Akku-Stichsägen bieten dieselben Funktionen wie kabelgebundene Stichsägen, verfügen jedoch über mehr Einsatzmöglichkeiten, da sie unabhängig von einer Stromquelle benutzt werden können. Allerdings sind die meisten Akku-Stichsägen doch nur durchschnittlich in ihren Ergebnissen und in ihrer Leistung. Aus diesem Grund testet das Magazin "selbst ist der Mann" in der ersten Ausgabe des Jahrs 2024 neun verschiedene Akku-Stichsägen. Nur die Produkte von Einhell und Worx können in fast jeder Disziplin überzeugen. Ein echter Preistipp hingegen ist der Hersteller Parkside.
Stichsägen Test & Vergleich
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Stichsägen Kaufberatung 2026
Finde die passende Stichsäge für deine Projekte. Wir erklären Unterschiede bei Pendelhub, Motorleistung und Griffform für perfekte Schnitte.
Zuletzt aktualisiert: 16.04.2026
Die besten Stichsägen im Überblick
Die Stichsäge ist das vielseitigste Trennwerkzeug in der Holzwerkstatt. Mit ihr realisierst du nicht nur gerade Schnitte, sondern führst das Sägeblatt präzise durch enge Radien oder schneidest Aussparungen für Spülen und Steckdosen. Moderne Geräte bieten heute selbst im Akkubetrieb genug Kraft, um massive Arbeitsplatten mühelos zu bewältigen.
Einhell Professional TP-JST 18/135 Li BL
Vorteile
- Wartungsfreier Brushless-Motor mit hoher Ausdauer
- Enorme Schnitttiefe von bis zu 135 Millimetern in Holz
- Werkzeugloser Sägeblattwechsel mit automatischem Auswurf
- Gute Sicht auf den Anriss durch Staubblasfunktion
Nachteile
- Wird standardmäßig ohne Akku und Ladegerät geliefert
- Vergleichsweise hohes Gewicht bei Verwendung großer Akkus
Fazit: Eine kraftvolle Akku-Säge in Profi-Bauweise, die vor allem durch ihre enorme Schnitttiefe und den effizienten Motor überzeugt.
Worauf beim Kauf achten?
Antriebsart: Akku vs. Netzbetrieb
Die Entscheidung zwischen Kabel und Akku hängt von deinem Einsatzort ab. Kabelgebundene Modelle garantieren eine konstante Energieversorgung, was bei langen Schnitten in dicken Balken von Vorteil ist. Akku-Modelle hingegen bieten dir volle Bewegungsfreiheit, was besonders bei Kurvenschnitten oder Arbeiten auf der Leiter entscheidend ist. Dank moderner Lithium-Ionen-Technik und bürstenlosen Motoren stehen Akku-Geräte den Netzmodellen in der Leistung kaum noch nach.
Die Griffform: Bügel oder Stab?
Es gibt zwei grundlegende Bauformen, die das Handling massiv beeinflussen. Der Bügelgriff erlaubt es dir, die Säge sicher von oben zu führen, was besonders Einsteigern mehr Kontrolle vermittelt. Profis greifen jedoch häufig zur Stabform (T-Griff). Diese ermöglicht eine Führung der Hand nah an der Werkstückoberfläche, was die Präzision erhöht und das Führen der Säge von unten (Überkopf-Sägen) deutlich vereinfacht.
Tipp
Wenn du oft Ausschnitte von der Unterseite der Platte sägst, um Ausrisse auf der Sichtseite zu vermeiden, ist eine Stichsäge in Stabform die beste Wahl für dich.
Pendelhub und Hubzahlregelung
Der Pendelhub versetzt das Sägeblatt in eine Vor- und Rückwärtsbewegung. Dadurch wird der Span besser ausgeworfen und du kommst deutlich schneller durch das Material. Für feine, ausrissfreie Schnitte solltest du den Pendelhub jedoch ausschalten. Eine elektronische Hubzahlregelung hilft dir zudem, die Geschwindigkeit an das Material anzupassen, damit Kunststoff nicht schmilzt und Metallblätter nicht ausglühen.
Hubhöhe und Schnitttiefe
Die Hubhöhe bestimmt, wie viel Weg das Sägeblatt bei einer Auf- und Abbewegung zurücklegt. Ein größerer Hub von etwa 26 Millimetern sorgt für einen schnelleren Arbeitsfortschritt. Die maximale Schnitttiefe gibt an, wie dick das Werkstück maximal sein darf. Hochwertige Geräte schaffen in Holz oft über 100 Millimeter, während bei Metall meist nach 10 bis 20 Millimetern Schluss ist.
Hinweis
Nutze für präzise Schnitte in dicken Materialien immer ein extra dickes und langes Sägeblatt. Standardblätter neigen dazu, im Material zu verlaufen, was zu einem schrägen Schnittbild führt.
Für wen eignet sich welches Modell?
| Kriterium | Einsteiger & DIY | Profis & Handwerker |
|---|---|---|
| Leistung | 500 bis 700 Watt / 18V Standard | Ab 700 Watt / 18V Brushless |
| Bauform | Bügelgriff für sicheren Halt | Stabform für maximale Führung |
| Features | Grundausstattung meist ausreichend | Spanreißschutz und LED-Licht Pflicht |
Achtung
Verzichte beim Sägen niemals auf eine Schutzbrille. Stichsägen werfen Späne oft mit hoher Geschwindigkeit nach oben aus, was besonders bei Augenkontakt gefährlich ist.
Häufige Fragen
Für Holz nutzt du grobe Blätter für schnelle Schnitte und feine Blätter für saubere Kanten. Metall erfordert sehr feinzahnige Blätter aus HSS-Stahl oder Bimetall. Achte beim Kauf auf den Schaft: Die meisten modernen Maschinen nutzen den T-Schaft (Einnockenschaft).
Stichsägen schneiden auf Zug nach oben, weshalb die Oberseite oft ausreißt. Du kannst dies verhindern, indem du einen Spanreißschutz verwendest, die Schnittlinie mit Kreppband abklebst oder das Werkstück von der Rückseite sägst.
Ja, das ist mit speziellen, hartmetall- oder diamantbeschichteten Sägeblättern möglich. Diese besitzen keine Zähne, sondern eine Reibfläche. Du solltest dabei jedoch ohne Pendelhub und mit geringer Hubzahl arbeiten.
Wenn das Sägeblatt unten ausbricht, liegt das oft an zu viel Druck oder einem zu dünnen Blatt bei dickem Holz. Das Blatt biegt sich dann durch. Reduziere den Vorschub und lass die Säge die Arbeit machen.
Beliebte Stichsägen
Makita DJV185Z Akku-Pendelhubstichsäge 18V(ohne Akku, ohne Ladegerät)
Makita DJV185Z
Vorteile
- Sehr kompakte Bauweise in Stabform
- Hervorragende Vibrationsdämpfung
- Konstantelektronik hält die Drehzahl unter Last
Nachteile
- Preislich im gehobenen Segment
- Schalterposition für kleine Hände gewöhnungsbedürftig
Fazit: Eine erstklassige Wahl für Profis, die Wert auf Ergonomie und ein ruhiges Laufverhalten legen.