Fieberthermometer

Ratgeber


Ein Fieberthermometer gehört zur medizinischen Ausstattung in jedem Haushalt. Innerhalb weniger Sekunden bestimmt es die Körpertemperatur ohne, dass die Diagnose eines Arztes benötigt wird. Auf diese Weise zeigt es, dass das Immunsystem gegen eingedrungene Erreger ankämpft.

Fieber: Welche Körpertemperatur ist noch normal?

Es ist natürlich, dass die Körperkerntemperatur eines Menschen innerhalb eines Tages schwankt. Meistens liegt die Temperatur abends höher als morgens, aber auch körperliche Betätigung kann Schwankungen verursachen. Je nachdem, wie die Körpertemperatur gemessen wird, kann sie unterschiedlich ausfallen. Die Messung im After ist allerdings bis heute die zuverlässigste Messmethode und wird als Richtwert herangezogen.

Die Normaltemperatur eines Erwachsenen liegt zwischen 36,5 – 37,4 Grad Celsius.
Zwischen 37,5 und 38 Grad Celsius spricht man von einer erhöhten Temperatur.
Erst ab 38,1 Grad Celsius handelt es sich um Fieber.
Ab 39,1 Grad Celsius ist die Schwelle zum hohen Fieber erreicht. Sinkt die Temperatur nicht innerhalb eines Tages von selbst, muss ein Arzt aufgesucht werden.
Wer eine Körpertemperatur von über 40 Grad Celsius hat, befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand

Bei Säuglingen und kleinen Kindern liegt die normale Körpertemperatur etwas höher als bei älteren Kindern und Erwachsenen. Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht ausgereift. Daher kann Fieber nicht nur bei Infekten auftreten, sondern auch bei Durst oder durch das Liegen unter einer warmen Decke.

Die Normaltemperatur eines Säuglings liegt zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius.
Zwischen 37,6 und 38 Grad Celsius handelt es sich um eine erhöhte Temperatur.
Wird bei einem Kleinkind eine Körperkerntemperatur von 38,5 Grad Celsius oder höher gemessen, handelt es sich um Fieber. Es sollte ein Arzt aufgesucht werden, da Fieber für Kleinkinder schnell lebensbedrohlich werden kann.

Funktion

Das Fieberthermometer ist direkt für die Verwendung am Menschen konzipiert. Der Messbereich deckt für gewöhnlich eine Spanne zwischen 35 bis 42 Grad Celsius ab. Die Messresultate sollten dabei in Abschnitten von 0,1 Grad abgebildet werden können.
Die Funktionsweise eines Thermometers kann je nach Bauart ein wenig variieren, im Grunde genommen arbeiten sie jedoch alle recht ähnlich. Sie verfügen über mindestens einen Knopf, um die Messung zu beginnen und/oder die Einheiten zu wechseln. In der Regel sind die meisten Modelle batteriebetrieben. Die ermittelten Werte liest der Nutzer bei digitalen Modellen über die Displayanzeige ab. Generell empfiehlt es sich bei der Messung, stets Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit zu beachten, damit diese die Resultate nicht verfälschen. Wer sich mehr Sicherheit verschaffen will, wiederholt den Vorgang. Liegt kein nennenswerter Unterschied zwischen den einzelnen Ergebnissen vor, ist der Vorgang korrekt abgelaufen.

Digital oder Infrarot?

Infrarotthermometer gelten als hygienisch und gut zu handhaben, da für die Messung kein Hautkontakt nötig ist und schnelle Resultate erzielt werden. Sie werten vom menschlichen Körper ausgesandte Wärmestrahlen aus. Sensoren registrieren diese Infrarotstrahlen und verarbeiten die daraus gewonnenen Daten. Als Faustregel gilt: Je höher die Körpertemperatur, desto höher die Abgabe der Infrarotstrahlen. Zusätzlich bieten diese Modelle oft auch Extras wie ein beleuchtetes Display oder mehrere Speicherplätze. Bei hoher Umgebungstemperatur ist jedoch Vorsicht geboten, denn diese kann sich auf die Messergebnisse auswirken. Zudem sind Diese Modelle etwas teurer in der Anschaffung

Stirnthermometer

Stirnthermometer werden für die korrekte Messung entweder direkt an der Schläfenvene angesetzt oder an der Stirn direkt unter dem Haaransatz platziert. Diese Fabrikate eignen sich besonders gut zum Einsatz bei kleinen Kindern, da die Messung weder besonders unangenehm noch sehr zeitaufwändig ist. Allerdings fallen die Messwerte unter Umständen etwas niedriger aus, da der Kopf schneller an Temperatur verliert als der Rest des Körpers.
Digitale Thermometer bestechen durch besonders präzise Messergebnisse, die über eine Digitalanzeige im Display abgelesen werden. Die Messung selbst erfolgt entweder im Mund, in der Achselhöhle oder rektal. Bleibt der maximale Wert unverändert, ist der Vorgang abgeschlossen. Manche Modelle machen dies auch durch einen Signalton kenntlich. Sie sind nicht nur sehr erschwinglich, sondern stellen die erzielten Resultate unmissverständlich dar. Allerdings erfolgt die Ermittlung der Temperatur stets über Hautkontakt und beansprucht mehr Zeit als ein Produkt mit Infrarotsensor

Ohrthermometer

Hier ist vor allem das richtige Handling gefragt, denn die Messung muss sehr präzise erfolgen. Diese Art Thermometer arbeitet meist via Infrarot. Daher sollte der Verwender die Ohrmuschel bei der Messung leicht nach hinten ziehen. Dabei ist es wichtig, das Thermometer genau auf das Trommelfell zu setzen. Diese Ermittlung der Körperkerntemperatur ist sehr hygienisch, Bei kleinen Kindern könnte sich diese Messmethode schwierig gestalten, da diese selten lange genug stillhalten. Oft verfügen Ohrthermometer über spezielle Einmalschutzkappen, die vor jeder neuen Messung gewechselt werden müssen. Hier entsteht zwar ein Kostenfaktor, jedoch entfällt dann ein Stück des Reinigungsaufwands

Kaufkriterien

Die Wahl des Fieberthermometers hängt vor allem von den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Haushalts ab. Während Infrarotthermometer sich gut für die Anwendung bei kleineren Kindern eignen, funktionieren digitale Thermometer besonders gut bei größeren Kindern sowie Erwachsenen. Die wichtigsten Eckpunkte auf der Suche nach dem passenden Produkt bleiben Funktion, Stabilität und Bedienung.
Generell sollte eine Messung nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Besonders wichtig ist die Dauer des Vorgangs jedoch bei tendenziell eher unruhigen kleinen Kindern. Hier punkten besonders Infrarotthermometer, denn die liefern ihre Messergebnisse oft schon innerhalb von Sekunden. Ein weiteres interessantes Feature ist ein Messwertspeicher, der verschiedene Resultate festhält und somit vergleichbar macht. Das erweist sich gerade bei Menschen mit wiederkehrenden Fieberschüben als besonders nützlich. Selbstverständlich sollte auch der Batteriewechsel möglichst unkompliziert vonstattengehen. In Sachen Messgenauigkeit sollten Kontaktthermometer eine Abweichung von maximal 0,1 Grad Celsius aufweisen. Bei Infrarotthermometern ist die Toleranz mit 0,3 Grad ein klein wenig höher. Um die Auswahl zu erleichtern hilft auch ein Blick auf Optionen, wie eine vorgewärmte Messspitze oder die Eichung des Thermometers.

Zusatzfunktionen

Die Hersteller statten viele ihrer Produkte mit Funktionen aus, welche die Handhabung noch weiter erleichtern – sei es eine automatische Abschalttechnik, eine flexible Spitze zur komfortableren Messung oder die Option zur alterstechnischen Temperaturerfassung. Viele Fabrikate melden eine leere Batterie zudem durch ein optisches oder akustisches Warnsignal. Hierbei handelt es sich um einen besonders wichtigen Sicherheitsmechanismus, der verhindert, dass bei einem Fieberschub mangels Batterie plötzlich keine Messung möglich ist. Ein individuell einstellbarer Grenzwert, bei dessen Überschreiten der Nutzer akustisch informiert wird, bildet bei zahlreichen Modellen die sogenannte Fieberwarnung. Oft sind Schutzkappen für die Messspitze oder eine passende Aufbewahrungsbox bereits im Lieferumfang enthalten.

Bestenliste: Fieberthermometer

Alle Produkte sortiert nach der aktuellen Testsieger.de-Note in der Kategorie Fieberthermometer. Die Note setzt sich zusammen aus den Testberichten angesehener Fachmedien und einer großen Anzahl von Kundenbewertungen.