Fieberthermometer

Ratgeber


Das Fieberthermometer ist eines der wichtigsten medizinischen Geräte in einem Haushalt. Innerhalb weniger Sekunden bestimmt es die Körperkerntemperatur, ohne dass die Diagnose eines Arztes benötigt wird. Entsprechend ist das Gerät weltweit sehr weit verbreitet.

Vor allem Eltern sollten entsprechend ausgestattet sein, da Fieber bei kleinen Kindern sehr gefährlich ist. Eltern müssen daher schnell herausfinden können, ob die Temperatur bei einem Säugling erhöht ist.

Fieber: Welche Körpertemperatur ist noch normal?

Es ist natürlich, dass die Körperkerntemperatur eines Menschen innerhalb eines Tages schwankt. Meistens liegt die Temperatur abends höher als morgens, aber auch die körperliche Betätigung kann Schwankungen verursachen. Je nachdem, so die Körpertemperatur gemessen wird, kann sie unterschiedlich ausfallen. Die Messung im After ist allerdings bis heute die genaueste Messmethode und wird als Richtwert herangezogen.

  • Die Normaltemperatur eines Erwachsenen liegt zwischen 36,5 – 37,4°C.
  • Zwischen 37,5°C und 38°C spricht man von einer erhöhten Temperatur.
  • Erst ab 38,1°C handelt es sich um Fieber.
  • Ab 39,1°C ist die Schwelle zum hohen Fieber erreicht. Sinkt die Temperatur nicht innerhalb eines Tages von selbst, muss ein Arzt aufgesucht werden.
  • Wer eine Körpertemperatur von über 40°C hat, befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Bei Säuglingen und kleinen Kindern liegt die normale Körpertemperatur etwas höher als bei älteren Kindern und Erwachsenen. Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht ausgereift. Daher kann Fieber nicht nur bei Infekten auftreten, sondern auch bei Durst oder durch das Liegen unter einer heißen Decke.

  • Die Normaltemperatur eines Säuglings liegt zwischen 36,5°C und 37,5°C.
  • Zwischen 37,6°C und 38°C handelt es sich um eine erhöhte Temperatur.
  • Wird bei einem Kleinkind eine Körperkerntemperatur von 38,5°C oder höher gemessen, handelt es sich um Fieber. Es sollte ein Arzt aufgesucht werden, da Fieber für Kleinkinder schnell lebensbedrohlich werden kann.

Das Fieberthermometer: Digital oder Infrarot

Das Fieberthermometer dient zur Bestimmung der Körperkerntemperatur und hat einen Messbereich von 35°C bis 42°C. Bei digitalen Fieberthermometern wird die Temperatur in 0,1°C  Schritten angezeigt.

Früher wurde die Körperkerntemperatur durch ein Quecksilber-Fieberthermometer bestimmt. Ihr Verkauf ist seit 2009 verboten. Heutzutage lässt sich die Körpertemperatur durch ein digitales Fieberthermometer oder ein Infrarot-Fieberthermometer bestimmen.

Moderne Fieberthermometer können mehr als nur die Körperkerntemperatur bestimmen. Viele Geräte besitzen ein beleuchtetes Display und haben einen Fieberalarm, der bei Fieber ein visuelles Signal ausgibt. Nicht selten gibt es eine Speicherfunktion. Während einige Fieberthermometer nur die zuletzt gemessene Temperatur anzeigen, speichern andere Geräte mehrere Messungen mit Datum und Uhrzeit. Auch Fieberthermometer mit Bluetooth-Funktion sind im Trend. So lassen sich gemessene Werte direkt an ein mobiles Gerät übertragen und in eine Übersicht einfügen.

Digitales Fieberthermometer

Das digitale Fieberthermometer ist das am weitesten verbreitete und günstigste Fieberthermometer. Meistens ist das medizinische Gerät batteriebetrieben. Es liefert je nach Ort der Messung exakte Messwerte, die es auf einem Display digital anzeigt. Mit diesem Fieberthermometer kann die Körpertemperatur an drei Stellen gemessen werden: axillar, oral und rektal.

Die axillare Messung (in der Achselhöhle) ist zwar angenehm, aber auch ungenau. Es kann zu Abweichungen von bis zu zwei Grad kommen. Daher ist diese Messmethode nicht empfehlenswert.

Bei der oralen Messung ist die Messgenauigkeit deutlich höher als bei der axillaren. Für ein möglichst genaues Ergebnis sollte die Messspitze unter der Zunge liegen und der Mund geschlossen bleiben. Bei Schnupfen ist eine orale Messung nicht sinnvoll. Außerdem sollte der Patient eine halbe Stunde vorher nichts Heißes oder Kaltes zu sich nehmen, da dies das Ergebnis verfälschen kann.

Die am wenigsten beliebte, aber exakteste Messmethode ist die rektale Messung. Mit einem Fieberthermometer mit flexibler Messspitze lässt sich diese Messmethode angenehmer gestalten. Vor allem bei Säuglingen muss die exakte Körperkerntemperatur ermittelt werden, weswegen die rektale Messung für viele Eltern weiterhin die einzig sinnvolle Messmethode ist.

Infrarot-Fieberthermometer

Die Messung über ein Infrarot-Fieberthermometer ist beliebt und liefert mittlerweile sehr genaue Messergebnisse. Mit einer Messdauer von nur wenigen Sekunden eignet sich diese Methode gut für Kinder. Für Neugeborene, Kleinkinder und Personen mit einer Mittelohrentzündung ist diese Messmethode nicht geeignet. Man unterscheidet zwischen einem Ohr- beziehungsweise Stirnthermometer und einem kontaktlosem Fieberthermometer.

Das Ohrthermometer liefert sehr genaue Messwerte, ist aber unbedingt einfach in der Handhabung. Das liegt daran, dass die Temperatur im Ohr direkt am Trommelfell gemessen wird; diese Stelle ist für Unerfahrene nicht leicht zu finden. Um eine hohe Messgenauigkeit zu erreichen, sollte in beiden Ohren gemessen werden. Durch Messung an der falschen Stelle oder Ohrenschmalz wird das Messergebnis verfälscht.

Folgekosten entstehen durch die Schutzkappen, die je nach Messung ersetzt werden sollten. Ein Fieberthermometer mit automatischem Schutzkappenabwurf ist sinnvoll, da dies hygienischer ist als die Schutzkappe per Hand zu entfernen.

Das Stirnthermometer bietet eine einfachere Handhabung: Je nach Gerät wird es lediglich über die Stirn gerollt oder an die Schläfe gehalten. Innerhalb weniger Sekunden ist das Messergebnis da. Bei kontaktlosen Modellen wird das Gerät ein paar Zentimeter über der Stirn gehalten. Das Stirnthermometer ist für Kinder geeignet, da die Messung angenehm ist. Schläft die Person, wird sie durch die Messung nicht geweckt.

Schnuller-Fieberthermometer

Das Schnuller-Fieberthermometer für Säuglinge soll das Fiebermessen für Eltern und Kind einfacher gestalten. Das Fieberthermometer sieht zwar aus wie ein Schnuller, ist aber spürbar schwerer. Wird es im Laufe des Messvorgangs ausgespuckt, führt dies zu einem ungenauen Ergebnis. Auch ansonsten ist diese Messmethode zu ungenau, da nur im  vorderen Mundbereich gemessen wird, wo es meist kälter ist. Vor allem bei Kleinkindern ist ein genauer Messwert jedoch enorm wichtig, daher sollten Eltern zu einer anderen Messmethode greifen.

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