Mikrowelle als Backofen-Ersatz? Tipps, Infos und Unterschiede

Der Funktionsumfang von Mikrowellen hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Wer denkt, dass die aktuellen Top-Geräte nur zum Auftauen und Erwärmen von gekochten Speisen verwendet werden können, täuscht sich. Neben der fast schon standardmäßigen Grillfunktion sind die Mikrowellen auch mit Heißluft, Ober-/Unterhitze und sogar Dampfgarfunktionen ausgestattet. Dadurch ist für manche Singlehaushalte durchaus zu überlegen, ob man sich statt eines kostspieligen und großen Backofens nicht eine hochwertige Mikrowelle anschaffen möchte.

Erwärmen & Auftauen oder Kochen & Garen?


Der potentielle Käufer sollte sich zuallererst im Klaren darüber sein, ob die Mikrowelle nur zum Erwärmen oder auch zum Kochen verwendet werden soll – und natürlich wie groß das Budget ist. Geräte mit den üblichen Standardfunktionen gibt es schon zu einem Preis von rund 30 bis 60 Euro.

Wer hingegen auch Pizzas, Steaks oder Ofenkartoffeln zubereiten möchte, für den empfiehlt sich der Kauf eines teureren Geräts mit mehr Einsatzgebieten. Diese Mikrowellen sind etwa mit Heißluft, Ober- und Unterhitze oder Grillfunktion ausgestattet. Auch Kuchenbacken stellt damit kein Problem dar. Bei manchen Geräten ist zusätzlich noch eine integrierte Dampfgarfunktion installiert.


Gleichzeitig sind die verschiedenen Leistungsstufen zu beachten: Standardgeräte sollten eine Wattzahl von 600 bis 800 besitzen, Kombigeräte eine Leistung von 800 bis 1200 Watt. Höhere Leistung bedeutet kürzere Erhitzungsdauer und größere Hitze. Aber Vorsicht: Wenn die Wattzahl zu hoch eingestellt ist, können manche Lebensmittel an der Außenseite schnell trocken werden. Deswegen sollte der Innenraum gut beleuchtet sein, um die Gerichte während des Garvorgangs optimal beobachten zu können.

Die Gestaltung des Innenraums - die Größe ist entscheidend!

Zweites wichtiges Auswahlkriterium ist die Größe des Innenraums – auch hier gibt es in den verschiedenen Preisklassen erhebliche Unterschiede. Die Standardgröße liegt bei 17 bis 25 Litern, was für den normalen Aufwärm-Einsatz ausreicht. Zu beachten ist hierbei auch der Durchmesser des Drehtellers – zum Beispiel ob eine Pizza darauf Platz finden würde. Eckiges Geschirr ist hier meist ein Problem, da dieses während des Betriebs an den Innenwänden anstößt.

Bei hochklassigeren Geräten wird die Drehfunktion durch ein 3D-System mit Reflektoren ersetzt, das die Gerichte noch gleichmäßiger erhitzt. Wenn die Mikrowelle als Ersatz für klassische Backöfen verwendet werden soll, muss der Innenraum mindestens ein Volumen von 30 Litern besitzen.

Einfache Bedienung oder praktische Kochprogramme?

Zu unterscheiden ist zudem die Art der Bedienung. Gewöhnlich sind Mikrowellen mit zwei Drehreglern für Wattzahl und Gardauer ausgestattet – das ist auch bei vielen preiswerten Geräten noch Standard. Für die herkömmlichen Einsatzgebiete reicht diese recht ungenaue Einstellungsmöglichkeit vollkommen aus.

Im höheren Preissegment werden Mikrowellen mit Display und zahlreichen Funktionstasten angeboten. Hier kann etwa die Gardauer exakt auf die Sekunde eingestellt werden. Zudem helfen eigene Programmtasten bei der perfekten Zubereitung der Speisen. So lässt sich für Pizza, Geflügel, Gemüse & Co. die optimale Zubereitungsart einstellen. Manche Geräte besitzen zudem Sensoren, mit denen die Garstufe und die Feuchtigkeit überwacht werden.