Smartwares FGA-03011 im Test: Wie zuverlässig warnt der CO-Melder?
Smartwares deckt mit Rauch-, Kohlenmonoxid- und Wassermeldern, Kameras und smarter Haussicherheit ein breites Feld der Wohnsicherheit ab und vertreibt seine Produkte europaweit. Bei einem Kohlenmonoxidmelder zählt vor allem, dass er gefährliche CO-Konzentrationen zuverlässig und innerhalb der vorgesehenen Zeitfenster erkennt. Wie sich der FGA-03011 dabei schlägt, klärt unser Praxistest.
Smartwares CO-Melder FGA-0301110-Jahres-Sensor mit 5-Jahres-Batterien und 85-dB-Sirene
Smartwares FGA-03011
Verarbeitung
Das Gehäuse des FGA-03011 besteht aus festem, verwindungsarmem Kunststoff: Auf moderaten Druck und leichtes Verdrehen reagiert es nicht mit Nachgeben, Knarzen oder sichtbaren Schwachstellen. Gehäusehälften, Batteriefach und die Ausschnitte für Taste und LEDs sitzen sauber zusammen, beim Schütteln klappert nichts. Kanten, Öffnungen und die Testtaste sind ordentlich verarbeitet, ohne scharfe Grate oder spürbares Spiel.
Montage
Die Wandmontage gelingt zügig: Die beiliegenden Dübel und Schrauben passen, und die Montageplatte lässt sich alternativ auch direkt mit einer einzelnen Schraube befestigen. Der Melder selbst rastet anschließend spürbar sicher auf der Platte ein. Praktisch gelöst ist die Doppelfunktion der Platte: Sie dient gleichzeitig als Rückabdeckung und als Verschluss für das Batteriefach. Die Batterien halten erst nach dem Aufstecken der Platte zuverlässig in Position. Das ist laut Hersteller so vorgesehen und funktioniert im Test ohne Einschränkung.
Bedienung
Der Batteriewechsel gelingt unkompliziert: Montageplatte abnehmen, zwei AA-Batterien entsprechend der Polaritätsmarkierung einsetzen und die Platte wieder aufsetzen – fertig. Die Testtaste fällt groß aus, hat einen klaren Druckpunkt und reagiert bei jedem der drei Testdurchläufe zuverlässig. Drei Status-LEDs markieren Normalbetrieb, Alarm und Störung eindeutig, und das Display ist gut ablesbar sowie passend zur Gerätegröße dimensioniert.
Ausstattung & Dokumentation
Display und Status-LEDs liefern im Alltag einen guten Überblick über den Zustand des Melders, und die Anleitung erklärt die einzelnen Signale nachvollziehbar. Bei der Stromversorgung setzt Smartwares auf zwei austauschbare AA-Batterien statt auf eine fest verbaute Langzeitbatterie. Smartwares gibt für die austauschbaren Batterien eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren an, während der Sensor selbst für zehn Jahre ausgelegt ist. Das Konzept ist konventionell, die Angaben zur Batterie- und Sensorlebensdauer sind aber klar dokumentiert.
Auf dem Melder ist BS EN 50291-1:2018 angegeben. Die Norm definiert abhängig von CO-Konzentration und Einwirkdauer Zeitfenster, innerhalb derer ein Melder noch nicht beziehungsweise spätestens Alarm auslösen darf oder muss. Darüber hinaus legt sie Anforderungen an Bauweise, Prüfverfahren und Betriebsverhalten fest. Zusätzlich nennt Smartwares für den FGA-0301 eine BSI-Zertifizierung. BSI ist das britische Normungsinstitut und bietet zugleich unabhängige Produktprüfungen und Zertifizierungen an.
Betrieb & Alarmfunktion
Für den zentralen Teil des Tests verwenden wir eine verschließbare 5-Liter-Testbox mit einer intern festgelegten CO-Testquelle. Wir führen drei möglichst gleich angelegte Durchläufe mit identischer Melderposition und vergleichbaren Bedingungen durch. Unser Aufbau dient ausschließlich dem Vergleich der Geräte unter einheitlichen Praxisbedingungen und stellt keine Normprüfung nach BS EN 50291-1:2018 dar. Da wir keinen normgerecht kontrollierten ppm-Verlauf erzeugen, lassen sich aus den gemessenen Auslösezeiten keine Aussagen zur Einhaltung der normativen Alarmschwellen ableiten.
Wir messen jeweils die Zeit vom Beginn der Belastung bis zum akustischen Alarm und vergleichen die Ergebnisse mit einem Vergleichsgerät aus unserem laufenden Testverfahren.
Der FGA-03011 alarmiert in allen drei Durchläufen zuverlässig, braucht im direkten Vergleich jedoch länger: 3,5 Minuten im ersten Lauf, 3 Minuten im zweiten und 3,5 Minuten im dritten. Das Vergleichsgerät löst im gleichen Testaufbau spätestens nach einer Minute aus.
Die drei Messwerte liegen eng beieinander und zeigen innerhalb unserer Durchläufe nur eine geringe Streuung. Dabei handelt es sich ausdrücklich um einen Praxistest und keinen wissenschaftlichen Langzeittest. Die Ergebnisse beschreiben deshalb nur das Verhalten unseres Testgeräts unter den gewählten Bedingungen. Im Vergleichsaufbau löst der FGA-03011 dennoch deutlich später aus als das Vergleichsgerät.
Ist der Alarm einmal ausgelöst, überzeugt er klar: Mit 85 Dezibel in drei Metern Abstand ist das Signal gut durchdringend und eindeutig als Gefahrensignal erkennbar, unterstützt von einer roten LED-Anzeige. Nach dem kontrollierten Entlüften der Testbox kehrt der Melder in allen drei Durchläufen wieder in den Normalzustand zurück.
Fazit
Der FGA-03011 überzeugt bei Verarbeitung, Montage und Bedienung durchweg: Das Gehäuse wirkt stabil, die Wandmontage gelingt in wenigen Schritten, und Batteriewechsel wie Testtaste funktionieren einfach und zuverlässig. Auch in unserem Box-Test löst der Melder in allen drei Durchläufen zuverlässig aus; mit 85 Dezibel in drei Metern Abstand ist das Signal gut hörbar. Der entscheidende Dämpfer liegt in der Reaktionszeit innerhalb unseres Vergleichsaufbaus: Mit 3 bis 3,5 Minuten braucht der Melder deutlich länger als das Vergleichsgerät, das spätestens nach einer Minute anschlägt. Da unser Praxistest keine Normprüfung darstellt, lässt sich daraus keine Aussage zur Einhaltung der normativen Alarmschwellen ableiten.
- +Stabiles, sauber verarbeitetes Gehäuse
- +Einfache und sichere Wandmontage
- +Unkomplizierter Batteriewechsel
- +Große, zuverlässige Testtaste
- +Gut ablesbares Display
- +Deutlich hörbare 85-dB-Sirene
- –Löst deutlich später aus als unser Vergleichsgerät
- –Batteriewechsel während Sensorlebensdauer nötig