Die besten 3D-Druckmaterialien im Überblick
Das richtige Filament entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Druckprojekt gelingt oder frustriert abgebrochen werden muss. Je nach Anwendungszweck, von dekorativen Figuren bis hin zu mechanisch belastbaren Bauteilen, variieren die Anforderungen an Stabilität und Hitzebeständigkeit.
Polymaker PolyTerra PLA Savannah Gelb3D-Druckfilament, 1.75mm, 1kg, nachhaltiger Biokunststoff, druckt wie PLA
Polymaker PolyTerra PLA
Vorteile
- Nachhaltiger Biokunststoff mit matter Optik
- Exzellentes Überhangverhalten beim Drucken
- Sehr einfache Handhabung ohne Warping-Risiko
- Spule aus recycelter Pappe
Nachteile
- Nicht für mechanisch hochbelastete Teile geeignet
- Geringe Hitzebeständigkeit
Fazit: Ein ideales Material für Einsteiger und dekorative Projekte, das durch seine Umweltfreundlichkeit und das einfache Druckbild punktet.
Worauf beim Kauf achten?
Die Wahl der Materialart
PLA ist das meistgenutzte Material für Hobbyprojekte, da es bei niedrigen Temperaturen schmilzt und kaum zum Verzug neigt. Wenn du funktionale Teile druckst, die beispielsweise im Auto oder im Außenbereich zum Einsatz kommen, solltest du zu PETG oder ASA greifen. PETG bietet eine höhere Schlagfestigkeit, während ASA besonders resistent gegen UV-Strahlung ist und somit in der Sonne nicht spröde wird.
Durchmesser und Maßhaltigkeit
Die meisten modernen FDM-Drucker arbeiten mit einem Filamentdurchmesser von 1,75 mm. Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal ist die Fertigungstoleranz. Hochwertige Hersteller garantieren eine Abweichung von maximal +/- 0,02 mm. Schwankt der Durchmesser stärker, führt dies zu ungleichmäßiger Extrusion, was sichtbare Fehler in der Oberfläche oder sogar Verstopfungen der Düse verursachen kann.
Tipp
Für flexible Materialien wie TPU ist ein Direct-Drive-Extruder empfehlenswert. Bei Druckern mit einem langen Zuführungsschlauch (Bowden-System) neigt das weiche Filament zum Einknicken, was den Materialfluss unterbricht.
Lagerung und Feuchtigkeitsschutz
Filamente ziehen Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft an, was man als Hygroskopie bezeichnet. Besonders Materialien wie Nylon oder PETG leiden darunter. Die Folge sind kleine Blasen im Druckbild und ein knisterndes Geräusch beim Austritt aus der Düse, da das Wasser schlagartig verdampft.
Hinweis
Lagere angebrochene Rollen stets in einer luftdichten Box oder einem Vakuumbeutel mit Silikagel. Wenn ein Filament bereits feucht ist, kann ein spezieller Filament-Trockner die Qualität meist wieder vollständig herstellen.
Welches Material für welchen Zweck?
| Kriterium | PLA | PETG |
|---|---|---|
| Schwierigkeit | Sehr einfach | Mittel |
| Hitzebeständigkeit | Bis ca. 55 °C | Bis ca. 80 °C |
| Schlagfestigkeit | Eher spröde | Zäh und robust |
Einsteiger und Dekoration
Für optische Modelle, Figuren oder einfache Prototypen ohne mechanische Last ist PLA unschlagbar. Es verzeiht Fehler bei den Einstellungen und benötigt keinen geschlossenen Bauraum.
Technik und Funktion
PETG ist der Allrounder für Werkzeuge oder Gehäuse. Es kombiniert die einfache Druckbarkeit von PLA mit einer deutlich höheren Zähigkeit und Temperaturresistenz.
Achtung
Vermeide den Druck von ABS in Wohnräumen ohne Filteranlage. Bei der Verarbeitung entstehen gesundheitsschädliche Dämpfe und unangenehme Gerüche. ASA ist hier oft die modernere und etwas weniger geruchsintensive Alternative.
Häufige Fragen
Häufig ist eine verschmutzte Druckplatte oder ein falscher Abstand der Düse (Z-Offset) die Ursache. Reinige das Druckbett gründlich mit Isopropanol und stelle sicher, dass die erste Schicht leicht auf das Bett gepresst wird.
Dies sind die beiden gängigen Standards für den Filamentdurchmesser. 1,75 mm ist heute der Marktstandard für die meisten Desktop-Drucker. 2,85 mm wird oft bei professionellen Geräten wie von Ultimaker eingesetzt, da das dickere Material im Feeder etwas stabiler geführt werden kann.
Typische Anzeichen sind kleine Löcher in den Wänden des Druckobjekts, ein unruhiges Druckbild und ein hörbares Knacken oder Zischen an der Düse während des Druckvorgangs.
Für reine Testobjekte reicht günstiges Material oft aus. Premium-Hersteller bieten jedoch eine bessere Farbtreue über verschiedene Chargen hinweg und wickeln das Filament sauberer auf, was das Risiko von Knoten auf der Spule minimiert.
Beliebte 3D-Druckmaterialien
Creality Space Pi X4Filament-Trockner mit 4-Spulen-Aufbewahrung, Dual-Heizkammern bis 85 °C, intelligente Touchscreen-Steuerung, energiesparend, ideal für PLA/PETG/TPU/ABS/Nylon
Creality Space Pi X4
Vorteile
- Platz für vier Spulen gleichzeitig
- Trocknungstemperaturen bis zu 85 °C
- Einfache Bedienung über Touch-Display
- Ideal für Langzeit-Druckprojekte
Nachteile
- Relativ hoher Stromverbrauch bei voller Belegung
- Bedarf viel Stellfläche
Fazit: Ein unverzichtbares Zubehör für alle, die professionelle Materialien wie Nylon oder PETG verarbeiten und konstante Ergebnisse benötigen.
BambuLab PLA 3D-Drucker-Filament1,75 mm, schwarz, 1 kg, RFID, hohe Druckgeschwindigkeit, hohe Genauigkeit, wiederverwendbare Spule
BambuLab PLA
Vorteile
- Optimiert für extrem hohe Druckgeschwindigkeiten
- RFID-Chip zur automatischen Materialerkennung
- Sehr hohe Maßhaltigkeit und Oberflächengüte
Nachteile
- Komfort-Features (RFID) nur mit Bambu Lab Druckern nutzbar
- Preislich im oberen Segment
Fazit: Wer einen Bambu Lab Drucker besitzt, profitiert von der perfekten Abstimmung und Zeitersparnis durch automatisierte Einstellungen.