Geschirrspüler – Welche Bauart passt in welche Küche?

Als Komfortgerät in der Küche nimmt der Geschirrspüler seinem Nutzer das Abspülen des verschmutzten Geschirrs vollautomatisch ab. Während die Maschinen früher relativ teuer waren und vergleichsweise viel Strom und Wasser verbrauchten, ist die aktuelle Generation besonders sparsam und fügt sich in jeden Haushalt ein. Allerdings sollte die Auswahl des passenden Geschirrspülers auf die räumlichen Gegebenheiten der Küche abgestimmt werden – denn nicht jedes Gerät passt in jede Küche. Testsieger.de stellt die unterschiedlichen Bauarten und Größenklassen aktueller Spülmaschinen vor.

Einbau- oder Standgerät?

Die Kücheneinrichtung bestimmt die erste wichtige Entscheidung: Ist nicht genug Platz vorhanden und muss der Geschirrspüler außerhalb der Küchenzeile untergebracht werden, empfiehlt sich ein Standgerät. Das Gehäuse dieser Modelle ist komplett mit Dekor verkleidet, wodurch der Geschirrspüler freistehend und flexibel in der Küche platziert werden kann. Der Aufstellort ist dabei lediglich vom Spülmaschinenanschluss abhängig.

Stand-Geschirrspüler
Tisch-Geschirrspüler

Ist hingegen überhaupt kein Platz für ein großes Gerät vorhanden, bleibt immer noch ein Tischgeschirrspüler: Diese Modelle sind so kompakt, dass sie problemlos auf der Arbeitsplatte der Küchenzeile ihren Platz finden und somit keine größere Standfläche blockieren. Allerdings ist das Fassungsvermögen der Tischgeräte in der Regel verhältnismäßig klein, während der Stromverbrauch entsprechend höher liegt. Daher lohnen sich Tischgeschirrspüler nur unter räumlichen Einschränkungen.

Die meisten Einbauküchen bieten Platz für einen Geschirrspüler innerhalb der Küchenzeile. Dabei lässt sich das Gerät vollständig oder teilweise in die Küche integrieren und beansprucht keinen zusätzlichen Platz zum Aufstellen. Dadurch sind Einbaugeschirrspüler jedoch weniger flexibel als Standgeräte – bereits vor dem Kauf sollte also sichergestellt sein, dass die Maschine letztlich auch in die vorgesehene Nische passt.

Voll- oder teilintegrierbar?

Die Art und Weise, wie sich das Gerät in die Küche integrieren lässt, unterscheidet sich je nach Modell deutlich. Sogenannte vollintegrierbare Geschirrspüler verschwinden dabei komplett in der Schrankwand der Küchenzeile. Die Front ist dabei im gleichen Dekor gehalten wie die angrenzenden Schränke – bei geschlossener Tür ist das Gerät nicht mehr als solches zu erkennen. Deshalb muss das Dekor des Geschirrspülers exakt auf die Einbauküche abgestimmt sein. Die Bedienelemente befinden sich auf der Oberkante der Türe und lassen sich nur im geöffneten Zustand erreichen.

Vollintegrierbarer Geschirrspüler
Teilintegrierbarer Geschirrspüler

Teilintegrierbare Geschirrspüler werden ebenfalls in eine Küchenzeile integriert und mit einem Dekor versehen, der das Gerät an das Design der umliegenden Schränke angleicht. Allerdings bleiben sie durch eine Leiste mit Bedienelementen am oberen Ende der Tür stets als Elektrogerät sichtbar – dadurch lässt sich die Maschine auch bei geschlossener Tür bedienen. Zudem zeigt ein Blick auf das Display die jeweilige Restlaufzeit.

Unterbau-Geräte

Eine Sonderform sind die sogenannten unterbaufähigen Geschirrspüler: Diese Modelle werden unter die Arbeitsplatte geschoben und verschwinden dadurch ebenfalls in der Küchenzeile. Allerdings halten sich klassische Unterbau-Geschirrspüler nicht mit Dekor oder anderen Designelementen auf, um sie in die Küche integrieren zu können: Es handelt sich dabei quasi um Standgeräte, deren Dekorplatte sich auf der Oberseite entfernen lässt. Dadurch passen Unterbau-Modelle in die vorgesehene Aussparung, bleiben aber auf der Vorderseite als undekorierte Geschirrspüler erkennbar.

Unterbaufähiger Geschirrspüler
Geschirrspüler 45 cm

Die richtige Größe

Ist die Frage nach der Bauart geklärt, wird die Größe des Geräts zu einem weiteren entscheidenden Faktor. Die meisten Einbauküchen haben genormte und exakt vorgegebene Dimensionen für die Spülmaschine – ist das Gerät zu groß, passt es womöglich gar nicht an den gewünschten Platz. Die Breite eines Standard-Geschirrspülers liegt meist bei 60 Zentimetern – genug Platz für zwölf Maßgedecke. Dabei handelt es sich um eine genau nach europäischer Norm festgelegte Menge an Geschirr, anhand derer sich die Kapazität eines Geschirrspülers bemessen lässt. Für eine Familie ist eine Maschine mit 60 Zentimetern Breite dadurch optimal geeignet.

In kleinen Küchen sind Geschirrspüler mit 45 Zentimetern Breite oft die bessere Wahl. Sie benötigen deutlich weniger Stellfläche, verfügen aber immer noch über genug Platz für acht bis zehn Maßgedecke. Single-Haushalten und Paaren bietet die schmale Bauform ausreichend Platz – der Energieverbrauch liegt jedoch meist etwas höher als bei Geräten der Standard-Breite.


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