Die besten Espressokocher im Überblick
Der Espressokocher gehört zur Grundausstattung jeder italienischen Küche und erfreut sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Obwohl der Name technisch gesehen nicht ganz korrekt ist – für echten Espresso mit Crema fehlt der notwendige Druck von 9 bar – liefert die klassische Herdkanne einen unvergleichlich intensiven Kaffee.
Bialetti Moka Express
Vorteile
- Legendäres achteckiges Design für optimale Hitzeverteilung
- Sehr langlebige und robuste Aluminium-Konstruktion
- Einfache Handhabung und klassisches Brühverfahren
- Leichtes Gewicht, ideal auch für Camping oder Reisen
Nachteile
- Nicht für Induktionsherde geeignet
- Muss zwingend von Hand gereinigt werden
Worauf beim Kauf achten?
Das Material: Aluminium gegen Edelstahl
Die Wahl des Materials ist bei einer Herdkanne entscheidend für die Handhabung und die Pflege. Klassische Modelle wie die Moka Express bestehen aus Aluminium, das Wärme besonders schnell und gleichmäßig leitet. Edelstahlkocher sind hingegen oft robuster, geschmacksneutraler und meistens für die Spülmaschine geeignet.
Hinweis
In einer neuen Aluminiumkanne sollte man die ersten zwei bis drei Brühvorgänge wegschütten. So bildet sich eine feine Kaffeefett-Schicht, die verhindert, dass der Kaffee einen metallischen Beigeschmack annimmt.
Die passende Größe finden
Espressokocher funktionieren nur dann optimal, wenn sie mit der vorgesehenen Menge an Wasser und Kaffeepulver befüllt werden. Die Angabe der Tassen bezieht sich meist auf kleine Espresso-Tassen mit etwa 40 bis 50 Millilitern Inhalt. Wenn du meistens alleine trinkst, ist eine Kanne für 2 bis 3 Tassen ideal. Für Haushalte mit mehreren Kaffeetrinkern empfiehlt sich ein Modell für 6 Tassen.
Kompatibilität mit deinem Herd
Nicht jeder Kocher passt auf jeden Herd. Während Aluminiumkannen auf Gas-, Elektro- und Glaskeramikfeldern problemlos funktionieren, benötigen sie für Induktionsherde eine spezielle Bodenplatte. Wenn du eine Induktionsplatte nutzt, solltest du direkt zu einem Modell aus Edelstahl greifen, das explizit als induktionsfähig gekennzeichnet ist.
Tipp
Verwende für den Espressokocher am besten bereits heißes Wasser im unteren Behälter. Dadurch verkürzt sich die Zeit auf dem Herd, das Kaffeepulver wird weniger stark erhitzt und der Kaffee schmeckt weniger bitter.
Die Materialien im Vergleich
| Kriterium | Aluminium | Edelstahl |
|---|---|---|
| Induktion | Nur mit Adapter möglich | In der Regel kompatibel |
| Reinigung | Nur Handwäsche (kein Spülmittel) | Meist spülmaschinengeeignet |
| Gewicht | Sehr leicht | Etwas schwerer und massiver |
Für wen eignet sich was?
Der Traditionalist: Aluminium-Klassiker
Wer das ursprüngliche italienische Lebensgefühl sucht und einen Gas- oder herkömmlichen Elektroherd besitzt, greift zum Klassiker aus Aluminium. Diese Kannen entwickeln mit der Zeit eine Patina, die von vielen Kennern für das Aroma geschätzt wird.
Der Moderne: Edelstahl für Induktion
In modernen Küchen mit Induktionsherd sind Edelstahlkannen die erste Wahl. Sie sehen nicht nur edel aus, sondern sind auch extrem pflegeleicht, da sie nach der Benutzung einfach in die Spülmaschine wandern können.
Der Flexible: Elektrische Espressokocher
Wenn du deinen Kaffee im Büro oder im Hotelzimmer genießen möchtest, ist eine elektrische Variante ideal. Diese Geräte verfügen über ein eigenes Heizelement und schalten sich oft automatisch ab, sobald der Kaffee fertig ist.
Achtung
Reinige Aluminiumkocher niemals mit aggressiven Reinigungsmitteln oder in der Spülmaschine. Die Oberfläche läuft sonst schwarz an und das Material kann Schaden nehmen, was den Geschmack dauerhaft verdirbt.
Häufige Fragen
Das passiert meistens, wenn das Kaffeepulver zu fein gemahlen ist oder die Kanne zu lange auf dem heißen Herd steht. Sobald das typische Gurgeln aufhört, solltest du die Kanne sofort von der Hitzequelle nehmen oder den Boden kurz mit kaltem Wasser abschrecken.
Für den Espressokocher benötigst du einen mittleren Mahlgrad. Er sollte feiner als für Filterkaffee, aber deutlich gröber als für eine Siebträgermaschine sein. Zu feines Pulver verstopft das Sieb und lässt den Kaffee verbrennen.
Davon ist abzuraten. Das Brühprinzip basiert auf dem korrekten Druckaufbau, der nur bei voller Befüllung des Siebeinsatzes und des Wasserbehälters wie vorgesehen funktioniert. Unterdosierung führt meist zu einem wässrigen und überextrahierten Ergebnis.
Bei sachgemäßer Pflege und der Bildung der natürlichen Schutzschicht (Patina) ist der Gebrauch unbedenklich. Wer dennoch unsicher ist oder unter einer Nickelallergie leidet, findet in Edelstahlmodellen eine hervorragende Alternative.
Beliebte Espressokocher
Rommelsbacher Espresso Geschenkset RK 505/K
Vorteile
- Kompaktes Komplettset mit allem notwendigen Zubehör für den sofortigen Start.
- Stufenlos regelbare Kochplatte ermöglicht eine präzise Temperaturkontrolle.
- Hochwertige Original Bialetti Moka Kanne garantiert authentischen Espressogeschmack.
- Platzsparendes Design, ideal für kleine Küchen oder den mobilen Einsatz.
Nachteile
- Die geringe Kapazität von 90 ml ist nur für eine einzelne Tasse ausgelegt.
- Die Aufheizzeit der kleinen Kochplatte ist im Vergleich zu Induktionsherden länger.
WMF Kult Espressokocher
Vorteile
- Hochwertiges und langlebiges Material aus mattiertem Cromargan Edelstahl.
- Vielseitig einsetzbar durch Kompatibilität mit allen Herdarten inklusive Induktion.
- Einfache Reinigung, da das Gerät spülmaschinengeeignet ist.
- Klassisches Design mit einer Kapazität für bis zu 6 Tassen Espresso.
Nachteile
- Der Griff kann bei längerer Erhitzung auf dem Herd heiß werden.
- Das Siebeinsatz-System erfordert eine präzise Dosierung für optimale Ergebnisse.