falls sich die Kette löst. Der Krallenanschlag gibt beim Ansetzen zusätzliche Kontrolle, gerade bei kräftigen Schnitten und unruhigem Holz.
Laut bleibt die Säge trotzdem. Beim Sägen messen wir rund 92 Dezibel in einem Meter Abstand. Gehörschutz ist damit Pflicht. Die Vibrationen bleiben fühlbar, lassen sich aber gut beherrschen. Insgesamt arbeitet die Säge sicher und ohne Überraschungen.
Schnittleistung
In trockenem Buchenholz mit rund 10 Zentimetern Durchmesser arbeitet die Säge zügig und gleichmäßig. Drei Schnitte dauern im Mittel rund 7,5 Sekunden. Der Schnitt startet direkt, die Kette zieht sauber ins Holz, und die Säge bleibt dabei gut kontrollierbar.
Bei 18 bis 25 Zentimeter starkem Holz kommt die Säge in unserem Test spürbar an den Rand ihrer Komfortzone. Sie blockiert aber trotzdem nicht und bricht nicht unangenehm ein. Über mehrere Schnitte hält sie zudem ihr Tempo. Erst lange Serien unter Volllast kosten minimal Zeit, ohne im Alltag zu stören. Das Schnittbild bleibt ordentlich, ohne Ausrisse und ohne Verlaufen, solange die Säge sauber geführt wird.
Eine Grenze zeigt sich in sehr dickem, zähem Holz. Dort fehlt die letzte Leistungsreserve, um mühelos durchzukommen. Für Garten- und Brennholzarbeit liefert die GP-LC 36/40 Li BL-Solo aber eine verlässliche, gute Leistung.
Akku und Wartung
Mit zwei 4,0-Ah-Akkus hält die Säge in unserem gemischten Garten- und Brennholztest rund 40 bis 45 Minuten durch. Das reicht für typische Einsätze, ohne ständig auf den Akkustand zu schielen. Der Ladezustand ist klar ablesbar. Mit dem weit verbreiteten Power-X-Change-System lassen sich die Akkus zudem in anderen Einhell-Geräten weiternutzen. Mit unserem Ladegerät dauerte eine volle Ladung der 4,0-Ah-Akkus etwa 80 bis 100 Minuten. Je nach Ladegerät kann die Zeit abweichen.
Die Wartung wird nach kurzer Eingewöhnung zur Routine. Kette spannen, nachstellen, Öl nachfüllen - alles geht ohne Umwege. Das Schauglas hilft, ist bei verschmutztem Gehäuse aber nicht immer gut ablesbar. Die Reinigung ist im Kern einfach, doch nach intensiver Nutzung verteilen sich Späne und Ölreste rund um Schwertaufnahme und Gehäuse. Das gehört zu jeder Kettensäge, kostet hier aber spürbar Zeit, bis das Gerät sauber verstaut ist.
Fazit
Die Einhell GP-LC 36/40 Li BL-Solo ist eine überzeugende Akku-Kettensäge. Sie sägt 10 Zentimeter starke Buche schnell, bleibt auch bei 18 bis 25 Zentimetern kontrollierbar und punktet mit einfacher Wartung. Die Schutztechnik funktioniert zuverlässig, die Bedienung ist durchdacht, und das Power-X-Change-System macht die Säge besonders attraktiv für alle, die schon Einhell-Akkus besitzen.
Abstriche gibt es beim Gewicht, bei sehr dickem Holz und beim Reinigungsaufwand. Wer regelmäßig Brennholz verarbeitet oder Baum- und Strauchschnitt im Garten erledigt, kann sich die Akku-Kettensäge durchaus einmal näher ansehen.
So testen wir Akku-Kettensägen
- +Gute Schnittleistung
- +Einfache Wartung
- +Zuverlässige Schutztechnik
- +Durchdachte Bedienung
- +Teil des Power-X-Change-System
- –Hohes Gewicht
- –Schwächer bei dickem Holz
- –Reinigungsaufwand nach Nutzung
- –Laut beim Sägen