Haarstyler

Ratgeber


Perfekt gestylte Haare wie vom Profi – auch zuhause kein Problem. Haarstyling-Geräte lassen sich in nahezu jedem Haushalt finden. Ein Haartrockner gehört für Frauen- sowie Männerhaar zur Standardausrüstung. Die verschiedensten Haarstyling-Geräte machen’s möglich: Ob Löwenmähne, seidig glatte Haare, Power-Volumen oder weiche Locken. Mit Glätteisen, Lockenstab, Warmluftbürste und Co sitzt die Frisur im Handumdrehen.

Haarstyling-Geräte: Seidig glatt oder Power-Volumen

In fast jedem Bad vorhanden – und das nicht ohne Grund. Haartrockner liefern die ideale Grundlage für darauffolgende Stylings. Ein Fön verkürzt nicht nur die Wartezeit bis die Mähne trocken ist, sondern ist auch noch ein echter Allrounder. Für die verschiedensten Bedürfnisse sind die Geräte im besten Fall mit mehreren Gebläse- und Heizstufen ausgestattet; meistens auch mit einer Kaltstufe. So steht dem individuellen Styling nichts mehr im Wege. Die passende Düse übernimmt dabei die Vorarbeit für das folgende Frisieren. So bekommt das Haar mehr Volumen, wenn beim Föhnen ein Diffusor zum Einsatz kommt. Schmale Düsen erlauben hingegen präzises Föhnen. Die sogenannte Ionen-Funktion, mit der mittlerweile sehr viele Modelle ausgestattet sind, verhindert zudem ein statisches Aufladen der Haare. Um die Handhabung zu erleichtern, sorgt meistens ein Drehgelenk am Kabel dafür, dass der Fön flexibel einsetzbar ist.

Eine weniger weit verbreitete Methode ist es, die Haare mit einer Trockenhaube zu trocknen. Vor allem für langes und strapaziertes Haar ist dies sinnvoll, da eine Trockenhaube die Hitze gleichmäßig verteilt und damit die Haare schonend trocknet. Ein Vorteil: Die Hände bleiben währenddessen frei.

Verlockendes Volumen

Warmluftbürsten können durchaus als Mischung zwischen Haartrockner und Lockenstab bezeichnet werden. Mit ihnen sind weiche und wellige Looks möglich, aber auch ein dramatischer Schwung. Definierte und elastische Locken hingegen sind die Aufgabe von Lockenstäben. Es erfordert allerdings etwas Übung. Noch einfacher geht es mit einer Lockenmaschine. Diese wickelt einzelne Haare automatisch auf, wodurch gleichmäßige und schöne Locken entstehen. Statt mit einem Lockenstab lassen sich Locken auch altmodisch mit Lockenwicklern herstellen. Bei einfachen Lockenwicklern funktioniert es am besten in Kombination mit einer Trockenhaube. Es gibt jedoch auch Lockenwickler, die in einer Basisstation aufgeheizt werden.

Möchte man statt Locken lieber Wellen im Haar, sollte man zu einem Crimper, auch Kreppeisen oder Welleneisen genannt, greifen. Klassische Crimper erzeugen ein sehr feines, fast schon zackiges Muster im Haar, wodurch diese ein Maximum an Volumen bekommen. Es gibt aber auch Welleneisen, die speziell für den natürlichen Strand-Look gedacht sind und zarte Beach-Waves zaubern. Bei allen Styles die richtige Vorbehandlung mit einem Locken-Booster oder Hitzeschutz nicht vergessen.

Glatt und glänzend

Mit einem Glätteisen lässt sich lockiges oder gewelltes Haar in kürzester Zeit in eine seidig-glatte Mähne verwandeln. Wer bereits glattes Haar hat, kann dennoch von einem Glätteisen profitieren, da hochwertige Geräte dem Haar einen schönen Glanz verleihen. Die Geräte arbeiten mit rund 160°C-230°C, wobei es vom eigenen Haartypen abhängt, welche Hitzestufe sich am besten eignet. Normales bis dickes Haar lässt sich auch im Handumdrehen mit einem Glätter in eine Lockenfrisur verwandeln – diese Technik Bedarf jedoch etwas Übung. Auch hier gilt: Hitzeschutz nicht vergessen, gerade in diesem Temperaturbereich.

Ein Trend in Sachen Haareglätten sind die sogenannten Glättebürsten. Diese werden auf trockenem Haar angewendet und sind eine schlaue Kombination aus Glätter & Entwirrer. Mit einer Ionen-Haarbürste lässt sich zwar keine Frisur stylen, dafür hat sie eine antistatische Wirkung. Vor allem im Winter, wenn fliegende Haare keine Seltenheit sind, sind diese Bürsten äußerst beliebt. Außerdem sorgt die Bürste für zusätzlichen Glanz im Haar.

Ein Multi-Styler vereint unterschiedliche Haarstyler in einem Gerät. Der Nutzer tauscht lediglich die Aufsätze aus. Häufig besteht ein Multi-Styler aus einer Warmluftbürste, einem Lockenstab, einem Glätteisen und einem Crimper.

Kauftipps: Bitte beachten

Vor dem Kauf eines Haarstylers beziehungsweise eines Haartrockners gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Lockenstäbe, Lockenwickler, Glätteisen und Kreppeisen sollten eine hochwertige Beschichtung wie beispielsweise Titanium oder Keramik haben. Dadurch wird das Gerät gleichmäßig erhitzt, was die Haare weniger strapaziert.
  • Für das Extra an Pflege sind einige Geräte zusätzlich mit schützenden Ölen oder Pflegekomplexen angereichert.
  • Je mehr Watt ein Gerät hat, desto mehr Leistung erbringt es. Ein Haartrockner hat eine Leistung von rund 2.000 Watt. Warmluftbürsten hingegen liegen zwischen 200-1.200 Watt.
  • Mit einer Kaltluftstufe lässt sich eine geföhnte Frisur fixieren, daher sollte diese Funktion bei keinem Haartrockner fehlen.
  • Um Haare beim Föhnen oder Stylen nicht zu strapazieren, sollte das Gerät mehrere Temperaturstufen besitzen.
  • Ein Drehgelenk am Kabel ermöglicht eine größere Freiheit beim Stylen.
  • Ein Haarstyler mit Ionen-Technologie sorgt für eine antistatische Wirkung, wodurch Haare weniger austrocknen und nicht fliegen. Für Personen mit feinem und glattem Haar ist diese Technologie jedoch nicht geeignet, da die Haare nur platt auf dem Kopf anliegen und sich kein Volumen ins Haar föhnen lässt.

Stylingtipps: So gelingt die Frisur

  • Nasse Haare sind sehr empfindlich und dürfen nicht bei hoher Temperatur geföhnt oder gar geglättet werden. Auch Trockenrubbeln mit dem Handtuch oder Kämmen strapaziert. Um Haarbruch zu vermeiden, sollte man als Vorbereitung auf das folgende Styling auf pflegende Lotionen oder Sprays zurückgreifen.
  • Beim Föhnen ist ein Mindestabstand von 20 Zentimetern zwischen Haar und Haartrockner ein Muss. Bewegen Sie den Fön von einer Seite zur anderen, um die Haarstruktur zu schonen.
  • Damit sich Haare zu einer Frisur stylen lassen, muss das Haar handtuchtrocken oder ganz trocken sein.
  • Wenn Sie einen Haarstyler benutzen, sollten Sie am besten einen Hitzeschutz-Spray oder ähnliches verwenden. Wer sich mehr Volumen wünscht, kann zusätzlich Schaumfestiger verwenden. Für elastische Locken sorgt ein Locken-Booster.
  • Bei einem Haarstyling-Gerät muss die richtige Temperatur eingestellt sein. Vor allem bei heißen Lockenstäben und Glätteisen besteht Gefahr von Haarschäden. Hier gilt: je empfindlicher die Haarstruktur, desto niedriger sollte die Temperatur sein. Verwenden Sie Styling-Geräte nicht bei nassem Haar.
  • Einige Techniken brauchen etwas Übung. Nutzen Sie Tutorial, um den richtigen Dreh rauszubekommen.
  • Ist das Haar fertig gestylt, hilft die Kältestufe des Haartrockners die Frisur zu fixieren.
  • Damit die Frisur auch lange hält, können Sie zusätzlich Haarspray verwenden.