Tristar PZ-9146 im Test: Wie gut brät die XXL-Grillpfanne für große Runden?
Tischgrills, Raclettes und elektrische Pfannen gehören zum typischen Tristar-Sortiment, doch für besonders große Runden reicht eine normale Bratpfanne auf dem Herd schnell nicht mehr aus. Die Tristar PZ-9146 soll als elektrische XXL-Grillpfanne auf einer stabilen, hitzebeständigen Fläche flexibel Platz für Paella, Gemüse oder Pfannkuchen bieten. Wie gleichmäßig heizt sie, wie gut lässt sich die Temperatur regeln und wie praktisch ist sie im Alltag?
Tristar PZ-9146 Multifunktionale Grillpfanne XXL
Design und Verarbeitung
Die Tristar PZ-9146 ist eine runde Elektropfanne mit 1.500 Watt Leistung. Die eigentliche Pfanne misst 40 Zentimeter im Durchmesser und 9 Zentimeter in der Höhe und fasst 7,5 Liter. Laut Hersteller wiegt sie 2,3 Kilogramm und erreicht bis zu 250 Grad Celsius. Die Pfanne besteht aus Aluminium und ist antihaftbeschichtet, das Gehäuse aus Metall. Zum Lieferumfang gehören ein Glasdeckel mit Dampföffnung und ein abnehmbares Kabel mit Thermostat. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 64,99 Euro. Im Praxistest prüfen wir die PZ-9146 mit Pilzen, gemischtem Gemüse, Pfannkuchen und Wasser auf Aufheizen, Hitzeverteilung, Bratergebnis, Temperaturregelung und Reinigung.
Die Pfanne macht einen guten Eindruck. Die Beschichtung ist gleichmäßig aufgetragen, ohne Blasen oder Fehlstellen, und alle Teile sind sauber montiert. Auf der Arbeitsfläche steht die Pfanne dank rutschfester Füße fest und verrutscht auch beim Rühren nicht. Griffe, Kabelanschluss und Thermostat sitzen sicher. Der Knauf auf dem Glasdeckel bleibt im Test angenehm kühl und lässt sich problemlos anfassen.
Bedienung und Handhabung
Die Pfanne ist schnell einsatzbereit. Wir stecken die Thermostateinheit seitlich ein, schließen das Kabel an und stellen eine Stufe ein. Der Anschluss sitzt eindeutig und lässt sich ebenso leicht wieder abziehen. Für ihre Größe ist die Pfanne leicht und lässt sich gut tragen und aufstellen. Sie braucht eine Stellfläche von etwa 42 × 42 Zentimetern. Das Kabel ist nur 1 Meter lang. Auf unserer Kochinsel reicht es problemlos bis zur Steckdose, je nach Standort kann ein Meter aber knapp werden.
Der Thermostatregler hat die Positionen 0 bis 5 und ist gut ablesbar. Eine Kontrollleuchte zeigt an, wann der Thermostat nachheizt; während des Betriebs schaltet sie sich regelmäßig ein und aus. Eine Temperaturskala in Grad Celsius gibt es nicht, wir orientieren uns an den Stufen.
Beim Arbeiten mit Deckel zeigen sich Schwächen. Der Glasdeckel liegt im Test nicht überall sauber auf. Dadurch tritt Dampf nicht nur aus der vorgesehenen Öffnung, sondern auch seitlich aus, und rund um die Pfanne landen Spritzer auf der Arbeitsfläche. Beim Rühren und Wenden ohne Deckel ist die Pfanne dagegen gut zu handhaben.
Aufheizen und Hitzeverteilung
Für die Bratversuche heizen wir die Pfanne gemäß Anleitung zwei Minuten auf höchster Stufe vor. Den separaten Aufheiztest starten wir dagegen mit kalter Pfanne: Auf Stufe 3 erreicht sie an unserem Messpunkt in der Mitte nach 1 Minute und 29 Sekunden 180 Grad Celsius. In der Pfannenmitte wird die Zieltemperatur damit schnell erreicht. Wie der anschließende Mehltest zeigt, gilt das jedoch nicht gleichmäßig für die gesamte Fläche.
Für den Mehltest streuen wir eine dünne Schicht Mehl auf die kalte Pfanne und heizen sie auf. Das Mehl bräunt deutlich entlang des Heizelements, vor allem im mittleren Bereich, während andere Bereiche hell bleiben. Der Mehltest zeigt damit eine deutlich ungleichmäßige Hitzeverteilung. Beim Braten von Gemüse fällt das weniger auf, weil es ohnehin umgerührt wird. Bei mehreren gleichzeitig verteilten Bratstücken oder einem Spiegelei am äußeren Rand kann die ungleichmäßige Hitze stärker auffallen.
Bratergebnisse
Zuerst braten wir 250 Gramm Pilze auf Stufe 3. Nach 3 Minuten und 30 Sekunden sind sie gut gebräunt, nichts brennt an, und am Boden bleibt keine Flüssigkeit stehen. Das Ergebnis ist gut.
Mit 500 Gramm Zucchini, Paprika und Pilzen auf Stufe 5 setzt die Bräunung deutlich später ein. Nach 6 Minuten und 30 Sekunden ist noch kaum Bräunung zu sehen, erst nach etwa 8 Minuten beginnt das Gemüse anzubraten. Dann bräunt es aber gleichmäßig, und auch hier brennt nichts an. Mit 500 Gramm Gemüse kommt die Pfanne gut zurecht, bis zur sichtbaren Bräunung braucht sie jedoch rund 8 Minuten.
Beim Pfannkuchentest überzeugt die Pfanne. Nach 45 Sekunden wenden wir die Pfannkuchen, nach 1 Minute und 15 Sekunden sind sie fertig und gleichmäßig goldbraun. Eine zweite Serie gelingt genauso gut. Die Antihaftbeschichtung arbeitet sehr gut: Kein Bratgut klebt fest, und die Bratfläche ist nach dem Herausnehmen praktisch sauber.
Temperaturregelung
Die größte Schwäche zeigt sich, wenn die Temperatur sinken soll. Für den Test erhitzen wir 500 Milliliter Wasser mit Deckel auf Stufe 5, nach 2 Minuten und 5 Sekunden kocht es. Dann regeln wir auf Stufe 3 herunter, doch das Wasser kocht unverändert weiter. Auch nach weiteren 2 Minuten auf Stufe 1 ändert sich kaum etwas. Nach 10 Minuten sprudelt das Wasser noch immer und ist fast vollständig verdampft.
Im Test zeigt das Zurückregeln also kaum eine Wirkung. Für sanftes Köcheln, Saucen oder Eintöpfe ist die Pfanne deshalb nur eingeschränkt geeignet. Zusätzlich liegt der Deckel im Test nicht überall bündig auf, sodass Dampf auch seitlich entweicht. Auch die von Tristar ausgewiesene Warmhaltefunktion überzeugt im Wassertest nicht: Selbst auf Stufe 1 lässt sich die Temperatur nach dem Aufkochen nur sehr langsam absenken. Beim Braten mit höheren Temperaturen fällt diese Schwäche dagegen deutlich weniger ins Gewicht.
Reinigung
Die Antihaftbeschichtung macht die Reinigung einfach. Fett und Speisereste lösen sich sofort, und Pfanne und Deckel sind zusammen in 2 Minuten und 30 Sekunden gesäubert. Etwas unhandlich ist nur die Größe, denn eine 40-Zentimeter-Pfanne passt nicht in jedes Spülbecken. Spülmaschinengeeignet ist die Pfanne nicht. Laut Anleitung darf das Gerät zudem nicht vollständig in Wasser oder andere Flüssigkeiten getaucht werden; die Bratfläche wird ausgewischt, die Außenseite feucht gereinigt.
Fazit
Die Tristar PZ-9146 spielt ihre Stärken vor allem beim klassischen Braten aus. Pilze, Gemüse und Pfannkuchen gelingen gut, die Antihaftbeschichtung überzeugt und auch größere Mengen finden auf der 40 Zentimeter breiten Fläche problemlos Platz. Weniger gelungen sind die ungleichmäßige Hitzeverteilung und vor allem die träge Temperaturregelung: Einmal stark aufgeheizt, lässt sich die Pfanne kaum schnell auf niedrigere Temperaturen bringen. Für sanftes Köcheln oder Warmhalten ist sie daher nur bedingt geeignet. Wer vor allem größere Portionen braten möchte und mit diesen Einschränkungen leben kann, bekommt zur UVP von 64,99 Euro eine praktische und leicht zu reinigende XXL-Elektropfanne.
- +Große 40-Zentimeter-Bratfläche
- +Gute Bratergebnisse
- +Sehr gute Antihaftwirkung
- +Schnelles Aufheizen
- +Einfache Reinigung
- –Ungleichmäßige Hitzeverteilung
- –Träge Temperaturregelung
- –Deckel schließt nicht bündig
- –Kurzes Netzkabel
- –Warmhalten nur eingeschränkt möglich