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Heizlüfter

Princess 344524 im Test: Wie gut heizt der kompakte Keramik-Heizlüfter?

Sascha
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5. November 2026
|
6 Min. Lesezeit
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Princess ist vor allem für Haushaltsgeräte wie Heißluftfritteusen, Kaffeemaschinen und Mixer bekannt, bei Heizlüftern zählt die Marke dagegen nicht zu den ersten Namen. Mit dem kompakten Keramik-Heizlüfter Princess 344524 möchte der Hersteller unkomplizierte Zusatzwärme bieten, wenn Arbeits- oder Hobbyräume in der Übergangszeit unangenehm kühl werden. Wie schnell erwärmt das Gerät einen Kellerraum, wie gut verteilt sich die Wärme und wo liegen die Grenzen im Alltag?

Princess 344524: Produktdetails

Modellnummer01.344524.01.001
GerätetypFreistehender Heizlüfter mit PTC-Keramikelement
Heizstufen laut Hersteller750 und 1.500 Watt
Leistungsaufnahme im Test752 und 1.383,5 Watt
Raumempfehlung laut HerstellerBis 15 m² oder 45 m³
Abmessungen17 × 17 × 25,6 cm
GewichtRund 1,43 kg
Netzkabel1,55 m, im Test gemessen
Bedienung und ExtrasThermostat, 1–24-h-Timer, LED, Fernbedienung, 45°-Oszillation und Ventilatormodus
Unverbindliche Preisempfehlung44,99 Euro
Princess 344524: Heizlüfter mit Lieferumfang
Der kompakte Heizlüfter lässt sich ohne Montage aufstellen. Fernbedienung und Anleitung liegen bei, die passende Batterie fehlt allerdings. (Foto: Testsieger.de)

Design und Verarbeitung

Der Princess 344524 (Artikelnummer 01.344524.01.001) ist ein freistehender Heizlüfter mit PTC-Keramikheizelement. PTC steht für einen positiven Temperaturkoeffizienten: Mit steigender Temperatur erhöht sich der elektrische Widerstand des Keramikelements, wodurch es seine Heizleistung selbst begrenzt. Der Hersteller nennt 1.500 Watt auf der hohen und 750 Watt auf der niedrigen Heizstufe und empfiehlt das Gerät für Räume bis 15 Quadratmeter beziehungsweise 45 Kubikmeter. Mit Abmessungen von 17 × 17 × 25,6 Zentimetern und einem Gewicht von rund 1,43 Kilogramm ist es kompakt und leicht zu transportieren. An Bord sind ein Thermostat, ein Timer von 1 bis 24 Stunden, eine Fernbedienung, eine LED-Anzeige, eine 45-Grad-Oszillation und ein Ventilatormodus ohne Heizung.

Optisch macht der Heizlüfter einen edlen Eindruck. Das Gehäuse wirkt stabil und wertig, beim Anfassen und leichten Drücken gibt nichts nach. Die Verarbeitung ist sehr sauber: Die Teile sind passgenau gefügt, wir finden keine Grate oder unsauberen Kanten, und die Tasten reagieren schnell und mit klarem Druckpunkt. Auch die Standfestigkeit überzeugt uns. Das Gerät steht sicher auf ebenem Untergrund, und das vordere Gitter schützt vor einem unbeabsichtigten Berühren des Heizelements. Im Heizbetrieb kann das Gitter selbst allerdings heiß werden.

Princess 344524: Bedienfeld auf der Oberseite
Die Tasten auf der Oberseite sind übersichtlich angeordnet und reagieren prompt. Für einige Zusatzfunktionen sind allerdings Tastenkombinationen nötig. (Foto: Testsieger.de)

Bedienung und Handhabung

Vom Auspacken bis zum ersten Heizen vergehen bei uns 2 Minuten und 30 Sekunden. Eine Montage ist nicht nötig, der Heizlüfter wird einfach hingestellt und eingesteckt. Gleich zu Beginn ärgert uns aber eine Kleinigkeit: Für die Fernbedienung liegt unserem Testgerät keine Batterie bei. Sie muss separat eingesetzt werden, bevor sich der Heizlüfter aus der Entfernung steuern lässt.

Das Bedienfeld ist logisch aufgebaut, und das Display lässt sich gut ablesen. Thermostat, Heizstufen und Timer stellen wir ohne Umwege ein, das Gerät quittiert jede Eingabe sofort. Bei der Fernbedienung müssen wir genauer zielen. Sie funktioniert nur zuverlässig, wenn sie frei und gerade auf das Gerät gerichtet ist. Vom Sofa aus mit schräg gehaltener Hand klappt das nicht immer.

Princess 344524: Fernbedienung
Mit der Fernbedienung lassen sich die Einstellungen aus der Entfernung ändern. Dafür müssen wir sie möglichst gerade auf den Heizlüfter richten. (Foto: Testsieger.de)

Weniger gelungen ist die Bedienung der Extras. Für den Ventilatormodus ohne Heizung und die Tastensperre gibt es keine eigenen Tasten, beide lassen sich nur über Tastenkombinationen aufrufen. Im Test geht das problemlos. Steht der Heizlüfter aber über den Sommer im Schrank, ist die Kombination im Herbst vergessen, und wir müssen wieder in die Anleitung schauen. Eigene, beschriftete Tasten wären hier selbsterklärend.

Beim Umstellen im Raum gibt es keine Probleme. Wir messen eine Kabellänge von 1,55 Metern. Damit fällt das Netzkabel sogar 10 Zentimeter länger aus als vom Hersteller angegeben. Für die Aufstellung in Steckdosennähe reicht die Kabellänge aus. Bei weiter entfernten Stellplätzen schränkt sie die Flexibilität allerdings ein. Wegen der hohen Leistungsaufnahme sollte der Heizlüfter möglichst direkt an einer geeigneten Wandsteckdose betrieben werden. Die Luftgitter sind für die übliche Staubpflege gut zugänglich.

Princess 344524: Rückseitiger Lufteinlass
Über das große Gitter auf der Rückseite strömt die Luft ins Gerät. Für die übliche Staubpflege ist es gut zugänglich. (Foto: Testsieger.de)

Heizleistung

Für den Heiztest stellen wir den Princess 344524 in einem geschlossenen Kellerraum mit 44 Kubikmetern Volumen auf. Der Raum hat ein kleines Fenster von 1 Quadratmeter und 2 große Kleiderschränke. Mit 44 Kubikmetern liegt er noch innerhalb der Herstellerempfehlung von maximal 45 Kubikmetern. Das Thermometer steht 1 Meter vor dem Gerät, der Heizlüfter läuft 30 Minuten auf höchster Stufe.

Zu Beginn messen wir 20,8 Grad Celsius. Nach 5 Minuten sind es 21,0 Grad Celsius, nach 10 Minuten 21,4 Grad Celsius, nach 20 Minuten 21,8 Grad Celsius, und nach 30 Minuten zeigt das Thermometer 22,0 Grad Celsius. In einer halben Stunde steigt die Temperatur an diesem Messpunkt also um 1,2 Grad. Die Wärme kommt an, allerdings eher langsam. Wer die Temperatur zügig um mehrere Grad erhöhen möchte, muss Geduld mitbringen. Nach 10 Minuten ist es selbst in 1 Meter Abstand erst 0,6 Grad wärmer als zu Beginn. Den warmen Luftstrom spüren wir direkt vor dem Gerät deutlich, mit zunehmender Entfernung lässt er schnell nach.

Für den Verteilungstest messen wir zusätzlich jeweils 50 Zentimeter links und rechts der Mitte, bei unverändertem Abstand zum Heizlüfter. In der Mitte liegen 22,0 Grad Celsius an, an beiden Seiten je 20,9 Grad Celsius. Durch die Oszillation schwenkt der warme Luftstrom über einen breiteren Bereich. An den seitlichen Messpunkten bleibt die Temperatur jedoch um jeweils 1,1 Grad niedriger als in der Mitte.

Das Thermostat reagiert im Test nachvollziehbar auf Änderungen der Solltemperatur. Zu Beginn ist am Heizlüfter eine Solltemperatur von 27 Grad Celsius eingestellt. Wir reduzieren sie auf 23 Grad Celsius und erhöhen sie 20 Minuten später wieder auf 24 Grad Celsius. Daraufhin nimmt die Heizung ihren Betrieb wieder auf. Auffällig kurze oder häufige Schaltintervalle beobachten wir dabei nicht.

Verbrauch und Lautstärke

Auf der Maximalstufe zeigt unser Strommessgerät eine momentane Leistungsaufnahme von 1.383,5 Watt an. Das sind rund 7,8 Prozent weniger als die vom Hersteller angegebenen 1.500 Watt. Die Nennleistung erreicht das Gerät unter unseren Messbedingungen damit nicht ganz. Auf der niedrigen Stufe messen wir 752 Watt, womit die Herstellerangabe von 750 Watt nahezu exakt getroffen wird. Die beiden Heizstufen sind somit klar voneinander abgegrenzt.

Nach 30 Minuten auf höchster Stufe weist das Strommessgerät einen Energieverbrauch von 0,71 Kilowattstunden aus. Bei vergleichbarem Dauerbetrieb ergeben sich hochgerechnet rund 1,42 Kilowattstunden in einer Stunde. Bei einem beispielhaften Strompreis von 38 Cent pro Kilowattstunde kostet das rund 54 Cent. Im Thermostatbetrieb kann der tatsächliche Verbrauch geringer ausfallen, wenn das Heizelement zwischenzeitlich abschaltet. Für den gelegentlichen Einsatz als Zusatzheizung lassen sich die Kosten zeitlich begrenzen. Bei regelmäßigem, stundenlangem Betrieb summiert sich der Stromverbrauch dagegen deutlich.

Im Betrieb erzeugt der Princess ein gleichmäßiges, monotones Luftrauschen. In einem Meter Abstand messen wir einen Geräuschpegel von etwa 48 bis 50 Dezibel. Pfeifen, Klappern oder Schleifen hören wir nicht. Der Heizlüfter bleibt hörbar, wirkt auf uns aber insgesamt wenig störend. Beim Ausschalten läuft der Lüfter noch 30 Sekunden nach, um die Restwärme abzuführen. Das Display zeigt diese Zeit an, sodass niemand rätseln muss, warum das Gerät noch summt.

Princess 344524: LED-Temperaturanzeige
Das blau beleuchtete Display zeigt die Temperatur gut lesbar an. Beim Ausschalten informiert es auch über den 30 Sekunden langen Lüfternachlauf. (Foto: Testsieger.de)

Sicherheit

Den Kippschutz prüfen wir separat, indem wir das heizende Gerät vorsichtig anheben und neigen. Nach 1 bis 2 Sekunden schaltet die Heizung ab, der Lüfter folgt nach etwa 5 Sekunden. Bis dahin strömt noch warme Luft aus dem Gitter. In diesem Anhebe- und Neigungstest reagiert der Kippschutz damit schnell. Einen vollständigen Umkippvorgang simulieren wir nicht.

Princess 344524: Unterseite mit Standfüßen
Im Anhebe- und Neigungstest stoppt die Heizung nach 1 bis 2 Sekunden. (Foto: Testsieger.de)

Nach 30 Minuten Volllast lassen sich Griff und Bedienfeld problemlos anfassen. Heiß wird vor allem das Ausblasgitter, was bei einem Heizlüfter nicht ungewöhnlich ist, aber Vorsicht erfordert. An Kabel und Stecker stellen wir nach dem Betrieb keine auffällige Erwärmung fest. Auch Verfärbungen oder ungewöhnliche Gerüche bleiben aus. Einen Überhitzungsschutz gibt der Hersteller an. Gezielt ausgelöst haben wir ihn nicht; der gesamte Dauertest läuft jedoch ohne Störung, Fehlermeldung oder Auffälligkeit.

Ausstattung

Mit 2 Heizstufen, Thermostat und einem separaten Ventilatormodus deckt der Princess 344524 die typische Nutzung gut ab. Laut Hersteller lässt sich am Thermostat eine Solltemperatur von bis zu 35 Grad Celsius einstellen. Im Test reagiert die Temperatursteuerung nachvollziehbar auf unsere Änderungen. Im Ventilatormodus arbeitet das Gebläse ohne Heizfunktion. Dadurch lässt sich das Gerät an wärmeren Tagen zur Luftumwälzung einsetzen, ohne die Luft aktiv zu kühlen.

Timer, Display und Oszillation erweitern die Bedienmöglichkeiten sinnvoll. Die Einstellungen lassen sich im Test unkompliziert vornehmen. Bei der Fernbedienung müssen wir allerdings auf eine möglichst direkte Ausrichtung zum Gerät achten. Die im Test nutzbare Tastensperre verhindert versehentliche Änderungen am Bedienfeld. Eine ausdrücklich als Kindersicherung ausgewiesene Funktion bietet der Princess laut Hersteller jedoch nicht; die Tastensperre ersetzt deshalb keine Aufsicht während des Betriebs. Zum Lieferumfang gehören die Fernbedienung und die nötigen Geräteunterlagen. Die Batterie für die Fernbedienung fehlt wie bereits beschrieben.

Fazit

Der Princess 344524 ist ein durchdachter, sauber verarbeiteter Keramik-Heizlüfter, der sich schnell aufstellen und ohne Montage nutzen lässt. Seine kompakte Bauform, das gut ablesbare Display und die nachvollziehbare Bedienung machen ihn zu einer praktischen Zusatzheizung für die Übergangszeit. Die beiden Heizstufen unterscheiden sich klar in ihrer Leistungsaufnahme, das Thermostat reagiert auf veränderte Sollwerte und der Betrieb bleibt mit etwa 48 bis 50 Dezibel in einem Meter Abstand für uns akustisch wenig störend. Auch beim Kippschutz zeigt der Princess im Anhebe- und Neigungstest eine schnelle Reaktion. Der Ventilatormodus ohne Heizung, der Timer und die Oszillation erweitern den Einsatzbereich. Mit einer gemessenen Kabellänge von 1,55 Metern und einem Gewicht von rund 1,43 Kilogramm lässt sich das Gerät zudem unkompliziert umstellen.

Bei der eigentlichen Erwärmung zeigt der Princess jedoch Grenzen. In unserem Kellerraum mit 44 Kubikmetern steigt die Temperatur in einem Meter Abstand innerhalb von 30 Minuten von 20,8 auf 22,0 Grad Celsius. Direkt vor dem Gerät ist der warme Luftstrom gut spürbar, seitlich des zentralen Messpunkts fällt die Temperatur jedoch deutlich niedriger aus. Insgesamt empfehlen wir den Princess 344524 vor allem für gelegentliche Zusatzwärme in kleinen, trockenen Räumen oder zur punktuellen Erwärmung in Arbeitsplatznähe. Wer einen größeren oder deutlich kälteren Raum schnell und gleichmäßig aufheizen möchte, sollte ein leistungsstärkeres Modell in Betracht ziehen.

Praxistest im Testsieger.de-Produkttester-Programm · Getestet von Sascha, Produkttester · Testprodukt vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt · So testen wir Heizlüfter

Testergebnisse im Detail
Materialqualität & Gehäusestabilität
3,2 / 4
Verarbeitungsqualität & Passgenauigkeit
3 / 3
Standfestigkeit, Kanten & Berührungsschutz
2,4 / 3
Aufstellen & Inbetriebnahme
2,4 / 3
Bedienfeld, Display & Ablesbarkeit
3,2 / 4
Bedienlogik von Thermostat, Heizstufen, Timer & Fernbedienung
3,2 / 4
Transport, Kabellänge & Pflegezugang
3,2 / 4
Aufheizwirkung im 30-Minuten-Test
7,2 / 12
Wärme am Messpunkt / Reichweite
3,6 / 6
Wärmeverteilung & Oszillation
4,8 / 6
Leistungsaufnahme Maximalstufe
5 / 5
Leistungsaufnahme niedrige Heizstufe & Abstufung
4 / 4
Thermostat-Regelverhalten
4,8 / 6
Verbrauch & Leistungsstabilität im 30-Minuten-Test
5 / 5
Betriebslautstärke
4,8 / 6
Kippschutz
5 / 5
Temperaturen berührbarer Flächen
4 / 4
Kabel, Stecker & Anschlussbereich
2,4 / 3
Überhitzungsschutz & störungsfreier Dauerbetrieb
2,4 / 3
Heizmodi & Temperatursteuerung
3,2 / 4
Komfortfunktionen
3,2 / 4
Zusatzfunktionen & Lieferumfang
1,6 / 2
Testsiegel Princess 344524

Princess 344524

Getestet: 11/2026
zum Preisvergleich
Bewertung nach Kategorie
Design und Verarbeitung
86%
Bedienung und Handhabung
80%
Betrieb
78%
Sicherheit
92%
Ausstattung
80%
Pro
  • +Saubere, hochwertige Verarbeitung
  • +Kompaktes und standsicheres Gehäuse
  • +Schnelle Inbetriebnahme ohne Montage
  • +Übersichtlich angeordnetes Bedienfeld
  • +Gut ablesbares LED-Display
  • +Klar unterscheidbare Heizstufen
  • +Nachvollziehbar arbeitendes Thermostat
  • +Gleichmäßiges Luftrauschen ohne Nebengeräusche
Contra
  • –Langsame Erwärmung des Testraums
  • –Deutliche Temperaturunterschiede zur Seite
  • –Batterie für Fernbedienung fehlt
  • –Ausblasgitter wird heiß