Rasierer

Ratgeber


Kaum ein Gerät wird im Bad so regelmäßig verwendet wie der Rasierer. Er bietet wertvolle Unterstützung auf dem Weg zum täglich gepflegten Erscheinungsbild und begleitet den Nutzer ein Leben lang. Damit die Enthaarung nicht zur Tortur wird, ist bei der Wahl des passenden Modells etwas Sorgfalt geboten.

Funktionsweise

Dem elektrischen Rasierer liegt die Idee einer gründlichen, komfortablen sowie schnellen Haarentfernung bei hoher Langlebigkeit zugrunde. Er setzt sich aus drei grundlegenden Bestandteilen zusammen: Akku, Korpus und Scherkopf. Sein Antrieb erfolgt über einen kleinen Motor. Im Idealfall bietet er die passende Schnittmenge aus Design und Funktionsumfang. Für guten Hautkontakt sorgt ein flexibler, dynamischer Scherkopf mit drucksensiblen Klingen. Die am Markt verfügbaren Fabrikate bieten dabei zwei unterschiedliche Funktionsweisen.

Folienrasierer

Diese Modelle verfügen über einen hin- und her schwingenden Klingenblock. Dieser wird von einer Scherfolie bedeckt, die den Nutzer vor Hautreizungen oder gar Verletzungen schützen soll. Aufgrund der ebenen Fläche eignen sich diese Produkte für gerade, gleichmäßige Rasierbewegungen. Folienrasierer sind nicht nur gründlich und hautschonend, sie ermöglichen auch ein Konturieren. Grundsätzlich ist diese Art des Rasierers eher zum Trimmen als zur Komplettrasur geeignet.

Rotationsrasierer

Rotationsrasierer arbeiten mit drei großen rotierenden Klingen, die flexibel am Rasierkopf angebracht sind. Entsprechend dieser Anordnung sollte die Rasur auch in Kreisbewegungen erfolgen. Fabrikate mit dieser Funktionsweise sind wunderbare Werkzeuge zur täglichen Rasur bei geringem, beziehungsweise langsamem Bartwuchs. Oft sind sie zusätzlich auch mit einem angenehm leisen Motor ausgestattet. Allerdings ist mit diesen Fabrikaten keine Detailarbeit wie das Ziehen von Konturen möglich. Dafür wird ein separater Trimmer benötigt. Bei übermäßig empfindlicher Haut sollte der Nutzer von der Verwendung eines Rotationsrasierers absehen. Im Gegensatz zu ihren Pendants mit schwingendem Klingenblock müssen diese Modelle zusätzlich mit höherer Frequenz gereinigt werden, da die Klingen durch die abgetrennten Stoppeln rascher verstopfen.

Zubehör und Features

Männer, die ihren Bart lediglich in Formen bringen wollen, anstatt ihn vollständig zu rasieren, greifen am besten auf einen Trimmer zurück. Abhängig vom gewählten Modell sind diese bereits im Lieferumfang enthalten oder aber separat erhältlich. Standardmäßig bieten die Hersteller zu ihren Geräten oft aufklappbare Trimmer. Hier kommt es vor allem auf eine stabile Konstruktion an, damit die Klinge bei Widerstand nicht einklappt. Andere Modelle wiederum werden bei Bedarf einfach über die Klinge geschoben. Eine Verriegelung unterbindet in diesem Fall unbeabsichtigtes Zurückschieben. In manchen Fällen ist der Hauptscherkopf sogar entfernbar und kann gegen einen anderen Aufsatz ausgetauscht werden.
Mittlerweile bietet der Markt Rasierer mit ganz unterschiedlichen Zusatzfunktionen. Hier ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld genau zu eruiere, was das Idealmodell leisten sollte. Neben Trimm- und Styling-Aufsätzen erhält der Nutzer bei einigen Produkten über ein LED-Display nicht nur Informationen zum Ladestand des Akkus, sondern bleibt auch über den Reinigungsbedarf im Bilde. Passend zu Letzterem ist bei vielen Rasierern bereits ein kleiner Reinigungspinsel im Lieferumfang enthalten. Etliche Fabrikate verfügen außerdem über einen Klingenschutz sowie in einigen Fällen sogar über eine Aufbewahrungstasche für den sicheren Transport. Auch bei einer Turbofunktion für kurzzeitig besonders hohe Leistung kann es sich um ein nützliches Feature handeln. Dieses sollte jedoch sinnvoll verbaut, also zum Beispiel nicht unbedingt an den Ein- und Ausschalter gekoppelt sein. Denn dabei kann es vorkommen, dass die Funktion zum Erschrecken des Nutzers versehentlich betätigt wird. Gerade bei sehr starkem Bartwuchs bietet sich der Rückgriff auf ein wechselbares Schersystem an. Mit ihm muss das Trimmen und Rasieren weniger oft wiederholt werden – Intensität und Häufigkeit kann der Nutzer individuell bestimmen.

Reinigung

Die regelmäßige Reinigung des Rasierers beeinflusst natürlich dessen Langlebigkeit. Viel wichtiger jedoch ist der Erhalt der Hygiene. Wird das Gerät nicht regelmäßig korrekt gereinigt, steigt das Risiko für Hautirritationen. Im schlimmsten Fall sind sogar Infektionen die Folge. Heutzutage lassen sich viele Modelle ziemlich komfortabel unter Wasser reinigen. Dabei gilt die Devise: So lange wie nötig, so kurz wie möglich. In der Regel lässt sich der Scherkopf beziehungsweise Klingenblock abnehmen, um den Vorgang zu erleichtern. Dabei ist jedoch vorsichtig geboten, um Schädigungen des Rasierers und Verletzungen zu vermeiden. Auf keinen Fall sollten beim Säubern Verdünner, Alkohol oder Ähnliches zum Einsatz kommen. Hier eignet sich eine spezielle Rasierlösung aus der Drogerie wesentlich besser. Lässt die Leistung des Geräts nach, ist in erster Instanz womöglich der Auffangbehälter verstopft. Natürlich liegt es nahe, den Behälter schlicht und einfach zu leeren. Dennoch sollte man sich wenigstens alle drei bis vier Wochen die Zeit nehmen das Behältnis eingehend zu säubern.

Weitere Kriterien

Die meisten Hersteller bieten heutzutage akkubetriebene Geräte. Deren Laufzeit sollte wenigstens 45 Minuten betragen. Falls es einmal spontan und zügig gehen muss, hilft eine Schnellladefunktion. Zwar lassen sich eine gewisse Vibration und Lautstärke nicht ganz vermeiden, doch sollte beides die Rasur nicht beeinträchtigen. Eine Dezibelzahl zwischen 70 und 80 bildet hier einen vertretbaren Wert. Bei allen technischen Gesichtspunkten sollte die Ergonomie des Rasierers selbstverständlich auch gewährleisten, dass sich das Gerät mit einer Hand gut führen lässt und sämtliche Bedienelemente gut erreichbar sind. Ebenfalls zu bedenken sind die anfallenden Folgekosten für Verschleißteile wie Klingen oder Scherfolien. Der Rasierkopf sollte bei regelmäßiger Nutzung circa alle anderthalb Jahre ausgetauscht werden.

Praxistipps

Wer seinen ohnehin längeren Bart durch Trimmen lediglich ein wenig in Form bringen möchte, sollte ihn im Vorfeld bürsten, um die gröbsten Knoten herauszulösen. Ist das Ziel doch eine Rasur, kann es hilfreich sein, das Gesicht vorher mit warmem Wasser ein wenig „aufzuweichen“. Während der Rasur selbst sollte das Gerät nicht zu stark auf die Haut gedrückt werden, um Irritationen zu vermeiden. Im Anschluss versorgt ein Aftershave die Haut mit Feuchtigkeit, kaltes Wasser schließt die Poren.

Bestenliste: Rasierer

Alle Produkte sortiert nach der aktuellen Testsieger.de-Note in der Kategorie Rasierer. Die Note setzt sich zusammen aus den Testberichten angesehener Fachmedien und einer großen Anzahl von Kundenbewertungen.