Die besten Patchpanels im Überblick
Ein Patchpanel bildet das Herzstück Deiner Netzwerkverteilung und sorgt dafür, dass starre Verlegekabel sicher sowie geordnet enden. Es ermöglicht Dir, Deine Netzwerkanschlüsse flexibel mit einem Switch oder Router zu verbinden, ohne die fest installierten Leitungen mechanisch zu belasten.
DIGITUS 10-Zoll Set
Vorteile
- Kompaktes Komplettset mit allen notwendigen Komponenten für kleine Heimnetzwerke.
- Platzsparende 10-Zoll-Bauweise ideal für beengte Räumlichkeiten.
- Einfache Inbetriebnahme durch aufeinander abgestimmte Hardware.
- Robustes Metallgehäuse sorgt für eine solide Stabilität.
Nachteile
- Begrenzter Platz erschwert das Kabelmanagement bei voller Bestückung.
- Der 10-Zoll-Standard bietet weniger Erweiterungsmöglichkeiten als 19-Zoll-Systeme.
- Die mitgelieferte Steckdosenleiste belegt wertvolle Höheneinheiten im Schrank.
Fazit: Eine ideale und platzsparende Lösung für den Aufbau einer strukturierten Netzwerkverkabelung in kleinen Wohnungen oder Büros.
Worauf beim Kauf achten?
Kategorie und Übertragungsgeschwindigkeit
Wie bei Deinen Netzwerkkabeln ist auch beim Patchfeld die Kategorie entscheidend für die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems. Der Standard Cat 6a ist heutzutage die vernünftigste Wahl, da er Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s unterstützt und damit zukunftssicher für moderne Glasfaseranschlüsse ist.
Hinweis
Bedenke, dass das schwächste Glied in Deiner Kette die maximale Geschwindigkeit bestimmt. Wenn Du Cat 7 Verlegekabel nutzt, aber ein Cat 5e Patchpanel einbaust, wird Dein Netzwerk auf 1 Gbit/s ausgebremst.
LSA-Technik oder Keystone-Module
Bei der Installation triffst Du auf zwei grundlegende Systeme. Klassische Patchpanels nutzen die LSA-Schneidklemmtechnik, bei der Du jede einzelne Ader mit einem speziellen Anlegewerkzeug in die Klemmen drückst. Das ist kostengünstig, erfordert aber etwas Übung. Moderne Keystone-Systeme sind deutlich flexibler. Hier wird jedes Kabel auf ein kleines Modul aufgelegt, das anschließend einfach in das Panel eingeklickt wird. Dies erleichtert die Arbeit an engen Stellen massiv und erlaubt es Dir, auch Glasfaser- oder HDMI-Module im selben Panel zu mischen.
Tipp
Greife als Einsteiger lieber zu einem Keystone-Patchpanel. Auch wenn die einzelnen Module etwas teurer sind, sparst Du Dir viel Frust beim Verkabeln im dunklen Netzwerkschrank.
Die richtige Bauform für Deinen Einsatzort
Patchpanels gibt es in verschiedenen Größen. Der IT-Standard beträgt 19 Zoll in der Breite, was für größere Netzwerkschränke im Keller oder im Büro gedacht ist. Für den privaten Bereich sind 10-Zoll-Systeme oder kompakte Desktop-Gehäuse oft die bessere Wahl, da sie weniger Platz wegnehmen. Falls Du gar keinen Schrank planst, bieten sich kleine Gehäuse für die Wandmontage an, die Du dezent hinter einer Tür oder im Abstellraum platzieren kannst.
Erdung und Schirmung
In einer Umgebung mit vielen Stromkabeln ist die Schirmung Deiner Netzwerkkomponenten wichtig, um Signalstörungen zu vermeiden. Achte darauf, dass das Patchpanel ein Metallgehäuse besitzt und über einen Erdungsanschluss verfügt. Das mitgelieferte Erdungskabel muss mit der Potenzialausgleichsschiene Deines Hauses oder dem Gehäuse des Netzwerkschranks verbunden werden, um statische Aufladungen und Störungen sicher abzuleiten.
Achtung
Verzichte im Festinstallationsbereich auf ungeschirmte (UTP) Patchpanels, außer Du bist absolut sicher, dass keine Stromleitungen in der Nähe Deiner Netzwerkkabel verlaufen.
Vergleich der Anschlusstechniken
| Kriterium | LSA-Technik | Keystone-Module |
|---|---|---|
| Montageaufwand | Hoch (Spezialwerkzeug nötig) | Niedrig (Werkzeuglos möglich) |
| Flexibilität | Fest vorgegeben | Module frei mischbar |
| Preis | Günstiger in der Anschaffung | Teurer durch Einzelmodule |
Häufige Fragen
Für klassische LSA-Patchfelder benötigst Du zwingend ein LSA-Anlegewerkzeug, um die Adern korrekt in die Schneidklemmen zu pressen und die Überstände abzuschneiden. Bei Keystone-Modulen gibt es hingegen viele Varianten, die komplett werkzeuglos funktionieren.
Das Patchpanel ist ein rein passives Bauteil ohne Stromanschluss, das lediglich als Endpunkt für Deine fest verlegten Kabel dient. Ein Switch hingegen ist ein aktives Gerät, das den Datenverkehr zwischen den angeschlossenen Geräten intelligent verteilt.
Verlegekabel haben starre Adern, die nicht für die Bewegung an einem Stecker ausgelegt sind. Sie brechen leicht, wenn sie häufig bewegt werden. Zudem passen Standard-RJ45-Stecker oft nicht auf die dickeren Adern von Cat 7 Kabeln. Das Patchpanel sorgt für eine mechanische Zugentlastung und eine dauerhaft stabile Verbindung.
Plane immer mindestens zwei bis vier Ports Reserve ein. Oft stellt man erst nach dem Einzug fest, dass im Wohnzimmer hinter dem Fernseher oder im Arbeitszimmer doch noch ein zusätzlicher Anschluss für einen Access Point oder einen Netzwerkdrucker fehlt.
Beliebte Patchpanels
ASSMANN DN-91612S-EA
Vorteile
- Unterstützt hohe Übertragungsraten bis zu 10 Gbit/s durch Cat.6A Standard.
- Robustes, geschirmtes Metallgehäuse sorgt für eine gute Abschirmung gegen Störeinflüsse.
- Einfache Montage durch übersichtliche LSA-Leisten mit Farbcodierung.
- Kompaktes 10-Zoll-Format ideal für kleine Netzwerkschränke.
Nachteile
- Aufgrund des 10-Zoll-Formfaktors nicht für Standard-19-Zoll-Racks geeignet.
- Die Portdichte ist bei 12 Ports auf engem Raum für das Kabelmanagement anspruchsvoll.
19'' Patchpanel 24-Port Cat. 6a
Vorteile
- Unterstützt hohe Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s.
- Vollständige Schirmung schützt effektiv vor elektromagnetischen Störungen.
- Standardisiertes 19-Zoll-Format ermöglicht eine einfache Rack-Montage.
- Übersichtliche Port-Beschriftung erleichtert die Kabelverwaltung.
Nachteile
- Die geschirmte Ausführung erfordert eine durchgängige Erdung des Systems.
- Die Montage der Adern auf den LSA-Leisten erfordert ein spezielles Auflegewerkzeug.