Einhell GE-CT 18/25-1 Li-Solo Akku-Rasentrimmer im Test: Starke Messerleistung, langer Nachlauf
Ein Rasenmäher kommt nicht überall hin. An Kanten, um Bäume herum, unter Büschen und in hohem Gras bleibt Arbeit liegen. Genau hier soll der Einhell GE-CT 18/25-1 Li-Solo ansetzen: ein leichter Akku-Trimmer, der wahlweise mit Kunststoffmessern oder mit Faden schneidet. Wir haben ihn durch Rasen, entlang von Kanten und durch dichtes Unkraut geführt und klären, wie sich der Einhell in der Praxis schlägt.
Einhell Akku-Rasentrimmer GE-CT 18/25-1 Li-Solo
Verarbeitung und Ausstattung
Das Gerät überzeugt schon beim ersten Anfassen. Gehäuse, Schaft, Griffe und Schutzhaube wirken durchweg robust, die Verstellgelenke sitzen fest, die Akkuaufnahme macht einen stabilen Eindruck. Hier gibt es nichts zu bemängeln.
Mit rund 2 Kilogramm ohne Akku ist der Trimmer angenehm leicht. Die Schnittbreite beträgt 25 Zentimeter, der Motor dreht im Leerlauf mit bis zu 8.400 Umdrehungen pro Minute. Das Besondere ist das wechselbare Schneidsystem: Wir arbeiten wahlweise mit Kunststoffmessern – 20 Stück liegen bei – oder mit dem Fadenkopf. Die Spule ist mit 5 Metern Faden mit 1,6 Millimetern Durchmesser bestückt, die Tippautomatik führt ihn bei Bedarf nach. Beide Köpfe gehören bei dieser Modellvariante zum Lieferumfang. Ein kluges Detail steckt im Zusatzgriff: Dort sitzt ein Fach für die bis zu 20 Ersatzmesser.
An Verstellmöglichkeiten mangelt es nicht. Der Motorkopf dreht sich um 180 Grad und neigt sich dreifach, der Aluminium-Führungsholm lässt sich stufenlos teleskopieren, der Zusatzgriff lässt sich drehen, neigen und in der Höhe anpassen. Ein Flowerguard aus Metall hält beim Trimmen Abstand zu Blumen und empfindlichen Pflanzen. Einen Kritikpunkt haben wir aber: Zwischen Fadenkopf und Messer gibt es keinen Schnellverschluss, der Wechsel kostet daher ein paar Handgriffe mehr. Die Solo-Variante kommt ohne Akku und Ladegerät und kostet je nach Händler rund 68 bis 80 Euro.
Bedienung und Handhabung
Der Aufbau geht schnell. Wir montieren die Schutzhaube, setzen den Schneidkopf ein und schließen den Akku an. Nach rund 5 Minuten ist der Trimmer startklar. Die Anleitung erklärt alles Nötige verständlich.
Im Einsatz spielt das Gerät seine Stärke aus: Es liegt leicht und sehr gut ausbalanciert in der Hand, auch nach längerer Arbeit ermüden wir kaum. Den Motorkopf stellen wir bequem per Fußknopf in drei Rastpositionen ein und drehen ihn durch Ziehen um volle 180 Grad. Die Arbeitshöhe stellen wir über den Teleskopholm zwischen 92 und 120 Zentimeter ein. Eine Einschaltsperre und der Ein-/Ausschalter verhindern ein unbeabsichtigtes Starten, beide erreichen wir gut. An Kanten, Mauern, Beeten und Zaunpfosten arbeiten wir präzise und wendig, die Sicht auf den Schneidbereich bleibt frei. Ein kleiner Kritikpunkt im Alltag: Die Ladestandsanzeige am Akku sitzt so, dass der Griff sie oft verdeckt. So können wir den aktuellen Stand nur umständlich ablesen.
Sicherheit
Bei der Sicherheit überzeugt das Gerät überwiegend — mit einer Ausnahme. Positiv: Die Einschaltsperre verhindert ungewolltes Anlaufen zuverlässig, die Schutzhaube schirmt gut ab, und der Flowerguard hält Abstand zu Blumen und empfindlichen Pflanzen. Der Lauf bleibt ruhig, ohne störende Vibrationen. In unserer Messung liegt der Schalldruckpegel bei 78 dB(A) im Leerlauf und 80 dB(A) beim Trimmen von dichtem Gras, wobei das Arbeiten mit Messer leiser bleibt als mit Faden.
Der kritische Punkt ist der Nachlauf. Nach dem Loslassen dreht sich das Schneidwerkzeug noch lange weiter: Mit dem Messerkopf messen wir 15,6 Sekunden, mit dem Faden immerhin noch 6 Sekunden bis zum Stillstand. Das ist deutlich zu lang und birgt ein Verletzungsrisiko. Das größte Risiko geht aber vom Schneidwerkzeug und von hochgeschleuderten Teilen aus. Schutzbrille, Gehörschutz, festes Schuhwerk und Handschuhe sind auch laut Einhell Pflicht. Bei Arbeiten in höherem Bewuchs sollten außerdem Personen und Tiere Abstand halten; die Anleitung nennt bei Abmäharbeiten 30 Meter.
Trimmleistung und Kantenschnitt
In der Praxis schneidet der Trimmer überzeugend. Auf normalem Rasen liefert er ein sauberes, gleichmäßiges Bild: Einen Streifen von 4 Quadratmetern bearbeiten wir in 10 Minuten, ohne nacharbeiten zu müssen. Stehengebliebene Halme sind die Ausnahme.
Seine eigentliche Stärke zeigt das Gerät mit den Messern in dichtem Bewuchs. Hohes, dichtes Gras von 20 bis 30 Zentimetern und kräftiges Unkraut schneiden die Kunststoffmesser zuverlässig und sauber durch, ohne zu blockieren. Auch an der Kante arbeiten wir präzise: 11 Meter Rasenkante trimmen wir mit senkrecht gedrehtem Kopf in 5 Minuten. Über den gesamten Testlauf bleibt die Leistung konstant. In 30 Minuten müssen wir den Faden beispielsweise nur einmal nachstellen. Laut Anleitung soll nur trockenes Gras getrimmt werden. Trotzdem testen wir den Einhell auch bei feuchten Bedingungen. Bei nassem Bewuchs und kräftigeren, feuchten Halmen müssen wir dementsprechend öfter nachsetzen.
Akku und Wartung
Die Akkulaufzeit gehört zu den Höhepunkten. Mit einem 4,0-Amperestunden-Akku bearbeiten wir 20 Quadratmeter Rasenfläche und 11 Meter Kante in 45 Minuten. Nach 45 Minuten zeigte die Akkuanzeige noch etwa 75 Prozent; wegen der groben LED-Anzeige ist das nur ein Näherungswert. Für typische Privatgärten bleibt damit aber reichlich Reserve. Mit dem getesteten Ladegerät ist der 4,0-Ah-Akku nach rund 75 bis 80 Minuten geladen. Der Power-X-Change-Akku passt in viele weitere Einhell-Geräte und muss nicht eigens für den Trimmer angeschafft werden, sofern bereits ein kompatibler Power-X-Change-Akku vorhanden ist.
Bei Pflege und Wartung überwiegt das Positive, ein Punkt stört aber etwas. Der Wechsel zwischen Fadenkopf und Messerplatte sowie der Messerwechsel klappt problemlos, die Spule öffnet sich auf Knopfdruck, und die Ersatzmesser stecken griffbereit im Zusatzgriff. Die Reinigung dagegen zieht sich: Rund 15 Minuten dauert sie nach dem Test, weil sich im Bereich von Faden, Messer und Schutzhaube viel Gras festsetzt. Nach allen Durchgängen sitzt das Gerät weiter fest zusammen, nur der Spulenkopf zeigt leichte Gebrauchsspuren.
Fazit
Der Einhell GE-CT 18/25-1 Li-Solo ist ein leichter, sehr gut ausbalancierter Akku-Trimmer, der vor allem mit den Kunststoffmessern stark schneidet. Dichtes Gras und Unkraut meistert er zuverlässig, das Schnittbild auf normalem Rasen ist sauber, die Akkulaufzeit überzeugt mit großer Reserve. Dazu kommen ein flexibel verstellbarer Kopf, ein praktisches Messerfach im Griff und das vielseitige Power-X-Change-Akkusystem. Für kleine Gärten, Kanten und schwer erreichbare Ecken ist er eine echte Hilfe.
Unser größter Kritikpunkt ist der lange Nachlauf von bis zu 15,6 Sekunden mit dem Messer. Hier ist erhöhte Vorsicht geboten, das Schneidwerkzeug muss vor jedem Handgriff vollständig stehen. Wer das im Hinterkopf behält, bekommt ein überzeugendes Produkt zu einem sehr fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.
So testen wir Akku-Rasentrimmer
- +Starke Messerleistung
- +Sehr gute Balance
- +Lange Akkulaufzeit
- +Flexibel verstellbarer Kopf
- +Praktisches Messerfach
- +Sauberes Schnittbild
- +Power-X-Change-System
- +Fairer Preis
- –Langer Nachlauf
- –Kein Schnellverschluss
- –Umständliche Akkuanzeige
- –Reinigung dauert
- –Schwächer bei Nässe