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Staubsauger-Roboter

DJI ROMO P2 Staubsauger-Roboter im Test: Das kann die 2. Generation

Marvin Widera
|
4. September 2026
|
6 Min. Lesezeit

DJI steht seit Jahren für Kameradrohnen, nicht für Bodenpflege. Seit 2025 mischt der chinesische Hersteller trotzdem im hart umkämpften Saugroboter-Markt mit und schickt jetzt bereits die zweite Generation seiner ROMO-Reihe ins Rennen. Ob der P2 deutlich besser ist als der Vorgänger, verraten wir in unserem Praxistest.

DJI ROMO P2

UVP1.299 Euro
ProdukttypSaug- und Wischroboter
Abmessungen35,1 × 35,1 × 9,8 Zentimeter
Saugkraftbis zu 36.000 Pascal
Maximale Saugdauer180 Minuten
NavigationLiDAR-Laserabstandsmessung, ToF-Sensoren und Fischaugen-Weitwinkelkameras
Wischmopprechter Wischmopp schwenkt um 123 Grad zur Seite
Hindernisüberwindungeinstufig bis 4 Zentimeter, Doppelschwellen bis 8,5 Zentimeter
Moppwäschebis zu 80 Grad Celsius heißes Wasser
TrocknungWarmluft
Staubentleerungautomatisch in einen Staubbeutel
DJI ROMO P2: transparenter Saug- und Wischroboter
Das transparente Design bleibt ein Alleinstellungsmerkmal von DJI. Für uns ein echter Hingucker. (Foto: Testsieger.de)

Design und Verarbeitung

Der ROMO P2 führt das transparente Tech-Design des Vorgängers fort: Durch den durchsichtigen Kunststoff blicken wir sowohl in die Station als auch in den Roboter selbst hinein, sehen einzelne Bauteile arbeiten und beobachten, wie sich der Staubbehälter füllt. Das wirkt eigenständig und hebt den DJI optisch erneut von vielen Konkurrenzmodellen ab. Mit 35,1 × 35,1 × 9,8 Zentimetern bleibt der Roboter zudem unter der Marke von 10 Zentimetern Höhe, was ihm im Test den Weg unter niedrige Möbel öffnet.

DJI ROMO P2: transparente Oberseite mit sichtbaren Bauteilen
Die Verarbeitung ist gut. Das Gehäuse ist robust und genau gearbeitet. (Foto: Testsieger.de)

Die Verarbeitung liegt auf hohem Niveau. Scharfe Kanten finden wir keine, die Spaltmaße fallen durchgehend schmal und gleichmäßig aus, und der Kunststoff gibt auch dann nicht nach, wenn wir kräftig auf das Gehäuse drücken. Nichts klappert, nichts sitzt lose. An dieser Stelle leistet DJI gute Arbeit.

DJI ROMO P2: flache Seitenansicht mit Sensoröffnung
Mit nur 9,8 Zentimetern Bauhöhe fährt der ROMO P2 in unserem Test auch unter niedrige Möbel. (Foto: Testsieger.de)

Einrichtung und App

Die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt. Der Roboter meldet sich zügig in der App an, die einzelnen Schritte erklären sich von selbst, und Abbrüche oder Fehlermeldungen bleiben aus. Selbst ohne Vorerfahrung mit Saugrobotern kommt man hier gut zurecht.

DJI ROMO P2: App mit Reinigungskarte und Tiefenreinigung
Die App bietet alle Funktionen, die wir im Alltag benötigen. (Foto: Testsieger.de)

Die App zählt bietet ein großen Funktionsumfang. Wir können No-Go-Zonen festlegen, bestimmen raumweise, ob nur gesaugt oder auch gewischt wird, hinterlegen feste Reinigungspläne und nutzen die automatische Wiederaufnahme der Reinigung: Bei leerem Akku kehrt der Roboter zur Station zurück, lädt und setzt die verbleibende Fläche anschließend selbstständig fort. Dazu kommen Feineinstellungen für das Verhalten auf Teppich, für den Abstand beim Umfahren von Hindernissen und für die Heißwasser-Moppwäsche in der Station. Uns fehlen im Alltag keine Funktionen.

Ausstattung

Auf dem Papier bringt der ROMO P2 alles mit, was derzeit zur Flaggschiff-Klasse gehört. DJI gibt bis zu 36.000 Pascal Saugkraft an, kombiniert mit einer zweigeteilten Hauptbürste gegen Haarverwicklungen und einer ausfahrbaren Seitenbürste. Der rechte Wischmopp schwenkt für Ecken und Kanten in einem Winkel von 123 Grad zur Seite, Wischeinheit und Saugschacht lassen sich anheben, und eine Teppicherkennung soll sowohl beim Saugen als auch beim Wischen greifen.

DJI ROMO P2: Roboter in transparenter Reinigungsstation
Nach der Reinigung fährt der ROMO P2 in unserem Test zuverlässig zur transparenten Station zurück und dockt jedes Mal beim ersten Versuch an. (Foto: Testsieger.de)

Für die Orientierung setzt der Hersteller auf ein Zusammenspiel aus LiDAR-Laserabstandsmessung, ToF-Sensoren zur Laufzeitmessung und Fischaugen-Weitwinkelkameras, die bei Dunkelheit von einer LED unterstützt werden. Damit soll der Roboter laut DJI sogar transparente Gegenstände und Kabel ab 2 Millimetern Stärke erkennen. Eine Schmutzerkennung, ein LED-Licht für dunkle Ecken und ein Kamerazugriff aus der App gehören ebenfalls zum Paket. Neu sind zusätzliche Steigräder: Einstufige Hindernisse bis 4 Zentimeter und Doppelschwellen bis 8,5 Zentimeter Höhe soll der P2 damit überwinden.

Die Saug-Wasch-Station leert den Staubbehälter in einen Staubbeutel. DJI setzt dort UV-Licht zur Keimhemmung ein. Außerdem wäscht die Station die Wischpads mit bis zu 80 Grad Celsius heißem Wasser, trocknet sie mit Warmluft und gibt auf Wunsch Reinigungsmittel zu. Die maximale Saugdauer beziffert DJI auf 180 Minuten.

Kartierung

Für die Karte schicken wir den ROMO P2 über eine Fläche von 70 Quadratmetern, nach 15 Minuten steht das Ergebnis. Das ist ein zügiger Durchgang, und die Karte selbst fällt präzise aus: Der erfasste Grundriss stimmt, und die automatische Aufteilung in einzelne Räume trifft die tatsächlichen Verhältnisse überwiegend gut. Mehrere Etagen speichert die App als getrennte Karten und stellt sie auf Wunsch dreidimensional dar.

Ganz ohne Nacharbeit kommen wir trotzdem nicht aus. Räume lassen sich zwar bequem teilen und wieder zusammenführen, doch bei offenen Bereichen ohne klare bauliche Trennung tut sich die Software schwer. Virtuelle Trennlinien akzeptiert die App zeitweise nicht, sodass wir mehrere Anläufe brauchen, bis die Aufteilung so sitzt, wie wir sie haben wollen.

Hier zeigt sich ein Schwachpunkt. Bereits gereinigte Stellen nimmt er in unserem Test mehrfach mit, während er andere Flächen komplett auslässt. Besonders an Kanten häufen sich diese Aussetzer, und genau das ist unser größter Kritikpunkt am Gerät. Gegenüber dem ersten ROMO wirkt die Navigation weniger konsequent und strategisch.

DJI ROMO P2: Frontsensorik des Hybrid Vision Systems
Das Hybrid Vision System an der Front erkennt in unserem Hindernistest alle 6 ausgelegten Gegenstände und führt den Roboter sicher daran vorbei. (Foto: Testsieger.de)

Umso stärker fällt die Hinderniserkennung aus. Dafür verteilen wir 6 Gegenstände in einer Zone von 20 Quadratmetern: einen Schuh, eine PET-Flasche, eine Personenwaage, ein Handy-Ladekabel, eine Actionfigur und eine Socke. Der ROMO P2 registriert alle 6 Objekte und umfährt sie sicher, ohne etwas einzuziehen oder sich festzufahren. Dabei hält er wenig Abstand und reinigt eng an Stuhlbeinen und Wänden entlang, ohne hart dagegen zu stoßen, sodass rund um Hindernisse kaum ungereinigte Inseln zurückbleiben. Ausgerechnet die schwache Streckenführung macht diesen Vorteil an anderer Stelle wieder zunichte.

Saugleistung und Haaraufnahme

Für den Saugtest verteilen wir jeweils 50 Gramm eines Schmutzgemisches und wiegen den Staubbehälter vor und nach dem Durchgang. Auf Hartboden holt der ROMO P2 davon 40 Gramm heraus, also 80 Prozent. Ein gutes Ergebnis, das noch besser ausfallen könnte, denn auch hier übergeht der Roboter einzelne Stellen und lässt dort Schmutz zurück.

Auf Teppich fällt das Ergebnis etwas Schwächer aus, hier landen nur 32 Gramm im Behälter. Das schwache Ergebnis hängt im Test vor allem mit der unvollständigen Flächenabdeckung zusammen: Der DJI fährt den Teppich nicht vollständig ab.

DJI ROMO P2: zweigeteilte Hauptbürste und Wischpads
Die zweigeteilte Hauptbürste nimmt unsere ausgelegten Haare vollständig auf und bleibt nach dem Test frei von Verwicklungen. (Foto: Testsieger.de)

Beim Umgang mit Haaren gibt es dagegen nichts zu bemängeln. Die zweigeteilte Hauptbürste nimmt sie vollständig auf, ohne dass sich etwas verwickelt. Nach dem Durchgang finden wir weder auf dem Boden noch an den Bürsten Reste. Für Haushalte mit Haustieren oder langen Haaren ist das ein wichtiger Punkt.

Ecken- und Kantenreinigung

In die Zimmerecke legen wir 5 Reiskörner. 4 davon holt der ROMO P2 mithilfe der ausfahrbaren Seitenbürste heraus, was ordentlich ist, aber hinter dem zurückbleibt, was diese Technik hergeben sollte. Mehrfach wirkt es auf uns so, als fahre die Seitenbürste nicht vollständig aus und verschenkt deshalb den letzten Zentimeter.

DJI ROMO P2: ausfahrbare Seitenbürste und Hauptbürste
Mit der ausfahrbaren Seitenbürste holt der ROMO P2 im Ecken-Test 4 von 5 Reiskörnern heraus, fährt unsere Kantenprobe mit Haferflocken aber gar nicht erst an. (Foto: Testsieger.de)

Nicht gut ist die Kantenreinigung. Die ausgelegten Haferflocken bleiben komplett liegen, weil der Roboter die Kante gar nicht erst anfährt.

Wischleistung

Bei leichten Verschmutzungen liefert der ROMO P2 sehr saubere Ergebnisse ab. Frische Kaffee- und Teeflecken verschwinden rückstandslos, Wasserpfützen wischt er ebenso weg, und Schlieren bleiben nicht zurück. Auch frischer Ketchup bereitet den rotierenden Wischpads keine Mühe.

DJI ROMO P2: Unterseite mit Wischpads und Bürsten
Die beiden rotierenden Wischpads entfernen in unserem Test frische Kaffee-, Tee- und Ketchupflecken vollständig, bei eingetrocknetem Schmutz bleiben dagegen Reste zurück. (Foto: Testsieger.de)

Bei eingetrockneten Flecken könnte das Ergebnis noch besser sein. Kaffee oder getrockneter Ketchup verschwindet nicht restlos.

Reinigungsstation

Die Station arbeitet im Alltag zuverlässig. Der Roboter findet ohne Umwege zurück und parkt jedes Mal auf Anhieb ein, auch die automatische Absaugung des Staubbehälters läuft ohne Zwischenfall. Am stärksten gefällt uns die Moppwäsche mit heißem Wasser samt anschließender Warmlufttrocknung: Nehmen wir die Wischpads nach einem Reinigungszyklus heraus, finden wir weder Schmutzreste noch Geruch.

DJI ROMO P2: Staubbeutel und Deodorizer-Modul in der Station
Im Frontfach sitzen Staubbeutel und Deodorizer-Modul, während die Station den Staubbehälter in unserem Test nach jeder Reinigung zuverlässig automatisch absaugt. (Foto: Testsieger.de)

Lautstärke, Gerüche und Hygiene

Beim Schallpegel bewegt sich der ROMO P2 im Mittelfeld. Auf der Standardstufe messen wir 65 Dezibel, auf der Maximalstufe 75 Dezibel. Der Roboter ist damit deutlich hörbar, eine normale Unterhaltung im selben Raum bleibt daneben aber möglich.

Unangenehme Gerüche stellen wir über den gesamten Testzeitraum nicht fest, weder am Roboter noch an der Station; auch Wischpads und Tanks bleiben unauffällig. Der Staubbehälter im Roboter verschließt sich bei der Entnahme automatisch.

Fazit

Der DJI ROMO P2 bietet eine starke Ausstattung und Verarbeitung: Das transparente Gehäuse ist tadellos verarbeitet, mit 9,8 Zentimetern Höhe kommt der Roboter unter niedrige Möbel, und die App bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Die Hinderniserkennung arbeitet treffsicher, die Karte steht schnell und präzise, die Station wäscht die Mopps gründlich, und mit Haaren kommt der DJI gut zurecht.

Im Vergleich zum Vorgänger liegen ausgerechnet Schwachpunkte in der Kerndisziplin: Der Roboter fährt nicht immer nachvollziehbare Bahnen, lässt Flächen und vor allem Kanten aus und holt deshalb auf Teppich nur einen Teil des Schmutzes heraus.

So testen wir Staubsauger-Roboter

Testergebnisse im Detail
Robustheit Material
2,5 / 2,5
Spaltmaße
2,5 / 2,5
Bauteile sauber miteinander verbunden
2,5 / 2,5
Keine scharfen Kanten
2,5 / 2,5
Einrichtung
4 / 4
App
4 / 4
Reinigungsstation
7 / 7
Tempo bei Navigation
1,6 / 2
Kartierung und Navigation
3 / 5
Hinderniserkennung
6 / 6
Wie nah wird an Hindernisse herangefahren
2 / 2
Saugleistung Teppich
6 / 10
Saugleistung Hartboden
8 / 10
Eckenreinigung
4,8 / 6
Kantenreinigung
0 / 2
Saugleistung Haare
2 / 2
Wischleistung leichte Verschmutzungen
10 / 10
Wischleistung hartnäckige Verschmutzungen
6 / 10
Lautstärke im Normal-Modus
1,2 / 2
Lautstärke im Maximal-Modus
1,2 / 2
Gerüche
1 / 1
Beim Entnehmen des Staubbeutels kein Kontakt mit Staub
2,5 / 2,5
HEPA-Filter inklusive
2,5 / 2,5
Testsiegel DJI ROMO P2

DJI ROMO P2

Getestet: 09/2026
zum Preisvergleich
Bewertung nach Kategorie
Verarbeitungsqualität
100%
Handhabung und Navigation
92%
Reinigungsleistung
74%
Geräusch- und Geruchsentwicklung
68%
Hygiene
100%
Pro
  • +Hochwertige Verarbeitung
  • +Umfangreiche App-Funktionen
  • +Präzise Kartierung
  • +Genaue Hinderniserkennung
  • +Gründliche Moppwäsche
Contra
  • Unzuverlässige Flächenabdeckung
  • Schwache Kantenreinigung
  • Wischleistung bei harten Verschmutzungen