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Die Wattzahl eines Gitarrenverstärkers ist entscheidend für die Lautstärke und den Einsatzbereich. Für Probenräume, die typischerweise eine Größe von 20–40 m² haben, sind Verstärker mit 15–50 Watt empfehlenswert. Ein 15-Watt-Verstärker eignet sich gut für kleine Räume oder akustische Proben, während Modelle mit 30–50 Watt auch für Bandproben in größeren Räumen ausreichend sind. Achte darauf, dass höhere Wattzahlen oft auch mehr Headroom bieten, was bedeutet, dass der Klang bei höheren Lautstärken nicht verzerrt wird.
Die Klangqualität eines Verstärkers wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, einschließlich der Bauart (Röhren- vs. Transistorverstärker), der Lautsprechergröße und der verwendeten Materialien. Röhrenverstärker bieten oft einen warmen, organischen Klang, während Transistorverstärker klarere und präzisere Töne liefern. Achte auch auf die EQ-Möglichkeiten (Bass, Mitten, Höhen), die dir helfen, den Klang an deine Bedürfnisse anzupassen. Modelle wie der Boss WAZA Tube Amp Expander bieten umfangreiche Klangbearbeitungsmöglichkeiten.
Die Wahl zwischen Röhren- und Transistorverstärkern hängt von deinen persönlichen Vorlieben und dem geplanten Einsatz ab. Röhrenverstärker bieten in der Regel einen wärmeren Klang mit mehr harmonischen Obertönen, was sie bei vielen Musikern beliebt macht. Sie benötigen jedoch mehr Wartung und sind oft schwerer. Transistorverstärker sind leichter, robuster und bieten eine höhere Zuverlässigkeit. Wenn du viel unterwegs bist oder einen Verstärker für Proben und Auftritte benötigst, könnte ein Transistorverstärker die bessere Wahl sein. Wenn du hingegen Wert auf einen klassischen Klang legst, könnte ein Röhrenverstärker wie der Tech 21 SansAmp GED-2112 die richtige Entscheidung sein.
Die benötigten Anschlussmöglichkeiten hängen stark von deinem Setup ab. Standardanschlüsse wie 1/4 Zoll Klinkenbuchsen sind für die meisten E-Gitarren üblich. Wenn du Effektpedale verwendest, ist eine Effekt-Schleife (Send/Return) sinnvoll. Außerdem ist ein DI-Ausgang für Live-Auftritte oder Studioaufnahmen wichtig, um den Klang direkt ins Mischpult zu leiten. Achte darauf, dass der Verstärker auch über AUX- oder Bluetooth-Anschlüsse verfügt, wenn du mit Backing-Tracks oder Playalongs arbeiten möchtest.
Die Preisspanne für Gitarrenverstärker kann stark variieren. Einsteiger-Modelle beginnen oft bei etwa 100 bis 300 Euro, während Mittelklasse-Verstärker zwischen 300 und 800 Euro liegen. Hochwertige Röhrenverstärker können Preise von 800 Euro und mehr erreichen. Wenn du regelmäßig spielst oder auftritst, kann es sich lohnen, in ein besseres Modell zu investieren, das sowohl Klangqualität als auch Langlebigkeit bietet. Überlege, welche Funktionen für dich wichtig sind und passe dein Budget entsprechend an.
Für akustische Gitarren sind speziell entwickelte Akustikverstärker von Vorteil, da sie die Klangnuancen der Gitarre besser wiedergeben können. Diese Verstärker haben oft eingebaute EQs und Effekte zur Klangbearbeitung. Modelle wie der Fishman Tone AFX DEQ bieten hervorragende Features für akustische Musiker, einschließlich 4-Band EQ und DI-Ausgang.
Die Portabilität ist besonders wichtig, wenn du häufig auftrittst oder viel reist. Leichtere Verstärker sind oft einfacher zu transportieren, während größere Modelle mehr Leistung bieten können. Wenn du nur zu Hause spielst, ist das Gewicht möglicherweise weniger entscheidend. Überlege dir, wie oft und wo du deinen Verstärker nutzen möchtest. Für mobile Einsätze sind kompakte Modelle wie der Positive Grid Spark MINI ideal.
Integrierte Effekte wie Reverb, Delay und Chorus sind in vielen Verstärkermodellen zu finden. Diese können den Klang erheblich bereichern. Überlege dir, welche Effekte du häufig nutzen möchtest. Einige Verstärker bieten eine Vielzahl an Effekten, während andere sich auf die Grundfunktionen konzentrieren. Wenn du Wert auf Flexibilität legst, wähle einen Verstärker mit einer breiten Palette an integrierten Effekten oder einer Effekt-Schleife für externe Pedale.
Der Stromverbrauch eines Gitarrenverstärkers hängt von der Leistung und der Bauart ab. Kleinere Verstärker (unter 20 Watt) verbrauchen in der Regel etwa 20–50 Watt im Betrieb. Leistungsstärkere Modelle (über 50 Watt) können bis zu 150 Watt oder mehr benötigen. Achte auch auf den Standby-Modus, der den Stromverbrauch reduziert, wenn der Verstärker nicht aktiv genutzt wird. In der Regel ist der Verbrauch bei Röhrenverstärkern höher als bei Transistorverstärkern.
Die Verarbeitungsqualität lässt sich oft an den Materialien und der Verarbeitung erkennen. Achte auf stabile Gehäuse aus Holz oder Metall, hochwertige Potentiometer und Anschlüsse. Bewertungen und Testberichte geben ebenfalls Aufschluss über die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit eines Modells. Verstärker, die in robusten Gehäusen gebaut sind und eine gute Garantie bieten, sind oft die bessere Wahl.
Kombinierte Verstärker, die Lautsprecher und Verstärker in einem Gerät vereinen, bieten den Vorteil von Mobilität und einfacher Handhabung. Sie sind ideal für Einsteiger oder Musiker, die oft unterwegs sind. Wenn du jedoch spezielle Lautsprecher oder Klangquellen bevorzugst, kann es sinnvoll sein, separate Komponenten zu wählen. Überlege dir, wie oft du den Verstärker transportieren musst und ob du Flexibilität in der Lautsprecherwahl benötigst.
Wenn du dich für Gitarrenverstärker interessierst, könnten auch Gitarrensaiten, Plektren und Gitarrengurte für dich von Interesse sein. Diese Zubehörteile können das Spielerlebnis erheblich verbessern und sind für jeden Gitarristen unerlässlich.