Die besten Eispickel im Ăśberblick
Ein zuverlässiger Eispickel gehört zur Grundausrüstung für jede ernsthafte Berg- oder Hochtour. Ob du steile Eiswände bezwingst oder einen sicheren Halt auf verschneiten Gletschern suchst, das richtige Werkzeug entscheidet maßgeblich über deine Sicherheit und dein Vorankommen im Gelände.
PETZL Eispickel SummitSchwarz, 52 cm, leichter Pickel mit schwerem Kopf
PETZL Eispickel Summit
Vorteile
- Sehr leichtes Eigengewicht fĂĽr lange Aufstiege
- Schwerer Kopf sorgt fĂĽr gute Durchdringung im Eis
- Ergonomische Griffform fĂĽr ermĂĽdungsfreies Halten
- Vielseitig einsetzbar bei klassischen Hochtouren
Nachteile
- FĂĽr extrem steiles, technisches Eis zu wenig Masse
- Haue ist fest verbaut und nicht austauschbar
Fazit: Ein hervorragender Allrounder für klassische Hochtouren und Einsteiger, die Wert auf Gewicht und Qualität legen.
Worauf beim Kauf achten?
Die richtige Länge und Form
Die Länge deines Eispickels hängt von deiner Körpergröße und dem geplanten Einsatzgebiet ab. Bei klassischen Hochtouren sollte die Spitze des Pickels bei locker herabhängendem Arm etwa bis zum Knöchel reichen. Kürzere Modelle zwischen 50 und 60 cm bieten dir in steilerem Gelände mehr Wendigkeit, während längere Versionen bis 75 cm auf flacheren Gletschern fast wie ein Wanderstock unterstützen können.
Tipp
Wenn du zwischen zwei Längen schwankst, greife im Zweifelsfall zum kürzeren Modell. Es lässt sich in steilen Passagen deutlich präziser führen und spart zudem wertvolles Gewicht an deinem Rucksack.
Materialwahl: Aluminium gegen Stahl
Die Entscheidung für ein Material ist immer ein Kompromiss aus Gewicht und Robustheit. Modelle aus Aluminium sind federleicht und eignen sich hervorragend für Skitouren oder einfache Gletschertreks, stoßen aber bei hartem Eis schnell an ihre Grenzen. Stahlhauen sind wesentlich widerstandsfähiger, dringen aggressiver in gefrorenes Wasser ein und behalten ihre Schärfe über einen längeren Zeitraum.
Hinweis
Achte auf die Zertifizierung nach EN 13089: Pickel der Kategorie Typ 1 (ehemals B-Rating) reichen für normales Bergsteigen meist aus. Für technisches Eisklettern oder Mixed-Touren solltest du unbedingt zu Modellen vom Typ 2 (T-Rating) greifen, da Schaft und Haue hier deutlich höheren Belastungen standhalten.
Ergonomie und Griffkomfort
Ein gut gestalteter Griff reduziert die Ermüdung deiner Hände und sorgt für maximale Kontrolle. Moderne Pickel verfügen oft über gummierte oder isolierte Griffflächen, die nicht nur den Grip verbessern, sondern deine Finger zusätzlich vor der Kälte des Metalls schützen. Bei technischen Eisgeräten ist ein stark gekrümmter Schaft heute Standard, um deine Knöchel beim Schlag in das Eis vor Verletzungen zu bewahren.
FĂĽr wen eignet sich welcher Typ?
Klassische Hochtouren und Einsteiger
Suchst du einen Begleiter für deine ersten Touren auf den Großglockner oder ähnliche Gipfel, ist ein klassischer Pickel mit Stahlhaue und leichtem Aluminiumschaft die beste Wahl. Diese Modelle bieten dir die nötige Sicherheit beim Selbststoppen im Schnee und sind leicht genug für lange, ausdauernde Aufstiege.
Eisklettern und Mixed-Gelände
Wenn dein Ziel senkrechte Eiswände oder kombinierte Fels-Eis-Passagen sind, benötigst du spezialisierte Eisgeräte. Diese sind meist kürzer, extrem ausbalanciert und verfügen über aggressive, austauschbare Hauen sowie spezielle Fingerauflagen für den schnellen Griffwechsel während des Kletterns.
| Kriterium | Klassischer Eispickel | Technisches Eisgerät |
|---|---|---|
| Schaftform | Gerade oder leicht gebogen | Stark gekrĂĽmmt (ergonomisch) |
| Einsatzgebiet | Hochtouren und Gletscher | Wasserfallklettern und Mixed |
| Haue | Meist fest verbaut | In der Regel austauschbar |
Achtung
Unterschätze niemals die Schärfe der Haue. Nutze beim Transport immer einen entsprechenden Schutz für Kopf und Spitze, um Verletzungen oder Schäden an deiner restlichen Ausrüstung im Rucksack zu vermeiden.
Häufige Fragen
Verwende zum Nachschärfen der Haue ausschließlich eine Handfeile. Maschinelles Schleifen kann das Metall zu stark erhitzen, wodurch die Härtung verloren geht und das Material spröde oder zu weich für den Einsatz wird.
Bei klassischen Touren verhindert die Schlaufe effektiv den Verlust des Pickels im steilen Gelände. Im modernen Eisklettern verzichten viele Kletterer darauf, um flexibler beim Handwechsel zu sein, nutzen dafür jedoch oft elastische Sicherungsleinen.
Ein Austausch ist zwingend nötig, wenn der Schaft verbogen ist, tiefe Risse im Material sichtbar werden oder die Verbindung zwischen Kopf und Schaft wackelt. Auch nach schweren Stürzen in den Pickel solltest du die Stabilität genau prüfen lassen.
Bei extrem kalten Bedingungen schützt ein isolierter Schaft deine Hände vor dem Auskühlen. Das erhöht nicht nur den Komfort, sondern erhält auch die volle Kraft und Beweglichkeit deiner Finger für technische Passagen.
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Grivel G Zero
Vorteile
- Das schlichte Design ohne störende Zacken am Schaft schont die Hände und die Kleidung.
- Die hochwertige Verarbeitung aus robustem Stahl sorgt fĂĽr eine lange Lebensdauer.
- Das geringe Gewicht erleichtert den Transport bei langen Zustiegen.
- Die ergonomische Form des Kopfes bietet einen sicheren Halt bei der Verwendung als StĂĽtze.
Nachteile
- Aufgrund der fehlenden aggressiven Zacken ist er für steiles Eis oder technisches Gelände weniger geeignet.
- Die glatte Oberfläche des Schafts bietet bei Nässe weniger Grip als gummierte Modelle.
Fazit: Ein idealer, zuverlässiger Eispickel für klassische Hochtouren und einfache Gletscherüberquerungen.
Salewa North-X Hammer Eispickelvielseitiger und leichter Eispickel fĂĽr technisches Bergsteigen mit verstellbarer Handauflage, UNI
Salewa North-X Hammer
Vorteile
- Sehr geringes Gewicht bei hoher technischer Leistungsfähigkeit.
- Ergonomische, werkzeuglos verstellbare Handauflage fĂĽr optimalen Halt.
- Vielseitig einsetzbar durch modulares Kopfdesign.
- Robustes Material sorgt fĂĽr Langlebigkeit im alpinen Einsatz.
Nachteile
- Durch die Leichtbauweise weniger wuchtig bei sehr hartem Eis.
- Preislich im gehobenen Segment angesiedelt.
- Erfordert Einarbeitung in die Verstellmechanik der Handauflage.
Fazit: Ein exzellenter, leichter Allrounder für technisches Bergsteigen, der durch seine Anpassungsfähigkeit überzeugt.