Princess 344540 im Test: Wie schnell macht der Keramik-Heizlüfter warm?
Der Princess 344540 ist als kompakte Zusatzheizung für Wohn- und Arbeitsräume gedacht. Der schmale Keramik-Heizlüfter bietet zwei Heizstufen, eine 60-Grad-Oszillation, Thermostat und Fernbedienung. Im Test prüfen wir, wie schnell im Nahbereich Wärme ankommt, wie gut sich der Luftstrom verteilt und wie zuverlässig Bedienung und Sicherheitsfunktionen arbeiten.
Princess Keramikheizlüfter 2000 Woszillierend mit 24 h Timer und Fernbedienung, kompakt und mobil
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Design und Verarbeitung
Der Heizlüfter Princess 344540 steckt in einem schwarzen Kunststoffgehäuse im Turmformat und misst 15 × 12,2 × 40,2 Zentimeter. Laut Hersteller wiegt er 1,74 Kilogramm. Die UVP liegt bei 59,99 Euro. Durch das schmale Turmformat benötigt der Heizlüfter nur wenig Stellfläche.
Zunächst prüfen wir das kalte Gerät rundum. Das Gehäuse wirkt robust und sauber verarbeitet und gibt auch bei leichtem Druck nicht nach. Die Kanten sind sauber entgratet, die Spaltmaße fallen gleichmäßig und schmal aus, und das vordere Luftgitter sitzt fest. Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt und sitzen fest. Auf ebenem Boden steht der schmale Turm sicher und wackelfrei, das Heizelement liegt gut geschützt hinter dem Gitter.
Einrichtung und Handhabung
Vom verpackten Gerät bis zum betriebsbereiten Heizlüfter vergehen im Test nur 1 Minute und 30 Sekunden. Aufstellen und Inbetriebnahme gelingen schnell und unkompliziert. Ein integrierter Tragegriff erleichtert das Umstellen. Durch das geringe Gewicht lässt sich der Heizlüfter leicht durch den Raum tragen.
Das Netzkabel ist laut Hersteller 1,45 Meter lang. In unserem Testraum mit bodennaher Steckdose reicht das, um das Gerät flexibel zu platzieren. Für die gelegentliche Staubpflege sind die Luftgitter gut erreichbar; eine Demontage ist dafür nicht nötig.
Ausstattung
Für die Wärme sorgt ein PTC-Keramikheizelement. PTC steht für einen positiven Temperaturkoeffizienten: Der elektrische Widerstand der Keramik steigt mit ihrer Temperatur, sodass das Element seine Leistung selbst begrenzt. Princess gibt 2 Heizstufen mit 1.200 und 2.000 Watt an, dazu kommt ein Frischluftmodus, in dem nur das Gebläse läuft. Das Thermostat lässt sich laut Hersteller auf bis zu 35 Grad Celsius einstellen, der Timer auf 1 bis 24 Stunden, und auf Wunsch schwenkt das Gerät um 60 Grad hin und her.
Steuern lässt sich die Heizung über ein Tastenfeld mit LED-Anzeige oder über die mitgelieferte Fernbedienung, deren Knopfzelle vom Typ CR2025 laut Hersteller nicht beiliegt. Bei Umkippen oder Überhitzung schalten entsprechende Schutzfunktionen das Heizelement automatisch ab, dazu kommen rutschfeste Füße. Eine Kindersicherung hat das Gerät dagegen nicht. Princess nennt einen Heizbereich von 15 Quadratmetern beziehungsweise Räume bis 45 Kubikmeter. Für Feuchträume wie das Badezimmer ist der Heizlüfter nicht vorgesehen.
Bedienung
Das Tastenfeld sitzt auf der Oberseite, die Tasten sprechen zuverlässig an. Die LED-Anzeige lesen wir auch aus 1 bis 2 Metern Entfernung problemlos ab, Heizstufe, Solltemperatur und Timer haben wir so jederzeit im Blick. Eine längere Einarbeitung ist für die Bedienung nicht nötig.
Die Fernbedienung funktioniert aus typischer Sitzentfernung einwandfrei. Thermostat, Heizstufen und Timer lassen sich logisch einstellen. Auch der reine Lüfterbetrieb funktioniert im Test wie vorgesehen. Einen Kritikpunkt gibt es trotzdem: Bei Dunkelheit bleibt das Display allerdings sichtbar und lässt sich nicht vollständig ausschalten.
Heizleistung
Zu Beginn zeigt das Thermometer am Messpunkt 21,6 Grad Celsius. Nach 5 Minuten sind es bereits 23,0 Grad Celsius, nach 10 Minuten 24,1 Grad Celsius. Danach steigt die Temperatur etwas langsamer und erreicht 25,7 Grad Celsius nach 20 sowie 26,8 Grad Celsius nach 30 Minuten. Damit steigt die Temperatur am Messpunkt innerhalb einer halben Stunde um 5,2 Grad Celsius und damit klar und zügig an. Schon kurz nach dem Einschalten spüren wir in 1 Meter Abstand einen deutlich warmen Luftstrom, der dabei nicht als unangenehme Zugluft auffällt.
Die seitliche Wärmeverteilung prüfen wir unmittelbar nach dem 10-Minuten-Messpunkt. Dazu stellen wir das Thermometer nacheinander 50 Zentimeter links und rechts der Mitte auf, weiterhin in 1 Meter Abstand zum Gerät. An beiden seitlichen Messpunkten messen wir 24,0 Grad Celsius und damit jeweils nur 0,1 Grad Celsius weniger als in der Mitte. Die nahezu identischen Werte zeigen, dass die Wärme auch seitlich gleichmäßig am Messpunkt ankommt. Mit zugeschalteter Oszillation verteilt der Heizlüfter den warmen Luftstrom anschließend über einen breiteren Bereich.
Leistungsaufnahme und Stromverbrauch
Auf der Maximalstufe pendelt sich die Leistungsaufnahme nach 2 bis 3 Minuten bei 1.960 Watt ein, Einbrüche beobachten wir im weiteren Verlauf nicht. Das liegt nur 2 Prozent unter der Herstellerangabe. Auf der niedrigen Stufe messen wir 1.170 Watt. Damit liegt der Messwert nur 30 Watt unter der Herstellerangabe. Die gemessenen Werte liegen damit jeweils sehr nah an den Herstellerangaben, und die beiden Stufen sind klar voneinander abgegrenzt.
Nach 30 Minuten auf Maximalstufe zeigt das Messgerät einen Verbrauch von 0,96 Kilowattstunden. Rechnerisch entspricht das einer mittleren Leistung von gut 1.900 Watt. Der Heizlüfter arbeitet während der halben Stunde damit nahezu durchgehend auf höchster Heizstufe.
Thermostat
Das Thermostat testen wir zum Schluss im bereits aufgeheizten Raum. Senken wir die Solltemperatur schrittweise ab, schaltet die Heizung ab, sobald der eingestellte Wert unter der zu diesem Zeitpunkt von uns gemessenen Raumtemperatur liegt. Erhöhen wir den Sollwert wieder, nimmt die Heizung den Betrieb erneut auf. In den folgenden 15 Minuten Regelbetrieb schaltet das Gerät in regelmäßigen Abständen ein und aus, ohne auffällig kurze Schaltintervalle. Die Regelung reagiert damit zuverlässig und nachvollziehbar.
Lautstärke
Princess gibt für den Heizlüfter einen Geräuschpegel von 40 Dezibel an. Im Heizbetrieb erzeugt das Gebläse ein gleichmäßiges Rauschen, Nebengeräusche wie Klappern oder Pfeifen bleiben weitgehend aus. In sehr ruhiger Umgebung nehmen wir den Lüfter unter Volllast allerdings deutlich wahr.
Sicherheit
Den Kippschutz prüfen wir separat auf einer freien, ebenen Fläche. Neigen wir den laufenden Heizlüfter vorsichtig aus seiner normalen Standposition, schaltet er verlässlich nach rund 1 Sekunde ab. Auch nach 30 Minuten auf Maximalstufe sind Tragegriff und Bedienfeld nur leicht erwärmt und die Gehäuseseiten handwarm, sodass sie sich weiterhin problemlos anfassen lassen. Den Luftauslass berühren wir während des Betriebs aus Sicherheitsgründen nicht.
Ziehen wir direkt nach dem Volllastbetrieb den Stecker, ist das Steckergehäuse nur minimal warm. An Kabel, Zugentlastung und Anschlussbereich stellen wir weder ungewöhnliche Erwärmung noch Verfärbungen oder Schäden fest. Auch auffällige Gerüche oder Wackelkontakte treten nicht auf.
Den Überhitzungsschutz lösen wir aus Sicherheitsgründen nicht künstlich aus. Während des 30-minütigen Betriebs auf höchster Heizstufe treten jedoch keine Aussetzer oder Störungen auf, und die Warnhinweise am Gerät sind gut lesbar angebracht. Bei den von uns geprüften Sicherheitsaspekten zeigt der Heizlüfter damit keine Auffälligkeiten.
Fazit
Der Princess 344540 überzeugt uns im Test vor allem mit seiner Heizleistung im Nahbereich: In 1 Meter Abstand kommt schnell spürbare Wärme an, und die gemessene Leistungsaufnahme liegt bei beiden Stufen sehr nah an den Herstellerangaben. Dazu kommen ein zuverlässig regelndes Thermostat, ein schnell auslösender Kippschutz, ein stabiles, gut verarbeitetes Gehäuse und eine unkomplizierte Bedienung am Gerät oder per Fernbedienung. Schwächen zeigt der Heizlüfter bei der Geräuschentwicklung des Gebläses, das auf höchster Stufe in ruhiger Umgebung deutlich hörbar bleibt, sowie beim Display, das sich nicht vollständig abschalten lässt. Für Arbeits- oder Wohnzimmer eignet sich der Princess 344540 vor allem als gezielte Zusatzheizung.
- +Schnelle Wärme im Nahbereich
- +Heizstufen liefern zuverlässig Leistung
- +Zuverlässiges Thermostat
- +Kippschutz reagiert schnell
- +Einfache Bedienung am Gerät und per Fernbedienung
- –Gebläse auf höchster Stufe deutlich hörbar
- –Display nicht vollständig abschaltbar
- –Keine Kindersicherung