Dyson HushJet Mini Cool im Test: Kompakter Handventilator mit starkem Luftstrom
Dyson hat die Kategorie der rotorblattlosen Ventilatoren stark geprägt. Jetzt überträgt der Hersteller das Prinzip auf ein kompaktes Handtaschenformat. Der HushJet Mini Cool ist Dysons erster tragbarer Handventilator und soll sich wahlweise in der Hand, auf dem Schreibtisch oder mit dem Umhängeband um den Hals nutzen lassen. Ob ein so kleines Gerät den typischen Dyson-Anspruch an kräftigen Luftstrom und zurückhaltende Geräuschentwicklung einlöst, haben wir drinnen wie draußen ausprobiert.
Dyson HushJet Mini Cool
Design und Verarbeitung
Der HushJet Mini Cool wirkt ausgesprochen hochwertig. Material und Verarbeitung überzeugen uns rundum: Das Gehäuse fühlt sich stabil an, alle Bauteile sind sauber gefügt, scharfe Kanten oder unsaubere Stellen finden wir keine. Das Design ist betont kompakt und kommt ohne sichtbare oder offen liegende Rotorblätter aus.
Mit 212 Gramm Gewicht, einem Durchmesser von 38 Millimetern und 180 Millimetern Höhe ist der Ventilator angenehm klein und leicht und passt mühelos in Tasche, Rucksack oder Handtasche. Angeboten wird er in mehreren Farben, darunter die getestete Variante Ceramic Pink/Roségold sowie Cobalt/Blau und Karneol/Rot. Zum Testzeitpunkt kostet das Gerät rund 99 Euro.
Handhabung und Bedienung
Bei der Bedienung zeigt sich der HushJet Mini Cool unkompliziert. Über eine Ein-/Aus-Taste und eine Taste für die Luftstromstufen steuern wir alle wichtigen Funktionen. Die Tasten sind übersichtlich und selbst ohne Anleitung sofort verständlich. Das ist praktisch, denn eine ausführliche gedruckte Bedienungsanleitung liegt nicht bei, sondern nur Sicherheitshinweise zu Akku und Laden.
Seine Stärke ist die Flexibilität: In der Hand, in der mitgelieferten Ladestation auf dem Schreibtisch oder mit dem Umhängeband um den Hals lässt sich der Ventilator auf 3 Arten nutzen. Zudem befindet sich eine praktische Reisetasche im Lieferumfang. Eine App oder Fernbedienung gibt es nicht. Im Test haben wir beides bei einem Gerät dieser Art aber nicht vermisst. Der Akku hält je nach Stufe bis zu 6 Stunden und ist per USB-C in etwa 3 Stunden wieder vollständig geladen. Auf Stufe 1 lässt sich der Ventilator sogar während des Ladens weiterverwenden.
Betrieb und Ergebnisse
Beim Luftstrom überrascht der kleine Dyson am meisten. Für seine Größe bläst er erstaunlich kräftig: In unserem Praxistest mit einem DIN-A4-Blatt ist der Luftzug noch in 2,10 Metern Entfernung klar zu spüren. Möglich macht das ein bürstenloser Gleichstrommotor mit bis zu 65.000 Umdrehungen pro Minute, der zusammen mit der HushJet-Düse einen gebündelten Luftstrom von bis zu 25 Metern pro Sekunde erzeugt.
Die Abstufung der 5 Stufen plus Boost-Modus finden wir sehr gelungen. Stufe 1 eignet sich gut für einen dauerhaften, sanften Luftzug, während Stufe 5 so kräftig ausfällt, dass wir sie eher nur kurzzeitig oder aus größerer Distanz einsetzen würden. Eine Schwenkfunktion oder zusätzliche Komfortfunktionen bietet das Gerät nicht, was bei einem mobilen Handventilator stimmig wirkt. Über die 360-Grad-Drehdüse lässt sich der Luftstrom allerdings gezielt ausrichten.
Geräuschentwicklung
Auf Stufe 1 messen wir rund 55 dB(A), ein im Betrieb angenehmer Wert. Auf der höchsten Stufe steigt die Lautstärke auf etwa 72 dB(A) und wird damit deutlich hörbar. Der starke Luftstrom geht hier hörbar zulasten der Geräuschentwicklung. Störende Nebengeräusche wie Klappern, Schleifen oder hochfrequente Töne treten dabei nicht auf, was für die Qualität von Motor und HushJet-Düse spricht. Bei gelegentlicher Nutzung und auf niedrigeren Stufen bleibt die Geräuschkulisse insgesamt vertretbar, für den Dauereinsatz auf voller Leistung eignet sich das Gerät aber weniger.
Sicherheit
Bei der Sicherheit hinterlässt der HushJet Mini Cool einen guten Eindruck. Das wabenförmige Schutznetz am Luftauslass wirkt solide und sicher, sichtbare, schnell drehende Rotorblätter gibt es ohnehin nicht. Lediglich bei langen Haaren ist etwas Vorsicht angebracht, damit sie nicht ins Gitter geraten. Ohne Ladestation steht der kleine Ventilator etwas kippelig, in der mitgelieferten Ladestation dagegen sehr sicher.
Fazit
Der HushJet Mini Cool macht seinem Namen alle Ehre: Er ist klein, sehr gut verarbeitet und liefert für seine Größe einen sehr kräftigen Luftstrom. Dazu kommen die flexible Nutzung als Hand-, Tisch- und Halsventilator, die intuitive Bedienung und ein Akku, der je nach Luftstärke über mehrere Stunden durchhält.
Wer sich an der Lautstärke auf voller Leistung und dem hohen Preis von rund 99 Euro nicht stört, erhält ein sehr gutes Gerät.
So testen wir Mini-Ventilatoren
- +Sehr hochwertige Verarbeitung
- +Starker Luftstrom
- +Flexible Nutzung
- +Einfache Bedienung
- +Gute Akkulaufzeit
- –Hoher Preis
- –Laut auf Maximalstufe
- –Keine Zusatzfunktionen
- –Kippelig ohne Ladestation
- –Keine ausführliche Anleitung