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Vom Direktantrieb bis zur USB-Funktion: Wir zeigen dir, worauf du beim Kauf eines DJ-Turntables achten musst und welche Modelle wirklich überzeugen.
Zuletzt aktualisiert: 31.03.2026
Ob du deine ersten Scratches übst oder ein professionelles Club-Setup planst, die Wahl des richtigen Turntables entscheidet über dein Spielgefühl. Moderne Geräte kombinieren klassische analoge Technik mit digitalen Schnittstellen und bieten eine Präzision, die über einfache Plattenspieler weit hinausgeht.
Fazit: Der AT-LP120XUSB ist ein solider, vielseitiger Allrounder, der sich ideal für Einsteiger und Gelegenheits-Digitalisierer eignet.
Die wichtigste Entscheidung betrifft die Art des Motors. Während Riemenantriebe bei Hi-Fi-Enthusiasten beliebt sind (da der Gummiriemen Motorvibrationen dämpft), setzen DJs fast ausschließlich auf den Direktantrieb. Hier sitzt der Motor unmittelbar unter dem Teller, was für ein hohes Drehmoment sorgt. Nur so läuft die Platte nach einem Stopp sofort wieder in der richtigen Geschwindigkeit an, was für Techniken wie Beatmatching unerlässlich ist.
Tipp
Achte beim Kauf eines Turntables für das Mixing auf ein hohes Start-Drehmoment (Torque). Ein Wert ab 1,6 kg/cm stellt sicher, dass der Teller beim Anschieben oder Scratchen nicht stehen bleibt.
Um zwei Tracks synchronisieren zu können, benötigst du einen präzisen Pitch-Regler. Dieser verändert die Umdrehungsgeschwindigkeit stufenlos. In der Regel reicht ein Bereich von +/- 8 % aus, doch viele moderne Geräte bieten auch +/- 16 % oder sogar 50 % für kreative Effekte an. Die Nullstellung sollte dabei mechanisch einrasten oder per Knopfdruck (Quartz Lock) fixiert werden können, um die exakte Originalgeschwindigkeit zu garantieren.
Möchtest du deine Vinyl-Schätze digitalisieren oder den Plattenspieler direkt an einen Rechner anschließen? Viele aktuelle Modelle verfügen über ein integriertes USB-Interface. Damit sparst du dir ein zusätzliches Audio-Interface und kannst deine Sets direkt in einer Software aufnehmen. Auch integrierte Vorverstärker (Phono-Preamp) sind praktisch, falls dein Mischpult keinen speziellen Phono-Eingang besitzt.
Hinweis
Ein eingebauter Vorverstärker sollte für maximale Flexibilität abschaltbar sein. So kannst du später problemlos auf hochwertige externe Preamps oder professionelle DJ-Mixer aufrüsten.
Im Club-Einsatz oder bei hohen Lautstärken zu Hause sind Vibrationen der größte Feind. Ein hohes Eigengewicht und gedämpfte Standfüße verhindern, dass der Bass die Nadel zum Springen bringt. Schwere Gehäuse aus speziellem Kunststoff oder Metall sind hier klar im Vorteil gegenüber leichten Einsteigergeräten.
Einsteiger finden im Bereich zwischen 200 und 400 Euro solide Geräte, die oft schon mit USB-Anschlüssen ausgestattet sind. Diese eignen sich hervorragend für das Erlernen von Grundlagen und den Heimgebrauch. Profis und Club-Betreiber greifen zu Modellen ab 600 Euro. Hier stehen Langlebigkeit, massive Chassis zur Vibrationsdämpfung und extrem starke Motoren im Vordergrund. Wenn du planst, viel zu scratchen, ist ein massives Laufwerk mit hoher Standfestigkeit unverzichtbar.
| Kriterium | Direktantrieb (Direct Drive) | Riemenantrieb (Belt Drive) |
|---|---|---|
| Startzeit | Sehr schnell, hohes Drehmoment | Verzögert, langsames Anlaufen |
| Scratching | Bestens geeignet | Nicht möglich oder schädlich |
| Vibrationen | Motorvibrationen möglich | Sehr geringe Übertragung |
Achtung
Spare niemals an der Nadel oder dem Tonabnehmersystem. Eine abgenutzte Nadel verschlechtert nicht nur den Klang, sondern kann deine Schallplatten dauerhaft beschädigen.
Für klassisches Mixing und nahtlose Übergänge sind zwei Laufwerke der Standard. Wenn du jedoch digital mit einem DVS (Digital Vinyl System) arbeitest oder deine Platten primär digitalisieren möchtest, reicht für den Anfang auch ein einzelnes Gerät aus.
DJ-Turntables sind deutlich robuster gebaut, besitzen einen Pitch-Regler zur Geschwindigkeitsanpassung und meist einen starken Direktantrieb. Herkömmliche Plattenspieler sind auf reinen Musikgenuss optimiert und oft weniger resistent gegen Erschütterungen im Club-Umfeld.
Halte den Plattenteller und die Nadel staubfrei (eine Carbonfaser-Bürste ist hier Pflicht). Bei Riemenantrieben muss der Riemen nach einigen Jahren gewechselt werden, während beim Direktantrieb gelegentlich das Lager einen Tropfen Öl benötigt.
Eine Slipmat ist eine Filzmatte, die die Gummimatte des Plattentellers ersetzt. Sie reduziert die Reibung zwischen Teller und Platte, sodass du die Schallplatte anhalten oder bewegen kannst, während sich der Motor darunter ungehindert weiterdreht.
Fazit: Der Dual DTJ 301.1 USB ist ein solider Einsteiger-Plattenspieler, der sich besonders für Gelegenheits-DJs und die Archivierung von Schallplatten eignet.
Fazit: Der Lenco L-3810 ist ein solider und funktionaler Plattenspieler, der sich ideal für Einsteiger und Hobby-DJs eignet, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.