Epilierer

Ratgeber


Die regelmäßige Körperenthaarung ist für die meisten Frauen eine lästige, aber notwendige Pflichtübung, sowohl bei empfindlicher als auch bei weniger anfälliger Haut. Mittlerweile existiert ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um für glatte Haut zu sorgen. Wer ein praktisches Gerät für den Hausgebrauch sucht, sollte die Nutzung eines Ladyshave oder Epilierers in Erwägung ziehen.

Ladyshaver

Er ist das perfekte Gadget zur täglichen Haarentfernung auf empfindlicher Haut: Ladyshaver entfernen den sichtbaren Teil der Körperbehaarung oberhalb der Haut rasch und gründlich bei einer verhältnismäßig geringen Tendenz zu Irritationen oder gar Verletzungen.

Aufbau und Funktion

Die wohl zentralsten Bestandteile eines Ladyshavers sind der Griff und der Scherkopf. Angetrieben durch einen Elektromotor geraten die Klingen in Bewegung. Sie rotieren unter einer im besten Fall beweglichen Scherfolie – so bleibt das Risiko von Schnitten sehr gering. Einige Modelle bieten gleich zwei Scherfolien hintereinander. Auf diese Weise erfolgt die Enthaarung besonders effektiv. Zur Beruhigung der Haut bieten manche Fabrikate Aloe-Vera-Kissen, die unterhalb der Folien angebracht sind. Daneben bringen zwei Trimmer die Härchen in eine für die Klingen gut erreichbare Position. Ihre Spitzen sollten unbedingt abgerundet sein, um Verletzungen zu vermeiden. Die Funktionsweise des Shavers ist an die des klassischen Elektrorasierers für Herren angelehnt. Jedoch arbeitet er wesentlich sanfter und ist eher für dünneres Haar konzipiert. Die Rasur geht um einiges angenehmer vonstatten als beispielsweise das Epilieren. Im Gegenzug hält der Effekt dafür längst nicht so lange an. Auch bei der Gründlichkeit muss der Ladyshaver sich hinter dem Epilierer einreihen.

Modelle und Zubehör

Monofunktionale Damenrasierer fokussieren sich auf ihren wesentlichen Verwendungszweck: Die Rasur der Körperbehaarung ohne zusätzliche Features oder Zubehör. Bereits in diesem Segment finden sich hochwertige Modelle, die mit hervorragenden Resultaten punkten. Andere Produkte bieten neben der eigentlichen Haarentfernung dank diverser Aufsätze die Möglichkeit, sich ganz auf eine bestimmte Körperpartie wie Achseln, Beine oder Intimbereich zu konzentrieren. Neben Trimmaufsätzen zum Kürzen der Körperhaare auf die gewünschte Länge bietet der Markt Präzisionsaufsätze für eine gelungene Rasur an schwierigen Körperpartien oder auch Aufsätze für Peeling-Anwendungen und Massagen.

Der Ladyshaver arbeitet hautschonend und gründlich. Damit eignet er sich hervorragend für Hauttypen, die zu Irritationen neigen. Das Produkt ist sowohl an den Beinen, Achseln oder auch der Bikinizone wunderbar verwendbar. In der Regel ist der Rasierblock etwas kleiner angelegt. Höherpreisige Modelle verfügen außerdem über flexible Scherköpfe, die sich noch besser an den Körper anpassen. Generelle ist es sinnvoll, mit verschiedenen Aufsätzen für die jeweiligen Körperregionen zu arbeiten. Viele Fabrikate sind sowohl im Trockenen als auch unter Wasser einsetzbar. Ein Griff mit einer rutschfesten Oberfläche ist ein nützlicher Zusatz, um den Rasierer sicher zu führen. Als weiteres praktisches Feature verbauen manche Hersteller eine LED-Lichtquelle in ihren Produkten, damit dem Nutzer bei der Rasur kein Haar entgeht.

Der Betrieb eines Rasierers erfolgt oft via Batterie oder Akku. In letzterem Fall ist häufig ein Lithium-Ionen-Akku verbaut. Er bietet genug Kapazität für eine Nutzungsdauer zwischen 45 und 120 Minuten.

Bei einem akkubetriebenen Gerät sollte die Laufzeit einen Mindestwert von 20 Minuten dabei nicht unterschreiten, um die ausgewählten Stellen in einem Durchgang enthaaren zu können. Diese Rasierer bieten dem Nutzer, da das störende Kabel entfällt, viel Flexibilität in der Handhabung. Daneben versorgen AA-Batterien viele Produkte mit Energie.

Anwendung

Vor der ersten Nutzung des Ladyshavers sollte das Produkt vollständig aufgeladen sein. Im zweiten Schritt erfolgt – sofern das Gerät entsprechend konzipiert ist – die Entscheidung zwischen Trocken- und Nassrasur. Das Rasieren unter Wasser hinterlässt zwar winzig kleine Stoppeln von rund ein bis zwei Millimetern, gilt aber dennoch als gründlicher.

Der Verwender erzielt das beste Resultat, wenn er das Gerät mit ein klein wenig Druck in einem geraden Winkel zur zu enthaarenden Körperpartie führt. So folgt der Rasierer den Konturen des Körpers optimal. Die Rasur selbst erfolgt am besten entgegen der Wuchsrichtung der Härchen, um ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen. Um Irritationen vorzubeugen, ist es hilfreich, die nun losen Haare unter der Dusche abzuwaschen und die Haut anschließend mit einer Creme zu pflegen.

Reinigung

Im Laufe der Zeit sammeln sich kontinuierlich immer mehr abgetrennte Haare auf den Klingen des Rasierers. Darunter leidet nicht nur die Funktionstüchtigkeit, sondern auch die Hygiene. Zur Reinigung enthalten viele Produkte eine kleine Bürste, um die Härchen zu entfernen. Ist der Rasierkopf dafür ausgelegt, sollte er zum Abschluss unter fließendem Wasser abgewaschen werden.

Epilierer

Die Entscheidung für einen Epilierer wird im Regelfall nicht leichtfertig getroffen. Viele Nutzer schrecken vor den mögliche Schmerzen dieser Enthaarungsmethode zurück. In der Tat ist bei besonders empfindlicher, zu Trockenheit, Spannung oder Juckreiz neigender Haut vom Epilieren abzuraten. Auch eine geringe Schmerztoleranz ist nicht förderlich. Bestehen diese Hindernisse nicht, sollte sich die Qualität des Epilierers nach den Ansprüchen der Haut richten. Zwar ist eine gewisse Schmerztoleranz unabdingbar, doch je öfter epiliert wird, desto weniger unangenehm wird der Nutzer die Enthaarung empfinden. Zum einen setzt nach und nach ein Gewöhnungseffekt ein. Zum anderen wachsen die Härchen ab einer gewissen Anwendungszeit immer spärlicher nach.

Handling und Betrieb

Generell sollte das ausgewählte Gerät so einfach wie möglich zu handhaben sein. Viele Modelle sind mit ergonomischen Griffen versehen, von denen einige sogar über ein Profil verfügen, damit der Verwender den Epilierer auch bei der Nutzung unter der Dusche sicher führen kann. Im Idealfall erfolgt die gesamte Bedienung möglichst intuitiv, Aufsätze sollten leicht wechselbar sein. Standardmäßig verfügen die meisten Fabrikate über zwei Geschwindigkeitsstufen, manche Geräte bieten sogar noch weitere Einstellungsmöglichkeiten. Die stärkere Stufe arbeitet schneller, der Vorgang sorgt auf diese Weise aber auch für ein höheres Schmerzlevel. Eine besonders flexible Handhabung ermöglicht der inzwischen sehr gängige Betrieb via Akku. Hier empfiehlt sich jedoch ein Blick auf die verbaute Technologie, im Speziellen auf die maximale Betriebsdauer bei voller Ladung. Als Faustregel gilt: Aus einer Stunde Ladezeit sollten wenigstens 30 Minuten Nutzung resultieren. Zwar besteht eine gewisse Abhängigkeit von den Ladezeiten. Einmal mit Energie versorgt, ist der Verwender jedoch nicht mehr auf das Vorhandensein einer Steckdose angewiesen und kann den Epilierer meist auch in Dusche und Badewanne nutzen. Wer eine trockene Enthaarung vorzieht, kann dennoch gut auf ein netzbetriebenes Gerät zurückgreifen.

Material und Reinigung

Die verwendeten Materialien sowie deren Verarbeitungsqualität entscheiden maßgeblich über die Langlebigkeit des Produkts. Elementar für eine erfolgreiche Enthaarung sind vor allem die Pinzetten im Epilierkopf. Je höher deren Zahl, desto schonender und effizienter erfolgt der Epiliervorgang.
Üblicherweise greifen die Hersteller bei diesem wesentlichen Geräteelement auf Metall zurück. Für gewöhnlich sind zwischen 30 und 40 Pinzetten in einem Epilierer verbaut. Eine geringere Zahl an Pinzetten sorgt zwar für eine sanftere Enthaarung, erfasst aber auch weniger Haare auf einmal. Damit erhöht sich der Nachbehandlungsbedarf. Sofern dafür ausgelegt, lassen sich viele Modelle sehr gut unter warmem, fließendem Wasser säubern. Alternativ befindet sich oft eine kleine Reinigungsbürste im Lieferumfang, um lose Härchen im Gerät zu entfernen.

Zubehör und Zusatzfunktionen

Der Markt bietet ein breites Spektrum an Einzelgeräten und Sets. Um sich hier zurechtzufinden, ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, welche Körperpartien man behandeln möchte. Viele Epilierköpfe sind abnehmbar, um sie gegen Aufsätze austauschen zu können, die genau auf die Behandlung sensibler Körperstellen abgestimmt sind. Die Köpfe verfügen über verschiedene Breiten. Je weiter diese ausfällt, desto mehr Haare werden in einem Zug entfernt. Ist der Epilierkopf etwas schmaler, erfolgt die Enthaarung wesentlich schonender und präziser. Für die Beine genügt ein breiterer Kopf, bei empfindlichen Zonen wie Gesicht, Achseln oder Bikinizone empfiehlt sich ein schmalerer Aufsatz. Zusätzliche Peeling-Aufsätze pflegen und entspannen die Haut vor beziehungsweise nach der Behandlung. Einige Geräte bieten zusätzlich eine Wet&Dry-Funktion, damit die Enthaarung beispielsweise unter der Dusche durchgeführt werden kann. Allgemein empfinden viele Verwender das Epilieren mit Wasser angenehmer. Ein weiteres angenehmes Feature stellt ein blendfreies LED-Licht dar. Dadurch entgeht dem Nutzer beim Epilieren kein noch so feines Härchen.

Preisspanne

Abhängig von Lieferumfang und Qualität sind günstige Modelle bereits ab 30 Euro zu haben. Höherwertige Geräte schlagen auch mal mit 120 Euro zu Buche. Die beste Schnittmenge zwischen Preis und Leistung bietet die Mittelklasse für rund 100 Euro. Dafür erhält der Käufer meist schon ein akkubetriebenes Gerät mit einigem Zubehör sowie einer Wet&Dry-Funktion. Soll es doch ein Spezialgerät zum Beispiel nur für das Gesicht sein, bewegt der Nutzer sich in der Regel in einem Segment zwischen 25 bis 50 Euro. Sets mit Etui, Reinigungsbürste und diversen Aufsätzen sind für 50 bis 70 Euro erhältlich, in größerer, spezialisierter Ausführung liegt der Kostenpunkt bei circa 170 Euro.

Auswahlkriterien

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Epilation beschäftigt, für den empfiehlt sich ein Gerät mit auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Zusätze, damit der Enthaarungsvorgang möglichst schonend und schmerzfrei abläuft. Sets oder All-in-One-Modelle sind hier eine gute erste Option. Fortgeschrittene können den Fokus getrost auf die benötigte Kernfunktion legen. Wird zum Beispiel vorrangig an den Beinen epiliert, genügt ein breiter Aufsatz, der mit vielen Pinzetten schnell und effizient auf großen Arealen arbeitet. Die Haut unter den Achseln dagegen ist eher empfindlich, die Haare dort sitzen besonders fest.
Das Enthaaren hier erfordert eine höhere Schmerztoleranz. Ein Sensitivaufsatz bietet hier wertvolle Unterstützung. Für das Entfernen von Härchen im Gesicht ist ein kleiner Epilierkopf nötig. Optional bieten manche Hersteller spezielle Gesichtsepilierer mit einer schmalen Fläche und langsamer Rotation. Auch im Intimbereich erzielt der Nutzer mit kleinen Aufsätzen die besten Ergebnisse. Sie arbeiten auch an den Kanten besonders präzise. Manche Modelle sind mit einem Trimmer ausgestattet, der das Haar zusätzlich aufrichtet, damit es besser entfernt werden kann.
Die Entscheidung für einen Epilierer ist gleichzusetzen mit Entscheidung für eine langfristige, gründliche Enthaarungsmethode. Erfolgt die Haarentfernung präzise und schonend, um Hautirritationen zu vermeiden, bewegt sich der Schmerzfaktor in einem für den Nutzer vertretbaren Rahmen und lässt sich das Gerät möglichst komfortabel handhaben, sind bereits einige wichtige Kriterien erfüllt. Sind dann noch möglichst wenige Verschleißteile im ausgewählten Modell verbaut und deckt der Lieferumfang die eigenen Wünsche ab, ist diese Haarentfernungsmethode definitiv die richtige.

Praxistipps

Um sichtbare Hautirritationen zu vermeiden, ist es sinnvoll, abends vor dem Schlafengehen zu epilieren. Vor der Epilation sollte unbedingt ein Peeling angewendet werden, um eingewachsene Haare zu vermeiden. Bei höherpreisigen Geräten liefern die Hersteller unterschiedliche Aufsätze mit, meistens befindet sich ein Peeling-Aufsatz darunter. Er sorgt für ein gutes Hautgefühl und bereitet die Haut optimal für die Epilation vor. Ein herkömmliches Peeling aus der Drogerie hinterlässt jedoch ebenfalls gute Ergebnisse. Bei einer gut durchbluteten Haut ist die Epilation angenehmer. Entsprechend ist der Einsatz eines Massageaufsatzes vor der Anwendung hilfreich. Bei Schmerzen hilft es nicht nur, die Hautstelle vorher zu massieren, sondern auch diese gut zu kühlen. Ebenso kann der Einsatz unter Wasser hilfreich sein. Beim Epilieren sollte der Nutzer das Gerät im 90 Grad Winkel aufsetzen und ihn ohne Druck über die Haut bewegen. An einigen Körperstellen ist es sinnvoll, die Haut zu straffen, damit der Epilierer problemlos darüber gleiten kann. Für eine gründliche Epilation sollte das Gerät gegen den Haarwuchs bewegt werden. Außerdem sollte der Vorgang nicht zu schnell vonstattengehen, da sonst die Härchen abreißen und nicht herausgezogen werden könnten.

Nach der Epilation hilft eine feuchtigkeitsspendende und beruhigende Creme, um Hautirritationen vorzubeugen. Besonders Cremes mit Aloe Vera haben eine beruhigende Wirkung. Am nächsten Tag besteht ein wunderbares und glattes Hautgefühl. Die Anwendung kann wöchentlich, aber auch nach Bedarf wiederholt werden. Bei langjähriger Anwendung reicht es, die Körperregion alle drei Wochen zu epilieren, da die Härchen nur noch langsam nachwachsen.

Bestenliste: Epilierer

Alle Produkte sortiert nach der aktuellen Testsieger.de-Note in der Kategorie Epilierer. Die Note setzt sich zusammen aus den Testberichten angesehener Fachmedien und einer großen Anzahl von Kundenbewertungen.