Navigationssysteme

Ratgeber


Mobile Navigationsgeräte liegen heute immer noch im Trend – und das, obwohl viele Neuwagen mit eingebauten Lösungen ausgestattet sind. Denn separate Navigationsgeräte sind mobil und lassen sich daher flexibler nutzen. Modelle mit einer ausreichend langen Akkulaufzeit und einer passenden Halterung können zum Beispiel auch auf einem Fahrrad zum Einsatz kommen. Andere Navigationsgeräte sind hingegen speziell für Lkws und Wohnwagen oder für Motorräder konzipiert. Navigations-Apps für Smartphones können zwar hilfreich sein – wer aber oft mit dem Auto unterwegs ist oder pünktlich zu einem Geschäftstermin in einer anderen Stadt erscheinen möchte und dafür auf Verkehrsinformationen angewiesen ist, verlässt sich besser auf ein vollwertiges Navigationsgerät. Den Markt für Navigationssysteme haben zu einem großen Teil einige wenige Hersteller wie TomTom, Garmin, Becker und Falk in der Hand. Um eine ausreichend große Auswahl muss man sich dabei jedoch keine Sorgen machen, für jeden Nutzer und Einsatzzweck gibt es das passende Modell.

Pkw, Lkw oder Motorrad – das richtige Navigationsgerät für jedes Fahrzeug

Bei Pkw-Navigationssystemen sind Geräte mit einer Bildschirmgröße zwischen 4 und 6 Zoll besonders beliebt, wobei der Trend hin zu einem größeren Bildschirm geht. Der Vorteil eines großen Modells liegt in der Übersichtlichkeit – der Fahrer sieht schlicht mehr von der Fahrstrecke. Allerdings blockieren solche Modelle auch mehr vom Sichtfeld. Displays von Fußgänger-Navigationsgeräten sind eher klein gehalten, was den Akku schont. Manche Modelle sind zudem speziell auf die Bedürfnisse eines bestimmten Fahrzeugtyps ausgelegt. So geben spezielle Navigationsgeräte für Wohnmobile und Lkws die Möglichkeit, Daten wie Gewicht und Fahrzeugmaße einzugeben.

Bei der Routenberechnung werden diese daraufhin berücksichtigt: Straßen mit zu niedrigen Brücken oder scharfen Kurven werden gemieden. Auch für Motorradfans haben sich die Hersteller etwas einfallen lassen: Bei manchen Modellen für Motorradfahrer kann der Nutzer selbst bestimmen, wie kurvig seine Strecke sein soll. Je nach Erfahrungsgrad des Fahrers berechnet das Gerät eine passende Route. Die Points of Interest (POIs) sind bei solchen Geräten meist ebenfalls auf die entsprechende Zielgruppe ausgerichtet: Bei POIs handelt es sich um Sonderziele wie Sehenswürdigkeiten, öffentliche Gebäude, Restaurants oder Tankstellen.

Camper-Navigationsgeräte warten nicht selten mit einer zusätzlichen Datenbank mit Campingplätzen für mehrere Länder inklusive Informationen zu Preisen und Ausstattung auf. Analog dazu gibt es für Biker ebenfalls passende POIs, so informiert das Gerät über Motorrad-Hotels an der Strecke. Zudem unterscheiden sich die Modelle hinsichtlich der Halterungen und Bauweise, aber auch die Bedienung ist sehr unterschiedlich. Motorradfahrer benötigen für die Straßenansage spezielle Headsets oder Helme – ein Navigationssystem für Fußgänger braucht keine Halterung, sollte aber handlich und robust sein. Im Gegensatz zu Navigationsgeräten für Autos und Lkws benötigen sie einen ausdauernden Akku.

Navigationsgeräte für PKW im Test

Für die Bedienung verfügen fast alle Navigationsgeräte über einen Touchscreen. Da die Geräte im Verkehr nicht von Hand eingestellt werden sollen, sind Schnelltasten von Vorteil, mit denen sich kurzfristig Sonderziele eingeben lassen. Um Zeit bei der Zieleingabe zu sparen, verfügen viele Modelle über eine Speicherfunktion für häufig angefahrene Ziele.

Praktische Navigations-Funktionen für bessere Orientierung

Bei aktuellen Modellen erfolgt die Zieleingabe über den Touchscreen. Manche Navigationsgeräte erleichtern die Suche, indem Sie dem Nutzer Ziele vorschlagen. Bei einigen Modellen ist es nicht einmal zwingend notwendig, eine Adresse einzugeben: Stattdessen können Nutzer etwa nach einem bestimmten Shop in einem Einkaufszentrum suchen. Neben vorhandenen POI-Datenbanken bieten manche Hersteller die Möglichkeit, weitere POIs herunterzuladen. So stellt Garmin auf seiner Homepage eine Sammlung von verschiedenen Sonderzielen bereit, die Kunden kostenlos herunterladen können. Diese sind nach Themengebieten wie Freizeit, Shopping und Übernachten unterteilt und werden ständig aktualisiert und erweitert.

Neuere Navigationssysteme warten mit einigen Features auf, die es dem Fahrer zusätzlich erleichtern, sich zu orientieren und den Hinweisen des Geräts zu folgen. Zum Beispiel beherrschen viele Modelle inzwischen Text-to-Speech. Damit sind erweiterte Ansagen von Navigationshinweisen gemeint. Statt dem Fahrer nur den nächsten Abbiegepunkt anzukündigen, nennt das Gerät auch die Straße, in die abgebogen werden soll oder markante Gebäude, an denen sich der Nutzer orientieren kann.

Die Steuerung der Navigationssysteme per Sprache wird ebenfalls immer wichtiger. Der Vorteil liegt auf der Hand: Je seltener der Fahrer auf das Display schauen muss, desto weniger wird er vom Straßenverkehr abgelenkt. Die Zieleingabe per Sprache funktioniert dabei noch längst nicht einwandfrei, oft braucht es etwas Geduld und vor allem eine deutliche Aussprache, damit das Gerät das gewünschte Ziel versteht.

Während manche Funktionen und Features sich noch durchsetzen müssen, gehört der Fahrspurassistent bei einem Großteil der Navigationsgeräte längst zur Grundausstattung. Auf Kreuzungen und Abfahrten zeigt der Assistent dem Nutzer die richtige Fahr- beziehungsweise die richtige Abbiegespur mit einem Pfeil an. Die Funktion ist besonders praktisch, weil sie die Orientierung auch in unbekannten Gegenden erleichtert. Neben der klassischen Kartenansicht ist die 3D-Darstellung von Sehenswürdigkeiten und Gebäuden bei Autofahrern inzwischen sehr beliebt.

Dabei stehen auch 3D-Animationen des Geländes zur Verfügung, was in bergigen Regionen hilfreich sein kann. Auch bei unübersichtlichen Kreuzungen kommt die 3D-Anzeige zum Einsatz – viele Navigationssysteme schalten sogar automatisch in die realistische Darstellung. Die Funktion Reality View, die von Navigon eingeführt wurde, ist nah mit der 3D-Ansicht verwandt. Dabei werden Autobahnabfahrten oder Kreuzungen fotorealistisch dargestellt. Die Ausweitung dieser Darstellung auf ganze Straßenzüge ist jedoch umstritten. Skeptiker befürchten, dass sie den Fahrer unnötig ablenken könnte.

Zusatzfunktionen für Anspruchsvolle und Vielfahrer

Wem ein Einsteigermodell zu wenig bietet, der kann sich in höheren Preissegmenten umsehen. Teurere Modelle bieten meist eine bessere Ausstattung und zusätzliche Funktionen, die über das unbedingt Notwendige hinausgehen. Dazu zählen neben Bluetooth und Freisprechfunktion auch Community-Funktionen wie IQ-Routes von TomTom oder Map Share. Sie erlauben Nutzern, sich zu vernetzen und Informationen auszutauschen. Mit der Funktion Map Share sollen Karten noch aktueller werden. Das kann sogar in Zeiten von lebenslang kostenlosen Updates sinnvoll sein, da sich das Straßennetz ständig verändert, die Aktualisierungen in der Regel jedoch nur alle vier Monate erfolgen.

Die Idee hinter Map Share: Nutzer von TomTom-Navigationsgeräten haben die Möglichkeit, Änderungen beim Straßennetz zu melden. Der Hersteller sammelt diese Hinweise und gibt sie wiederum an andere Nutzer weiter. Fahrer können dadurch mit ihren eigenen Erfahrungen dazu beitragen, die Aktualität von Karten zu erhöhen.

Die Funktion IQ Routes ist ebenfalls eine Erfindung von TomTom. Dabei sammelt das System die Erfahrungen von Millionen von Nutzern und lässt diese in die Routenberechnung einfließen. So kommen auch Ortsfremde in den Genuss von Informationen Ortskundiger und können Schleichwege nutzen, die die Standard-Routenberechnung nicht vorschlägt. Auch Pendler profitieren von dieser Funktion, da das Gerät Geschwindigkeiten realistischer einschätzt und nicht von der maximal erlaubten ausgeht.

Eine integrierte Bluetooth-Verbindung erlaubt, das Navigationssystem als Freisprechanlage für das Handy zu nutzen. Zwar ist die Sprachqualität bei dieser Lösung selten optimal. Wer jedoch nur gelegentlich beim Fahren telefoniert, spart sich dadurch den Einbau einer separaten Freisprecheinrichtung. Darüber hinaus halten einige Geräte eine dauerhafte Internetverbindung aufrecht. Solche Modelle mit SIM-Karte und eingebauter Mobilfunktechnik nutzen das World Wide Web, um dem Fahrer Informationen wie aktuelle Benzinpreise bereitzustellen. Auch nach der günstigsten Tankstelle in der Region kann der Nutzer darüber mit Hilfe von Google suchen.

TMC und Co. – wie Navigationsgeräte den Verkehr im Blick behalten

Für Staumeldungen nutzen Navigationsgeräte meist den Traffic Message Channel (TMC). Er ist der Klassiker unter den Stauwarnsystemen. Das Navigationssystem empfängt dabei die Verkehrsinformationen von Radiosendern und der Polizei über Radiosignale im UKW-Bereich. Diese Daten werden im Gerät verarbeitet und mit der aktuell errechneten Route abgeglichen. Überschneidet sich ein gemeldeter Stau mit der gefahrenen Strecke, meldet sich das Navigationssystem und schlägt eine alternative Route zum Umfahren des Staus vor. Da jedes Navigationsgerät dabei von der Qualität der übertragenen Daten abhängig ist und einen entsprechenden Sender in der Umgebung braucht, sind die Ergebnisse des TMC-Empfängers nicht immer zuverlässig.

In bestimmten Fällen kann eine deutliche Zeitverzögerung bei der Staumeldung eintreten, was ein rechtzeitiges Ausweichen unmöglich macht. Langfristige Planungen erledigt TMC jedoch verlässlich. Bei einigen älteren Navigationsgeräten ist der integrierte Empfänger jedoch nicht stark genug, um weiter entfernte Sender zu empfangen. In diesem Fall empfiehlt sich eine TMC-Wurfantenne, mit der sich die Empfindlichkeit deutlich erhöhen lässt.

Besonders exakt arbeitet „HD-Traffic“, das der Hersteller TomTom anbietet. Hier werden verschiedene Datenquellen zur Verkehrsdichte analysiert und in die Routenberechnung einbezogen. Schneller und zuverlässiger, allerdings auch kostenpflichtig ist der dem TMC ähnliche Dienst TMCpro. TMCpro greift – zusätzlich zu den Radiodaten – auf weitere Informationsquellen zu, um die Qualität der Stauabdeckung zu erhöhen. Hierzu gehören über 4.000 Sensoren an Autobahnbrücken und mehr als 5.000 Sensorschleifen in der Fahrbahn. Ergänzend sind über 50.000 Autos in verschiedenen Flotten mit einer speziellen Technik ausgestattet, die Stauinfos an die TMCpro-Zentrale versendet. Durch diese zusätzlichen Daten erhöht sich die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Stauwarnungen gegenüber dem klassischen TMC immens. Allerdings ist TMCpro ein kostenpflichtiger Dienst, der nur mit speziell dafür ausgewiesenen Navigationsgeräten nutzbar ist. Die benötigte Nutzungslizenz ist bereits im Kaufpreis vieler Modelle enthalten – nur wenige Hersteller ermöglichen eine separate Buchung des Dienstes mit einer einmaligen Gebühr.

Radarwarner bei Navigationsgeräten – nützlich aber verboten

Viele aktuelle Navigationssysteme haben einen Geschwindigkeitssensor sowie einen Blitzerwarner an Bord, der rechtzeitig Alarm schlägt, wenn auf der geplanten Route eine Radarkontrolle registriert wird. So verlockend dies auch klingen mag, die Sache hat einen entscheidenden Haken: Denn rechtlich gesehen ist die Nutzung eines Blitzerwarners verboten. Dabei steht nicht der Besitz eines Navigationsgeräts mit Radarwarner unter Strafe, sondern lediglich die aktivierte Funktion. Bei einem Verstoß erwarten den Nutzer ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro sowie ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Theoretisch dürfte die Polizei das Gerät sogar beschlagnahmen, was in der der Praxis jedoch eher selten vorkommt. Wer ein Gerät mitführt, das ausschließlich und speziell zum Erkennen von Radarfallen konzipiert ist, der ist das Gerät endgültig los – die Polizei darf solche verbotenen Warner beschlagnahmen und vernichten. Für Smartphones mit Blitzer-Apps und klassische Navigationsgeräte gilt das jedoch nicht, da die Verhältnismäßigkeit dabei nicht gegeben wäre. Dennoch sollten Autofahrer den integrierten Radarwarner besser direkt nach dem Kauf abschalten, um Strafen zu vermeiden. Immer wieder kommen allerdings Diskussionen darüber auf, das Verbot abzuschaffen und die Nutzung der Warnfunktionen künftig zu erlauben. Eine Entscheidung ist bisher aber nicht gefallen.

Dennoch bieten sich dem Autofahrer einige legale Möglichkeiten, Radarfallen rechtzeitig zu erkennen. Wer sich auf einer der zahlreichen Internetportale über fest installierte Blitzer oder beliebte Messstellen informiert und die Daten ausgedruckt mitführt, ist auf der sicheren Seite. Ähnliches gilt für Meldungen im Radio, die mittlerweile von den meisten Sendern in Deutschland angeboten werden. Der große Unterschied zum Navigationssystem: Beide Varianten sind nicht situationsabhängig, warnen den Fahrer also nicht vor einer unmittelbar bevorstehenden Geschwindigkeitskontrolle – und sind dadurch nicht verboten. Eine Grauzone ergibt sich hingegen durch Smartphone-Apps. Eine Handvoll der Mini-Programme aus den App-Stores erfüllt die gleichen Aufgaben wie ein eingebauter Radarwarner. Deshalb gilt auch hier: Der Fahrer darf die entsprechenden Apps nicht betriebsbereit auf seinem Smartphone mitführen, sonst drohen die gleichen Strafen wie beim Navigationssystem.

Wege zum immer aktuellen Kartenmaterial ihres Navigationssystems

Die Karten-Datenbank ist das Herzstück jedes Navigationssystems. Nur wenn hier die Qualität stimmt, kann das Gerät die schnellste Route zum gewünschten Ziel berechnen. Besonders in Stadtgebieten oder auf längeren Strecken können veraltete Karten große Probleme bereiten – etwa dann, wenn sich der Straßenverlauf durch Langzeitbaustellen oder Verlegung der Fahrbahn deutlich verändert hat. Das Navigationsgerät wird dadurch teils vollkommen aus dem Konzept gebracht oder berechnet im schlimmsten Fall eine neue, aber falsche Route. Der folgende Abschnitt zeigt, welche Möglichkeiten zur Aktualisierung der Kartendaten ein modernes Navigationsgerät bietet – und ob eine Neuanschaffung nicht sogar günstiger sein kann.

Die einfachste, aber gleichzeitig unattraktivste Variante zur Aktualisierung der Karten ist ein manuelles, einmaliges Update. Der Nutzer lädt dafür die neuen Kartendaten aus dem Netz auf den heimischen PC und überträgt sie anschließend per SD-Karte oder USB-Kabel auf das Navigationsgerät. Die Internet-Verbindung sollte dafür jedoch möglichst schnell sein – sonst kann der Download leicht mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Der große Nachteil: Für jedes Update dieser Art muss der Besitzer einzeln zahlen. Je nach Hersteller fallen dafür bis zu 100 Euro an. Zudem sind die Karten nur zum Zeitpunkt des Downloads aktuell – sobald sich erneut größere Änderungen ergeben, wird der Preis für das Einzel-Update erneut fällig. Im Gegenzug kann der Nutzer jedoch selbst entscheiden, in welchen Intervallen er die Karten seines Navigationsgeräts aktualisieren möchte. Auf lange Sicht sinnvoller kann jedoch ein Karten-Abonnement sein. Autofahrer zahlen dabei einen bestimmten Betrag – entweder jährlich oder einmalig für zwei Jahre – an den Hersteller des Navigationsgeräts. Für die meist zweijährige Laufzeit kann der Nutzer anschließend jedes neu bereitgestellte Kartenupdate kostenlos aus dem Internet laden und auf das Gerät übertragen.

Beide Varianten zählen heutzutage zu den Ausnahmen, denn inzwischen sind beim Neukauf in der Regel kostenlose Kartenupdates für die gesamte Lebensdauer des Produkts inklusive. Bei einigen Herstellern erkennt man diesen Dienst an einer Abkürzung im Produktnamen. Garmin-Geräte tragen den Zusatz „LMT“, bei Navigationssystemen von Falk und Becker dient das Kürzel „LMU“ als Erkennungszeichen. Wer ein Modell mit lebenslangen Updates besitzt, braucht sich keine Sorgen mehr über veraltete Daten zu machen. Der Käufer registriert das Gerät beim Hersteller und kann dann unbegrenzt auf jedes neue Update zugreifen. Die Aktualitätsgarantie gilt verständlicherweise für die Lebenszeit des Geräts. In vielen Fällen kann die Anschaffung eines neuen Navigationssystems sinnvoller sein als ein Update des Kartenmaterials, besonders dann, wenn das alte Modell nur wenig mehr als 100 Euro gekostet hat und älter als ein Jahr ist. Das neue Gerät ist dann nicht nur bei den Kartendaten aktuell, sondern auch technisch auf dem neuesten Stand. Auch nach Ablauf eines kostenlosen, zweijährigen Karten-Abos ist der Neukauf eine lohnende Alternative – vor allem wenn damit auch der Wechsel zu einem Modell mit lebenslanger Aktualitätsgarantie verbunden ist. Letztere sollten jedoch nach zwei Jahren noch nicht ausgetauscht werden, um den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen. Aufgrund der stets aktuellen Karten entfällt eines der wichtigsten Argumente für den Neukauf. Karten für Navigationsgeräte

Navigationsgeräte für Motorräder: Darauf sollten Biker beim Kauf achten

Im Vergleich zu Navigationssystemen für das Auto kosten spezielle Geräte für Motorräder etwa doppelt so viel, zugleich ist die Auswahl erheblich kleiner. Navigieren können Modelle für Pkws zwar auch, wer mit dem Motorrad unterwegs ist, möchte in der Regel aber mehr als nur auf kürzestem Weg von A nach B kommen. Der richtige Spaßfaktor kommt erst auf kurvenreichen Strecken durch schöne Landschaften auf. Hersteller von Biker-Navigationssystemen bieten dazu verschiedene Lösungen an. Bei einigen Modelle kann der Nutzer einstellen, wie kurvenreich oder bergig eine Strecke sein soll. Ähnlich wie bei Geräten für Pkws, lassen sich nach Wunsch zudem Autobahnen oder Mautstraßen vermeiden.

Da spezielle Navigationssysteme für Motorräder dem Wetter weitgehend schutzlos ausgeliefert sind, ergeben sich dadurch entsprechend höhere Anforderungen an das Gehäuse. Ein gutes Gerät sollte mindestens gegen Spritzwasser und Staub resistent sein. Käufer sollten auf den Hinweis „Schutzklasse IPX7“ achten. Nicht ganz so selbstverständlich ist dagegen der Schutz vor UV-Strahlen und Kraftstoffnebel. Während dies bei gehobenen Modellen zur Ausstattung gehört, beschränken sich günstigere Modelle auf den Widerstand gegen Staub und Regen. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Biker-Navigationssystem ist die Stabilität: Eine gute Halterung im Auto ist praktisch, auf dem Motorrad ist sie unverzichtbar. Während sich aktuelle Navigationsgeräte fürs Auto mit ihren Halterungen binnen Sekunden an der Windschutzscheibe festsaugen, erfordern Modelle für das Motorrad wesentlich stabilere Befestigungen aus Metall. Im Auto muss das Gerät höchstens ein paar leichte Stöße durch Bodenwellen oder Schlaglöcher überstehen, auf dem Motorrad steht das Navigationssystem dagegen unter Dauervibrationen. Trotz aller Widrigkeiten muss der Bildschirm des Geräts auch in voller Fahrt ablesbar bleiben und selbst heftigere Stöße problemlos überstehen. Das beste Navigationssystem taugt nichts, wenn es bei der ersten Vibration auf der Straße landet. Eine sichere Lösung ist eine RAM-Mount-Halterung, die das Gerät am Lenker hält und eine zusätzliche Fixierung mit einem Motorrad-Cradle und einer extra Schraube.