Die besten Einplatinencomputer im Überblick
Einplatinencomputer wie der Raspberry Pi haben die Welt der Bastler, Entwickler und Technik-Enthusiasten im Sturm erobert. Diese winzigen, aber leistungsstarken Rechner sind die perfekte Basis für unzählige Projekte, vom eigenen Medienserver über Smart-Home-Steuerungen bis hin zu Robotern. Wir zeigen dir, worauf es bei der Auswahl ankommt und welches Modell das richtige für deine Ideen ist.
Raspberry Pi 58GB RAM - Fortschrittlicher Einplatinencomputer mit Dual 4Kp60 HDMI-Ausgabe
Raspberry Pi 5 (8GB)
Vorteile
- Deutlich höhere Prozessor- und Grafikleistung als der Vorgänger
- PCIe-Schnittstelle für schnelle Erweiterungen (z.B. NVMe-SSDs)
- Zwei 4K-Monitorausgänge mit 60 Hz
- Integrierter An/Aus-Schalter
Nachteile
- Benötigt unter Last eine aktive Kühlung
- Höherer Stromverbrauch als frühere Modelle
- Neuer Formfaktor für einige Anschlüsse erfordert teils neues Zubehör
Fazit: Der Raspberry Pi 5 ist die erste Wahl für alle, die maximale Leistung für anspruchsvolle Projekte oder einen flüssigen Mini-Desktop benötigen.
Worauf beim Kauf achten?
Prozessor und Arbeitsspeicher (RAM)
Das Herzstück deines Einplatinencomputers ist der Prozessor. Für einfache Steuerungsaufgaben oder kleine Skripte reicht oft ein Einsteigermodell. Planst du jedoch rechenintensive Projekte wie Bilderkennung, einen kleinen Server oder möchtest du ihn als Desktop-Ersatz nutzen, ist ein moderner Quad-Core-Prozessor, wie er im Raspberry Pi 4 oder 5 steckt, unerlässlich.
Auch die Größe des Arbeitsspeichers ist entscheidend. 2 GB RAM genügen für simple Aufgaben, aber für flüssiges Multitasking oder das Öffnen vieler Browser-Tabs sind 4 GB das Minimum. Wenn du speicherhungrige Anwendungen betreiben willst, bieten Modelle mit 8 GB oder sogar 16 GB die nötigen Reserven.
Hinweis
Die meisten Einplatinencomputer werden ohne Betriebssystem geliefert. Das musst du selbst auf eine microSD-Karte aufspielen. Für Anfänger ist Raspberry Pi OS die beste Wahl, da es perfekt auf die Hardware abgestimmt ist und eine riesige Community Unterstützung bietet.
Anschlüsse und Konnektivität
Die Vielseitigkeit eines Einplatinencomputers hängt stark von seinen Anschlüssen ab. Achte auf folgende Punkte:
- USB-Ports: Mindestens ein USB-3.0-Anschluss ist für schnelle Datenübertragungen (z.B. mit einer externen Festplatte) empfehlenswert.
- Video-Ausgang: Moderne Modelle bieten Micro-HDMI oder Mini-DisplayPort, oft sogar für zwei Monitore gleichzeitig.
- Netzwerk: Ein Gigabit-Ethernet-Anschluss sorgt für eine stabile und schnelle Kabelverbindung. WLAN und Bluetooth sind bei den meisten aktuellen Modellen Standard.
- GPIO-Leiste: Die "General Purpose Input/Output"-Pins sind das Tor zur physischen Welt. Hier schließt du LEDs, Sensoren, Motoren und andere elektronische Bauteile an.
Kühlung und Stromversorgung
Moderne Einplatinencomputer sind kleine Kraftpakete und können unter Last ziemlich warm werden. Eine Drosselung der Leistung (Throttling) ist die Folge. Für den Dauerbetrieb oder anspruchsvolle Aufgaben ist eine Kühlung daher Pflicht. Oft reicht ein einfacher passiver Kühlkörper, bei Modellen wie dem Raspberry Pi 5 wird jedoch ein aktiver Lüfter dringend empfohlen, um die volle Leistung abrufen zu können.
Tipp
Spare nicht beim Netzteil! Ein zu schwaches oder instabiles Netzteil ist eine der häufigsten Fehlerquellen. Achte auf die vom Hersteller empfohlene Stromstärke (Ampere) und Spannung (Volt), um Systemabstürze und Datenverlust zu vermeiden.
Für wen eignet sich was?
Nicht jedes Projekt benötigt das teuerste und schnellste Modell. Die Wahl des richtigen Boards hängt ganz von deinem Vorhaben und deinem Budget ab.
- Einsteiger & Maker-Projekte (bis ca. 50 €): Für erste Programmierversuche, die Steuerung von LEDs oder einfache Sensoren sind Modelle wie der Raspberry Pi Pico oder Zero 2 W ideal. Sie sind günstig und stromsparend, aber in ihrer Rechenleistung begrenzt.
- Allrounder & Heimserver (ca. 50–80 €): Der Raspberry Pi 4 mit 4 GB RAM ist hier der ungeschlagene Preis-Leistungs-Sieger. Er hat genug Power für einen kleinen Dateiserver, eine private Cloud, einen Werbeblocker (Pi-hole) oder als Mediacenter.
- Leistungshungrige Projekte & Desktop-Ersatz (ab 80 €): Wer maximale Performance sucht, greift zum Raspberry Pi 5. Mit seinen 4 GB oder 8 GB RAM und dem deutlich schnelleren Prozessor eignet er sich sogar für einfache Desktop-Aufgaben, Bildbearbeitung oder als Basis für komplexere Server-Anwendungen.
Achtung
Vorsicht bei Zubehör-Bundles: Nicht alle enthaltenen Komponenten sind von hoher Qualität. Besonders bei Netzteilen und microSD-Karten lohnt es sich, auf Markenprodukte zu setzen, um Problemen vorzubeugen. Eine zu langsame Karte kann das gesamte System ausbremsen.
| Merkmal | Raspberry Pi 4 Model B | Raspberry Pi 5 |
|---|---|---|
| Prozessor | Quad-Core Cortex-A72 | Quad-Core Cortex-A76 |
| RAM-Optionen | 2 GB, 4 GB, 8 GB | 4 GB, 8 GB |
| USB-Ports | 2x USB 3.0, 2x USB 2.0 | 2x USB 3.0, 2x USB 2.0 |
| Video-Ausgänge | 2x Micro-HDMI (4Kp60) | 2x Micro-HDMI (4Kp60) |
| Besonderheit | Sehr ausgereift, riesige Community | PCIe-Schnittstelle, schneller |
| Ideal für | Allround-Projekte, Heimserver | Anspruchsvolle Aufgaben, Desktop-Nutzung |
Häufige Fragen
Neben dem Einplatinencomputer selbst benötigst du zwingend ein passendes Netzteil und eine microSD-Karte für das Betriebssystem. Für die Einrichtung sind außerdem eine USB-Tastatur, eine Maus und ein Monitor mit dem passenden Kabel (meist Micro-HDMI) erforderlich. Ein Gehäuse ist zum Schutz der Platine sehr zu empfehlen.
Ja, insbesondere der Raspberry Pi 4 und der Raspberry Pi 5 haben genug Leistung für alltägliche Aufgaben wie Surfen im Web, E-Mails und Office-Anwendungen. Für anspruchsvolle Aufgaben wie Videoschnitt oder aktuelle Spiele reicht die Leistung jedoch nicht aus.
Ganz klar Raspberry Pi OS (früher Raspbian). Es ist einsteigerfreundlich, perfekt auf die Hardware optimiert und bringt viele nützliche Programmierwerkzeuge bereits mit. Zudem gibt es unzählige Anleitungen und eine riesige Hilfsgemeinschaft im Internet.
Ein Raspberry Pi ist ein vollwertiger Computer, auf dem ein Betriebssystem wie Linux läuft. Er ist ideal, um komplexe Software auszuführen und mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Ein Arduino ist hingegen ein Mikrocontroller, der dafür optimiert ist, eine einzige, simple Aufgabe (z. B. das Auslesen eines Sensors) extrem zuverlässig und in Echtzeit auszuführen.
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Vorteile
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Riesige Community und unzählige Anleitungen verfügbar
- Umfangreiches und günstiges Zubehör-Ökosystem
- Ausreichend Leistung für die meisten Hobby-Projekte
Nachteile
- Wird unter Last heiß und benötigt einen Kühlkörper
- Deutlich langsamer als der Nachfolger Pi 5
Fazit: Der Raspberry Pi 4 ist der perfekte Allrounder für Einsteiger und Fortgeschrittene, die ein zuverlässiges Board für eine Vielzahl von Projekten suchen.