Die Partnersuche im Internet hat sich mittlerweile etabliert und fast jeder „Langzeit“-Single unter 50 Jahre hat bereits Erfahrungen mit der Online-Partnersuche gesammelt oder ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, sich bei einer Agentur anzumelden. Bei rund 12 Mio. Deutschen ohne Partner boomt der Markt. Und er ist gekennzeichnet durch eine große Anzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Preis- und Leistungsmodellen, so dass der Markt recht unübersichtlich und intransparent für den Verbraucher ist.
Der Test richtet sich ausschließlich an das Marktsegment der seriösen Partnervermittlungen im deutschsprachigen Raum, die viel Wert auf gezielte Partnervorschläge legen und berücksichtigt nicht die anderen beiden Marktsegmente. Die Testsieger Portal AG möchte mit der vorliegenden Studie die Markttransparenz bei Online-Partnervermittlungen für den Endverbraucher erhöhen und die Entscheidung erleichtern, ob und für welche Agentur er sich entscheiden soll.
Erstmalig wurde bei einer Untersuchung zu Partnervermittlungen ein Zielgruppenansatz verfolgt. So gibt die Studie Auskunft über die Chancen von Singles bis 30 Jahre, von Singles zwischen 31-49 Jahre und Singles über 50 Jahre, einen festen Partner im Internet zu finden.
Die vorliegende Studie untersucht nicht nur, bei welchen Partnervermittlungen die Chance einen Partner zu finden am größten sind, sondern gibt auch einen detaillierten Überblick über Preise, Leistungen, Service, und Vertragsbedingungen der getesteten Partnervermittlungen. Zur Vervollständigung des Marktüberblicks hat die Testsieger Portal AG in ihrer Studie alle auffindbaren Tests zu Partnervermittlern gesammelt, die wichtigsten Ergebnisse aus den Testberichten dokumentiert und die Einzelnoten aller Test zu einer Gesamttestnote aggregiert. Wenn die vollständigen Testergebnisse im Netz vorhanden sind, führt ein Deep-Link zur Originalquelle.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sind in einer Gesamtübersicht gegenübergestellt und zu jeder Partnervermittlung gibt es ein ausführliches Produktdatenblatt mit allen wichtigen Informationen.
Getestet wurden die zur Zeit acht größten bzw. wichtigsten, seriösen Partnervermittlungen. Hier haben wir uns an das Ranking der bedeutendsten Vergleichsportale wie Singlebörsenvergleich.de oder Partneragenturvergleich.de orientiert.
Acht Singles (4 Frauen und 4 Männer) haben sich mit jeweils identischen Profilen bei allen acht Partnervermittlungen mit Premiumaccounts (volles Kontaktrecht) angemeldet und die Agenturen im Zeitraum vom 1. März bis 5. Mai intensiv getestet. Die 8 Probanden verteilten sich wie folgt über die Zielgruppen: In der Zielgruppe 20-30 Jahre war eine Frau und ein Mann. In der wohl wichtigsten Zielgruppe 31-49 Jahre testeten jeweils zwei Frauen und zwei Männer die Agenturen. In der Altersgruppe über 50 Jahre waren wieder eine Frau und ein Mann vertreten.
Sinn und Zweck einer Mitgliedschaft bei einer Online-Partneragentur ist es, den richtigen Partner zu finden. Daher wurde bei dem Test ein besonders starkes Augenmerk auf den Mitgliederpool bzw. die Datenbank gelegt, die die Partnervorschläge für die Singles generiert. Die Testpersonen haben jeden Partnervorschlag und jede Partneranfrage, die sie erhalten haben, nach folgenden drei Kriterien bewertet:
Die drei Kriterien wurden multiplikativ verkettet, so dass nur Partnervorschläge und -anfragen gewertet wurden, die für die Testpersonen relevant sein können. Somit wurde dem Masse statt Klasse-Prinzip vorgebeugt und Agenturen konnten nicht „punkten“, die einfach nur viele Partnervorschläge produzierten, ohne auch auf die Passgenauigkeit zu achten. Die Partneragentur mit dem höchsten Wert - in unserem Test war es Parship - wurde mit der Bestnote von 100 Punkten bewertet. Die anderen Agenturen bekamen prozentual an diesem Wert ausgerichtet die entsprechenden Punkte. Da dieser Bereich das Herzstück jeder Partnervermittlung ist, wurde er mit 25% gewichtet.
Neben der Qualität der Profile ist die Aktivität der Mitglieder das zweitwichtigste Kriterium bei der Partnersuche. Denn es nützt dem Suchenden nichts, wenn nur inaktive oder „kommunikationsunwillige“ Personen in der Datenbank sind. Hier wurde die Anzahl der Anfragen an unsere Testpersonen gemessen. Die Partneragentur mit dem höchsten Wert- in unserem Test war es ElitePartner – erzielte den Maximalwert 100 Punkten. Die anderen Agenturen bekamen prozentual an diesem Wert die entsprechenden Punkte. Dieser Bereich wurde insgesamt mit 15% gewichtet.
Der dritte wichtige Bereich bei der Qualität der Mitglieder ist die Richtigkeit der Angaben, die in den Online-Profilen steht. Die Profil-Prüfung zählt bei Kunden-Befragungen neben der Seriosität zu den wichtigsten Eigenschaften, die eine Partnervermittlung haben sollte. Werden die Angaben durch die Vorlage des Personalausweises geprüft, wird die volle Punktzahl vergeben, werden Plausibilitätschecks gemacht gibt es nur 50 Punkte; werden auch die Fotos überprüft, so bekommt die Agentur 75 Punkte. Gibt es keine Profilprüfung wurden keine Punkte vergeben. Dieser Bereich wurde insgesamt mit 5% gewichtet, so dass die Qualität der Datenbank insgesamt mit 50% in die Gesamtnote einfloss.
Die Gesamtnote aus diesen drei Bereichen des Mitgliederpools spiegelt die Erfolgchancen für eine Partnervermittlung wider.
Die Seriosität ist einer der wichtigsten Faktoren für eine Partneragentur. Wir haben die Testpersonen nach ihrer subjektiven Einschätzung in Bezug auf die Seriosität der unterschiedlichen Auftritte gefragt und ob Sie den Auftritt an Freunde und Bekannte weiterempfehlen würden. Dieses Kriterium wurde mit 5% gewichtet. Weiterhin wurden die Probanden nach ihrer subjektiven Einschätzung auf Design, Usability, den Anmeldeprozess, den Fragebogen und die Anzahl der Vorschläge gefragt. Im Bereich Service und Leistungen wurde noch die Kontaktgarantie analysiert und ob die Partneragenturen über eine Telefon-Hotline verfügen sowie deren Kosten. Der Bereich „Service & Leistungen“ wurde insgesamt mit 15% gewichtet.
Bei den Preisen und Laufzeiten wurden für die Premiummitgliedschaftern die Mindestlaufzeiten, die Kosten, die Aboverlängerung, Zahlungsarten und die Kündigungsmodaltäten analysiert. Die Daten wurden am 5. Mai 2010 erhoben und es wurde nur berücksichtig, as online ersichtlich war. Der Bereich „Preise und Leistungen“ flossen mit 15% ins Gesamtergebnis ein.
Von einem externen Anwalt haben wir die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Datenschutzerklärung der acht Partnervermittlungen analysieren und benotenn lassen. Zusätzlich haben wir die Sicherheitsverschlüsselung und die Siegel wie TÜV etc. der acht Agenturen verglichen. Auf diesen Bereich entfielen insgesamt 10% der Punkte.
Die deutschsprachigen Partnervermittlungen wurden in den letzten Jahren sehr häufig getestet und bewertet. Wir haben insgesamt 15 Tests analysiert und eine Durchschnittsnote für jede Partnervermittlung berechnet. Diese Note geht mit 10% in die Gesamtnote ein.
Das Preisurteil errechnet sich aus der Gesamt-Testnote multipliziert mit den Gesamtkosten der kürzesten Laufzeit einer Premiummitgliedschaft. Dies wurde so gewählt, da die Mehrzahl der Testpersonen angab, ein hoher absoluter Einstiegspreis sei für sie abschreckend, oder sogar sehr abschreckend. Man würde schließlich die „Katze im Sack“ kaufen. Eine kürzere Laufzeit mit überschaubaren Kosten sei – auf alle Fälle für die Erstmitgliedschaft - daher interessanter als lange Laufzeiten mit geringeren monatlichen Beiträgen. Der Preis-Leistungssieger wurde unter den Agenturen ermittelt, die mindestens das Prädikat „befriedigend“ aufwiesen, da dies unserer Meinung nach eine Grundvoraussetzung für das Leistungskriterium darstellt.
Hier gewann ElitePartner, da sie mit 69,90 Euro den günstigsten Einstiegspreis und mit der Gesamtnote von 2,31 den besten Preis-Leistungswert von (69,90 x 2,32 = 161,47) erzielten.
Bei der Ermittlung der Gewinner pro Zielgruppe wurden die Qualität des Mitgliederpools nach Zielgruppen und die von den Probanden abgefragten Service- und Leistungsaspekte je Zielgruppe (Seriosität, Design, Usability etc.) berücksichtigt. Faktoren, wie Recht, Preise, externe Testberichte etc. sind nicht zielgruppenspezifisch und flossen daher nicht mit in die Note ein.